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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 24. August 2006
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von einer außerplanmäßigen Zahlung in zweistelliger Millionenhöhe über eine soziale Einmalzahlung bis zu Planungen für die Abwasserinfrastruktur. Während diese Finanz- und Infrastrukturpunkte ohne Gegenstimmen beschlossen wurden, verliefen die Entscheidungen zu Grundschulbezirken und Sonntagsöffnungen entlang politischer Konfliktlinien.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Genehmigung einer gemäß § 60 GO NRW getroffenen dringlichen Entscheidung: Ablösung der Restsumme des von der Stadt Düsseldorf an die Rheinische Zusatzversorgungskasse Köln zu zahlenden Nachteilsausgleiches
Der Rat genehmigte die umgehende Ablösung einer Restforderung der Rheinischen Zusatzversorgungskasse Köln von 30.538.729,24 Euro, Stand 30. Juni 2006. Der Kämmerer wurde ermächtigt, den vollständigen Betrag überplanmäßig im Sammelnachweis 1 und im Sammelnachweis ARGE bereitzustellen.
Zu der Vorlage gab es keine Wortmeldungen. Der Rat genehmigte die zuvor dringlich getroffene Entscheidung ohne Gegenstimme oder Enthaltung.
Die Entscheidung band außerplanmäßig einen zweistelligen Millionenbetrag des städtischen Haushalts. Sie betraf die vollständige und umgehende Ablösung der verbliebenen Forderung.
Vorlage 01/211/06 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 35
Aufhebung der Schulbezirke für die städtischen Grundschulen
Der Rat beschloss, die Schulbezirke der städtischen Grundschulen bereits zum 1. August 2007 aufzuheben. Damit wurde zugleich die seit 1969 bestehende Rechtsverordnung über die Schulbezirksgrenzen aufgehoben.
Grüne und SPD warnten vor Problemen bei Anmeldungen, Schulorganisation und Erreichbarkeit; ein grüner Antrag gegen die vorzeitige Aufhebung scheiterte. Die Vorlage erhielt die Stimmen von CDU, FDP und Ratsherrn Reichert; dagegen stimmten Grüne, SPD sowie die Ratsmitglieder Kahl, Laubenburg, Lemmer und Krüger.
Der Beschluss betraf die Zuordnung von Kindern zu sämtlichen städtischen Grundschulen. Die vorgezogene Umsetzung berührte unmittelbar die Planungen von Eltern, Schulleitungen und Schulträger.
Vorlage 01/202/06 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 65
Genehmigung einer gemäß § 60 GO NRW getroffenen dringlichen Entscheidung: Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH RZVK - Lohnsteuerpflicht des Nachteilsausgleiches Ablösung des Nachteilsausgleiches durch Einmalzahlung
Der Rat genehmigte einen Zuschuss von 284.000 Euro an die Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH zur Ablösung des Nachteilsausgleichs durch eine Einmalzahlung. Zugleich sollte der geplante städtische Zuschuss in den Jahren 2007 bis 2015 jeweils um 48.165 Euro gekürzt werden.
Eine inhaltliche Debatte wurde nicht dokumentiert. Die zuvor dringlich getroffene Entscheidung wurde ohne Gegenstimme, Enthaltung oder Nichtteilnahme genehmigt.
Die Stadt stellte die Finanzierung des Nachteilsausgleichs von laufenden Beträgen auf eine sofortige Zahlung um. Dadurch veränderte sich zugleich die vorgesehene Förderung der Jugendberufshilfe über neun Haushaltsjahre.
Vorlage 01/218/06 · Nachweis: TOP 13, PDF-Seite 35
Beckenanlage Heidelberger Straße mit Zulaufsammlern / Sanierung des Pumpenwerkes "Am Straußenkreuz" - Grundsatzbeschluss -
Der Rat beauftragte die Verwaltung mit der Planung der Beckenanlage Heidelberger Straße einschließlich der Zulaufsammler und der Sanierung des Pumpwerks Am Straußenkreuz. Außerdem sollte die Verwaltung einen Kostenanschlag erstellen; ein Bauauftrag oder eine Bausumme wurde noch nicht beschlossen.
Der Beschluss fiel ohne Berichterstattung, Fragen oder weitere Debatte einstimmig.
Damit gelangte das Vorhaben für die Abwasserinfrastruktur in die konkrete Planungs- und Kostenermittlungsphase. Über die Ausführung entschied der Rat mit diesem Beschluss noch nicht.
Vorlage 60/073/06 · Nachweis: TOP 6, PDF-Seite 32
Freigabe verkaufsoffener Sonntage im Jahr 2006
Der Rat gab den 29. Oktober 2006 von 13 bis 18 Uhr im nahezu gesamten Stadtgebiet als verkaufsoffenen Sonntag frei; ausgenommen waren Kaiserswerth, Derendorf, Pempelfort und Eller. Für Derendorf und Pempelfort wurde zusätzlich der 12. November 2006 von 13 bis 18 Uhr freigegeben.
Ratsherr Laubenburg von der Linken Liste lehnte Sonntagsöffnungen grundsätzlich ab, verwies auf die Belastung der Beschäftigten und kritisierte das Verfahren mit mehreren Einzelvorlagen. Die Freigabe erhielt eine Mehrheit aus CDU, FDP, Oberbürgermeister, Ratsherrn Reichert sowie großen Teilen von SPD und Grünen; mehrere Mitglieder beider Fraktionen und weitere Ratsmitglieder stimmten dagegen.
Die Entscheidung bestimmte konkrete zusätzliche Arbeits- und Einkaufszeiten in großen Teilen des Stadtgebiets. Zugleich machte die Abstimmung unterschiedliche Positionen innerhalb von SPD und Grünen sichtbar.
Vorlage 01/189/06 · Nachweis: TOP 7, PDF-Seite 32
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.