Vorlage aus der Politik Aktenzeichen 50/ 10/2004

Anfrage Grüne Alcopops

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Marktplatz 3 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 1Dokument 29. Januar 2004veröffentlicht

Aus der amtlichen Vorlage

Gerade Jugendliche und junge Erwachsene greifen in unserer Gesellschaft zur "legalen" Droge Alkohol. Die Problematik hat sich aus Sicht der bündnis-grünen Ratsfraktion seit der Markteinführung der sogenannten alcopops verschärft. Die süßen, schrill-bunten und hochprozentigen Getränke (mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5,5 Vol.-%, teilweise aber auch bis zu 10 und mehr Vol.-%Alkohol - vergleichbar mit 2 bzw. 4 Schnapsgläsern Korn) sind bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren die beliebtesten alkoholischen Getränke, so eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Auf- klärung von Ende 2003. Konzipiert wurden die Getränke vor allem für Frauen, getrunken werden sie aber besonders von Kindern und Jugendlichen, die den Geschmack von Limonade gewohnt sind. Zusätzlich verführt die speziell auf junge Menschen abzielende Werbung (auch im Internet) zum Konsum. Durch den hohen Zuckergehalt der Getränke wird der Alkoholgeschmack überdeckt und der Alkohol wird in Verbindung mit Zucker noch schneller vom Körper aufgenommen. Die körperliche und psychische Gewöhnung an Alkohol wird so beschleunigt. Medienberichten zufolge ist darüber hinaus insbesonde- re bei jungen Menschen eine Tendenz zu beobachten, sich - auch und gerade mit den ungefährlich wirkenden kleinen bunten Fläschen mit süßem Inhalt - gezielt in den Zu- stand der Trunkenheit zu bringen. Die Problematik muss aus unserer Sicht durch die Verwaltung konkret analysiert werden, damit in den Arbeitskreisen der Gesundheitskonferenz entsprechende Handlungsempfeh- lungen erarbeitet werden können.

Auszug aus „Sachdarstellung“. Der Dokumenttext allein belegt keinen gefassten Beschluss. Originaldokument

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Ö Vorlagen - Nr.50/ 10/2004 Düsseldorf, den 29. Januar 2004 Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf E-Mail: [email protected] Seite 1 von 2 An Herrn Wolfgang Janetzki Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales Anfrage Anfrage der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 29.01.2004 hier: Alkoholkonsum von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und insbesondere Konsum von Mischgetränken (sogenannte alcopops) Sehr geehrter Herr Janetzki, die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 10.2.04 zu nehmen: 1. Welche Erkenntnisse hat die Verwaltung betreffend den Konsum von Alkohol - insbesondere sogenannter alcopops - durch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. 2. Sind von der Verwaltung bereits Strategien zur Aufklärung und Vorbeugung - gerade in Bezug auf die Modedroge "alcopops" - entwickelt worden und welche Überlegungen gibt es, in Düsseldorf der Verbreitung und Abgabe von Alkohol und speziell dieser alcopops an Jugendliche unter 18 Jahren (nicht nur zur Karnevalszeit) etwas entgegenzusetzen? 3. Stimmt die Verwaltung der Auffassung zu, dass dieses Thema dringend in den Facharbeitskreisen der Gesundheitskonferenz bearbeitet werden muss? Hat sie ggfls. bereits entsprechende Schritte eingeleitet? RSD AllVorlg.WPT Ö Vorlagen - Nr.50/ 10/2004 Düsseldorf, den 29. Januar 2004 Seite 2 von 2 S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\50_ 10_2004_18094.wpd Sachdarstellung: Gerade Jugendliche und junge Erwachsene greifen in unserer Gesellschaft zur "legalen" Droge Alkohol. Die Problematik hat sich aus Sicht der bündnis-grünen Ratsfraktion seit der Markteinführung der sogenannten alcopops verschärft. Die süßen, schrill-bunten und hochprozentigen Getränke (mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5,5 Vol.-%, teilweise aber auch bis zu 10 und mehr Vol.-%Alkohol - vergleichbar mit 2 bzw. 4 Schnapsgläsern Korn) sind bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren die beliebtesten alkoholischen Getränke, so eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Auf- klärung von Ende 2003. Konzipiert wurden die Getränke vor allem für Frauen, getrunken werden sie aber besonders von Kindern und Jugendlichen, die den Geschmack von Limonade gewohnt sind. Zusätzlich verführt die speziell auf junge Menschen abzielende Werbung (auch im Internet) zum Konsum. Durch den hohen Zuckergehalt der Getränke wird der Alkoholgeschmack überdeckt und der Alkohol wird in Verbindung mit Zucker noch schneller vom Körper aufgenommen. Die körperliche und psychische Gewöhnung an Alkohol wird so beschleunigt. Medienberichten zufolge ist darüber hinaus insbesonde- re bei jungen Menschen eine Tendenz zu beobachten, sich - auch und gerade mit den ungefährlich wirkenden kleinen bunten Fläschen mit süßem Inhalt - gezielt in den Zu- stand der Trunkenheit zu bringen. Die Problematik muss aus unserer Sicht durch die Verwaltung konkret analysiert werden, damit in den Arbeitskreisen der Gesundheitskonferenz entsprechende Handlungsempfeh- lungen erarbeitet werden können. Mit freundlichen Grüßen Antonia Frey Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Ausschuss für Gesundheit und Soziales -/- 1 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. RSD AllVorlg.WPT

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 50/ 10/2004