Informationsvorlage Aktenzeichen AUS/026/2026

Düsseldorf informiert über Hochwasserschutz‑Fortschritte seit 2021

Amtlicher Titel: Sachstandsbericht - 5 Jahre nach dem Hochwasser-Ereignis "Bernd"

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Beratung geplant Nächster Termin am 05.10.2026 bei Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz.
5. Oktober 2026nächster Termin 2Dokumente 10. September 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Die Stadt Düsseldorf hat einen Sachstandsbericht veröffentlicht, der die seit dem Hochwasser im Juli 2021 umgesetzten Maßnahmen zusammenfasst. Dazu gehören das 2024 beschlossene Starkregen‑Handlungskonzept, der Ausbau von Hochwasserschutzmauern, umfangreiche Renaturierungsprojekte und die Weiterentwicklung digitaler Warn‑ und Prognosetools. Mehrere Bauabschnitte sind bereits fertiggestellt, weitere Arbeiten und Tests laufen bis 2029 bzw. 2027.

Warum wichtig

Bürger:innen erhalten verbesserte Schutzmaßnahmen, aktuelle Gefahrenkarten und kostenfreie Starkregen‑Beratung – das erhöht die Sicherheit und das Bewusstsein für zukünftige Extremwetterereignisse.

Die Details

  • Handlungskonzept Starkregen: 2024 beschlossen, Stabsstelle und 21‑köpfiges Aktionsteam eingerichtet.
  • Starkregengefahrenkarte: Drei Szenarien (Index 5, 7, 8) online, Basis für Risikoabschätzungen.
  • Bauarbeiten: 150 m Hochwasserschutzmauer an der Altenbergstraße fertig 2025; Südliche Düssel – Abschnitte 1‑2 bis 2025, Abschnitt 3 bis 2029.
  • Mobile Hochwasserschutz: 1 m Höhe, 1 km Länge; Einsatzübung geplant für Sep 2026.
  • Hochwasser‑Prognosetool: Intern getestet, Laufzeit bis Mai 2027, mögliche dauerhafte Nutzung ab 2027.
  • Digitale Pegel: Modernisierung 2022, automatisierte Messungen, Warnungen per E‑Mail an Einsatzkräfte.
  • Informationsangebote: Kostenfreie Starkregen‑Beratung, neue Webseiten und Broschüren zu Hochwasser‑ und Starkregen‑Themen.

Einordnung

Der Bericht ist ein reines Informationsdokument, das die laufenden, abteilungsübergreifenden Hochwasserschutz‑ und Starkregen‑Initiativen der Stadt darstellt und damit viele Bürger:innen in betroffenen Stadtteilen betrifft.

Hintergrund

Starkregen bezeichnet intensive, kurzzeitige Regenfälle, die zu schnellen Überflutungen führen können. Städte setzen deshalb Gefahrenkarten, technische Schutzanlagen und Beratungsangebote ein, um die Resilienz gegenüber solchen Extremereignissen zu erhöhen.

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AUS/026/2026 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Sachstandsbericht - 5 Jahre nach dem Hochwasser-Ereignis "Bernd" Fachbereich: 19 - Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, 05.10.2026Kenntnisnahme Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz Ausschuss für Umwelt-, Klima- 08.10.2026Kenntnisnahme und Verbraucherschutz Bauausschuss13.10.2026Kenntnisnahme Sachdarstellung: Dieser Bericht gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Schutzmaßnahmen nach dem Hochwasser vom Juli 2021. Er zeigt auf, was die Stadtverwaltung beim Starkregenschutz und beim Ausbau der Gewässer bereits erreicht hat. Zudem werden die Fortschritte bei den Einsatzplänen der Rettungskräfte und neuen digitalen Warnsystemen beschrieben. Die Vorlage dient den Ausschüssen zur Kenntnisnahme der bisherigen Ergebnisse. Anlagen: AUS/026/2026_Sachstandsbericht_Hochwasserereignis_Bernd
AUS/026/2026_Sachstandsbericht_Hochwasserereignis_Bernd als Text anzeigen
UNWETTER AM 14.07.2021 UND 15.07.2021 Ausgehend von den Berichten der Stadtverwaltung vom 05.09.2021 (AÖE/055/2021) und 21.11.2022 (AÖE/062/2022) wird im Folgenden der Sachstand zu den durchgeführten Maß- nahmen und Optimierungsansätzen beschrieben. 1. HANDLUNGSKONZEPT STARKREGEN Das kommunale Handlungskonzept zum Starkregenrisikomanagement wurde interdisziplinär in enger Zusammenarbeit zahlreicher Dienststellen und federführend durch den Stadtentwäs- serungsbetrieb Düsseldorf (SEBD) erarbeitet und im Jahr 2024 durch die Verwaltungsspitze beschlossen. Es dient dazu, den aus dem Klimawandel hervorgehenden Wetterextremen in Bezug auf Starkregen langfristig noch besser begegnen zu können. Hierzu sind sowohl plane- rische und technische als auch organisatorische und administrative Maßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung erforderlich. Zu den bereits erfolgten organisatorischen und administrativen Aufgaben des Handlungskon- zeptes gehört neben der Schaffung der Stabsstelle Starkregenkoordination auch die Gründung des ämterübergreifenden Aktionsteams Starkregen. Gemeinsam setzen sie die planerischen und technischen Maßnahmen des Handlungskonzeptes um. Hierzu zählen unter anderem ver- waltungsinterne Risiko- und Betroffenheitsanalysen sowie die Umsetzung von Starkregenvor- sorgemaßnahmen im öffentlichen Raum zur Stärkung der Resilienz der Landeshauptstadt Düsseldorf (LHD) gegen starkregenbedingte Überflutungen. Zusätzlich zum Aktionsteam Starkregen, mit inzwischen 21 beteiligten Ämtern, wurden drei Fachgruppen ins Leben gerufen, um themenspezifisch Maßnahmen zu erarbeiten und umzu- setzen. Diese behandeln die Themen „Starkregenrisikomanagement und wasserbewusste Stadtentwicklung in Planungen, Prozessen und Konzepten", „Schnittstelle Krisenmanagement für Starkregenereignisse" und „Flächen zur Umsetzung von Starkregenmaßnahmen". Informationsvorsorge Auf den Internetseiten der LHD stehen Informationen zum Thema Starkregenberatung und Hochwasser zur Verfügung. Derzeit ist ergänzend eine Internetseite zur Information über Starkregenrisikomanagement und wasserbewusste Stadtentwicklung in Arbeit. Darüber hin- aus ist über Düsseldorf Maps und das 3D-Stadtmodell die Starkregengefahrenkarte abrufbar (weiteres zu Starkregengefahrenkarte unten). Darüber hinaus werden die Ämter bei der Er- stellung von Risikosteckbriefen und Betroffenheitsanalysen ihrer Standorte durch die Starkre- genkoordination unterstützt. Das Team der Starkregenberatung beim SEBD wurde vergrößert und steht weiterhin den Bür- gerinnen und Bürgern der LHD kostenfrei für Beratungen zur Verfügung. Mehr hierzu unter 1.2. Kommunale Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen Derzeit werden im Rahmen der Fachgruppe „Flächen zur Umsetzung von Starkregenmaßnah- men" mehrere Projekte für Starkregenvorsorge für die Umsetzung evaluiert. Zudem wird ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Darüber hin- aus können anhand der Erkenntnisse aus den Risikosteckbriefen für jedes Gebäude der Stadt- verwaltung Handlungsbedarfe hinsichtlich des Schutzes gegen starkregeninduzierte Überflu- tungen identifiziert werden. Vorschläge zur Unterstützung des Krisenmanagements Zur Unterstützung des Krisenstabs wurde die Fachgruppe „Schnittstelle Krisenmanagement für Starkregenereignisse" ins Leben gerufen. In dieser werden sowohl Seite 1/12 Unterstützungsmöglichkeiten durch Bereitstellung von Grundlagendaten seitens des Aktions- teams Starkregen gegenüber dem Krisenstab eruiert, als auch geprüft, inwiefern Notfall- und Evakuierungspläne für die städtischen Gebäude für den Starkregenfall erforderlich sind. Starkregenereignisse werden anhand von Wetteraufzeichnungen als auch über die dadurch erfolgten Feuerwehreinsätze dokumentiert. Kommunale Flächenvorsorge Die Fachgruppe „Starkregenrisikomanagement und wasserbewusste Stadtentwicklung in Pla- nungen, Prozessen und Konzepten" beschäftigt sich mit gesetzlichen Vorgaben und Möglich- keiten der Starkregenvorsorge in der Stadtplanung. Hierbei soll nicht nur hinsichtlich der Pro- zesse für Flächennutzungspläne und B-Pläne für Starkregen sensibilisiert werden, sondern auch für die Berücksichtigung solcher Maßnahmen in Bestandsgebieten. Die Starkregenge- fahrenkarte spielt für Risikoabschätzung eines Gebietes dabei eine zentrale Rolle. 1.1 STARKREGENGEFAHRENKARTE FÜR DÜSSELDORF Die Starkregengefahrenkarte ist sowohl unter Düsseldorf Maps als auch im 3D-Stadtmodell abrufbar. Im Rahmen der Fortschreibung der Generalentwässerungsplanung wird diese auf Grundlage der dadurch entstehenden Erkenntnisse fortgeschrieben. Die Starkregengefahren- karte ist eine essentielle Grundlage für Risikoabschätzungen, Informationen zu Bauvorhaben und erforderlichen Starkregenmaßnahmen. Zur Abschätzung der Überflutungsgefährdung wurden für die LHD Starkregengefahrenkarten in drei Szenarien in Anlehnung an den oben genannten Starkregenindex erstellt: Starkregen- index 5, Starkregenindex 7 und Starkregenindex 8. Die Ergebnisse der Simulation mit Starkregenindex 8 wurden in Maps Düsseldorf veröffentlicht. Die beiden anderen Szenarien stehen für verwaltungsinterne Zwecke zur Verfügung und können für Risikoabschätzungen herangezogen werden. Die Karte basiert auf einem präzisen digitalen Geländemodell, das alle tiefliegenden Punkte und Senken im Stadtgebiet abbildet, in denen sich Oberflächenwasser bei extremen Regen- fällen sammeln kann. Mittels einer modernen hydrodynamischen Simulation wurden die maxi- malen Wasserstände ermittelt, wobei der Rhein, die Düssel und alle lokalen Bäche vollständig einbezogen wurden. Um den Abfluss realitätsnah darzustellen, wurde das städtische Kanal- netz als hydraulisches Modell hinterlegt. Dadurch lässt sich der Weg des Wassers zu den Straßeneinläufen exakt abbilden und die tatsächliche Aufnahmekapazität der Kanalisation di- rekt bei der Überflutungsbetrachtung berücksichtigen. Wichtig für die strategische Einordnung ist, dass diese Karte speziell der Vorsorge bei lokalen Starkregen dient und die offiziellen Hochwassergefahrenkarten für Flusshochwasser nicht ersetzt. https://www.duesseldorf.de/kanal/grundstuecksinfo/starkregen-ueberflutungsschutz/starkre- gengefahrenkarte 1.2 STARKREGENBERATUNG DURCH DEN SEBD Die kostenfreie Starkregenberatung für Düsseldorfer Hausbesitzer ist seit 2018 dauerhaft beim SEBD eingerichtet und verzeichnete insbesondere nach den schweren Überflutungen im Juli 2021 eine rasant steigende Nachfrage, die in über 1.000 umfassenden Beratungen direkt vor Ort mündete. Um das Angebot nach einer zwischenzeitlichen Konsolidierungs- phase wieder verstärkt zu bewerben, nutzt das Beratungsteam Formate wie Informationsver- anstaltungen in Bürgervereinen und lokalen Gremien. Seite 2/12 Aktuell wird in Kooperation mit dem Amt für Kommunikation eine zielgerichtete Social-Media- Kampagne vorbereitet, um die Vorsorge und den Schutz vor Starkregenereignissen weiter fest im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Als wesentliche nächste Maßnahme sind zudem anlassbezogene Schwerpunktberatungen geplant, die ganz gezielt in jenen Stadtge- bieten stattfinden sollen, für die die Starkregengefahrenkarte ein besonders hohes Gefähr- dungspotenzial ausweist. 2. GEWÄSSER UND RENATURIERUNGSMASSNAHMEN Fünf Jahre nach dem extremen Hochwasserereignis vom Juli 2021 hat die LHD die Umset- zung ihrer Hochwasserschutz- und Renaturierungsstrategie konsequent vorangetrieben. Durch die enge fachübergreifende Zusammenarbeit der beteiligten Ämter konnte die Resilienz des Stadtgebiets gegenüber Starkregen und Hochwasser nachhaltig gestärkt werden. Der Fo- kus liegt dabei auf einer wirksamen Kombination aus technischem Schutz und der Schaffung natürlicher Rückhalteräume, um das Stadtgebiet langfristig an die Folgen des Klimawandels anzupassen. An der Nördlichen Düssel wurden die baulichen Maßnahmen seit 2021 stetig fortgeführt. Die Errichtung der rund 150 Meter langen Hochwasserschutzmauer an der Altenbergstraße zum Schutz der Graf-Recke-Stiftung wurde inklusive einer kleinen Sekundäraue Mitte 2025 erfolg- reich abgeschlossen. An der Zweibrückenstraße wird der Schutz der Anlieger derzeit weiterhin durch ein funktionsfähiges Provisorium gewährleistet, während die Planungen für eine dauer- hafte Anlage parallel zur Finalisierung der Modellberechnungen für die Ostparksiedlung voran- schreiten. Beim naturnahen Ausbau der Südlichen Düssel konnten der erste und zweite Bauabschnitt zwischen dem Spaltbauwerk Höherhofweg und dem Bahndurchlass Eller-Kamp bis zum Jahr 2025 vollständig fertiggestellt werden. Durch die Kombination aus technischem Hochwasser- schutz und der Schaffung von insgesamt 9.000 m³ Retentionsraum im ersten sowie 14.000 m³ im zweiten Bauabschnitt wurde die Leistungsfähigkeit des Gewässers signifikant erhöht. Dies bewährte sich bereits beim letzten Starkregenereignis im September 2025 in der Praxis. Für die verbleibenden 400 Meter des dritten Bauabschnitts befindet sich der SEBD derzeit in der Ausführungsplanung, um das Gesamtprojekt möglichst in 2029 zum Abschluss zu bringen. Auch an den übrigen Gewässern im Stadtgebiet wurden wesentliche Fortschritte erzielt. An der Anger erfolgte im zweiten Quartal 2024 der Spatenstich für den naturnahen Ausbau auf 4,3 km Länge durch den Bergisch-Rheinischen Wasserverband, während die Ertüchtigung des Rheinrückstaudeichs an der Itter bereits im Jahr 2024 erfolgt ist. Für den Kittelbach im Bereich „An der Piwipp" läuft gegenwärtig beim SEBD die Ausführungs- planung für eine kombinierte Renaturierungs- und Hochwasserschutzmaßnahme auf 400 Me- tern Länge, die auch die Neuanlage einer Aue vorsieht. Hier werden rd. 9.000 m3 Retentions- raum neu geschaffen. Am Hoxbach wurde zudem die Erstellung einer Machbarkeitsstudie vom SEBD eingeleitet, um künftig auch die Anlieger der Einbecker Straße wirksam vor Hochwassergefahren zu schützen. Der Baubeginn ist für den Jahreswechsel 2027 auf 2028 geplant. 2.1 PLAN HOCHWASSERSCHUTZ Der unter der Federführung vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz erstellte „Plan Hoch- wasserschutz" dient als zentrales makroskopisches Koordinationsinstrument zur strategischen Ausrichtung des Hochwasserschutzes in der LHD. Er ermöglicht eine übergreifende Steuerung und Priorisierung aller Einzelmaßnahmen, wobei der Fokus auf der Schaffung neuer Seite 3/12 Retentionsräume, dem Ausbau technischer Schutzanlagen sowie der Modernisierung der Stauanlagen in Hubbelrath liegt. Ein wesentlicher Leitgedanke ist dabei die konsequente Ver- bindung von ökologischem Naturschutz mit funktionalem Hochwasserschutz. Im Rahmen dieses Prozesses befasst sich die UAG 1 „Messtechnik, Retentionsraum" - eine Unterarbeitsgruppe der AG Überschwemmungsgebiete - intensiv mit der inhaltlichen Ausge- staltung des Plans. Durch die Arbeitsgruppe wurde bereits eine erste Vorab-Priorisierung für strategische Flächenankäufe und Hochwasserschutz-Bauprojekte erarbeitet, welche sich der- zeit in der finalen Abstimmung befindet. Übergeordnetes Ziel des Plans ist es, ein abgestimm- tes Gesamtkonzept zu etablieren, mit dem Düsseldorf so wirksam wie möglich gegen ein sta- tistisch einhundertjährliches Hochwasserereignis (HQ100) geschützt wird. Damit bildet der Plan die verbindliche Grundlage für die künftige Maßnahmenplanung und eine effiziente Res- sourcennutzung im gesamten Stadtgebiet. 3. HOCHWASSEREINSATZPLÄNE Die Gefahrenabwehr bei Hochwasserereignissen im Stadtgebiet wird durch drei spezifische, auf die jeweiligen Gewässersysteme abgestimmte Pläne geregelt. Die Federführung für deren Aufstellung und Fortschreibung liegt bei der Feuerwehr Düsseldorf. Hochwassereinsatzplan: Düsselsystem und Nebengewässer Unter Federführung der Feuerwehr Düsseldorf wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Um- welt- und Verbraucherschutz, dem SEBD, dem Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau sowie dem Bergisch-Rheinischen Wasserverband der „Hochwassereinsatzplan: Düsselsys- tem und Nebengewässer" erarbeitet. Der Einsatzplan legt die Zuständigkeiten der beteiligten Dienststellen bei Hochwasserereignissen am Gewässersystem der Düssel fest und beschreibt die erforderlichen Kontroll- und Gefahrenabwehrmaßnahmen für ein statistisch einhundertjähr- liches Hochwasserereignis (HQ100). Die Feuerwehr Düsseldorf erhält wetterbezogene Warnmeldungen des Deutschen Wetter- dienstes und leitet hieraus sowohl eigene Maßnahmen als auch Maßnahmen des städtischen Krisenmanagements ab. Hochwassereinsatzplan: Anger-Schwarzbach Darüber hinaus wurde der bestehende „Hochwassereinsatzplan: Anger-Schwarzbach" evalu- iert und fortgeschrieben. Die Fortschreibung umfasst insbesondere die aktualisierte Bewertung der Kontroll- und Gefahrenabwehrmaßnahmen sowie die Anpassung der Pegelmarken zur Ini- tiierung von Maßnahmen, unter Berücksichtigung der inzwischen umgesetzten baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen. Hochwassereinsatzplan: Itter-Garather Mühlenbach Für das südliche Gewässersystem im Stadtgebiet befindet sich der „Hochwassereinsatzplan: Itter-Garather Mühlenbach" derzeit in der Erstellung. Da in diesem Bereich eine stadtgrenzen- übergreifende Hochwasserthematik vorliegt, erfolgt aktuell ein Abstimmungsprozess mit der Stadt Hilden sowie dem Kreis Mettmann zur Klärung und Fixierung der interkommunalen Zu- ständigkeiten. Aufgrund einer nachweislich geringeren Anzahl an Hochwasserbetroffenheiten an diesen Gewässern wird dieser Einsatzplan im Gesamtumfang deutlich kürzer ausfallen. Hochwassereinsatzplan Rhein In Ergänzung zu den vorgenannten Gewässersystemen erfasst der spezifische „Hochwasser- einsatzplan Rhein" des SEBD alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der LHD vor Seite 4/12 Hochwasser im Rhein bei steigendem Rheinpegel. Dadurch wird die LHD vor Überflutungen durch Rheinhochwasser geschützt und gleichzeitig die schadlose Ableitung des städtischen Abwassers sichergestellt. Dieser Hochwassereinsatzplan wird jährlich geprüft, überarbeitet und bei Bedarf aktualisiert. Bei dem im Jahr 2021 aufgetretenen Sommerhochwasser im Rhein wurden die erforderlichen Maßnahmen aus dem Hochwassereinsatzplan erfolgreich ergriffen, sodass das Hochwasserereignis schadlos abgeführt werden konnte. Weiterer konzeptioneller Handlungsbedarf entstand für den SEBD hieraus nicht. 3.1 MOBILE HOCHWASSERSCHUTZMASSNAHMEN In Abstimmung zwischen dem Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, dem SEBD sowie der Feuerwehr Düsseldorf wurde durch den SEBD ein mobiles Hochwasserschutzsystem be- schafft, das nun von der Feuerwehr federführend eingesetzt wird. Das mobile System verfügt über eine Schutzhöhe von 1,00 m und eine Gesamtlänge von 1.000 m und kann bei drohenden Überschwemmungen sowohl an fließenden als auch an stehenden Gewässern eingesetzt wer- den. Hierdurch können insbesondere bauliche Fehlhöhen im bestehenden Hochwasserschutz kompensiert werden, wie sie in den jeweiligen Hochwassereinsatzplänen beschrieben sind. Der Aufbau des mobilen Hoc

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

KI-gestützt aufbereitet am 24. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AUS/026/2026