Ö Vorlagen - Nr.01/ 25/2005
Düsseldorf, den 02. Februar 2005
Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf
E-Mail:
[email protected]
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Herrn Oberbürgermeister
Joachim Erwin
Antrag
Antrag der Ratsfraktion von Bü90/Grü: atmosfair
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der
Ratssitzung am 10. Februar 2005 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:
Der Rat der Stadt Düsseldorf beschließt, dass zukünftig bei allen Flügen die Ratsmitglieder
und Angehörige der Verwaltung für die Stadt Düsseldorf unternehmen müssen, ein Beitrag an
atmosfair gezahlt wird, mit dem Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern finanziert werden.
Die Höhe des jeweiligen Betrages pro Flugreise richtet sich nach den Berechnungskriterien
von atmosfair und ermöglicht die Einsparung des durch den Flug verursachten CO2-
Emissionen an anderer Stelle. Die Verwaltung wird aufgefordert, umgehend die haushalts-
rechtlichen Voraussetzungen hierfür zu schaffen.
Begründung:
Fliegen belastet das Klima wie keine andere Art der Fortbewegung. Aber nicht immer kann auf
eine Flugreise verzichtet werden. Mit atmosfair kann auf freiwilliger Basis ein Beitrag zur Ver-
meidung der durch eine Flugreise verursachten Emissionen an anderer Stelle geleistet
werden. Die jeweiligen Aufwendungen richten sich im Wesentlichen nach der Länge der
Flugreise, nach dem genutzten und wie beladenem Flugzeug sowie der jeweiligen Flughöhe.
Bei einer Reise von Düsseldorf nach Mallorca bzw. Cannes müssten für eine Person ca. 10 €
bzw. 8 € an atmosfair entrichtet werden.
Atmosfair ist zur Zeit ein Forschungsvorhaben und wird nun in eine eigenständige Non-Profit-
Organisation umgewandelt. Schirmherren sind unter anderem der ehemalige Bundes-
umweltminister und jetzige Exekutiv-Direktor des UN-Umweltprogramms Prof. Dr. Klaus Töpfer
und der jetzige Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Atmosfair fördert die entsprechend
anfallenden Kosten bei zwei Klimaschutzprojekten in Brasilien (Biogasanlage), Indien (Solar-
küchen) und demnächst eine Modellsiedlung in Südafrika. Mindestens 60 % der Gelder (ohne
Mehrwertsteuer) kommen den Projekten zu Gute, 5% fließen an den UN-Fonds, der An-
passungsmaßnahmen an den Klimawandel in Entwicklungsländern finanziert, 5% gehen an
lokale Umweltschutzprojekte des "forum anders reisen", der Rest bleibt für Marketing und
Verwaltung. Die Mittelverwendung wird durch UNO-akkreditierte Kontrollorganisationen
vollständig zertifiziert. Die Gewährleistung dieses so genannten Gold-Standards unterscheidet
atmosfair von anderen Anbietern und sorgt für größtmögliche Kundensicherheit.
Mit freundlichen Grüßen
Iris Bellstedt Norbert Czerwinski
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT