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KUA/157/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Beschlussvorlage
Betrifft:
Deutsche Oper am Rhein - Opernhaus der Zukunft: Auslobungsbeschluss
Fachbereich:
41 - Kulturamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Miriam Koch
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bauausschuss 26.11.2024 Vorberatung
Bezirksvertretung 1 26.11.2024 Anhörung
Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung
27.11.2024 Vorberatung
Kulturausschuss 28.11.2024 Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss 02.12.2024 Vorberatung
Rat 12.12.2024 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt die Auslobung für die
Umsetzung des Neubaus zum Opernhaus der Zukunft.
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung:
a) einen Architekten- und Ingenieurwettbewerb für das Opernhaus der Z ukunft am
Standort Am Wehrhahn 1 inklusive der daran anschließenden Beauftragung des
Generalplaners und die Vorentwurfs- und Entwurfsplanung bis zum Ausführungs-
und Finanzierungsbeschluss durchzuführen.
b) die vorgenannten Planungs- und Bauaufgaben an das städtische
Tochterunternehmen Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) in
Bauherrenfunktion zu übertragen.
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf stimmt für 2025 der Aufnahme zusätzlich
erforderliche Mittel in Höhe von 6,1 Mio. EUR, für 2026 in Höhe von 14,3 Mio. EUR,
für 2027 in Höhe von 14,4 Mio. EUR sowie für 2028 in Höhe von 5 Mio. EUR im
Rahmen der Haushaltsplanung 2025ff. zu.
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Die erforderlichen Mittel sollen auf der Position 2526101 7.90000668.A0 78510000
bereitgestellt werden. Restmittel aus den Jahren 2023 und 2024 sollen im Rahmen
des Jahresabschlusses in das Jahr 2025 vorgetragen werden.
Für die Durchführung und Begleitung des Wettbewerbsverfahrens fallen Kosten in
Höhe von 6,5 Mio. Euro an. Die Planungskosten für die Vorentwurfs- und
Entwurfsplanung bis zum Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss inklusive der
Kosten der IPM, der externen Berater*innen und Ingenieure sowie des
Generalplaners belaufen sich auf 33,3 Mio. Euro.
Beschlusslage:
Gremium Datum Vorlagennummer mit Titel Beschlussart
Rat 16.12.2021 KUA/141/2021
Heinrich-Heine-Allee 16a /
Deutsche Oper am Rhein
Beschlussvorlage zur
Herbeiführung eines
Grundsatzbeschlusses
Grundsatzbeschluss
Rat 16.12.2021 RAT/612/2021
Einrichtung einer "Kleinen
Kommission Opernhaus der
Zukunft"
Rat 07.04.2022 KUA/038/2022
Verfahren zur Herbeiführung
einer Standortentscheidung
Rat 07.04.2022 RAT/157/2022
Ergänzungsantrag der
Ratsfraktionen von CDU und
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur
Beschlussvorlage KUA/038/2022
Ergänzungsantrag
Rat 08.09.2022 KUA/079/2022
Durchführung des
städtebaulichen
Ideenwettbewerbs und
Umsetzung der 2. Phase der
Öffentlichkeitsbeteiligung
Rat 08.09.2022 RAT/365/2022
Änderungsantrag der
Ratsfraktionen von CDU und
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur
Beschlussvorlage KUA/079/2022
Änderungsantrag
Rat 08.09.2022 KUA/089/2022/2 nicht öffentlich
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Auslobung des städtebaulichen
Ideenwettbewerbs
Rat 08.09.2022 RAT/366/2022 nicht öffentlich
Änderungsantrag der
Ratsfraktionen von CDU und
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur
Beschlussvorlage
KUA/089/2022/2
Änderungsantrag
Rat 08.09.2022 KUA/093/2022
Zusätzlich erforderliche
Planungsmittel bis zur
Standortentscheidung
Rat 08.09.2022 KUA/104/2022
Einrichtung eines Projektbeirates
und dessen zugehörige Mitglieder
Rat 15.06.2023 KUA/041/2023
Standortbeschluss und nächste
Verfahrensschritte
Rat 27.06.2024 RAT/244/2024
Aufhebung des Ratsbeschlusses
KUA/041/2023 und neue
Standortentscheidung
Rat 27.06.2024 RAT/243/2024 - nicht öffentlich
Ankauf Areal Am Wehrhahn 1
und Oststraße 15
Sachdarstellung:
1. Kurzdarstellung
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat am 16.12.2021 mit dem
Grundsatzbeschluss KUA/141/2021 den Neubau des Opernhaues beschlossen. Bis
zur Realisierung desselbigen sollen lediglich Sanierungsarbeiten, die zur
Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig sind, am Bestandsgebäude umgesetzt
werden. Gleichzeitig wurde die Verwaltung mit der vertiefenden Planung zur
Realisierung des Opernhauses der Zukunft beauftragt.
In den Jahren 2022 und 2023 wurde in einem städtebaulichen Ideenwettbewerb die
Umsetzungsmöglichkeiten an den Standorten Heinrich -Heine-Allee 16 und Am
Wehrhahn 1 betrachtet. Es wurde festgestellt, dass beide Standorte Potential haben.
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Da jedoch das Grundstück Am Wehrhahn 1 nicht gekauft werden konnte, entschied
der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf mit Beschluss am 15.06.2023 den Standort
Heinrich-Heine-Allee 16.
Das Insolvenzverfahren der Eigentümer der Grundstücke Am Wehrhahn 1 und
Oststraße 15 ermöglichte den Ankauf. Mit den Ratsbeschlüssen RAT/243/2024 und
RAT/244/2024 vom 27.06.2024 wurde der Kauf des Grundstücks Am Wehrhahn 1
und Oststraße 15 und die Realisierung des Neubaus des Opernhauses der Zukunft an
diesem Standort entschieden.
Das Ziel ist die Entwicklung eines zukunftsweisenden Gebäudes, das in innovativer
und zugleich wirtschaftlicher Form einen Raum für Kultur und Kommunikation
schafft. Der Neubau soll nicht nur die Funktionen und die Technik des alten
Opernhauses ersetzen und zeitgemäß neu organisieren, sondern zusätzlichen
Nutzungen und Funktionen Raum geben. Es lässt sich in vielen nationalen und
internationalen Vergleichen beobachten, dass eine neue Kulturstätte in diesem
Format einen positiven Einfluss sowohl auf die Identifikationskraft der Bevölkerung
als auch auf die wirtschaftlichen Aspekte der Stadtgesellschaft hat.
Die Stadtgesellschaft wurde vorab in einem mehrstufigen Verfahren zur
Öffentlichkeitsbeteiligung in den Prozess eingebunden. Zukünftig soll durch
verschiedene Kooperationen mit anderen Kultureinrichtungen, diversen Events und
Projekten die Verbindung mit der Stadtgesellschaft und hier insbesondere auch mit
den Stadtteilen ausgebaut werden.
Das Opernhaus der Zukunft soll ein Dritter Ort sein, an dem alle Menschen
zusammenkommen und sich auch unabhängig von einem Opernbesuch aufhalten
können. Dieser Ort soll einen Rahmen schaffen um Kultur, Musik und Oper zu
erleben.
2. Ausgangslage
Am 27. Juni 2024 erteilte der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf den Auftrag zur
Vorbereitung eines Architekten- und Ingenieurwettbewerbes. Damit verbunden ist
die Erstellung der Auslobung mit Anlagen, auf dessen Basis Generalplanungsbüros
die Entwürfe erstellen. Hierzu sollen unter anderem die Durchführung eines
Architekten- und Ingenieurswettbewerbs sowie die Vorentwurfs- und
Entwurfsplanung bis zur Erlangung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses
erstellt werden.
Zusätzlich wurde die Verwaltung mit der Prüfung der Unterbringung eines
Hochregallagers für den Opernfundus und der Unterbringung der Clara-Schumann-
Musikschule (CSM) im Opernhaus der Zukunft am Standort Am Wehrhahn 1 /
Oststraße 15 beauftragt.
Außerdem ist die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes bis zur Realisierung des
Neubaus am jetzigen Standort Heinrich-Heine-Allee 16a Teil der zuvor genannten
Beschlussvorlage. Ziel ist es, den Spielbetrieb der Oper bis zur Fertigstellung des
Neubaus aufrecht zu erhalten. Die erforderlichen Maßnahmen werden anhand eines
Prioritätenkataloges eingestuft und durch de IPM umgesetzt. Die über den regulären
Bauunterhalt hinausgehenden Maßnahmen werden in einer separaten
Beschlussvorlage dargestellt.
3. Untersuchungen weiterer Funktionen
3.1 Unterbringung Opernfundus
Die vielzähligen Kulissen, Kostüme und Requisiten der DOR sind derzeit an drei
Standorten untergebracht. Der Standort am Lager Rath soll aufgegeben werden. Der
Standort an der Selbecker Straße sowie das Probebühnenzentrum in Duisburg sind
abgängig. Außerdem ist ein Teil der Kostüme im Kostümfundus unterhalb der
Heinrich-Heine-Allee 16a untergebracht.
Nach erfolgter Prüfung des Ratsauftrages zur Unterbringung des Kostümfundus bzw.
des Hochregallagers im Neubau am Standort Am Wehrhahn 1 / Oststraße 15 kommt
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die Verwaltung zu nachfolgendem Ergebnis.
Die Berücksichtigung des Kostümfundus im Neubau am Standort Am Wehrhahn 1 /
Oststraße 15 bringt immense Vorteile mit sich. Da ein überwiegender Teil des Fundus
in der Spielstätte Düsseldorf genutzt wird, entfallen logistische Fahrten sowie
weiterer Arbeitsaufwand zwischen Lagerstätte und Aufführungsort. Die weiteren
vorgenannten Standorte sollen neu geplant und realisiert werden. Hierzu wird ein
separater Bedarfsbeschluss vorbereitet.
3.2 Clara Schumann-Musikschule
Die CSM zählt zu den größten Musikschulen in Deutschland. Neben de m Unterricht
finden in der CSM zahlreiche kleinere und größere Konzerte, Workshops und
Veranstaltungen für die Öffentlichkeit statt. Sie richtet außerdem seit mehreren
Jahren den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert" erfolgreich in Düsseldorf aus. Um
die hohe Qualität der Musikschule auch weiterhin zu fördern und auf die enormen
Wartelisten zu reagieren, ist es zwingend erforderlich, weitere Unterrichtsräume zur
Verfügung zu stellen.
Das Raumprogramm der CSM umfasst hauptsächlich Unterrichtsräume mit
entsprechender Ausstattung, um einen qualifizierten Unterricht durchzuführen. Die
Raumhöhen orientieren sich an ihren Nutzungen und entsprechen den
Akustikanforderungen. Weiterhin werden Aufenthaltsbereiche für wartende Eltern des
frühkindlichen Musikunterrichtes eingebunden.
3.3 Musikbibliothek
Bereits Anfang 2024 entstand die Idee, die Musikbibliothek im Gebäude
unterzubringen. Sie hat eine enge Verbindung mit der Oper, abstimmende Gespräche
zwischen der DOR und der Musikbibliothek haben zahlreiche Ideen zur
Zusammenarbeit hervorgebracht. Es soll insbesondere Veranstaltungsarbeit im
klassischen Sinne - also Gespräche, Vorträge, Lesungen zu Themen und
musikpädagogische Veranstaltungsformate mit den Hauptzielgruppen Schulklassen
und Kindertagesstätten - angeboten werden. Neben dem variablen
Veranstaltungsraum werden schalldichte Proberäume errichtet.
3.4 Fazit
Das integrale Raum- und Funktionsprogramm beinhaltet die Flächen aller
notwendigen Räume von Oper, CSM, Musikbibliothek und notwendiger Lagerflächen.
In intensiven Workshops, an denen alle Nutzungseinheiten teilgenommen haben,
wurden alle für den Generalplaner-Wettbewerb notwendigen Daten erfasst und
abgestimmt.
Durch die thematische Nähe der Institutionen ergeben sich räumliche und
organisatorisch programmatische Synergien. So konnte durch enge Abstimmung der
zukünftige Raumbedarf optimiert werden. Die Kantinennutzung wird zentralisiert,
Eltern-Wartezonen für die CSM können teilweise durch bestehende Flächen
abgedeckt werden, Education-Zonen werden soweit möglich zusammengezogen,
Aufzüge und Lastenaufzüge sollen Oper und CSM erschließen. Der Bedarf an Sälen
für Sonderveranstaltungen der CSM (z. B. „Jugend musiziert") kann trotz erheblicher
Vergrößerung der Schülerzahlen auf dem heutigen Niveau gehalten we rden, da freie
Kapazitäten durch die bereits vorgesehenen Opernsäle zu Verfügung gestellt werden
können.
Insbesondere haben die bisherigen Abstimmungsgespräche eine Vielzahl von
programmatischen Ideen hervorgebracht, die in der nächsten Zeit weiterentwickelt
werden. Unter anderem wird es den Institutionen in Zeiten nicht paralleler
Betriebszeit möglich sein, Probe- und Unterrichtsräume zu nutzen.
Einige Funktionen wie Werkstätten für Instrumente sowie deren Lagerung und die
Bibliotheken der Musikstätten werden zusammengefasst, woraus sich aus heutiger
Sicht personelle Optimierung ergibt.
Die Verbindung von Opernhaus, Musikschule und Musikbibliothek lässt aus dem Ort
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einen städtischen Treffpunkt als zeitgenössischen Anziehungspunkt für Kunst, Medien
und urbanes Leben werden, der die Besucherinnen und Besucher fasziniert. Es ist
auch ein Ort aktiver Wissensproduktion und vielfältiger sozialer sowie kultureller
Interaktionen.
Der Flächenbedarf für die Oper liegt bei 30.400 Quadratmetern Nutzfläche (NF), für
die CSM bei 5.000 Quadratmetern, für die Musikbibliothek bei 800 Quadratmetern
und die zusätzliche Lagerfläche bei 1.750 Quadratmetern, in der Summe also bei
knapp 38.000 Quadratmetern NF.
Das Grundstück am Standort Am Wehrhahn 1 und Oststraße 15 ist mit k napp 9.000
Quadratmetern deutlich größer als das aktuelle Grundstück an der Heinrich-Heine-
Allee mit seinen gut 4.000 Quadratmetern. Für den Entwurf des Gesamtgebäudes
mit den zusätzlichen Funktionen entsteht unter Berücksichtigung erforderlicher
Verkehrsflächen zusätzlicher Raumbedarf, der auf dem Grundstück untergebracht
werden muss.
Im Vergleich zum städtebaulichen Ideenwettbewerb mit den damals definierten
knapp 30.000 Quadratmetern NF dürfte der neue Flächenbedarf eine zusätzliche
Etage im Gebäude erforderlich machen, was städtebaulich unproblematisch ist.Der
städtebauliche Ideenwettbewerb 2022/23 hat Entwürfe hervorgebracht, dessen
Gebäudeabmessungen sich innerhalb der bauordentlichen Grenzen und mit
Gebäudehöhen von maximal 45 Metern deutlich innerhal b des Hochhausrahmenplans
bewegten.
Vor diesen Hintergründen ist die Integration der CSM, des Kostümfundus sowie der
Musikbibliothek in diesem Neubau realisierbar und der richtige Schritt. Der
Erweiterungsbau der CSM an der Prinz-Georg-Straße ist somit zudem obsolet.
Der in der Vergangenheit entstandene Begriff „Opernhaus der Zukunft" muss an
dieser Stelle neu definiert werden. Weil neben der DOR die CSM und die
Musikbibliothek als einen in Europa einzigartigen Dreiklang in einem Gebäude
untergebracht werden, wird im Folgenden der Begriff „Musikhaus der Zukunft"
verwendet.
4. Öffentlichkeitsbeteiligung
Um die Nutzungseinheiten selber und auch die Bürgerschaft auf den Neubau am
Wehrhahn vorzubereiten ist das Weiterführen von unterschiedlichen
Öffentlichkeitsbeteiligungsformaten vorgesehen.
So wird die Deutsche Oper am Rhein mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten,
die den regulären Spielplan ergänzen, das alte Opernhaus am Hofgarten weiter
öffnen und das Publikum zudem zu künstlerischen Entdeckungsreis en an den neuen
Standort Am Wehrhahn einladen. Ziel ist die Bindung des heutigen Publikums sowie
die Neugewinnung potentieller Besucherinnen und Besucher des neuen Hauses. Der
neue Standort soll somit auch schon vor Realisierung des Neubaus für die
Stadtgesellschaft sichtbar werden.
Parallel zum Architekten- und Ingenieurwettbewerb für den Neubau richtet die
Deutsche Oper am Rhein einen großen Architekturwettbewerb für Kinder und
Jugendliche aus. Das „Publikum der Zukunft" ist aufgerufen, eigene Ideen, Bilder,
Entwürfe, Collagen und/oder Modelle für sein neues Opernhaus in Düsseldorf zu
gestalten und einzureichen.
Weiterhin sollen die verschiedenen Communities mit Migrationsgeschichte aktiver
angesprochen und für den Prozess gewonnen werden. Hierzu ist eine Kooperation
mit dem Haus der Kulturen in Düsseldorf vorgesehen.
5. Vorbereitung Auslobungsunterlagen
Die vertiefende zweite Phase de
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Anlage 2 - Abschlussbericht Öffentlichkeitsbeteiligung II als Text anzeigen
Opern-
haus der
Zukunft
2. Phase der Öffentlichkeitsbeteili-
gung
Vorwort
Das Projekt Opernhaus der Zukunft schreitet voran: Am 16. Juni 2013 beschloss
der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf den Neubau des Opernhauses der Zu-
kunft am Standort Heinrich-Heine-Allee umzusetzen. Der bis zu dieser Entschei-
dung in Betracht gekommene Alternativstandort Am Wehrhahn scheidet damit aus
der weiteren Projektentwicklung aus. In gleichem Beschluss der Standortentschei-
dung wurde die Stadtverwaltung beauftragt, einen Architekten- und Ingenieur-
wettbewerb für die Konzeption des neuen Kulturgebäudes vorzubereiten.
Neben baulichen, architektonischen, ökologischen, theaterplanerischen und vielen
weiteren fachlichen Aspekten, spielen bei der Vorbereitung dieser Ausschreibung
auch die Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen der Stadtgesellschaft eine wich-
tige Rolle. Denn das Opernhaus der Zukunft soll ein Opernhaus der Düsseldor-
fer*innen werden, dass die Stadt und ihre Lebensqualität auch außerhalb von Vor-
stellungen und sogar in nichtkünstlerischen Bezügen bereichert. Architektenbüros,
die sich dieser Herausforderung stellen, brauchen einen tiefen Einblick in und ein
Gefühl für die „Opernseele" der Landeshauptstadt.
Diesen Einblick zu ermöglichen, war das wichtigste Ziel der jetzt abgeschlossenen
zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung „Opernhaus der Zukunft". Mit Blick auf
due dabei gewonnen Erkenntnisse, die große Anzahl und die demographische Aus-
gewogenheit der Teilnehmenden, kann dieses Ziel in als erfüllt angesehen werden.
Insbesondere auch der Umstand, dass in gleichem Maße die Inputs und Sichtwei-
sen „opernerfahrener" und (noch) „opernferner" Bürger*innen aufgenommen wer-
den konnten, verleiht den Ergebnissen eine besondere Relevanz und Aussagekraft.
Im Sinne einer möglichst effizienten Projektentwicklung war die Durchführung der
Beteiligung auf die Zukunft fokussiert. Sie erfolgte zeitlich parallel zur Vorbereitung
der Standortentscheidung. Jetzt - nach erfolgter Festlegung des Standorts - ist so
diese Grundlage für die direkte Weiterführung des Prozesses vorhanden und es
kann mit voller Kraft und ohne Verzögerung weitergehen.
Natürlich wird es noch einige Schritte und Meilensteine erfordern, bis das neue
Opernhaus der Kultur, der Stadt und den Düsseldorfer*innen zur Nutzung überge-
ben wird. Damit verbunden ist die Zusicherung, die Bevölkerung der Landeshaupt-
stadt bei wichtigen Entscheidungen stehts einzubinden - breit, niederschwellig und
mit Einfluss auf den Verlauf des Projekts-
Die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligungzum
Opernhaus der Zukunft in Düsseldorf
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschloss am 16. Dezember 2021 den
Neubau eines Opernhauses. Mit diesem Beschluss endete auch eine umfassende
Öffentlichkeitsbeteiligung (1. Phase), in der es unter anderen auch um die Frage
ging, ob eine Sanierung des bestehenden Gebäudes oder ein Neubau angegan-
gen werden soll. Die diesbezüglichen Ergebnisse des öffentlichen Dialogs erwie-
sen sich als wichtige Entscheidungshilfe für die Ratsmitglieder. Mit der letztlichen
Entscheidung für einen Neubau erging auch gleichzeitig der Auftrag an die die
Stadtverwaltung eine 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zu planen und um-
zusetzen.
Dabei sollte sich der Erkenntnisgewinn auf das zukünftig entstehende Kulturge-
bäude fokussieren: Welche Angebote, Leistungen und Nutzen, die über den
Opernbetrieb hinausgehen, wünschen sich die Akteurinnen und Akteure aus Kul-
tur und Stadtgesellschaft? Welche Prioritäten werden gesetzt? Gibt es neue
Ideen und Ansätze, an die noch niemand gedacht hat? Wie muss das neue
Opernhaus geplant und gebaut werden , damit die gesamte Stadt von diesem
Jahrhundertprojekt profitieren kann: die Kulturschaffenden genauso wie die Bür-
ger*innen - egal ob mit oder ohne Opernticket.
Die Erkenntnisse und Impulse der 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen
somit zum Teil der architektonischen Aufgabenstellung für das neue Opernhaus
werden. Sie sind ein inhaltlicher Bestandteil des so genannten Realisierungswett-
bewerbs, in der internationale Architektenteams das Kulturgebäude entwerfen.
Die Beteiligungsstrategie der 2. Phase beinhaltete vier verschiedenen Ebenen,
die zusammen darauf ab zielten, ein möglichst repräsentatives Meinungsbild der
Düsseldorfer Bevölkerung einzuholen. Dabei sollte insbesondere auf eine ausge-
wogene Altersstruktur und die ausreichende Einbindung von „Nichtoperngän-
ger*innen" geachtet werden - beide Ziele wurden erreicht. Mit der Durchführung
im Auftrag des Kulturamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde die kommu-
nale Tochtergesellschaft Düsseldorf Marketing GmbH beauftragt.
Die erste Ebene (blau, siehe Abb. 1) bestand auf dem eigens gegründeten Pro-
jektbeirat, dessen Besetzung durch die Fraktionen des Rats der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf erfolgte. Unter den 30 Mitgliedern befanden sich Akteur*innen
aus dem Kulturbereich sowie Fraktionsangehörige der Ratsparteien. Die insge-
samt drei Sitzungen sollten insbesondere als öffentlicher Resonanzraum der ge-
samten 2. Phase der Beteiligung dienen. Die Beiratsmitglieder sollten den Beteili-
gungsprozess begleiten, kommentieren, anreichern und eine Rückübersetzungs-
funktion in die Politik und Kulturszene wahrnehmen. Ziel war es Impulse aus der
in der Öffentlichkeit stattfindenden politischen Diskussion frühzeitig in den Pro-
zess zu integrieren sowie zentrale Fragen und kritische Anmerkungen aufzuneh-
men.
Abbildung 1: Aufbau der zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Opernhaus der Zukunft
in Düsseldorf
Die zweite Ebene (rot, siehe Abb. 1) richtete sich mit vier vertiefenden Work-
shops an Schlüsselakteur*innen aus Stadtgesellschaft und Kulturszene. Die rund
60 Teilnehmende formulierten Wünsche Ideen und Bedürfnisse, die bei der Era r-
beitung konkreter architektonischer Entwürfe des Opernhauses der Zukunft Be-
rücksichtigung finden sollen. Es ging darum, die Form - im Prozess dargestellt
durch das zukünftige Raum- und Funktionsprogramm des Opernhauses - mit den
Inhalten zu füllen, die das „Opernhaus der Zukunft" ausmachen sollen; die das
neue Kulturgebäude zu „Mehr als eine Oper" machen wird . Das durch die Deut-
sche Oper am Rhein entwickelt Raumprogramm sollte durch die Perspektiven von
Stadtgesellschaft und Kulturszene angereichert, abgerundet und in den Nutzun-
gen über den Opernbetreib hinaus spezifiziert werden. Es sollten konkrete Ideen,
Anregungen und Kriterien entwickelt werden, die den Architekturbüros im kom-
menden Realisierungswettbewerb an die Hand gegeben werden k önnen.
Abbildung 2: Abschlussveranstaltung der Workshopreihe und Arbeit in Themengruppen (dritte Ver-
anstaltung)
Auf der dritten Ebene (grün, siehe Abb.1) galt es, insbesondere mit Blick auf
„opernferne" Zielgruppen, die breite Öffentlichkeit einzubinden. Kern dieser
Ebene war ein umfangreicher Fragebogen, der die Diskussionen und Themen auf-
griff, die sich in den vertiefenden Workshops ergaben. So sollten die in kleinerem
Kreis qualitativ erarbeiteten Impulse, durch eine breite Öffentlichkeit objektiviert
bzw. demokratisiert werden. Die Fragebögen waren digital für alle Bürger*innen
freigeschaltet und wurden zudem im Zuge von Straßeninterviews im gesamten
Stadtgebiet verwendet. Begleitet wurde dies von einer crossmedialen Werbekam-
pagne, die allein ca. 330.000 Bürger*innen Düsseldorfs erreichte. So konnten
insgesamt circa 4.500 ausgefüllte Fragebögen in die Ergebnisse der Öffentlich-
keitsbeteiligung eingehen.
Die vierte Ebene (grau, siehe Abb.1) umfasste die Beteiligungswebseite der Lan-
deshauptstadt www.dialog-opernhaus-duesseldorf.de
. Neben einem umfassenden
Informationsangebot war dort eine Plattform zum Ideen-Austausch von Oktober
2022 bis Februar 2023 zugänglich. Hier bestand die Möglichkeit, Ideen zum Pro-
jekt zu teilen oder bereits eingebrachte Impulse anderer Bürger*innen zu bewer-
ten. Außerdem waren auf der Webseite die „Fragen der Woche" beheimatet .
Zehn Wochen lang konnten die Bürger*innen schnell und unkompliziert ihre Mei-
nung zu einem spezifischen Thema eingeben - ohne großen Zeitaufwand z.B.
während einer Fahrt mit der Stadtbahn oder in der Warteschlange an der Kasse.
Insgesamt konnte über die Plattform das Feedback von knapp 200 Bürger*innen
eingeholt werden.
Abbildung 3: Thorben Meier, Düsseldorf Marketing GmbH, erläutert die diversen
Umfrageformate
Parallel zur 2. Beteiligungsphase startete ein städtebaulicher Ideenwettbewerb
zum Opernhaus der Zukunft. Diese untersuchte das städtebauliche Potenzial ei-
nes Opernhausneubaus an zwei alternativen Standorten: Heinrich -Heine-Allee
und Am Wehrhahn. Ziel war es individuelle städtebauliche Kon zepte zu entwi-
ckeln, die die räumlichen Anforderungen an einen modernen Opern - und Ballett-
betrieb abdecken sowie Gebäude und Quartiersumgebung gestalterisch betrach-
ten und in den Kontext setzen. Die Ergebnisse sind Teil der Grundlage für einen
Standortentscheid des Rates für einen der beiden Standorte im Juni 2023.
Trotz des parallelen Verlaufs hatte die 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung je-
doch keinen inhaltlichen Bezug zur städtebaulichen Ideenwettbewerb, da ihre Er-
kenntnisse erst im Rahmen eines architektonischen Realisierungswettbewerbs,
d.h. nach der Standortentscheidung, Anwendung finden sollen. Gleichwohl nut-
zen sowohl Projektbeirat als auch Workshopreihe die Ausstellung der städtebau li-
chen Siegerentwürfe als Räumlichkeit der letzten Sitzung. Die ausgestellten Ent-
würfe dienten dabei als zusätzlicher Impuls für die Diskussionen.
Abbildung 4: Diskussion der Siegerentwürfe im Rahmen der Abschlussveranstaltung in der Ausstel-
lung der Siegerentwürfe des städtebaulichen Wettbewerbs
Die nachfolgenden Kapitel fassen die verschiedenen Beteiligungsprozesse zusam-
men, beschreiben die angewendeten Methoden und Ergebnisse.
Der Projektbeirat
Mit dem Projektbeirat war die konzeptionelle Idee einer zusätzlichen Plattform für
die prozessbegleitende Beratung, Bewertung und Anreicherung von Maßnahmen
und Zwischenergebnissen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung verbunden. Dem
Projektbeirat war damit eine doppelte Funktion zugedacht: er sollte selbst als
Rahmen zur Beteiligung relevanter Stakeholder dienen und als zusätzlicher Reso-
nanzraum für die anderen Beteiligungsformate der zweiten Phase der Öffentlich-
keitsbeteiligung wirken. In diesem Sinne begleitete er die Projektentwicklung für
das „Opernhaus der Zukunft" von Herbst 2022 bis zum Frühjahr 2023.
Die Besetzung des Projektbeirats erfolgte insbesondere durch Benennung der
Mitglieder durch die Parteien der Fraktionen des Rates der Landeshauptstadt
Düsseldorf. Die Liste wurde ergänzt durch Bennungen des Dezernats für Kultur
und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Liste der Mitglieder des Projektbeirats
Dr. Susanne Schwabach-
Albrecht
Sachkundige Bürgerin im Kulturausschuss CDU
Hauke Berheide Komponist CDU
Pater Elias Füllenbach Prior des Dominikaner-Kloster Düsseldorf CDU
Hans-Georg Lohe Ehemaliger Kulturdezernent der LHD CDU
Kerstin Terhardt Sachkundige Bürgerin im Kulturausschuss CDU
Dr. Michael Rosenfeld Opernexperte CDU
Surena Fazelazar Choreografin und Tänzerin GRÜNE
Dr. Frederike Möller Ratsfrau, Leiterin IDO-Festival GRÜNE
Bertram Müller Ehemaliger Indendant tanzhaus NRW GRÜNE
Christiane Oxenfort Musikerin, Veranstalterin Düsseldorf Festi-
val
GRÜNE
Hans Steingen Musiker, Produzent und Komponist GRÜNE
Nick Esser Künstler, Mitglied Kunstkommission SPD
Nicola Irmer Künstlerin SPD
Peter Knäpper Ratsherr SPD
Jochen Molck Mitglied Rat der Künste Düsseldorf, Dozent
HSD
SPD
Birgitta Franzen Dramaturgin SPD
Manfred Neuenhaus Ratsherr, Aufsichtsrat Deutsche Oper am
Rhein,
FDP
Ulf Montanus Ratsherr, Aufsichtsrat Tonhalle Düsseldorf
und Schauspielhaus Düsseldorf,
FDP
Monika Lehmhaus Ratsfrau, Freundeskreis Deutsche Oper am
Rhein
FDP
Dr. Veronika Dübgen Ratsfrau FDP
Dr. Dominik Fanatico Büro des Kulturbevollmächtigten NRW FDP
Michael Driesch Sachkundiger Bürger DIE LINKE
Judith Eilers Rat der Künste Düsseldorf DIE LINKE
Gottfried Bößen Sachkundiger Bürger PARTEI
Klima
Kathrin Tiedemann Forum Freies Theater e.V. Dezernat
Marina Lukas Volksbühne e.V. Dezernat
Goce Peroski Integrationsrat Dezernat
Sabine Humpert-Kalb Behindertenrat Dezernat
Dr. Heike Spies Theatergemeinde Düsseldorf e.V. Dezernat
Erste Sitzung des Projektbeirats, 17. Oktober 2022
Die erste Sitzung des Projektbeirats sollte zum einen dazu dienen, die Mitglieder
auf einen gemeinsamen Stand hinsichtlich der Projektentwicklung und der Pla-
nungen zur Öffentlichkeitsbeteiligung zu bringen. Zum anderen sollte es darum
gehen, die Erwartungen der Beiratsmitglieder an den gesamten Prozess der Öf-
fentlichkeitsbeteiligung und Inputs/Fragestellungen an den Auftakt der vierstufi-
gen Workshopreihe mit Akteur*innen aus Kulturszene und Stadtgesellschaft.
Im Laufe der Sitzung formulierten die Mitglieder des Projektbeirats ihre Erwar-
tungen an die gemeinsame Arbeit im Projektbeirat und notierten in einer Grup-
penarbeit welche Fragen im Zuge der Beteiligung diskutiert werden sollen. Dabei
wurde auch der Wunsch geäußert, die Frage der Notwendigkeit eines (neuen)
Opernhauses sowie die grundsätzliche Ausrichtung der Programmatik einer Oper
in Düsseldorf zu diskutieren. Mit Hinweis auf den durch den Beschluss des Stadt-
rates definierten inhaltlichen Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden diese
Frage jedoch nicht für eine spätere Erörterung innerhalb der zweiten Phase der
Öffentlichkeitsbeteiligung mitgenommen.
Zweite Sitzung des Projektbeirats, 17. Januar 2023
Auch die zweite Sitzung stand zunächst im Fokus der Diskussion rund um die
grundsätzlich in der Partizipation zu erörternden Themen. Erneut forderten Mit-
glieder des Beirats mehr Gestaltungseinfluss auf künstlerische Aspekte der Pla-
nung eines neuen Opernhauses. Auch in diesem Zusammenhang wurde von Sei-
ten der Landeshauptstadt Düsseldorf auf den Rahmen der Ratsbeauftragung hin-
gewiesen.
In einem Impulsvortrag ging der renommierte Opernregisseur Johannes Erath
auf die programmatische und damit auch architektonische Planbarkeit einher
Oper der Zukunft ein. Kernbotschaft: Eine Checkliste f ür die Oper der Zukunft
gibt es nicht. In jeder Spielstätte mü ssen die Stücke individuell inszeniert, Nähe
und Distanz neu justiert werden. Die Entwicklung der Kunstform Oper ist nicht
planbar, alles entwickelt sich weiter, wenn die Kulturschaffenden aus der Kom-
fortzone herausgehen. Theater, Oper und Ballett - Kunst muss den Mut aufbrin-
gen, immer wieder Risiken einzugehen. Ein Gebäude müsse in diesem Sinne Re-
gisseur*innen und Künstler*inne Möglichkeiten zur Gestaltung anbieten.
Anschließend erfolgte eine genaue Darstellung des bisherigen Verlaufs der Betei-
ligung einschließlich der dabei eingesammelten Erkenntnisse und Zwischenergeb-
nisse. Im Hinblick auf die folgenden Forma
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Stellungnahme Personalrat der allgemeinen Verwaltung als Text anzeigen
Title: KM_C360i24112612100
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00538542.pdf
Published Time: Tue, 03 Dec 2024 14:02:15 GMT
Number of Pages: 2
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