Ö Vorlagen - Nr.01/ 267/2004
Düsseldorf, den 26. Oktober 2004
Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf
E-Mail:
[email protected]
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Herrn Oberbürgermeister
Joachim Erwin
Antrag
Antrag der Ratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen:
Grundlagenerarbeitung für eine attraktive Altstadt
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Altstadtwirte beklagen seit geraumer Zeit eine Verschlechterung der Lage.
Leerstände, häufige Besitzwechsel, Kioskneugründungen, Gästeschwund und
zunehmende Aggressivität des Publikums sind Anzeichen hierfür. Es besteht die Gefahr,
dass die Altstadt ihren Charakter als vielfältiger und gemischter Stadtteil mit
Wohnnutzung, Arbeitsplätzen, Gastronomie und Kultureinrichtungen verliert und zu einem
"Spaßpark" verkommt. Daher bittet die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Sie,
folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 8. November 2004 zu
nehmen und zur Abstimmung zu bringen:
Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah zu untersuchen, welche Entwicklungen für die
negativen Veränderungen in der Altstadt ursächlich sind, mit welchen Maßnahmen die
Stadt gegensteuern kann und welche Maßnahmen nach Ansicht der Verwaltung zum
jetzigen Zeitpunkt geeignet sind. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind der BV1,
dem APS, OVA und AWTL vorzustellen.
Hierbei ist auch zu untersuchen, ob
• die bisher angewandten Instrumente geeignet waren und sind, die stadtplanerischen
Ziele der Stadt zu gewährleisten;
• die Einrichtung von Stadtmarketingprozessen der zweiten Generation - die so
genannten "Integrierten Standortgemeinschaften" beziehungsweise "Business
Improvement Districts" (BID) - dazu beitragen kann, die Akteure und Akteurinnen der
Altstadt dazu zu befähigen, gemeinsam den Arbeits-, Wohn-, Freizeit- und
Kulturstandort Altstadt attraktiver und lebendiger zu machen sowie gegebenenfalls
Strukturveränderungen einzuleiten;
• die Angebotsstruktur der Gastronomie in ihrer Qualität, Quantität und Akteursstruktur
(z.B. Eigentümer, Pächter, Wirte, Brauereien) dazu beiträgt, eine lebendige und
vielfältige Mischung zu gewährleisten;
• die Anwohnenden und Immobilienbesitzenden in Kooperationen zur Verbesserung
des Wohnstandortes im Sinne eines lebendigen Quartiers eingebunden werden
können, beispielsweise an einem Runden Tisch;
• das Gaststätten-, Gewerbe-, Planungs oder Baurecht geeignet sind, negative
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Entwicklungen von der Altstadt fernzuhalten sowie
• durch die vermehrte Ansiedlung von Kiosken die Allgemeinheit erheblichen
Nachteilen, Gefahren oder Belästigungen im Sinne des Gaststättengesetzes
ausgesetzt ist.
Sachdarstellung:
Die negative Entwicklung der Altstadt ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Ergebnis eines
veränderten Ausgehverhaltens, Nachfrageverlagerung und der mangelnden - strukturellen
- Fähigkeit, ein attraktives Angebot zu schaffen. Die Altstadt ist der zentrale
Gastronomiebezirk Düsseldorfs mit einer erheblichen überregionalen Ausstrahlung. Ihre
Schwierigkeiten dürfen seitens der Stadt nicht unbeachtet und unbearbeitet bleiben.
Zumindest kann die Stadt die entsprechenden Informationen über die veränderte
Situation, die handelnden Akteure und die rechtlichen Spielräume aufbereiten sowie für
einen Rahmen, Austausch und Informationen sorgen, der die Beteiligten befähigt, für ein
zukunftsfähiges und lebendiges Quartier Altstadt tätig zu werden. In diesem
Zusammenhang können Erfahrungen anderer Städte, die auf vergleichbare Entwicklungen
innovativ reagiert haben, beispielsweise mit BIDs, für Düsseldorf erschlossen werden.
Integrierte Standortgemeinschaften beziehungsweise Business Improvement Districts sind
eine Weiterentwicklung des Stadtmarketings, in deren Rahmen lokale Händler/-innen,
Grundstückseigentümer/-innen und die Stadt eine Partnerschaft zur Verbesserung eines
klar definierten Bereiches eingehen.
Mit freundlichen Grüßen
Clara Deilmann Norbert Czerwinski
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Rat -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
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