Anfrage SPD/Volt Aktenzeichen AUS/019/2026

Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion: Klimaneutralität 2035 – Maßnahmen und Finanzierung jenseits der Wärmeversorgung

Schriftliche Antwortdokumente zugeordnet Unterlagen und Sitzungstermine werden unter dieser bestehenden Adresse fortgeschrieben.
2Dokumente 15. Juni 2026veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage, nicht aus einer Feststellung der Verwaltung. Zugeordnete und geprüfte Antworttexte stehen gesondert auf dieser Seite.

Die Fragen der Anfrage

  1. Welche Haushaltsmittel stehen der Verwaltung aktuell für die Umsetzung der geplanten Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung?
  2. Inwiefern ist das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 unter den gegebenen Haushaltsbedingungen aus Sicht der Verwaltung realisierbar?

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 15. Juni 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Amtliche Inhalte · AUS/019/2026

Das antwortet die Verwaltung

Hier lesen Sie den vollständigen ausgelesenen Text der zugeordneten Dokumente, keine neu erzeugte Zusammenfassung. Die Angaben beschreiben den damaligen Stand und belegen keine spätere Umsetzung.

Antwort der Verwaltung

Dateidatum im RIS: 25.06.2026 · Amtliches Original (PDF)

AUS/019/2026 Beigeordneter Jochen Kral Beantwortung der Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion vom 15.06.2026 zur Sitzung des AUS am 25.06.2026: Klimaneutralität 2035 - Maßnahmen und Finanzierung jenseits der Wärmeversorgung

Frage 1:

Welche Maßnahmen plant die Verwaltung kurz-, mittel- und langfristig, um die verbleibenden rund 4 t CO₂-Äquivalente pro Kopf und Jahr zu reduzieren? (Bitte um Angabe mit grob abgeschätztem Emissionsreduktionseffekt.)

Antwort zu Frage 1:

Alle Klimaschutzmaßnahmen der Stadtverwaltungen können ab dem heutigen Tag über den Klimaschutz-Monitor (klimaschutz-monitor.duesseldorf.de), das Düsseldorfer Controlling-Tool zur Klimaneutralität, eingesehen werden. Hier ist auch der jeweilige Klimaschutzeffekt hinterlegt, sofern dieser berechnet werden konnte. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen im Sektor städtische Einrichtungen wie zum Beispiel die Solaroffensive, die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, die Entwicklung und Anwendung von Effizienzstandards im Hochbau, die Beschaffung von zertifiziertem Ökostrom oder die Wärmeversorgung über klimafreundliche Fernwärme oder Wärmepumpen. Im Mobilitätssektor werden zum Beispiel Projekte zu Mobilitäts- und Sharingstationen, der Ausbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur, Parkraumbewirtschaftung oder die Taktverdichtung im ÖPNV aufgeführt. Die Senkung der Treibhausgasemissionen im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie wird durch Maßnahmen wie beispielsweise den Klimapakt mit der Düsseldorfer Wirtschaft, das Ökoprofit®-Programm oder die Umweltakademie befördert. Für den Sektor Private Haushalte gibt es ebenso zahlreiche Angebote wie zum Beispiel die Beratungsangebote der Serviceagentur Altbausanierung (SAGA), die Werbung über das Klimamobil und die Energiesparberatung der Caritas für Haushalte mit geringem Einkommen. Auch zahlreiche Bildungs- und Informationsmaßnamen sind aufgeführt (unter anderem die Programme mit Energie Gewinnen und das Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen und Kitas, oder die Klimakampagne). Auch solche Maßnahmen, die nur einen indirekten und häufig nur schwer bezifferbaren Einfluss auf die Senkung der Treibhausgasemissionen haben, spielen eine wichtige Rolle bei der Erreichung des Klimaziels. Die Verwaltung hat nur auf rund 25 % der zu vermeidenden Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet direkten oder indirekten Einfluss.

Frage 2:

Welche Haushaltsmittel stehen der Verwaltung aktuell für die Umsetzung der geplanten Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung?

Antwort zu Frage 2:

Der Haushaltsansatz für Klimaschutz enthält für 2026 investive Mittel in Höhe von rund 22 Millionen Euro und konsumtive Mittel in Höhe von rund 1 Mio. Euro. Hinzu kommen Mittel aus Ermächtigungsübertragungen aus dem Jahr 2025 in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro investiv und rund 25 Mio. Euro konsumtiv. Rund 22,5 Mio. Euro sind davon für die Auszahlung bestehender Anträge für das Förderprogramm Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf vorgesehen, von denen derzeit rund 3 Mio. Euro gesperrt und 9 Mio. Euro bereits für die Jahre 2027 ff. vorgesehen sind. Als Ergebnis sind rund 10,5 Mio. Euro konsumtive Mittel zur Auszahlung offener Förderanträge eingeplant. Über die gesperrten Mittel aus Ermächtigungsübertragungen für das Förderprogramm hinaus stehen nach der aktuellen mittelfristigen Haushaltsplanung für die Jahre 2027 ff. 22 Mio. Euro investiv und weiterhin rund 1,0 Mio. Euro konsumtive Mittel zur Verfügung. Der konsumtive Ansatz für den Doppelhaushalt 2027/2028 wird allerdings im Rahmen der Haushaltsplanberatungen geklärt.

Frage 3:

Inwiefern ist das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 unter den gegebenen Haushaltsbedingungen aus Sicht der Verwaltung realisierbar?

Antwort zu Frage 3:

Das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2035 auf 2 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Kopf und Jahr zu reduzieren, ist ambitioniert. Die städtische Energie- und Treibhausgasbilanz wird seit dem Jahr 2020 entsprechend der „Bilanzierungs-Systematik Kommunal" (BISKO) erstellt, sodass die Düsseldorfer Treibhausgasbilanz vergleichbar mit den Bilanzen anderer Städte und Gemeinden in Deutschland ist. Die jüngsten Treibhausgasbilanzen zeigen, dass einschneidende externe Ereignisse wie die Covid 19- Pandemie (2020) oder der Krieg in der Ukraine (2022), aber auch der zunehmende Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland großen Einfluss auf das Ergebnis der Treibhausgasbilanz in Düsseldorf haben und es daher Schwankungen ausgesetzt sind. Mit Veröffentlichung der Energie- und Treibhausgasbilanz für das Jahr 2024, das voraussichtlich Ende dieses Jahres vorliegt, wird eine genauere Prognose im Hinblick auf die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität möglich sein. Beigeordneter Jochen Kral

Bei Tabellen und abweichender Lesereihenfolge ist das Original-PDF maßgeblich. Die Zuordnung einer Antwort bestätigt nicht, dass jede Frage vollständig geklärt ist.

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Vorgang · AUS/019/2026

Antwort und Verlauf an einem Ort

Ein schriftliches Antwortdokument ist dieser Vorlage eindeutig zugeordnet. Den vollständigen ausgelesenen Text finden Sie im Inhaltsbereich dieser Seite.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt. Die Zuordnung einer Antwort bestätigt nicht, dass jede Frage vollständig geklärt ist.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Anfrage · Vorlagendatum im Ratsinformationssystem

  2. Schriftliche Antwort

    Antwort der Verwaltung · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 3.1

    Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz. Amtlicher Vermerk: „beantwortet“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AUS/019/2026