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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 9. November 2006
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband unmittelbar wirksame soziale Leistungen mit langfristiger Verkehrs- und Stadtplanung. Während die zusätzlichen Erziehungshilfen und die Lernmittelbefreiung breite Zustimmung fanden, verliefen die Entscheidungen zu Verkehr, Friedhofsgebühren und Schulorganisation gegen politische Gegenstimmen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Bereitstellung überplanmäßiger Mittel im Deckungsring Hilfen zur Erziehung (UA 4550/4560)
Der Rat stellte einstimmig 5,1 Millionen Euro überplanmäßig für Hilfen zur Erziehung bereit. Bei einem ausgewiesenen Gesamtansatz von 47,097 Millionen Euro entfiel der Mehrbedarf auf ambulante Hilfen, Eingliederungshilfen sowie stationäre Unterbringungen von Minderjährigen und Volljährigen.
Ratsherr Laubenburg stellte infrage, ob zusätzliche Prüf- und Genehmigungswege Hilfen verzögerten und Kostenfragen zu stark gewichteten. Die Verwaltung wies dies zurück und versicherte, die Entscheidungsstrukturen führten nicht zu Verzögerungen; anschließend stimmte der Rat geschlossen zu.
Der Beschluss sicherte die Finanzierung gesetzlicher und fachlicher Hilfen für Kinder, junge Erwachsene und Familien trotz gestiegener Ausgaben. Zugleich machte die Debatte den Konflikt zwischen Ausgabenkontrolle und schneller Hilfe sichtbar.
Vorlage 51/150/06 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 30
Verkehrsentwicklungsplan 2020 - Stellungnahmen zum Entwurf des Zielkonzeptes und Beschluss -
Der Rat beschloss den Verkehrsentwicklungsplan 2020 und beauftragte die Verwaltung, die vorgesehenen Maßnahmen im Rahmen der verfügbaren Mittel zu konkretisieren und umzusetzen. Vor jeder Einzelmaßnahme musste der zuständige Fachausschuss erneut beteiligt werden; vorgesehen waren außerdem Berichte alle zwei Jahre und eine Überprüfung der Annahmen spätestens alle fünf Jahre.
Die SPD kritisierte eine aus ihrer Sicht zu starke Orientierung am Straßenbau und fehlende Priorität für den öffentlichen Verkehr; die CDU verteidigte eine am tatsächlichen Bedarf ausgerichtete Verkehrspolitik. CDU, FDP und Ratsherr Krüger stimmten zu, SPD, Grüne, Kahl, Laubenburg und Lemmer dagegen; Enthaltungen gab es nicht.
Der Plan setzte den strategischen Rahmen für die weitere Verkehrspolitik, entschied aber noch nicht abschließend über einzelne Projekte. Gerade deren Finanzierung und Gewichtung zwischen den Verkehrsarten blieben politisch umstritten.
Vorlage 66/148/06 · Nachweis: TOP 19, PDF-Seite 39
Neufestsetzung der Gebührentarife zur Gebührensatzung für die Friedhöfe der Landeshauptstadt Düsseldorf
Der Rat beschloss die Neufestsetzung der Friedhofsgebührentarife einschließlich der Kalkulationsgrundlagen. Ein SPD-Antrag für eine neue Satzung ohne Tariferhöhungen sowie ein Antrag der Ratsmitglieder Kahl und Laubenburg wurden zuvor abgelehnt.
Die SPD wandte sich gegen höhere Gebühren und verwies auf die verbesserte Finanzlage der Stadt. Kahl und Laubenburg verlangten eine andere Berücksichtigung der aus städtischen Mitteln zu finanzierenden Grünflächen; CDU, FDP, Oberbürgermeister und Grüne trugen schließlich die Verwaltungsvorlage, während SPD, Lemmer, Kahl und Laubenburg dagegen stimmten und Krüger sich enthielt.
Die Entscheidung wirkte sich unmittelbar auf die von Friedhofsnutzern zu zahlenden Tarife aus. Der Streit drehte sich zugleich um die Frage, welchen Anteil der Friedhofskosten die Allgemeinheit und welchen die Gebührenzahler tragen sollten.
Vorlage 70/038/06 · Nachweis: TOP 18, PDF-Seite 34
Schulorganisatorische Maßnahme an der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Mettmanner Straße
Der Rat beschloss die schrittweise Auflösung der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Mettmanner Straße zum 1. August 2006. Neue Eingangsklassen wurden nicht mehr gebildet; vorhandene Klassen sollten so lange am Standort bleiben, wie dies pädagogisch und organisatorisch vertretbar war.
Eine Aussprache fand nicht statt. Kahl und Laubenburg stimmten gegen die Vorlage, Lemmer und Volkenrath enthielten sich; alle übrigen Ratsmitglieder stimmten zu.
Der Beschluss beendete die Neuaufnahme an einem städtischen Schulstandort, ließ den bereits eingeschulten Kindern aber einen zeitlich begrenzten Verbleib. Damit hatte er unmittelbare Folgen für die örtliche Schulorganisation.
Vorlage 40/102/06 · Nachweis: TOP 23, PDF-Seite 23
Eigenanteil zu den Lernmittelkosten
Der Rat beschloss eine Satzung, die Düsselpass-Inhaber vom Eigenanteil zu den Lernmittelkosten befreite. Über eine konkrete Höhe der Entlastung enthielten die vorliegenden Sitzungsangaben keine Aussage.
Der Beschluss fiel ohne Debatte und einstimmig.
Die Stadt übernahm damit für eine klar bestimmte Gruppe einen Kostenanteil schulischer Lernmittel. Die Entscheidung war eine unmittelbare soziale Entlastung und keine bloße Prüf- oder Planungsabsicht.
Vorlage 40/116/06 · Nachweis: TOP 8, PDF-Seite 20
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.