Weitere zugeordnete Unterlage; nicht als vollständige Beantwortung oder Beschluss eingeordnet.
Anlage 2
zu Vorlage ABA/020/2026
Eingabe nach § 24 GO:
Verwaltungsaufwand zur Erhebung der Beherbergungssteuer bei
Gelegenheitsvermietern
Hier: Stellungnahme des Steueramtes
In einer eingegangenen E-Mail wird darauf hingewiesen, dass zwischen dem Steuer-
aufkommen aus Gelegenheitsvermietungen und dem hierdurch entstehenden
Verwaltungsaufwand ein mögliches Missverhältnis bestehen könnte. Es wird angeregt zu
prüfen, ob der Verwaltungsaufwand durch die Einführung einer jährlichen Erklärungspflicht
reduziert werden könnte. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, bei ausbleibenden
Übernachtungen auf eine Erklärungspflicht zu verzichten sowie Möglichkeiten einer
Zusammenarbeit mit Vermietungsplattformen (z. B. Airbnb) zu prüfen.
Gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 Beherbergungssteuersatzung vom 24.08.2023 sind
Betreiberinnen und Betreiber eines Beherbergungsbetriebes verpflichtet, die innerhalb eines
Kalendervierteljahres vereinnahmte Beherbergungssteuer auf amtlich vorgeschriebenem
Vordruck oder in einer amtlich zugelassenen elektronischen Steueranmeldung bis zum 15.
Tag nach Ablauf des Kalendervierteljahres bei der Landeshauptstadt Düsseldorf
anzumelden.
Nach § 2 Absatz 2 Alternative 4 der Beherbergungssteuersatzung gelten auch Privatzimmer
oder Privatwohnungen als Beherbergungsbetriebe, insbesondere, wenn eine gültige
Wohnraum-ID besteht.
Private Betreiberinnen und Betreiber sind daher verpflichtet, nach jedem Quartalsabschluss
eine einzelne Steueranmeldung einzureichen. Erforderlich ist die Mitteilung über die Anzahl
der entgeltlichen Übernachtungen, um die Steuerpflicht festzustellen und die Steuerlast
festzusetzen. Hierzu gehört auch die Meldung, dass keine Übernachtungen stattgefunden
haben.
Ohne eine entsprechende Anmeldung durch die Steuerentrichtungspflichtige oder den
Steuerentrichtungspflichtigen oder einer bzw. eines Bevollmächtigten fehlt die Möglichkeit
der Prüfung der Steuerpflicht sowie die Grundlage zur Steuerfestsetzung. Dabei kann die
Steuerlast gegebenenfalls auch 0,00 EUR betragen.
Wenn für Zeiträume ohne steuerpflichtige Übernachtungen keine verpflichtende Meldung
erfolgen würde, wäre es für die Verwaltung nicht nachvollziehbar, ob tatsächlich keine
Übernachtungen vorliegen, oder ob die Erklärung lediglich unterblieben ist.
Die sogenannte „Nullmeldung" schafft insoweit Rechtssicherheit, gewährleistet eine
einheitliche Kontrollgrundlage für alle Steuerentrichtungspflichtigen und dient der
Sicherstellung einer gleichmäßigen Besteuerung aller Abgabepflichtigen.
Zugleich ist die Verwaltung verpflichtet, eine ordnungsgemäße Erhebung und Kontrolle der
Beherbergungssteuer sicherzustellen. Die regelmäßige Erklärung stellt hierfür ein geeignetes
Mittel dar. Ohne periodische Meldungen wären aufwendigere Einzelprüfungen, wiederholte
Rückfragen oder Schätzungsverfahren erforderlich, die sowohl für die Verwaltung als auch
für die Steuerentrichtungspflichtigen mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden wären.
Die standardisierte, quartalsweise Meldung, dient daher auch der Verwaltungsvereinfachung
und Verfahrensökonomie.
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Anlage 2
zu Vorlage ABA/020/2026
Im Vergleich zu einer jährlichen Erklärung erweist sich die vierteljährliche Erklärung als
sachgerechter. Eine jährliche Erklärung würde Kontroll- und Prüfungsmaßnahmen erheblich
verzögern, Unstimmigkeiten erst mit großem zeitlichem Abstand erkennbar machen und
gegebenenfalls umfangreiche Nachforderungen oder Korrekturen für ein gesamtes Jahr
erforderlich machen. Dies könnte sowohl für die Verwaltung, als auch für die
Steuerentrichtungspflichtigen, zu erheblichen finanziellen und organisatorischen Belastungen
führen.
Die quartalsweise Erklärung ermöglicht demgegenüber eine zeitnahe Erfassung der
steuerrelevanten Sachverhalte, eine frühzeitige Klärung etwaiger Unstimmigkeiten sowie
eine gleichmäßigere Verteilung der Zahlungspflicht über das Jahr hinweg.
Vor diesem Hintergrund stellt die vierteljährliche Erklärungspflicht, einschließlich der
„Nullmeldungen", ein verhältnismäßiges Instrument zur Sicherung einer ordnungsgemäßen
und transparenten Steuererhebung dar.
Die angeregte, automatische Einziehung der Beherbergungssteuer über Plattformen (z.B.
Airbnb) wäre grundsätzlich für Betreiberinnen und Betreiber, die über diese Plattformen
vermieten, eine Arbeitserleichterung. Aber es bestehen in Düsseldorf keine vertraglichen
Vereinbarungen mit diesen Plattformbetreibenden. Laut Auskunft anderer Städte, die eine
solche Vereinbarung haben, werden von Plattformbetreibenden Vereinbarungen dieser Art
mit Städten nicht mehr getroffen.
Jedoch würde eine ausschließliche oder vorrangige Zusammenarbeit mit einzelnen
Plattformbetreibenden nicht sämtliche Beherbergungsbetriebe erfassen, da nicht alle
Anbieter ihre Unterkünfte über solche Plattformen vermarkten. Es wäre daher weiterhin ein
Melde- und Kontrollsystem erforderlich, sodass sich der Verwaltungsaufwand lediglich
verschieben würde.
Daher stellt die allgemeine Erklärungspflicht für alle Beteiligten ein einheitliches,
plattformunabhängiges und kosteneffizientes Verfahren dar.
Wird das auf der Homepage der Landeshauptstadt Düsseldorf bereitgestellte PDF-Formular
von den Betreiberinnen und Betreibern bereits vorab mit den unveränderlichen Angaben
ausgefüllt und gespeichert, müssen zum jeweiligen Abgabetermin lediglich noch die
quartalsbezogenen Zahlen, also die Übernachtungen und Ausnahmen, ergänzt werden. In
diesem Fall lässt sich die Steuererklärung mit nur geringem zeitlichem Aufwand erstellen.
Es besteht Verständnis dafür, dass bürokratische Abläufe und gesetzliche Vorgaben im
Einzelfall als mit zusätzlichem organisatorischem Aufwand verbunden wahrgenommen
werden können. Gleichzeitig dienen diese Regelungen der rechtssicheren und einheitlichen
Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben.
Generell wird darauf hingewiesen, dass das Steueramt immerwährend an der Verbesserung
von Prozessabläufen arbeitet. So ist aktuell geplant, im Rahmen der Optimierung des
Verfahrens für die Steueranmeldungen zur Beherbergungssteuer, zukünftig die Abgabe der
Steueranmeldungen über ein vereinfachtes Formular zu ermöglichen.
gez.
Scholz
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Anlage 2
zu Vorlage ABA/020/2026
Beschlussvorschlag:
Der Anregungs- und Beschwerdeausschuss nimmt die Eingabe und die Stellungnahme der
Verwaltung zur Kenntnis. Er schließt sich der Verwaltungsmeinung an.
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