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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 12. November 2009
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband unmittelbare Investitionen in Kinderbetreuung mit Entscheidungen über Stadtentwicklung und kommunale Zuständigkeiten. Politische Konflikte betrafen vor allem das beschleunigte Planungsverfahren für Reitzenstein, die Finanzierung der Kita und die Verteilung leitender Funktionen in Sparkassengremien.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Genehmigung einer nach § 60 GO getroffenen dringlichen Entscheidung: Finanzierung einer Tageseinrichtung für Kinder in Düsseldorf, Lemgoer Weg 100 – „sternchen“
Der Rat genehmigte die am 28. Oktober 2009 getroffene dringliche Entscheidung zur Finanzierung der geplanten Kita „sternchen“ am Lemgoer Weg 100. Vorgesehen waren 85 Plätze, davon 40 für Kinder unter drei Jahren; 61 sollten öffentlich und 24 als Betriebsplätze angeboten werden. Die Unterstützung für Hochbau sowie Innen- und Außenbereich belief sich nach Verwaltungsangaben auf 2,72 Millionen Euro, zusätzlich sollte Daimler 477.000 Euro beitragen.
Die Linke verlangte Erläuterungen zur Aufteilung der Finanzierung und zur Dringlichkeit. Die Verwaltung begründete das beschleunigte Verfahren mit notwendiger Planungssicherheit für Förderanträge und Daimler-Beschlüsse; die Linke stimmte geschlossen dagegen, Enthaltungen gab es nicht.
Die Entscheidung betraf ein konkretes Betreuungsangebot mit einem hohen Anteil an Plätzen für unter Dreijährige. Zugleich verband sie öffentliche Plätze mit betrieblicher Kinderbetreuung an einem gemeinsamen Standort.
Vorlage 01/250/2009 · Nachweis: TOP 30, PDF-Seite 40
Bebauungsplan-Plan Nr. 5779/033 – Gartenstadt Reitzenstein – Stellungnahmen; Änderungen; Satzung
Der Rat beschloss die städtebauliche Planungsmaßnahme für die Gartenstadt Reitzenstein. Die Verwaltung sollte nach einem halben Jahr prüfen, ob in den angrenzenden Straßen zusätzliches Verkehrsaufkommen aufgetreten war.
In der Debatte wurde kritisiert, dass die fachliche Beratung im Planungsausschuss durch eine dringliche Entscheidung ersetzt worden war. Außerdem ging es um Verkehrsfolgen und den Erhalt von Grün- und Baumbestand. Die Linke stimmte gegen die Vorlage, zwei Mitglieder der SPD-Fraktion enthielten sich.
Mit dem Satzungsbeschluss wurde die planungsrechtliche Entscheidung für ein größeres Stadtentwicklungsprojekt getroffen. Die nachgelagerte Verkehrskontrolle sollte Auswirkungen auf benachbarte Straßen sichtbar machen.
Vorlage 61/068/2009 · Nachweis: TOP 26, PDF-Seite 37
Änderung der Zuständigkeitsordnung der Landeshauptstadt Düsseldorf (ZO)
Der Rat änderte einstimmig die Zuständigkeitsordnung. Bis zur Konstituierung des Integrationsausschusses war der Ausschuss für Gesundheit und Soziales für Integrationsangelegenheiten zuständig; er sollte Maßnahmen koordinieren, den Haushalt für Integrationsmaßnahmen beraten und über die Verteilung bereitgestellter städtischer Fördermittel entscheiden.
In der Debatte bestand grundsätzlich Einigkeit über Zuständigkeiten für den neu vorgesehenen Integrationsausschuss. Umstritten war zunächst, wie Budgetrechte rechtssicher übertragen werden konnten; die Verwaltungsvorlage mit dem angenommenen ersten Punkt des SPD-Änderungsantrags wurde schließlich ohne Gegenstimmen und Enthaltungen beschlossen.
Der Beschluss verhinderte eine Zuständigkeitslücke in der Integrationspolitik. Er regelte zugleich, welches Gremium vorübergehend über städtische Fördermittel entscheiden durfte.
Vorlage 01/313/2009 · Nachweis: TOP 5, PDF-Seite 23
Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf – Wahl des Vorsitzenden und der Mitglieder –
Der Rat wählte Oberbürgermeister Dirk Elbers zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse und bestimmte neun sachkundige Mitglieder sowie fünf Beschäftigtenvertreterinnen und -vertreter. Friedrich G. Conzen wurde erster Stellvertreter, Marie-Agnes Strack-Zimmermann zweite Stellvertreterin des Vorsitzenden.
Bei der Wahl des Vorsitzenden enthielt sich die Linke; beim Paket der Verwaltungsratsmitglieder gab es eine Enthaltung von Ratsherrn Krüger. Die Mehrheiten von CDU, FDP, Oberbürgermeister, Freien Wählern und Ratsherrn Krüger setzten Conzen und Strack-Zimmermann gegen die von SPD, Grünen und Linken unterstützte Gudrun Hock durch.
Der Rat legte damit die kommunalpolitische Kontrolle der Stadtsparkasse für seine Amtszeit fest. Die getrennten Wahlgänge machten zugleich die damaligen Mehrheitsverhältnisse bei den Führungspositionen sichtbar.
Vorlage 01/319/2009 · Nachweis: TOP 13, PDF-Seite 28
Düsseldorfer Innovations- und Wissenschaftsagentur GmbH (DIWA GmbH) – Vertretung der Landeshauptstadt Düsseldorf in der Gesellschaft –
Der Rat entsandte Oberbürgermeister Dirk Elbers, Klaus Mauersberger von der CDU und Ioannis Vatalis von der SPD in den Aufsichtsrat der Düsseldorfer Innovations- und Wissenschaftsagentur. Außerdem beauftragte er den städtischen Kapitalvertreter, Dr. Heck als hauptamtlichen und Beigeordneten Wilfried Kruse für ein Jahr als nebenamtlichen Geschäftsführer zur Unterstützung vorzuschlagen.
Eine inhaltliche Debatte fand nicht statt. Der Beschluss fiel ohne Gegenstimmen und Enthaltungen; die Linke hatte ihren eigenen Personalvorschlag zuvor zurückgezogen.
Die Entscheidung regelte sowohl die politische Aufsicht als auch den Vorschlag für die operative Leitung der städtischen Gesellschaft. Die nebenamtliche Geschäftsführung war ausdrücklich auf ein Jahr angelegt.
Vorlage 01/102/2009 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 28
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.