Das Wichtigste
Die SPD/Volt‑Fraktion hat im Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung eine Anfrage gestellt. Sie verlangt die Ergebnisse des Bundesförderprogramms „Junges Wohnen“ für die Landeshauptstadt Düsseldorf. Ziel ist, Aufschluss darüber zu bekommen, wie das Programm zur Beendigung von „Hotel Mama“ beiträgt. Die Stadtverwaltung muss die entsprechenden Daten bereitstellen.
Warum wichtig
Bürger:innen erhalten Klarheit darüber, welche Mittel bereits eingesetzt wurden und ob das Programm tatsächlich den Auszug aus dem Elternhaus unterstützt.
Einordnung
Die Anfrage betrifft die Transparenz eines bundesweiten Förderprogramms, das jungen Menschen den Weg in eine eigene Wohnung erleichtern soll. Sie ist für alle Düsseldorfer*innen relevant, die auf staatliche Unterstützung beim Auszug aus dem Elternhaus hoffen.
Hintergrund
Das Bundesprogramm „Junges Wohnen“ stellt finanzielle Mittel bereit, um jungen Menschen den Erwerb oder die Anmietung einer eigenen Wohnung zu ermöglichen. Der umgangssprachliche Ausdruck „Hotel Mama“ bezeichnet das Wohnen bei den Eltern über das übliche Alter hinaus. Die Anfrage soll zeigen, wie effektiv das Förderprogramm in Düsseldorf wirkt.
Beschluss & Empfehlung
- Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion: Schluss mit Hotel Mama - Ergebnisse des
- gibt es bereits Auswertungen zum Förderergebnis für die Förderjahre 2024 und 2025. In
- der Position „Wohnplätze" sind die Förderergebnisse für das Zielgruppenwohnen für
Verfahrensstand
Beratungsweg
Originale durchsuchen
Dokumenttexte
Anfrage als Text anzeigen
AWM/041/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 29.09.2026
Ratsfraktion SPD/Volt
An Ratsherr
Dr. Frank Schulz
Vorsitzender des Ausschusses für Wohnungswesen
und Modernisierung der Landeshauptstadt Düsseldorf
Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für
Wohnungswesen und Modernisierung am 12.10.2026
Betrifft:
Anfrage der SPD/Volt-Ratsfraktion: Schluss mit Hotel Mama - Ergebnisse des
Bundesförderprogramms "Junges Wohnen" in der Landeshauptstadt Düsseldorf
Sehr geehrter Herr Dr. Frank Schulz,
Bildung ist die entscheidende Ressource, um neue Fachkräfte zu gewinnen. Damit
junge Erwachsene aber langfristig in der Landeshauptstadt Fuß fassen und als
Fachkräfte gewonnen werden können, benötigen sie bezahlbaren Wohnraum.
Die Bundesregierung hat diese Notwendigkeit erkannt und fördert seit 2023 mit dem
entsprechenden Sonderprogramm „Junges Wohnen" im Rahmen des sozialen
Wohnungsbaus den Aus-, Neu- oder Umbau neuer bzw. die Modernisierung
bestehender Wohnheimplätze für Auszubildende und Studierende.
Im Zuge der Umsetzung des Förderprogramms durch das Land Nordrhein-Westfalen
gibt es bereits Auswertungen zum Förderergebnis für die Förderjahre 2024 und 2025. In
der Position „Wohnplätze" sind die Förderergebnisse für das Zielgruppenwohnen für
Menschen mit Behinderungen, Auszubildende und Studierende zusammengefasst. Im
Förderjahr 2024 wurden auf Landesebene somit 608 Wohnplätze neu gebaut und 675
Wohnplätze modernisiert. Für das Förderjahr 2025 beläuft sich die Zahl der bewilligten
Förderungen im Wohnplatzneubau auf insgesamt 1.264, während die Modernisierungen
lediglich 316 Wohnplätze umfassten.
Die Beteiligung der Landeshauptstadt Düsseldorf am Förderergebnis beschränkte sich
hingegen auf den Neubau von Wohnplätzen. Dabei wurden 16 Wohnplätze im Jahr
2024 und 25 Wohnplätze im Jahr 2025 bewilligt.
Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie im Namen der SPD/Volt-Ratsfraktion, folgende
Anfrage auf die Tagesordnung des Ausschusses für Wohnungswesen und
Modernisierung der Landeshauptstadt Düsseldorf am 12. Oktober 2026 zu nehmen und
von der Verwaltung beantworten zu lassen:
1.Welche konkreten (städtischen) Projekte sind durch das
Bundesförderprogramm „Junges Wohnen" in Düsseldorf förderfähig bzw.
wurden bereits gefördert?
2.Welche Gründe stecken hinter den geringen Abrufzahlen des
Bundesförderprogramm „Junges Wohnen" insbesondere der geringen
Zahl an Modernisierungen im Gebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf?
3.Wie regt die Verwaltung Investor*innen an, geförderte Azubi- und
Studierendenwohnheimplätze mithilfe des Bundesförderprogramms
„Junges Wohnen" zu entwickeln?
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Sabrina Proschmann
Seite 2
KI-gestützt aufbereitet am 2. Oktober 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AWM/041/2026