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AÖE/053/2026
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Düsseldorf, 01.09.2026
An
Ratsherrn Christian Rütz
Vorsitzender des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen,
Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für
öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und
Bevölkerungsschutz der Landeshauptstadt Düsseldorf am 11.09.2026
Betrifft:
Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion zum Thema "Spielplätze im Hitzetest - naturbasierte
Hitzeschutzmaßnahmen"
Sehr geehrter Herr Rütz,
zunehmende Hitzeperioden schränken die Nutzbarkeit von Spielplätzen für
Kinder maßgeblich ein. Laut dem Deutschen Kinderhilfswerk gibt es bundesweit
keine einheitlichen Standards für den Hitzeschutz auf Spielplätzen.1 Die
Landeshauptstadt Düsseldorf hat 2020 alle 430 städtischen Spielanlagen auf
unzureichend verschattete Bereiche überprüft - 55 Kinderspielplätze wurden für
Baumpflanzungen identifiziert, für 279 weitere wurden 250 mögliche
Baumpflanzungen ermittelt.2
Baumpflanzungen sind eine wichtige naturbasierte Maßnahme zur
Klimaanpassung, haben jedoch strukturelle Grenzen: Neu gepflanzte Bäume
benötigen viele Jahre bis sie nennenswerten Schatten spenden. Ergänzende
naturbasierte Beschattungslösungen wie etwa begrünte Pergolen oder
Rankstrukturen können kurzfristig wirksam sein und zu einem besseren
Mikroklima beitragen. Im Rahmen des EU-Projekts „Ready4Heat" hat die
slowenische Stadt Maribor solche Lösungen an Kindergartenspielplätzen erprobt
- die Evaluation zeigt eine messbare Kühlwirkung sowie eine hohe
Nutzerakzeptanz.3
1 Die Zeit, Bäume statt Beton - wie Spielplätze hitzefest werden, abrufbar unter:
https://www.zeit.de/news/2026-07/24/baeume-statt-beton-wie-spielplaetze-hitzefest-werden
2 Landeshauptstadt Düsseldorf, Pressemitteilung vom 14. September 2020: „Mehr Bäume als
Hitzeschutz auf Kinderspielplätzen", abrufbar unter: https://www.duesseldorf.de/
3 Interreg Central Europe, Ready4Heat: „Solutions recommended to improve of
heat measures", abrufbar unter: https://www.interreg-central.eu/projects/ready4heat/
Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie im Namen der SPD/Volt-Ratsfraktion,
folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für
öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und
Bevölkerungsschutz am 11. September 2026 zu nehmen und von der
Verwaltung beantworten zu lassen:
1.Wie viele der im Jahr 2020 identifizierten 55 Spielplätze wurden
im Rahmen des Beschattungsprogramms bislang mit
Baumpflanzungen oder sonstigen Beschattungsmaßnahmen
ausgestattet (Bitte um Auflistung der Standorte und der
jeweiligen Maßnahmen)?
2.Welche ergänzenden Hitzeschutzmaßnahmen - jenseits von
Baumpflanzungen - wurden im Rahmen des Masterplans
Kinderspielplätze geprüft oder umgesetzt?
3.Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, naturbasierte
Beschattungslösungen - etwa begrünte Pergolen oder
Rankstrukturen - ergänzend zu Baumpflanzungen auf besonders
hitzebeanspruchten Spielplätzen einzusetzen?
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Hora
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