Antrag Aktenzeichen BV1/084/2026

Umgestaltung des Kolonialkriegerdenkmals auf dem Frankenplatz - überfraktioneller Antrag

Ein Vorschlag an das zuständige Gremium, etwas Bestimmtes zu beschließen.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Frankenplatz · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 1Dokument 13. März 2026veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Im Original formuliert

Die Bezirksvertretung 1 bittet den Kulturausschuss um Unterstützung, einen Prozess zur Neu- oder Umgestaltung des Koloialkriegerdenkmals auf dem Frankenplatz umzusetzen. Im Sinne eines kritischen und verantwortungsvollen Umgangs mit Düsseldorfs kolonialer Vergangenheit soll unter Einbeziehung von Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft sowie unter Einbeziehung der Betroffenenperspektive aus dem heutigen Namibia ein dekolonialer Erinnerungsort geschaffen werden.

Weitere Einordnung im Original: Aus „Begründung“

Das Kolonialkriegerdenkmal auf dem Frankenplatz wurde 1909 zur Erinnerung an Düsseldorfer Kolonialsoldaten errichtet, die bei der Niederschlagung des Widerstands der Herero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft im heutigen Namibia ums Leben kamen. 1935 widmeten die Nationalsozialisten das Denkmal zur Ehrung „ Deutscher Kolonialhelden " um und versetzten es an den heutigen Standort am Frankenplatz.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 13. März 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Vorgang · BV1/084/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Antrag · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 8.7

    Bezirksvertretung 1. Amtlicher Vermerk: „abweichend beschlossen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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BV1/084/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 13.03.2026 SPD Fraktion Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Peter Klein, Vertreter DIE LINKE Tim Wagner, Vertreter Volt in der Bezirksvertretung 1 An die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 1 Antrag zur Sitzung der Bezirksvertretung 1 am 27.03.2026 Betrifft: Umgestaltung des Kolonialkriegerdenkmals auf dem Frankenplatz - überfraktioneller Antrag Antrag: Die Bezirksvertretung 1 bittet den Kulturausschuss um Unterstützung, einen Prozess zur Neu- oder Umgestaltung des Koloialkriegerdenkmals auf dem Frankenplatz umzusetzen. Im Sinne eines kritischen und verantwortungsvollen Umgangs mit Düsseldorfs kolonialer Vergangenheit soll unter Einbeziehung von Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft sowie unter Einbeziehung der Betroffenenperspektive aus dem heutigen Namibia ein dekolonialer Erinnerungsort geschaffen werden. Begründung: Das Kolonialkriegerdenkmal auf dem Frankenplatz wurde 1909 zur Erinnerung an Düsseldorfer Kolonialsoldaten errichtet, die bei der Niederschlagung des Widerstands der Herero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft im heutigen Namibia ums Leben kamen. 1935 widmeten die Nationalsozialisten das Denkmal zur Ehrung „ Deutscher Kolonialhelden " um und versetzten es an den heutigen Standort am Frankenplatz. Bis heute hat die Stadt Düsseldorf das Denkmal nicht aktiv kritisch eingeordnet. Eine 2004 von der Evangelischen Kirche im Rheinland angebrachte erläuternde Tafel, die an die Opfer des Genozids erinnert, ist ein wichtiger Beitrag, reicht jedoch nicht aus, um die kolonialrevisionistische Symbolik des Denkmals zu kontextualisieren. Ein zeitgemäßer Umgang mit Kolonialdenkmälern orientiert sich an einer dekolonisierenden Erinnerungskultur, die koloniale Gewalt sichtbar macht und die Perspektiven der Opfer einbezieht. Bund, Länder und Kommunen haben sich hierzu Seite 2 auf gemeinsame Leitlinien zum Umgang mit kolonialem Erbe verständigt, die Verantwortung, Transparenz, Dialog und Partizipation betonen. Das Kolonialkriegerdenkmal am Frankenplatz heroisiert koloniale Gewalt und blendet die Perspektive der Opfer aus. Eine Neugestaltung bietet die Möglichkeit, die koloniale Geschichte Düsseldorfs kritisch aufzuarbeiten und in eine zeitgemäße Erinnerungskultur und Bildungsarbeit einzubetten. Beispielhaft ist hier die Sockelinschrift: „ DEM GEDENKEN DEUTSCHER KOLONIALHELDEN " die bis heute von städtischer Seite unkommentiert in den Sockel eingelassen ist (vgl. Rheinische Post: In Gedenken an einen Völkermord?, erschienen am 28.12.2024, auf: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-kolonialkriegerdenkmal- am-frankenplatz-wird-kritisiert_aid-120804169 (aufgerufen am 23.01.2026). Gez. Stephanie Widholm Gez. Peter Klein Gez. Dagmar Wagner Gez. Tim Wagner

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV1/084/2026