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RAT/415/2024
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Düsseldorf, 05.12.2024
Ratsfraktionen - CDU / Bündnis 90 Die Grünen
An
Herrn Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Ratssitzung am 12.12.2024
Betrifft:
Haushaltsantrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Humanitäre Sprechstunde für Obdachlose: Erweiterung um ein psychiatrisches
Versorgungsangebot
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten Sie, folgenden Haushaltsantrag auf die Tagesordnung zu setzen und
abstimmen zu lassen.
Antrag:
Der Rat beschließt, im Produkt 4141401 - Gesundheitsschutz und -pflege -
Haushaltsmittel in Höhe von jeweils 64.000 Euro in den Haushaltsjahren 2025 und
2026 bereitzustellen.
Mit diesen Haushaltsmitteln soll der kommunale Eigenanteil an einer
Anschubförderung aus dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zur
Erweiterung der humanitären Sprechstunde für Obdachlose um ein psychiatrisches
Versorgungsangebot finanziert werden.
Die Verwaltung wird vor diesem Hintergrund beauftragt,
1. die entsprechenden Bundes-Fördermittel aus dem Pakt für den ÖGD zu
beantragen,
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2. die zur vorgenannten Erweiterung der humanitären Sprechstunde benötigten
personellen Ressourcen im Umfang von drei Stellen im Sozialpsychiatrischen
Dienst einzurichten (1 Stelle Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und
2 Stellen psychiatrische Fachkrankenpflege) und
3. vor der politischen Sommerpause im Jahr 2026 über Erfahrungen, Ergebnisse
und Perspektiven dieses zusätzlichen Angebotes im Ausschuss für Gesundheit
und Soziales (AGS) zu berichten (Evaluation).
Darüber hinaus beschließt der Rat, für die Jahre 2027 und 2028 jeweils 274.000 Euro
für eine Anschlussfinanzierung der einzurichtenden Stellen nach Wegfall der
Fördermittel aus dem Pakt für den ÖGD in die mittelfristige Finanzplanung
aufzunehmen.
Begründung:
Mehr als zwei Drittel aller Obdachlosen leiden unter einer behandlungsbedürftigen
psychischen Störung. Aufgrund der Symptomatik, des Krankheitsverlaufs und der
mangelnden Inanspruchnahme des Hilfesystems können diese Menschen häufig nicht
ausreichend über die therapeutischen Regelangebote versorgt werden.
Die Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen nicht zuletzt
aufgrund der Entwicklungen in der Obdachlosenszene und entsprechender
Rückmeldungen des Gesundheitsamtes und der freien Träger der Obdachlosenhilfe
einen Bedarf dafür, die Angebote für Obdachlose mit psychischen Erkrankungen zu
stärken.
Hierbei bietet es sich an, die bereits sehr erfolgreiche humanitäre Sprechstunde für
Obdachlose im Gesundheitsamt um ein psychiatrisches Angebot zu erweitern. Dieses
Angebot ist bisher bereits allgemeinärztlich, internistisch und kardiologisch
ausgerichtet.
Über den Pakt für den ÖGD besteht die Möglichkeit, Fördermittel abzurufen, mit
denen zusätzliche personelle Kapazitäten in den Gesundheitsämtern u. a. für Hilfen
für Obdachlose mit psychischen Erkrankungen finanziert werden können
(Anschubfinanzierung für 2025 und 2026).
Wir wollen deshalb mit diesem Antrag die Verwaltung beauftragen, entsprechende
Fördermittel zu beantragen und die erforderlichen personellen Ressourcen im
Gesundheitsamt für die Erweiterung der humanitären Sprechstunde für Obdachlose
um ein psychiatrisches Versorgungsangebot zu schaffen.
Folgende Stellen sollen für das Vorhaben im Sozialpsychiatrischen Dienst des
Gesundheitsamtes eingerichtet werden:
1 Stelle Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (EG 15): 120.000 Euro
2 Stellen psychiatrische Fachkrankenpflege (EG 9): 154.000 Euro
Gesamtkosten pro Jahr: 274.000 Euro
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abzüglich Fördermittel: 210.000 Euro
ergibt einen kommunalen Eigenanteil (pro Jahr): 64.000 Euro
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Tups Mirja Cordes Dr. Frank Schulz
f. d. R.
Heike Kuhn Stephan Soll
Thema Produkt/
Maßnahme
Zeile Konto Haushaltsjahr
Beträge in Euro
Verbesserung (+) / Verschlechterung (-)
Gesundheitsschutz
und -pflege