Bezirksvertretung Informationsvorlage Aktenzeichen BV4/140/2026

Düsseldorf stellt Maßnahmen gegen Vögel in öffentlichen Abfallbehältern vor

Amtlicher Titel: Maßnahmen gegen das Herausziehen von Müll aus öffentlichen Abfallbehältern durch Vögel

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Pariser Straße 41 · Stadtbezirk 4 (Oberkassel)örtlicher Bezug 1Dokument 27. August 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Die Stadt tauscht in Grün‑ und Parkanlagen die bisherigen 50‑ bis 100‑Liter‑Behälter gegen 100‑Liter‑Behälter aus, um den Füllstand zu senken. In stark frequentierten Bereichen werden im Sommer 120‑Liter‑Saisontonnen mit Deckel aufgestellt. Für besonders betroffene Standorte, z. B. am Spielplatz Steffenstraße, wurden 2025 neue gewölbte Hauben getestet – sie hindern Vögel, erschweren aber den Einwurf und verstopfen leichter. Weitere Kontrollen werden in den kommenden Wochen durchgeführt, ein flächendeckender Einsatz der Hauben ist nicht geplant.

Warum wichtig

Bürger:innen profitieren von weniger Vögel‑verschmutztem Müll, saubereren Parks und weniger Geruchsbelästigung, müssen jedoch ggf. den Müll etwas genauer einwerfen.

Die Details

  • Bisherige Behälter: 50–100 l Volumen, offene Deckel.
  • Austausch: Alle 100‑l‑Behälter werden sukzessiv installiert, um den Füllstand zu senken.
  • Saisontonnen: 120 l‑Deckelbehälter im Sommer an stark frequentierten Stellen.
  • Neue Hauben: Gewölbte Deckel mit Frontöffnung, pilot 2025, nur an problematischen Standorten (z. B. Spielplatz Steffenstraße).
  • Pilot‑Ergebnis: Vögel werden abgehalten, aber Hauben verstopfen leichter und erschweren den Einwurf, was zu Müll auf dem Boden führen kann.
  • Kontrolle: Weiteres stichprobenhaftes Monitoring, mögliche Deckeltausch‑ oder Volumenerhöhung nach Auswertung.
  • Beteiligte: Bezirksverwaltungsstelle 4, Amt für Umwelt‑ und Verbraucherschutz, AWISTA Kommunal GmbH.

Einordnung

Die Maßnahmen betreffen alle öffentlichen Grün‑ und Parkanlagen im Bezirk 4 und sollen die Sauberkeit sowie den Hygienestandard in den Parks verbessern, ohne dass flächendeckend neue Deckel installiert werden.

Hintergrund

Offene Abfallbehälter ziehen Vögel an, die das Müllmaterial herausziehen. Das führt zu Verschmutzung, Geruchsbelästigung und Hygieneproblemen in öffentlichen Bereichen.

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Beschluss & Empfehlung

  • Die Örtlichkeit wurde am 18.08.2026 kontrolliert. Im Ergebnis konnte - zumindest zum
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Dokumenttexte

Informationsvorlage BV als Text anzeigen
BV4/140/2026 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Maßnahmen gegen das Herausziehen von Müll aus öffentlichen Abfallbehältern durch Vögel Amt / Institut: Bezirksverwaltungsstelle 4 Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Bezirksvertretung 407.10.2026Kenntnisnahme Sachdarstellung: Hinsichtlich des Beschlusses der Bezirksvertretung 4 vom 08.07.2026 nimmt das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz wie folgt Stellung: Die Verwaltung steht in engem Austausch mit der AWISTA Kommunal GmbH, um Entsorgungsmöglichkeiten zu optimieren und auf spezielle Anforderungen reagieren zu können. Hierbei fließen auch vielfältige Erfahrungen aus dem Austausch mit anderen Kommunen und Entsorgungsunternehmen ein. Das Plündern und Verteilen von Abfällen aus Papierkörben durch Vögel ist ein bekanntes Phänomen, das die Kommunen - wenn auch nur punktuell - immer wieder vor Herausforderungen stellt. Grundsätzlich werden in den Düsseldorfer Grün- und Parkanlagen Abfallbehälter mit einem Volumen von 50 bis 100 Litern und Hängebehälter verwendet. Im Rahmen der Stadtsauberkeitsoffensive werden sukzessiv alle Abfallbehälter in den Anlagen durch Behälter mit einem Volumen von 100 Litern ausgetauscht, sodass der Füllstand der Behälter niedriger und der Abfall damit nicht mehr oder zumindest nicht mehr so leicht durch Vögel zu erreichen ist. Des Weiteren werden, insbesondere in den Sommermonaten in stark frequentierten Bereichen, sogenannte Saisontonnen mit Deckel und einem Volumen von 120 Litern aufgestellt, um sämtlichen wildlebenden Tieren das Herankommen an Abfälle zu erschweren. Zudem werden die Grün- und Parkanlagen regelmäßig durch die Reinigungskolonnen sowohl unter der Woche, als auch an den Wochenenden gereinigt und die Abfallbehälter geleert. Sollten sich hierbei Standorte mit einem erhöhten Reinigungsbedarf herauskristallisieren, werden die Intervalle temporär angepasst. Die im Düsseldorfer Stadtgebiet aktuell im öffentlichen Straßenraum vorhandenen Standpapierkorbmodelle sind nicht mit vollständig schließenden Deckeln ausgestattet und dafür auch nicht geeignet. Die aktuellen Behälterdeckel schränken durch ihre verengten Einwurf-Öffnungen bereits die Entnahme von Abfällen durch Vögel oder auch Verwehungen stark ein. Gleiches gilt für die o.g. Behältermodelle des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes, die z.B. auf Spielplätzen und in Parkanlagen stehen. Wenngleich eine komplette physische Barriere wie ein geschlossener Deckel einen einfachen Schutz vor dem Zugriff durch Vögel darstellen könnte, ist eine etwaige Um-, bzw. Nachrüstung der Papierkörbe aktuell nicht vorgesehen. Dies unter anderem, da Behälter mit Deckel den Nachteil haben, dass sie zum Befüllen angefasst werden müssen. Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Mitmenschen dies als unhygienisch erachten, von einer Nutzung absehen und die Abfälle deshalb auf oder neben den Behältern entsorgen. Darüber hinaus haben sich bewegliche Deckel im Unterhalt als wartungs- und somit kostenintensiv gezeigt und sind nicht zuletzt auch anfälliger für Vandalismus. Vor diesem Hintergrund wird es wohl auch künftig, abgesehen von den örtlich und zeitlich begrenzt eingesetzten Saisontonnen, keine Papierkörbe mit Deckel geben. Für Hängepapierkörbe hat die Stadtverwaltung jedoch in Zusammenarbeit mit der AWISTA Kommunal GmbH und einem Hersteller von Abfallbehältnissen im öffentlichen Raum erst jüngst eine neue Deckel-/Einwurfvariante entwickelt. Diese Hauben sind oben gewölbt und die Einwurf-Öffnungen zeigen nach vorne, was unter anderem Vögeln das Plündern der Abfälle erschweren soll. 2025 gingen die neuen Hauben in einem Pilottest an den Start. Hierbei hat sich gezeigt, dass sie grundsätzlich gegen plündernde Vögel geeignet sind, die bauliche Optimierung zum Schutz vor Vögeln aber auch unerwünschte Begleiterscheinungen mit sich bringt. So sind die neuen Hauben störungsanfälliger für ein Verstopfen als der bisherige flache Deckel und der gewollte Einwurf von Abfällen ist nicht so barrierefrei möglich wie bisher, durch einfaches „von oben fallen lassen" von allen Seiten des Behälters, da bei diesem Deckel der Einwurf schräg horizontal erfolgt und die Öffnung nur von vorne zugänglich ist. Dies hat zur Folge, dass manche Menschen ihren Müll schlichtweg auf den Boden rund um den Behälter fallen lassen. Unter diesen Gesichtspunkten werden die neuen Hauben daher nicht großflächig im gesamten Stadtgebiet eingesetzt, sondern gezielt nur an einzelnen Standorten, an denen die Nachteile durch „plündernde" Vögel, die zu erwartenden negativen Begleiterscheinungen durch menschliches Fehlverhalten, deutlich überwiegen. Dem Antrag war als konkrete Örtlichkeit nur das Umfeld des Spielplatzes an der Steffenstraße zu entnehmen. Die Örtlichkeit wurde am 18.08.2026 kontrolliert. Im Ergebnis konnte - zumindest zum Zeitpunkt der Sichtung - an keinem der 4 vorhandenen Hängepapierkörbe eine Überquelloptik, herumfliegender Abfall oder plündernde Vögel festgestellt werden (siehe beigefügte Fotos unten). Das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz wird den Bereich aber in den kommenden Wochen weiterhin stichprobenartig kontrollieren und prüfen, ob und ggf. welche Maßnahmen (Deckeltausch oder Volumenerhöhung) an diesen Stellen zielführend erscheinen und in Betracht kommen. Wenn der Bezirksvertretung/-verwaltung weitere konkrete Behälterstandorte bekannt werden, an denen es regelmäßig zu Beeinträchtigungen durch plündernde Vögel kommt, nimmt das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz diese zur Prüfung gerne entgegen. Seite 2 Behälter 1: Behälter 2: Seite 3 Behälter 3 (aus beiden Perspektiven, analog zu Fotos im Antrag) Behälter 4 (analog zu Foto in Antrag) Seite 4

KI-gestützt aufbereitet am 24. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV4/140/2026