Anfrage Die Linke Aktenzeichen RAT/262/2026

Anfrage der Ratsfrau Marmulla: Aktive Bekämpfung von Mietpreisüberhöhungen nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz (WiStrG)

Schriftliche Antwortdokumente zugeordnet Unterlagen und Sitzungstermine werden unter dieser bestehenden Adresse fortgeschrieben.
2Dokumente 28. April 2026veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage, nicht aus einer Feststellung der Verwaltung. Zugeordnete und geprüfte Antworttexte stehen gesondert auf dieser Seite.

Die Fragen der Anfrage

  1. Wurde die Ahndung von Mietwucher als Ordnungswidrigkeit durch die Zuweisung der Zuständigkeit im § 2 PreisZustVO NRW an die Kommunen auch für die Stadt Düsseldorf zur rechtsverbindlich umzusetzenden Aufgabe?

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 28. April 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Amtliche Inhalte · RAT/262/2026

Das antwortet die Verwaltung

Hier lesen Sie den vollständigen ausgelesenen Text der zugeordneten Dokumente, keine neu erzeugte Zusammenfassung. Die Angaben beschreiben den damaligen Stand und belegen keine spätere Umsetzung.

Antwort der Verwaltung

Dateidatum im RIS: 30.04.2026 · Amtliches Original (PDF)

RAT/262/2026 Beigeordnete Zuschke Anfrage des Ratsmitglieds Julia Marmulla zur Aktiven Bekämpfung von Mietpreisüberhöhungen nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz (WiStrG) zur Sitzung des Rates am 07.05.2026 Das Amt für Wohnungswesen beantwortet die Fragen wie folgt:

Frage 1:

Wurde die Ahndung von Mietwucher als Ordnungswidrigkeit durch die Zuweisung der Zuständigkeit im § 2 PreisZustVO NRW an die Kommunen auch für die Stadt Düsseldorf zur rechtsverbindlich umzusetzenden Aufgabe?

Antwort:

Die Zuständigkeitszuweisung in § 2 der Preis-Zuständigkeitsverordnung Nordrhein- Westfalen (PreisZustVO NRW) begründet grundsätzlich auch für die Stadt Düsseldorf die Aufgabe, Ordnungswidrigkeiten nach § 5 Wirtschaftsstrafgesetz (WiStrG) zu verfolgen. Es handelt sich hierbei um eine kommunale Aufgabe im übertragenen Wirkungskreis. Die Wahrnehmung dieser Zuständigkeit erfolgt im Rahmen der bestehenden rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten sowie unter Berücksichtigung der verfügbaren personellen und organisatorischen Ressourcen.

Frage 2:

In welchem Umfang hat die Verwaltung seit der Neufassung der PreisZustVO NRW bereits Verfahren zur Ahndung von Mietpreisüberhöhungen nach § 5 WiStrG eingeleitet? (Wenn nicht, dies bitte begründen.)

Antwort:

Seit der Neufassung der PreisZustVO NRW hat die Verwaltung insgesamt 30 erste Verfahren zur Prüfung von Mietpreisüberhöhungen nach § 5 WiStrG eingeleitet. Es zeigt sich jedoch, dass die überwiegende Anzahl dieser Verfahren mangels ausreichender Mitwirkung der betroffenen Mieterinnen und Mieter bislang nicht zum Abschluss gebracht werden kann. Insbesondere fehlen häufig die für eine rechtssichere Verfahrensführung erforderlichen individuellen Angaben und Nachweise, sodass eine belastbare Feststellung der tatbestandlichen Voraussetzungen erschwert ist.

Frage 3:

Welche konkreten Schritte (beispielsweise die Entwicklung eines Bußgeldkatalogs) plant die Verwaltung, um ihre Datenhoheit (Mietspiegel, Wohnungsmarktbeobachtung, Leerstandsquoten) und die genannten Möglichkeiten des Wirtschaftsstrafrechts und des Ordnungswidrigkeitsrechts in Verbindung mit der Strafprozessordnung systematisch zur Gewinnabschöpfung bei überhöhten Mieten einzusetzen? (Wenn keine, bitte begründen.)

Antwort:

Die Verwaltung arbeitet daran, die vorhandenen Instrumente im Rahmen des Ordnungswidrigkeitenrechts weiter zu operationalisieren. Ziel ist es insbesondere, Verfahren so auszugestalten, dass sie bei entsprechender Mitwirkung der Betroffenen tragfähig geführt werden können. In diesem Zusammenhang wird angestrebt, geeignete Fälle im Rahmen von Bußgeldverfahren konsequent weiterzuverfolgen und - sofern Einspruch eingelegt wird - auch einer gerichtlichen Klärung vor dem Amtsgericht zuzuführen. Dadurch soll mittelfristig eine höhere Rechtssicherheit hinsichtlich der Verfahrensweise und der Anforderungen an den Nachweis von Mietpreisüberhöhungen erreicht werden. Bußgeldkataloge werden zu Verfahrensvereinfachung insbesondere bei Massenverfahren wie Verkehrsordnungswidrigkeiten angewandt. Bei Verfahren nach § 5 WiStrG hingegen ist beabsichtigt, die individuelle Schwere der Tat bei der Festsetzung der Bußgeldhöhe in den Fokus zu nehmen. Cornelia Zuschke

Bei Tabellen und abweichender Lesereihenfolge ist das Original-PDF maßgeblich. Die Zuordnung einer Antwort bestätigt nicht, dass jede Frage vollständig geklärt ist.

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Vorgang · RAT/262/2026

Antwort und Verlauf an einem Ort

Ein schriftliches Antwortdokument ist dieser Vorlage eindeutig zugeordnet. Den vollständigen ausgelesenen Text finden Sie im Inhaltsbereich dieser Seite.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt. Die Zuordnung einer Antwort bestätigt nicht, dass jede Frage vollständig geklärt ist.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Anfrage · Vorlagendatum im Ratsinformationssystem

  2. Schriftliche Antwort

    Antwort der Verwaltung · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 4.21

    Rat. Amtlicher Vermerk: „schriftlich beantwortet“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/262/2026