Vorlage aus der Politik Aktenzeichen 01/ 275/2004

Anfr.Bü90/Grü:Fragebogenaktion "Projekt Palme"

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Erkrather Straße 338 · Stadtbezirk 8 (Eller, Lierenfeld)örtlicher Bezug 1Dokument 21. Oktober 2004veröffentlicht

Aus der amtlichen Vorlage

Anfang September sollten Düsseldorfer Alleinerziehende im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Jugendamtes und der Universität Düsseldorf (Herrn Professor Matthias Franz ) Fragebogen ausfüllen, die inhaltlich und unter Datenschutzgesichtspunkten äußerst fragwürdig waren. Dies hatten Bündnis 90/Die Grünen sofort bei Bekanntwerden des Fragebogens öffentlich deutlich gemacht. In den Formularen zur Ermittlung des Unterstützungsbedarfes wurden sehr persönliche und intime Sachverhalte u.a. zum Sexualverhalten der Erziehungsberechtigten abgefragt. Zudem wäre durch mangelhafte Verschlüsselung jederzeit ein Rückschluss auf die Einzelpersonen möglich gewesen. Auch in der aktuellen Berichterstattung der Medien bestätigte sich der Eindruck, dass gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen wurde. Die Fragebogenaktion wurde gestoppt. Zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft bitten wir um Beantwortung der o.g. Fragen.

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Ö Vorlagen - Nr.01/ 275/2004 Düsseldorf, den 26. Oktober 2004 Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf E-Mail: [email protected] Seite 1 von 1 Herrn Oberbürgermeister Joachim Erwin Anfrage Anfrage der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: Fragebogenaktion im Rahmen eines Projektes von Jugendamt und Universität Projekt Palme Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 8.11. 2004 zu nehmen: 1. In welcher Form werden bei Untersuchungen, die das Jugendamt oder Dritte im Auftrag des Jugendamtes durchführen, im Vorfeld Fragen des Datenschutzes geklärt, und mit welchen Maßnahmen wird die Ei nhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen sichergestellt? 2. Wie sieht das Verfahren bei Befragungen durch Dritte bezüglich der Gewährleistung des Datenschutzes und der Wahrung der Anonymität der Befragten aus, und was wird vom Jugendamt generell unternommen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Fragen des Datenschutzes zu sensibilisieren? 3. In welcher Weise wurde das Jugendamt im einzelnen in die Planung der Untersuchung zum "Projekt Palme" und insbesondere die Vorbereitung der Fragebögen einbezogen? Begründung: Anfang September sollten Düsseldorfer Alleinerziehende im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Jugendamtes und der Universität Düsseldorf (Herrn Professor Matthias Franz ) Fragebogen ausfüllen, die inhaltlich und unter Datenschutzgesichtspunkten äußerst fragwürdig waren. Dies hatten Bündnis 90/Die Grünen sofort bei Bekanntwerden des Fragebogens öffentlich deutlich gemacht. In den Formularen zur Ermittlung des Unterstützungsbedarfes wurden sehr persönliche und intime Sachverhalte u.a. zum Sexualverhalten der Erziehungsberechtigten abgefragt. Zudem wäre durch mangelhafte Verschlüsselung jederzeit ein Rückschluss auf die Einzelpersonen möglich gewesen. Auch in der aktuellen Berichterstattung der Medien bestätigte sich der Eindruck, dass gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen wurde. Die Fragebogenaktion wurde gestoppt. Zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft bitten wir um Beantwortung der o.g. Fragen. Mit freundlichen Grüßen Angela Hebeler RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 01/ 275/2004