Sitzung · Sitzung beendet
Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 28. April 2005
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband soziale Leistungen mit Investitionen in Stadtteil-, Sport- und Sicherheitsinfrastruktur. Während Kita-Finanzierung, Sportplätze und Feuerwache ohne Gegenstimmen beschlossen wurden, zeigten sich beim Stadtteilzentrum Bilk und bei den Begleitmaßnahmen zum Düsselpass politische Konflikte über Planung und Umsetzung.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Bedarfs- und Platzsituation der Tageseinrichtungen für Kinder in Düsseldorf
Der Rat übernahm bis zum 31. Juli 2011 die Trägeranteile katholischer Kita-Gruppen, die nach kirchlicher Planung geschlossen werden sollten, laut Jugendhilfeplanung aber benötigt wurden. Für den Erhalt zusätzlich geförderter Plätze aller freien Träger sollten insgesamt 5 Millionen Euro, jährlich bis zu 1 Million Euro, etatisiert werden; hinzu kamen Verwaltungspauschalen.
Der Rat beschloss die Regelung einstimmig und ohne Debatte.
Die Entscheidung sollte benötigte Kindergartenplätze trotz geplanter Schließungen erhalten. Sie band die Stadt über mehrere Jahre finanziell an die Sicherung des Platzangebots.
Vorlage 51/054/05 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 31
Herausgabe eines Ermäßigungsausweises (Düsselpass) für ein- kommensschwache Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger - Neuregelung aufgrund gesetzlicher Änderung (Hartz IV)
Der Rat führte den Düsselpass für einkommensschwache Düsseldorfer:innen ab 15 Jahren weiter und bestimmte den berechtigten Personenkreis nach den veränderten Sozialleistungssystemen neu. Städtische Stellen, Tochtergesellschaften und externe Partner wurden gebeten, ihre Vergünstigungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Die Verwaltungsvorlage wurde einstimmig beschlossen. Ein Ergänzungsantrag von Grünen und SPD zu Ausgabezeitpunkt, Öffentlichkeitsarbeit, individueller Information über die ARGE und Beratungen in den Fachausschüssen scheiterte an CDU, FDP und dem Oberbürgermeister.
Der Beschluss erhielt den kommunalen Ermäßigungsausweis nach der Neuordnung der Sozialleistungen. Umstritten blieb, wie Anspruchsberechtigte informiert und die Vergünstigungen vereinheitlicht werden sollten.
Vorlage 01/111/05 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 73
Stadtteilzentrum Bilk mit Hallenschwimmbad, Bürgerzentrum, Bürgersaal, Restaurant - Grundsatzbeschluss -
Der Rat fasste mehrheitlich einen Grundsatzbeschluss für ein Stadtteilzentrum in Bilk mit Hallenschwimmbad, Bürgerzentrum, Bürgersaal und Restaurant. Eine abschließende Entscheidung über eine Einbindung in die Bilker Arcaden oder einen anderen Standort war nach der dokumentierten Debatte damit nicht getroffen.
Die FDP erklärte, der Beschluss dürfe keine Vorentscheidung für die Bilker Arcaden sein, und lehnte Planungskosten von 600.000 Euro vor einer Entscheidung über das Arcaden-Projekt ab. Die SPD hielt dem entgegen, dass die neue Vorlage diese Trennung nicht hinreichend abbilde; Änderungsanträge von SPD sowie den Ratsmitgliedern Kahl und Laubenburg lagen vor.
Der Rat sagte Bilk grundsätzlich eine dauerhafte Stadtteileinrichtung einschließlich Schwimmbad zu. Zugleich blieb die Verbindung mit dem umstrittenen Arcaden-Projekt politisch offen.
Vorlage 52/048/05 · Nachweis: TOP 5, PDF-Seite 35
Modernisierung von Aschespielfeldern - Umwandlung in Kunstrasen - Grundsatzbeschluss -
Der Rat stimmte der Umwandlung von Aschespielfeldern an der Roßbachstraße, Heidelberger Straße, Paul-Thomas-Straße, Vennhauser Allee und Koblenzer Straße in granulatverfüllte Kunstrasenplätze sowie der Sanierung des Platzes am Franz-Rennefeld-Weg zu. Die Verwaltung wurde mit der weiteren Planung und der Vorbereitung eines Bau- und Finanzierungsbeschlusses beauftragt; Planungsmittel durften bis zu 10 Prozent der Beschlusssumme bereitgestellt werden.
Der Grundsatzbeschluss fiel einstimmig und ohne Debatte.
Die Entscheidung betraf Sportinfrastruktur an sechs Standorten. Gebaut wurde damit noch nicht; zunächst sollten Planung und Finanzierung konkretisiert werden.
Vorlage 52/021/05 · Nachweis: TOP 16, PDF-Seite 31
Ersatzneubau und Teilsanierung der Feuerwache 8, Gräulinger Straße - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den Ersatzneubau und die Teilsanierung der Feuerwache 8 an der Gräulinger Straße 27. Dafür waren Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro vorgesehen.
Der Bau- und Finanzierungsbeschluss fiel einstimmig und ohne Debatte.
Damit wurde eine konkrete Investition in die städtische Sicherheitsinfrastruktur freigegeben. Anders als bei den Sportplätzen handelte es sich bereits um einen Bau- und Finanzierungsbeschluss.
Vorlage 70/032/05 · Nachweis: TOP 19, PDF-Seite 32
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
1 zuverlässig zugeordnete Punktpositionen. Sitzungsort und Orte der beratenen Vorlagen sind getrennt bezeichnet.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.