Anfrage SPD/Volt Aktenzeichen AWM/037/2026

Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion: Bitterarm statt Putzplan - Missstände auf dem Düsseldorfer WG-Markt

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 25. August 2026veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.

Die Fragen der Anfrage

  1. Wie beobachtet die Verwaltung den Düsseldorfer WG-Markt hinsichtlich der Verfügbarkeit, der mietrechtlichen Rahmenbedingungen und der Wohnkosten?
  2. Welche Verletzungen der Wohnraumschutzsatzung, der Mietpreisbremse oder des Mietrechts werden durch die Verwaltung im Segment der gemeinschaftlichen Wohnformen beobachtet?

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 25. August 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Vorgang · AWM/037/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Anfrage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Weitere Unterlage

    Beantwortung · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 4.3

    Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung. Amtlicher Vermerk: „schriftlich beantwortet“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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AWM/037/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 25.08.2026 Ratsfraktion SPD/Volt An Ratsherr Dr. Frank Schulz Vorsitzender des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung der Landeshauptstadt Düsseldorf Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung am 07.09.2026 Betrifft: Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion: Bitterarm statt Putzplan - Missstände aif dem Düsseldorfer WG-Markt Sehr geehrter Herr Dr. Frank Schulz, am 1. Oktober beginnt das Wintersemester 2026/2027 und für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Allein an der Heinrich- Heine-Universität werden mindestens 3.500 neue Studierende erwartet. Neben den rund 4.200 Wohnheimplätzen des Studierendenwerks Düsseldorf sowie den Angeboten kirchlicher Träger stellen Wohngemeinschaften (WG) eine klassische und preisgünstige Alternative dar. In WG können junge Menschen durch ein gemeinschaftliches Zusammenleben schnell erste Kontakte in einer neuen Stadt knüpfen und sich langfristig an ihren neuen Wohnort binden. Die steigenden Mieten haben jedoch auch Auswirkungen auf den WG-Markt in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Laut der laufenden Studie des Moses-Mendelssohn- Instituts stiegen die durchschnittlichen Preise auf der Plattform wg-gesucht.de zwischen den Sommersemestern 2025 und 2026 um knapp 7 % und wachsen somit stärker als die Angebotsmieten für konventionelle Wohnungen. Mit einem durchschnittlichen Preis von 630 Euro liegen die Düsseldorfer WG-Zimmer weit über dem NRW-Durchschnitt von 485 Euro und belasten insbesondere Studierende mit kleinem Budget. Im Vergleich dazu liegt die aktuelle Wohnkostenpauschale des BAföG bei 380 Euro, wobei eine Anhebung auf 440 Euro angestrebt wird. Laut dem Moses-Mendelssohn-Institut sind die steigenden Energiekosten ein Kostentreiber. Diese machen sich beispielsweise beim pro Kopf zu berechnenden Stromverbrauch bemerkbar, der einen wachsenden Anteil an den Wohnkosten einnimmt. Eine Betrachtung des Düsseldorfer WG-Marktes zeigt zudem eine Zunahme möblierter Angebote. Von 655 Angeboten auf der Plattform wg-gesucht.de sind aktuell 384 Angebote vollmöbliert (Stand 18.08.), die aufgrund der Ausstattung im Vergleich zu unmöblierten Angeboten höher bepreist sind. Abseits der gängigen vollmöblierten Zwischenmieten, wie sie beispielsweise bei Auslandsaufenthalten üblich sind, spielen in diesem Kontext Unternehmen, die sich auf die Vermarktung von Einzelzimmern spezialisiert haben, mittlerweile eine wesentliche Rolle. So vermittelt beispielsweise das Unternehmen Housing Anywhere zwischen Eigentümer:innen und Mieter:innen, übernimmt dabei eine Treuhandfunktion und erhebt 8 % des Mietzinses für seine Dienstleistung. Diese Gebühr könnte effektiv auf die Mieter*innen umgelegt werden und die Mietpreisbremse umgehen. Beispielhafte Angebote des Unternehmens umfassen teils nur 6 m² und erzielen regelmäßig Quadratmeterpreise von 20 bis 81 €. Das Unternehmen Urban Elite bewirbt seine Angebote hingegen mit einem kautionsfreien Mietverhältnis. Anstelle einer Kaution wird eine Aufnahmegebühr verlangt, die in der Praxis jedoch keine Schadensfälle abdeckt. Entstehende Kosten werden daher bei Auszug in Rechnung gestellt. Neben den mieterschutzrechtlichen Fragestellungen für junge Erwachsene, die durch diese Praktiken betroffen sind, entfällt der eigentliche soziale Charakter der gemeinschaftlichen Wohnform. Bei beiden genannten Geschäftsmodellen entfällt eine Auswahl der Mitbewohner:innen oder eine Besichtigung der Räumlichkeiten, was insgesamt zu einem teuren und sozial prekären Mietverhältnis führt. Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie im Namen der SPD/Volt-Ratsfraktion, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung der Landeshauptstadt Düsseldorf am 7. September 2026 zu nehmen und von der Verwaltung beantworten zu lassen: 1.Wie beobachtet die Verwaltung den Düsseldorfer WG-Markt hinsichtlich der Verfügbarkeit, der mietrechtlichen Rahmenbedingungen und der Wohnkosten? 2.Welche Verletzungen der Wohnraumschutzsatzung, der Mietpreisbremse oder des Mietrechts werden durch die Verwaltung im Segment der gemeinschaftlichen Wohnformen beobachtet? 3.Welche Maßnahmen verfolgt die Verwaltung, um preisgünstige gemeinschaftliche Wohnformen zu schaffen? Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Sabrina Proschmann Seite 2

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AWM/037/2026