Anfrage Grüne Alcopops
Aus der amtlichen Vorlage
Gerade Jugendliche und junge Erwachsene greifen in unserer Gesellschaft zur "legalen" Droge Alkohol. Die Problematik hat sich aus Sicht der bündnis-grünen Ratsfraktion seit der Markteinführung der sogenannten alcopops verschärft. Die süßen, schrill-bunten und hochprozentigen Getränke (mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 5,5 Vol.-%, teilweise aber auch bis zu 10 und mehr Vol.-%Alkohol - vergleichbar mit 2 bzw. 4 Schnapsgläsern Korn) sind bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren die beliebtesten alkoholischen Getränke, so eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Auf- klärung von Ende 2003. Konzipiert wurden die Getränke vor allem für Frauen, getrunken werden sie aber besonders von Kindern und Jugendlichen, die den Geschmack von Limonade gewohnt sind. Zusätzlich verführt die speziell auf junge Menschen abzielende Werbung (auch im Internet) zum Konsum. Durch den hohen Zuckergehalt der Getränke wird der Alkoholgeschmack überdeckt und der Alkohol wird in Verbindung mit Zucker noch schneller vom Körper aufgenommen. Die körperliche und psychische Gewöhnung an Alkohol wird so beschleunigt. Medienberichten zufolge ist darüber hinaus insbesonde- re bei jungen Menschen eine Tendenz zu beobachten, sich - auch und gerade mit den ungefährlich wirkenden kleinen bunten Fläschen mit süßem Inhalt - gezielt in den Zu- stand der Trunkenheit zu bringen. Die Problematik muss aus unserer Sicht durch die Verwaltung konkret analysiert werden, damit in den Arbeitskreisen der Gesundheitskonferenz entsprechende Handlungsempfeh- lungen erarbeitet werden können.
Auszug aus „Sachdarstellung“. Der Dokumenttext allein belegt keinen gefassten Beschluss. Originaldokument
Beratungsweg
Ausschuss für Gesundheit und Soziales
Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 50/ 10/2004