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Title: Ö
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00589983.pdf
Published Time: 2026-06-23T14:38:00.000Z
Number of Pages: 3
Markdown Content:
BV2/157/2026
X öffentlich nicht öffentlich
# Beschlussvorlage
Betrifft:
Errichtung der Fahrradstationen Brehmstraße, Mathildenstraße und Weseler Straße
Fachbereich :
66 - Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 2 15.09.2026 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
> Die Bezirksvertretung 2 beschließt die Errichtung der Fahrradstationen Brehmstraße,
> Mathildenstraße und Weseler Straße.
Sachdarstellung:
Mit dem Beschluss OVA/011/2023 – „Errichtung von acht mietbaren
Fahrradsammelschließanlagen in urbanen Wohnquartieren in Bilk, Friedrichstadt, Flingern-
Nord, Düsseltal und Oberkassel“ aus 2023 wurde die Verwaltung damit beauftragt,
Fahrradsammelschließanlagen als neues Programm zur Förderung des sicheren Parkens
von privaten Fahrrädern und Lastenrädern in urbanen Wohnqualtieren zu errichten und das
Programm der Fahrradhäuschen, den sogenannten „Fritschi-Häuschen“ bzw. „Modell Sund“
nicht weiterzuverfolgen.
Hintergrund und Anlass:
Eine wichtige Teilmaßnahme des zur Förderung des Radverkehrs ist die Verbesserung der
Radabstell- und -parkbedingungen. Dabei wird die gesamte Wegekette betrachtet und die
entsprechenden Bedürfnisse der Radfahrenden identifiziert. Hinsichtlich des Fahrradparkens
wird differenziert zwischen dem Ort der Abstellanlage (zu Hause/Wohnquartier, Zielort und
Verknüpfungs-/Umstiegspunkte) sowie der Abstelldauer. Für urbane Wohnquartiere sollen
u. a. an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet sogenannte Fahrradsammelschließanlagen
(alternative Bezeichnungen: Fahrradstationen, Fahrradhäuschen) zum Mieten geplant und
errichtet werden.
Die Verwaltung erreichen viele Anfragen der Bürgerschaft zur Frage, welche Angebote
seitens der Stadt bestehen, die Parkbedingungen für private, teils hochwertige Fahrräder Seite 2
und Lastenräder in urbanen Wohnquartieren (z. B. Gründerzeitquartiere) zu verbessern.
Mit den von der Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD) entwickelten Fahrradstationen
sollen sichere, witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für private Fahrräder und
Lastenräder im öffentlichen Raum geschaffen werden.
Die Fahrradstationen ergänzen das stadtweite Netz von Mobilitätsstationen und bieten pro
Standort sichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für acht bis 24 Fahrräder.
Die Stellplätze können digital über die App „Fahrradstation“ gebucht werden. Betreiberin der
Anlagen ist die CMD.
Die Standorte sind so gewählt, dass sowohl ÖPNV/SPNV-nahe als auch quartiersnahe
Stationen entstehen und somit die intermodale Mobilität gestärkt wird. Darüber hinaus
werden je nach Bedarf ergänzende Module (Fahrradbügel, Fahrradreparaturstation etc.) aus
dem flexibel einsetzbaren „Modulkatalog“ der CMD verbaut.
Ziel des Gesamtnetzes aus Mobilitäts-, Sharing- und Fahrradstationen ist die Stärkung des
Umweltverbundes, die Stärkung der Radverkehrsförderung und die Stärkung
zukunftsorientierter Mobilitätslösungen, um eine hohe Versorgungssicherheit mit
Mobilitätsangeboten und einen hohen Nutzungskomfort zu gewährleisten.
Planung
Im Stadtbezirk 2 sollen Fahrradstationen an den Standorten Brehmstraße, Mathildenstraße
und Weseler Straße realisiert werden.
Um die Standorte der Fahrradsammelschließanlagen fachgerecht zu planen und an die
lokalen Bedürfnisse anzupassen, wurden zwischen November und Dezember 2025
interaktive Bedarfsabfragen durchgeführt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger wurden in
Form einer Informationsstele mit QR-Code zur digitalen Beteiligung eingeladen. Insgesamt
haben 98 Personen an der Brehmstraße, 143 Personen an der Mathildenstraße und 352
Personen an der Weseler Straße an der Umfrage teilgenommen.
An der Brehmstraße wünschen sich 41 Teilnehmende (45,05 %), an der Mathildenstraße 50
Teilnehmende (39,06 %) und an der Weseler Straße 161 Teilnehmende (48,64 %) eine
Verbesserung der Parkmöglichkeiten für private Fahrräder durch die Errichtung einer
Fahrradstation. Damit spricht sich an allen drei Standorten ein erheblicher Anteil der
Befragten für zusätzliche, sichere Abstellmöglichkeiten für private Fahrräder aus.
Nachfolgend werden die Planungen der Standorte kurz vorgestellt.
Brehmstraße
Die Planung sieht vor, auf Höhe der Brehmstraße 29 eine niedrige Abstellanlage zu
errichten. Ziel der Planung ist die Schaffung sicherer und witterungsgeschützter
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die geplante Anlage soll über insgesamt zwölf buchbare
Fahrradstellplätze verfügen.
Der Seitenraum soll durch den Rückbau der vorhandenen Poller und die Nutzung von zwei
Längsparkplätzen neu gegliedert werden, um die gewonnene Fläche für die Aufstellung der
Fahrradstation zu nutzen. Der Oberbau wird mit Betonsteinplatten (30/30/8, grau,
Reihenverband) ausgeführt. Die Abstellanlage wird auf einer Grundfläche von ca. 7,78 m ×
2,20 m errichtet. Erforderliche Ausstattungselemente, wie beispielsweise eine
Zähleranschlusssäule, werden in die Planung integriert. Seite 3
Mathildenstraße
Im Seitenraum der Grunerstraße soll eine Fahrradabstellanlage errichtet werden. Ziel der
Planung ist es, die derzeit ungeordneten Abstellmöglichkeiten zu bündeln und sichere sowie
witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen.
Die Planung sieht vor, die Fläche der bestehenden Fahrradbügel des Typs VRR zu nutzen.
Hierzu werden die Fahrradbügel und die angrenzenden Poller zurückgebaut. Die gewonnene
Fläche wird aufgepflastert und der Oberbau mit Betonsteinplatten (30/30/8, grau,
Reihenverband) ausgeführt. Die niedrige Fahrradabstellanlage soll über acht buchbare
Fahrradstellplätze verfügen und wird unter Berücksichtigung der vorhandenen
Wegebeziehungen und angrenzenden Verkehrsflächen positioniert. Die Abstellanlage wird
mit einer Grundfläche von ca. 5,20 m × 2,20 m hergestellt. Ergänzend hierzu sind im
Seitenraum der Mathildenstraße fünf weitere Fahrradanlehnbügel des Typs CMD mit zehn
Stellplätzen vorgesehen. Angrenzend wird eine Reparaturstation integriert. Die im Bestand
vorhandenen Fahrradbügel des Typs VRR im Bereich der Grunerstraße 66 a werden durch
Fahrradanlehnbügel des Typs CMD ersetzt.
Weseler Straße
Im Seitenraum der Speldorfer Straße, auf Höhe der Hausnummer 1, ist die Errichtung einer
niedrigen Fahrradabstellanlage vorgesehen. Ziel der Planung ist die Schaffung sicherer und
witterungsgeschützter Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die geplante Anlage soll über
insgesamt acht buchbare Fahrradstellplätze verfügen.
Hierzu werden die bestehenden Fahrradbügel des Typs VRR mit fünf Stellplätzen
zurückgebaut. Auf der gewonnenen Fläche soll eine niedrige Fahrradabstellanlage mit acht
Stellplätzen errichtet werden. Ergänzend hierzu sind drei neue Fahrradanlehnbügel des Typs
CMD mit sechs Stellplätzen vorgesehen, um zusätzliche Abstellmöglichkeiten zu schaffen.
Der Oberbau wird mit Betonsteinplatten (30/30/8, grau, Reihenverband) ausgeführt. Die
Abstellanlage hat eine Grundfläche von ca. 5,20 m × 2,20 m. Die Positionierung der Anlage
erfolgt unter Berücksichtigung der Sichtachsen des vorhandenen Straßenraums.
Zeitplan
Die Fahrradstationen sollen zwischen Oktober und November 2026 in Betrieb genommen
werden.
Finanzplan
Die Kosten für die Planung und Errichtung der Fahrradstationen Brehmstraße,
Mathildenstraße und Weseler Straße betragen 286.000 Euro netto und werden aus Mitteln
des Amtes für Verkehrsmanagement finanziert.
Anlagen:
Anlage 1 - Lageplan S_1365-102 P+D
Anlage 2 - Lageplan S_1803-108 P+D
Anlage 3 - Lageplan S_2848-102 P+D