AfD will PV‑Projekt am Düsseldorfer Rathaus stoppen
Amtlicher Titel: Stopp der weiteren Planung und Machbarkeitsprüfung einer Photovoltaikanlage auf dem Düsseldorfer Rathauskomplex - Antrag der AfD-Ratsfraktion -
Das Wichtigste
Die AfD‑Ratsfraktion beantragt im Bauausschuss, sämtliche Planungs‑ und Machbarkeitsarbeiten für eine Photovoltaikanlage am Düsseldorfer Rathauskomplex sofort einzustellen. Gleichzeitig soll die bereits beantragte Haushaltsmittelzuweisung für das Projekt (Burgplatz 1) zurückgestellt werden. Die Fraktion fordert, die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen auf wirtschaftlichere PV‑Standorte zu konzentrieren.
Bürger:innen erhalten Klarheit, dass keine Mittel für ein Projekt ohne Kostengrundlage und mit denkmalpflegerischen Risiken gebunden werden – und dass vorhandene Fördergelder lieber in effizientere Solaranlagen fließen.
Die Details
- Planungsstopp: Alle weiteren Planungs‑, Untersuchungs‑ und Machbarkeitsschritte für das PV‑Projekt am Rathaus werden bis auf Weiteres eingestellt.
- Haushaltsmittel: Die beantragte Mittelzuweisung für das Vorhaben (insbesondere Burgplatz 1) soll zurückgestellt werden.
- Ressourcenlenkung: Personelle und finanzielle Mittel der Solaroffensive sollen vorrangig auf wirtschaftlichere Standorte konzentriert werden.
- Kostenbasis: Es fehlt eine belastbare Kostenschätzung; ein Grobkostenrahmen kann wegen historischer und denkmalpflegerischer Besonderheiten nicht ermittelt werden.
- Leistungspotenzial: Das geplante PV‑System am Rathaus würde nur rund 396 kWp liefern, während andere Anlagen bereits über 1.000 kWp erreichen.
- Schutzwürdigkeit: Der historische Kernbau am Marktplatz ist denkmalgeschützt; PV‑Installationen könnten statische und gestalterische Eingriffe erfordern.
Einordnung
Der Antrag hat das Potenzial, städtische Mittel von einem umstrittenen, kostenunsicheren Vorhaben abzuziehen und stattdessen in bereits geplante, wirtschaftlichere Solaranlagen zu investieren. Eine Entscheidung des Bauausschusses steht noch aus, wirkt sich aber unmittelbar auf die künftige Nutzung des historischen Rathausgebäudes und die Haushaltsplanung aus.
Themen
Aus der amtlichen Vorlage
Mit der Informationsvorlage BAU/010/2025 wurde der Bauausschuss am 25.11.2025 über die Ergebnisse des Prüfauftrags BAU/012/2023 zur Ausstattung des Rathauskomplexes mit Photovoltaik informiert. Die AfD- Ratsfraktion hat die wirtschaftlichen Grundlagen des Vorhabens mit der Anfrage BAU/013/2026 sowie der Nachfrage BAU/019/2026 hinterfragt. Die hierzu erteilten Antworten der Verwaltung bestätigen die Bedenken der Fraktion und geben Anlass, das Vorhaben in der gegenwärtigen Haushaltslage nicht weiterzuverfolgen. Es fehlt eine belastbare Kostengrundlage. Die Verwaltung hat eingeräumt, dass eine Planung und eine damit verbundene Kostenermittlung im Rahmen des Prüfauftrags noch nicht erfolgt sind und dass aufgrund der standortspezifischen, historischen sowie denkmalpflegerischen Besonderheiten des Gebäudekomplexes derzeit nicht einmal die Benennung eines Grobkostenrahmens möglich ist. Für ein Vorhaben, dessen Kosten sich nicht einmal grob beziffern lassen, sollten keine weiteren Mittel gebunden werden. Nach Darstellung der Verwaltung ist der Rathauskomplex gegenüber anderen Standorten nachrangig. Im Zuge der Solaroffensive konnten bereits Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 1.000 kWp errichtet werden, die dank günstigerer Standortbedingungen „wirtschaftlicher, effizienter und sparsamer zu realisieren" waren als am Rathauskomplex. Vier weitere, entsprechend priorisierte Anlagen befinden sich in der Errichtung und sollen bis 2027 ans Netz gehen. Die Verwaltung setzt die Prioritäten damit bereits selbst zulasten des Rathauskomplexes, dessen Potenzial sie mit lediglich rund 396 kWp beziffert.
Auszug aus „Begründung“. Der Dokumenttext allein belegt keinen gefassten Beschluss. Originaldokument
Vorgang · BAU/026/2026
Unterlagen und Sitzungsverlauf
Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.
Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.
Die belegten Schritte
So entwickelt sich der Vorgang
Ursprüngliche Vorlage
Antrag · Dateidatum im Ratsinformationssystem
Sitzung · TOP 4.2.1
Bauausschuss. Amtlicher Vermerk: „mehrheitlich abgelehnt“.
Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.
KI-gestützt aufbereitet am 5. Oktober 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BAU/026/2026