Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 29. August 2019
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von unmittelbarer sozialer Unterstützung über Wohnungs- und Stadtentwicklung bis zur organisatorischen Neuordnung von Mobilität und Notfallversorgung. Konflikte entstanden vor allem darüber, wie weit Planungen reichen durften und ob Verwaltung und externe Beratung bereits vor abschließenden Ratsentscheidungen tätig werden sollten.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Änderungsantrag des Ratsherrn Grenda: Wohnraumschutzsatzung
Der Rat lehnte die gesammelten Änderungen von Ratsherr Grenda mehrheitlich ab. Anschließend nahm er den Ampel-Grundantrag für eine Wohnraumschutzsatzung mit breiter Mehrheit an; die Zweckentfremdung durch Airbnb- und andere Beherbergungsnutzungen war aus der zur Abstimmung gestellten Fassung herausgenommen worden.
Grenda und die Linke unterstützten die gesammelten Änderungen, die übrige Mehrheit lehnte sie ab. Gegen den Grundantrag stimmte die Linke; bei Tierschutz Freie Wähler gab es eine Enthaltung.
Die Stadt erhielt damit ein Instrument zum Schutz bestehenden Wohnraums. Wie weit dessen Regelungen reichen sollten, blieb zwischen den Fraktionen umstritten.
Vorlage RAT/041/2019 · Nachweis: TOP 6.5.2, PDF-Seite 34
Änderungsantrag der Ratsfraktionen von BÜ90/GRÜ, SPD und FDP
Der Rat beschloss mehrheitlich die Neufassung des Änderungsantrags zur Gründung einer städtischen Mobilitätsgesellschaft. Die Verwaltung berichtete, dass vorbereitende Arbeiten bereits begonnen hatten, der endgültige Vertrag jedoch noch nicht abgeschlossen gewesen sei; in der Debatte wurden 89.000 Euro für Grundrecherche und die Entwicklung einer Organisationsstruktur genannt.
Die CDU kritisierte, dass externe Vorarbeiten vor der Ratsentscheidung begonnen hatten, und stellte eine Prüfung durch die Aufsichtsbehörde in Aussicht. Gegen den Änderungsantrag stimmten CDU, Tierschutz Freie Wähler, der Ratspirat, die Republikaner und die AfD; Enthaltungen gab es nicht.
Die Entscheidung betraf die künftige Organisation unterschiedlicher Verkehrsangebote und Tarifebenen. Zugleich berührte sie die Kontrolle des Rates über externe Aufträge und vorbereitende Verwaltungstätigkeiten.
Nachweis: TOP 4.1, PDF-Seite 10
Änderungsantrag der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: Garath 2.0
Der Rat lehnte den Änderungsantrag von Tierschutz Freie Wähler ab, der zwei Punkte von einer vertieften Prüfung ausnehmen wollte. Die Gesamtdarstellung zu Garath 2.0 wurde anschließend ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen beschlossen; konkrete Grundstücke oder Baumaßnahmen wurden damit noch nicht beschlossen.
Die CDU warnte vor weiterer Verdichtung, unterstützte aber den Gesamtprozess. Die SPD verwies auf den Bedarf an kleinen und barrierefreien Wohnungen, besonders für ältere Menschen, die in Garath bleiben wollten.
Die Entscheidung hielt mögliche Ergänzungen des Wohnungsbestands und die weitere Bürgerbeteiligung offen. Der zentrale Konflikt verlief zwischen zusätzlichem Wohnraum und Vorbehalten gegen Nachverdichtung.
Nachweis: TOP 5.1, PDF-Seite 15
Antrag SPD, BÜ90/GRÜ und FDP: Optimierung der Düsseldorfer gesundheitliche Notfallversorgung durch D
Der Rat beschloss einstimmig den Antrag zur Optimierung der gesundheitlichen Notfallversorgung durch Digitalisierung. Ein Arbeitskreis beziehungsweise eine Kommission sollte ein Konzept entwickeln; etatwirksame Vorschläge sollten anschließend den zuständigen politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden.
Die CDU unterstützte den Antrag, verlangte aber ausdrücklich spätere Beschlüsse der zuständigen Ausschüsse beziehungsweise des Rates über finanzwirksame Maßnahmen. Ratsherr Grenda forderte eine organisationsübergreifende Zusammenarbeit und offene digitale Schnittstellen; Gegenstimmen oder Enthaltungen gab es nicht.
Die Entscheidung zielte auf eine bessere Abstimmung der an der Notfallversorgung beteiligten Stellen. Konkrete finanzielle oder technische Umsetzungen blieben späteren Beschlüssen vorbehalten.
Nachweis: TOP 6.7, PDF-Seite 65
Antrag der Ratsfraktionen von SPD, BÜ90/GRÜ und FDP: Finanzierung von stop mutilation e.V.
Der Rat beschloss einstimmig, stop mutilation e. V. rückwirkend für das erste Halbjahr 2019 finanziell zu unterstützen. Für die zweite Jahreshälfte wurde ein weiterer Finanzantrag für die September-Sitzung angekündigt, aber noch nicht beschlossen.
In der Debatte wurde gefragt, ob sich geförderte Strukturen überschnitten. Die Antragstellerinnen unterschieden die persönliche Beratung von stop mutilation von einer landesgeförderten Informationsplattform; anschließend fiel der Beschluss einstimmig.
Die Entscheidung sicherte für sechs zurückliegende Monate ein spezialisiertes Beratungsangebot für betroffene Frauen und Familien. Über die Finanzierung der zweiten Jahreshälfte musste der Rat noch gesondert entscheiden.
Nachweis: TOP 6.8, PDF-Seite 66
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.