Vorlage aus der Politik Aktenzeichen 01/ 63/2004

Antr. SPD: Seniorenpolitik

Kein Beratungstermin veröffentlicht Im Ratsinformationssystem ist derzeit kein belastbarer Beratungstermin verknüpft.
Königsberger Straße 30 · Stadtbezirk 8 (Eller, Lierenfeld)örtlicher Bezug 1Dokument 11. März 2004veröffentlicht

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Aus der amtlichen Vorlage

Antrag der SPD-Ratsfraktion: Für eine moderne Seniorenpolitik Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister namens der SPD-Ratsfraktion bitte ich Sie, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 25. März 2004 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen: Im Zuge des demographischen Wandels ist die kommunale Seniorenpolitik vor neue Herausforderungen gestellt. Moderne Seniorenpolitik versteht sich grundsätzlich als Querschnittsaufgabe und darf sich nicht nur auf die Sozial- und Gesundheitspolitik beschränken. Sie hat u.a. Bezüge zur Arbeitsmarkt-, Ausländer-, Bildungs-, oder Wohnungspolitik und auch in der Stadtplanung muss zukünftig der Gesichtspunkt der "Seniorenfreundlichkeit" eine immer wichtigere Rolle spielen. Darüber hinaus bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit der freien Wohlfahrtspflege, damit die bestehende und zukünftig zu entwickelnde Infrastruktur von Dienstleistungen für die Senioren zielgruppengenau genutzt und weiterentwickelt werden kann. Die Verwaltung wird beauftragt, die nachfolgend genannten 10 Punkte einer modernen Seniorenpolitik zu entwickeln bzw. umzusetzen und in eine Gesamtkonzeption einzubinden: 1. Erstellung einer Einwohnerprognose auf Stadtbezirks- oder Stadtteilebene. 2. Entwicklung eines Masterplans "Pflegeeinrichtungen" zur Modernisierung und Sanierung der Düsseldorfer Pflegeeinrichtungen. Die Pflegekonferenz wird gebeten, in einem ersten Schritt hierzu eine Bestandsaufnahme über den Modernisierungsbedarf zu erstellen. 3. Konferenz mit der Wohnungswirtschaft und der örtlichen Wohlfahrtspflege zur Verbesserung der Wohnraumversorgung von Personen, die Pflege und Betreuung benötigen sowie zur Umsetzung der neuen Förderungsmöglichkeiten des Landes.

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SPD Ö Vorlagen - Nr. 01/ 63/2004 Zollstraße 4 g 40213 Düsseldorf Telefon: 02 11 / 8 99 31 67 g Telefax: 02 11 / 13 28 97 E-Mail: [email protected] g www.spd-duesseldorf.de Seite 1 von 4 Herrn Oberbürgermeister Joachim Erwin Antrag Antrag der SPD-Ratsfraktion: Für eine moderne Seniorenpolitik Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister namens der SPD-Ratsfraktion bitte ich Sie, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 25. März 2004 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen: Im Zuge des demographischen Wandels ist die kommunale Seniorenpolitik vor neue Herausforderungen gestellt. Moderne Seniorenpolitik versteht sich grundsätzlich als Querschnittsaufgabe und darf sich nicht nur auf die Sozial- und Gesundheitspolitik beschränken. Sie hat u.a. Bezüge zur Arbeitsmarkt-, Ausländer-, Bildungs-, oder Wohnungspolitik und auch in der Stadtplanung muss zukünftig der Gesichtspunkt der "Seniorenfreundlichkeit" eine immer wichtigere Rolle spielen. Darüber hinaus bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit der freien Wohlfahrtspflege, damit die bestehende und zukünftig zu entwickelnde Infrastruktur von Dienstleistungen für die Senioren zielgruppengenau genutzt und weiterentwickelt werden kann. Die Verwaltung wird beauftragt, die nachfolgend genannten 10 Punkte einer modernen Seniorenpolitik zu entwickeln bzw. umzusetzen und in eine Gesamtkonzeption einzubinden: 1. Erstellung einer Einwohnerprognose auf Stadtbezirks- oder Stadtteilebene. 2. Entwicklung eines Masterplans "Pflegeeinrichtungen" zur Modernisierung und Sanierung der Düsseldorfer Pflegeeinrichtungen. Die Pflegekonferenz wird gebeten, in einem ersten Schritt hierzu eine Bestandsaufnahme über den Modernisierungsbedarf zu erstellen. 3. Konferenz mit der Wohnungswirtschaft und der örtlichen Wohlfahrtspflege zur Verbesserung der Wohnraumversorgung von Personen, die Pflege und Betreuung benötigen sowie zur Umsetzung der neuen Förderungsmöglichkeiten des Landes. Im Anschluss an diese soll die Verwaltung über das Ergebnis berichten und dem Rat Vorschläge unterbreiten, was die Stadt in diesem Versorgungsbereich unternehmen kann und wie die neuen Förderrichtlinien aktiv mit Leben gefüllt werden können. 4. Info-Tag und Kampagne zur Unterstützung häuslicher Pflege und pflegender Angehöriger. RSD AllVorlg.WPT SPD-Ratsfraktion Düsseldorf Ö Vorlagen - Nr. 01/ 63/2004 Seite 2 von 4 5. Durchführung eines Forum "Seniorenwirtschaft". 6. Weiterentwicklung des Pflegebüros in eine Seniorenagentur. Die Verwaltung wird gebeten, dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales hierzu ein Konzept vorzulegen und im Haushalt 2005 finanzielle und personelle Ressourcen für die Umsetzung bereit zu stellen. 7. Ausbau der Netzwerke in den Stadteilen sowie eine verstärkte Zusammenarbeit der Netzwerke untereinander. 8. Ausbau seniorengerechter Kultur- und Weiterbildungsangebote sowie Schaffung weiterer stadteilbezogener Internetzugänge. Bei der im Ausschuss für Gesundheit und Soziales beschlossenen Neuorganisation der Begegnungsstätten soll darauf geachtet werden, dass in jedem Stadtbezirk mindestens ein solches Internetangebot vorhanden ist. 9. Entwicklung von Projekten, die die Ausländerarbeit mit der Altenarbeit verzahnen, insbesondere für den Bereich der pflegerischen Versorgung. 10. Die Mitglieder des Seniorenbeirats erhalten Antrags- und Rederecht in allen Ausschüssen und Bezirksvertretungen. Die Geschäftsstelle wird um eine halbe Stelle aufgestockt. Begründung: Unsere Gesellschaft altert. Die Soziologie spricht heute von einem dreifachen Altern. Damit gemeint ist • die Zunahme der absoluten Zahl älterer Menschen, • der wachsende Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung, • sowie der starke Anstieg der sehr alten Menschen im Alter von 80 Jahren und mehr. In Düsseldorf sind heute schon 25,4 % der Gesamtbevölkerung 60 Jahre und älter und 4,3 % sind 80 Jahre und älter. Durch die sich gleichzeitig vollziehende höhere Lebenserwartung der Menschen ist die sog. Seniorenphase längst zu einem eigenständigen- dritten- Lebensabschnitt geworden. Die Gruppe der Senioren stellt heute nicht mehr ein "einheitliches Ganzes" dar sondern ist durchaus inhomogen geworden. Sie besteht nunmehr soziologisch aus drei Generationen, den Jungsenioren (50-64), den Senioren (65-79) sowie den Hochaltrigen (80 Jahre und älter). Durch das damit zusammenhängende, veränderte Verhältnis von Jung und Alt ist unsere Gesellschaft in Zukunft verstärkt auf das Miteinander der Generationen angewiesen. Darüber hinaus liegt das durchschnittliche Berufsaustrittsalter zur Zeit vor dem sechzigsten Lebensjahr. Diese Jungsenioren verfügen über viel freie Zeit, die sie in der Regel individuell zufriedenstellend und gesellschaftlich nutzen wollen. Mit den Angeboten, die die klassische offene Altenarbeit anbietet, ist ihnen wenig geholfen. Sie suchen vielmehr nach Betätigungsfeldern, die soziale Kontakte herstellen und vor allem die Möglichkeit bieten, eigene Kenntnisse und Fähigkeiten einzusetzen. Gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung kann die solidarische Gesellschaft auf diese Potentiale nicht verzichten. SPD-Ratsfraktion Düsseldorf Ö Vorlagen - Nr. 01/ 63/2004 Seite 3 von 4 Ziel sozialdemokratischer Seniorenpolitik ist es deshalb, ein Nebeneinander der Generationen zu verhindern und ein Miteinander leben zu fördern. Wir wollen, dass die Älteren ihre Potentiale umfassend einbringen sowie an den gesellschaftlichen und politischen Möglichkeiten teilhaben und mitwirken können. Sie sollen selbstbestimmt und so lange wie möglich in gewohnter Umgebung leben und auf eine gute medizinische und pflegerische Versorgung vertrauen können. Mit freundlichen Grüßen Günter Wurm Annette Steller RSD AllVorlg.WPT SPD-Ratsfraktion Düsseldorf Ö Vorlagen - Nr. 01/ 63/2004 Seite 4 von 4 Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Rat -/- 1 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 01/ 63/2004