Das Wichtigste
Die Linke im Stadtrat hat einen Antrag eingereicht, der die Kontrolle von Mietpreisüberhöhungen und Mietwucher stärken soll. Ziel ist, Mieter besser zu schützen und illegale Mieterhöhungen zu verhindern. Der Antrag wird im Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung am 12.10.2026 beraten.
Warum wichtig
Mieter erhalten stärkeren Schutz vor überhöhten Mieten, was zu mehr bezahlbarem Wohnraum und weniger Rechtsunsicherheit führen kann.
Die Details
- Ziel: Kontrolle von Mietpreisüberhöhungen und Mietwucher
- Initiator: Ratsfraktion DIE LINKE
- Beratung: Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung, 12.10.2026
Einordnung
Der Antrag könnte die Stadtpolitik im Wohnungswesen verändern, weil er neue Prüf- und Durchsetzungsmechanismen für Mietpreise einführen will. Er betrifft alle Mieter in Düsseldorf und könnte das Mietklima nachhaltig beeinflussen.
Hintergrund
Mietpreisüberhöhung bedeutet, dass Vermieter Mieten über das gesetzlich zulässige Maß erhöhen. Mietwucher liegt vor, wenn die Miete in unangemessen hohem Maße über dem ortsüblichen Niveau liegt. Beide Praktiken sind nach dem deutschen Mietrecht unzulässig und können mit Bußgeldern geahndet werden.
Beschluss & Empfehlung
- Antrag der Ratsfraktion Die Linke Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für
- Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Kontrolle von Mietpreisüberhöhung und Mietwucher
Verfahrensstand
Beratungsweg
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AWM/046/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 01.10.2026
An den Vorsitzenden des
Ausschusses für Wohnungswesen
und Modernisierung
Dr. Frank Schulz
Antrag der Ratsfraktion Die Linke Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für
Wohnungswesen und Modernisierung am 12.10.2026
Betrifft:
Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Kontrolle von Mietpreisüberhöhung und Mietwucher
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
zur Sitzung des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung am 12. Oktober
2026 stellt Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf folgenden Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für ein regelmäßiges und proaktives
Monitoring von Online-Wohnungsinseraten auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt für
die ab 2027 dauerhaft einzurichtende regelmäßige und proaktive Überwachung zu
entwickeln und dem Ausschuss vorzulegen. Dabei soll insbesondere geprüft werden,
wie auffällige Mietforderungen frühzeitig identifiziert und die jeweiligen Anbieter*innen
präventiv auf mögliche Verstöße gegen die gesetzlichen Regelungen hingewiesen
werden können.
Hierzu beantragen wir, dem Ausschuss bis zum 23. November 2026 eine Kostenschät-
zung sowie Informationen zum erforderlichen Personalbedarf für die Umsetzung die-
ses Vorhabens vorzulegen.
Begründung:
In der Beantwortung einer Anfrage zur Ratssitzung am 16.07.2026 (RAT/421/2026) erklärt
die Verwaltung, dass Online-Vermietungsportale derzeit nicht auf den Verdacht einer Miet-
preisüberhöhung oder eines Mietwuchers geprüft werden. Eine Prüfung erfolge regelmäßig
erst nach einer Anzeige durch betroffene Mieter*innen.
Damit setzt die Stadt darauf, dass Mieter*innen selbst aktiv werden und einen Verdachtsfall -
gegebenenfalls aus einem bereits bestehenden Mietverhältnis - anzeigen. Angesichts des
angespannten Düsseldorfer Wohnungsmarktes sollte die Stadt jedoch auch präventiv tätig
werden und auffällige Mietforderungen frühzeitig in den Blick nehmen - noch vor Beginn
eines Mietverhältnisses.
Ein solcher Ansatz wird beispielsweise bereits von der Stadt Freiburg verfolgt: Dort werden
online eingestellte Wohnungsinserate regelmäßig auf mögliche Mietpreisüberhöhungen
beziehungsweise Mietwucher überprüft. Bei einem bestehenden Verdacht werden die
Inserierenden kontaktiert und auf einen möglichen Rechtsverstoß sowie die geltenden
gesetzlichen Grenzen hingewiesen.
Auch in Düsseldorf sollte deshalb geprüft werden, wie ein regelmäßiges Monitoring ausge-
staltet werden kann. Ziel ist es, bereits bei Auffälligkeiten ein klares Signal zu senden.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Marmulla Ben KlarWolfgang Below
f.d.R. Christian Jäger
Seite 2
KI-gestützt aufbereitet am 2. Oktober 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AWM/046/2026