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AUS/026/2026
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Informationsvorlage
Betrifft:
Sachstandsbericht - 5 Jahre nach dem Hochwasser-Ereignis "Bernd"
Fachbereich:
19 - Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität
Ausschuss für öffentliche
Einrichtungen, Stadtökologie,
05.10.2026Kenntnisnahme
Abfallmanagement und
Bevölkerungsschutz
Ausschuss für Umwelt-, Klima-
08.10.2026Kenntnisnahme
und Verbraucherschutz
Bauausschuss13.10.2026Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Dieser Bericht gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Schutzmaßnahmen nach
dem Hochwasser vom Juli 2021. Er zeigt auf, was die Stadtverwaltung beim
Starkregenschutz und beim Ausbau der Gewässer bereits erreicht hat. Zudem werden die
Fortschritte bei den Einsatzplänen der Rettungskräfte und neuen digitalen Warnsystemen
beschrieben. Die Vorlage dient den Ausschüssen zur Kenntnisnahme der bisherigen
Ergebnisse.
Anlagen:
AUS/026/2026_Sachstandsbericht_Hochwasserereignis_Bernd
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UNWETTER AM 14.07.2021 UND 15.07.2021
Ausgehend von den Berichten der Stadtverwaltung vom 05.09.2021 (AÖE/055/2021) und
21.11.2022 (AÖE/062/2022) wird im Folgenden der Sachstand zu den durchgeführten Maß-
nahmen und Optimierungsansätzen beschrieben.
1. HANDLUNGSKONZEPT STARKREGEN
Das kommunale Handlungskonzept zum Starkregenrisikomanagement wurde interdisziplinär
in enger Zusammenarbeit zahlreicher Dienststellen und federführend durch den Stadtentwäs-
serungsbetrieb Düsseldorf (SEBD) erarbeitet und im Jahr 2024 durch die Verwaltungsspitze
beschlossen. Es dient dazu, den aus dem Klimawandel hervorgehenden Wetterextremen in
Bezug auf Starkregen langfristig noch besser begegnen zu können. Hierzu sind sowohl plane-
rische und technische als auch organisatorische und administrative Maßnahmen innerhalb der
Stadtverwaltung erforderlich.
Zu den bereits erfolgten organisatorischen und administrativen Aufgaben des Handlungskon-
zeptes gehört neben der Schaffung der Stabsstelle Starkregenkoordination auch die Gründung
des ämterübergreifenden Aktionsteams Starkregen. Gemeinsam setzen sie die planerischen
und technischen Maßnahmen des Handlungskonzeptes um. Hierzu zählen unter anderem ver-
waltungsinterne Risiko- und Betroffenheitsanalysen sowie die Umsetzung von Starkregenvor-
sorgemaßnahmen im öffentlichen Raum zur Stärkung der Resilienz der Landeshauptstadt
Düsseldorf (LHD) gegen starkregenbedingte Überflutungen.
Zusätzlich zum Aktionsteam Starkregen, mit inzwischen 21 beteiligten Ämtern, wurden drei
Fachgruppen ins Leben gerufen, um themenspezifisch Maßnahmen zu erarbeiten und umzu-
setzen. Diese behandeln die Themen „Starkregenrisikomanagement und wasserbewusste
Stadtentwicklung in Planungen, Prozessen und Konzepten", „Schnittstelle Krisenmanagement
für Starkregenereignisse" und „Flächen zur Umsetzung von Starkregenmaßnahmen".
Informationsvorsorge
Auf den Internetseiten der LHD stehen Informationen zum Thema Starkregenberatung und
Hochwasser zur Verfügung. Derzeit ist ergänzend eine Internetseite zur Information über
Starkregenrisikomanagement und wasserbewusste Stadtentwicklung in Arbeit. Darüber hin-
aus ist über Düsseldorf Maps und das 3D-Stadtmodell die Starkregengefahrenkarte abrufbar
(weiteres zu Starkregengefahrenkarte unten). Darüber hinaus werden die Ämter bei der Er-
stellung von Risikosteckbriefen und Betroffenheitsanalysen ihrer Standorte durch die Starkre-
genkoordination unterstützt.
Das Team der Starkregenberatung beim SEBD wurde vergrößert und steht weiterhin den Bür-
gerinnen und Bürgern der LHD kostenfrei für Beratungen zur Verfügung. Mehr hierzu unter
1.2.
Kommunale Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen
Derzeit werden im Rahmen der Fachgruppe „Flächen zur Umsetzung von Starkregenmaßnah-
men" mehrere Projekte für Starkregenvorsorge für die Umsetzung evaluiert. Zudem wird ein
Maßnahmenkatalog erarbeitet, der konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Darüber hin-
aus können anhand der Erkenntnisse aus den Risikosteckbriefen für jedes Gebäude der Stadt-
verwaltung Handlungsbedarfe hinsichtlich des Schutzes gegen starkregeninduzierte Überflu-
tungen identifiziert werden.
Vorschläge zur Unterstützung des Krisenmanagements
Zur Unterstützung des Krisenstabs wurde die Fachgruppe „Schnittstelle Krisenmanagement
für Starkregenereignisse" ins Leben gerufen. In dieser werden sowohl
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Unterstützungsmöglichkeiten durch Bereitstellung von Grundlagendaten seitens des Aktions-
teams Starkregen gegenüber dem Krisenstab eruiert, als auch geprüft, inwiefern Notfall- und
Evakuierungspläne für die städtischen Gebäude für den Starkregenfall erforderlich sind.
Starkregenereignisse werden anhand von Wetteraufzeichnungen als auch über die dadurch
erfolgten Feuerwehreinsätze dokumentiert.
Kommunale Flächenvorsorge
Die Fachgruppe „Starkregenrisikomanagement und wasserbewusste Stadtentwicklung in Pla-
nungen, Prozessen und Konzepten" beschäftigt sich mit gesetzlichen Vorgaben und Möglich-
keiten der Starkregenvorsorge in der Stadtplanung. Hierbei soll nicht nur hinsichtlich der Pro-
zesse für Flächennutzungspläne und B-Pläne für Starkregen sensibilisiert werden, sondern
auch für die Berücksichtigung solcher Maßnahmen in Bestandsgebieten. Die Starkregenge-
fahrenkarte spielt für Risikoabschätzung eines Gebietes dabei eine zentrale Rolle.
1.1 STARKREGENGEFAHRENKARTE FÜR DÜSSELDORF
Die Starkregengefahrenkarte ist sowohl unter Düsseldorf Maps als auch im 3D-Stadtmodell
abrufbar. Im Rahmen der Fortschreibung der Generalentwässerungsplanung wird diese auf
Grundlage der dadurch entstehenden Erkenntnisse fortgeschrieben. Die Starkregengefahren-
karte ist eine essentielle Grundlage für Risikoabschätzungen, Informationen zu Bauvorhaben
und erforderlichen Starkregenmaßnahmen.
Zur Abschätzung der Überflutungsgefährdung wurden für die LHD Starkregengefahrenkarten
in drei Szenarien in Anlehnung an den oben genannten Starkregenindex erstellt: Starkregen-
index 5, Starkregenindex 7 und Starkregenindex 8. Die Ergebnisse der Simulation mit
Starkregenindex 8 wurden in Maps Düsseldorf veröffentlicht. Die beiden anderen Szenarien
stehen für verwaltungsinterne Zwecke zur Verfügung und können für Risikoabschätzungen
herangezogen werden.
Die Karte basiert auf einem präzisen digitalen Geländemodell, das alle tiefliegenden Punkte
und Senken im Stadtgebiet abbildet, in denen sich Oberflächenwasser bei extremen Regen-
fällen sammeln kann. Mittels einer modernen hydrodynamischen Simulation wurden die maxi-
malen Wasserstände ermittelt, wobei der Rhein, die Düssel und alle lokalen Bäche vollständig
einbezogen wurden. Um den Abfluss realitätsnah darzustellen, wurde das städtische Kanal-
netz als hydraulisches Modell hinterlegt. Dadurch lässt sich der Weg des Wassers zu den
Straßeneinläufen exakt abbilden und die tatsächliche Aufnahmekapazität der Kanalisation di-
rekt bei der Überflutungsbetrachtung berücksichtigen. Wichtig für die strategische Einordnung
ist, dass diese Karte speziell der Vorsorge bei lokalen Starkregen dient und die offiziellen
Hochwassergefahrenkarten für Flusshochwasser nicht ersetzt.
https://www.duesseldorf.de/kanal/grundstuecksinfo/starkregen-ueberflutungsschutz/starkre-
gengefahrenkarte
1.2 STARKREGENBERATUNG DURCH DEN SEBD
Die kostenfreie Starkregenberatung für Düsseldorfer Hausbesitzer ist seit 2018 dauerhaft
beim SEBD eingerichtet und verzeichnete insbesondere nach den schweren Überflutungen
im Juli 2021 eine rasant steigende Nachfrage, die in über 1.000 umfassenden Beratungen
direkt vor Ort mündete. Um das Angebot nach einer zwischenzeitlichen Konsolidierungs-
phase wieder verstärkt zu bewerben, nutzt das Beratungsteam Formate wie Informationsver-
anstaltungen in Bürgervereinen und lokalen Gremien.
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Aktuell wird in Kooperation mit dem Amt für Kommunikation eine zielgerichtete Social-Media-
Kampagne vorbereitet, um die Vorsorge und den Schutz vor Starkregenereignissen weiter
fest im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Als wesentliche nächste Maßnahme sind
zudem anlassbezogene Schwerpunktberatungen geplant, die ganz gezielt in jenen Stadtge-
bieten stattfinden sollen, für die die Starkregengefahrenkarte ein besonders hohes Gefähr-
dungspotenzial ausweist.
2. GEWÄSSER UND RENATURIERUNGSMASSNAHMEN
Fünf Jahre nach dem extremen Hochwasserereignis vom Juli 2021 hat die LHD die Umset-
zung ihrer Hochwasserschutz- und Renaturierungsstrategie konsequent vorangetrieben.
Durch die enge fachübergreifende Zusammenarbeit der beteiligten Ämter konnte die Resilienz
des Stadtgebiets gegenüber Starkregen und Hochwasser nachhaltig gestärkt werden. Der Fo-
kus liegt dabei auf einer wirksamen Kombination aus technischem Schutz und der Schaffung
natürlicher Rückhalteräume, um das Stadtgebiet langfristig an die Folgen des Klimawandels
anzupassen.
An der Nördlichen Düssel wurden die baulichen Maßnahmen seit 2021 stetig fortgeführt. Die
Errichtung der rund 150 Meter langen Hochwasserschutzmauer an der Altenbergstraße zum
Schutz der Graf-Recke-Stiftung wurde inklusive einer kleinen Sekundäraue Mitte 2025 erfolg-
reich abgeschlossen. An der Zweibrückenstraße wird der Schutz der Anlieger derzeit weiterhin
durch ein funktionsfähiges Provisorium gewährleistet, während die Planungen für eine dauer-
hafte Anlage parallel zur Finalisierung der Modellberechnungen für die Ostparksiedlung voran-
schreiten.
Beim naturnahen Ausbau der Südlichen Düssel konnten der erste und zweite Bauabschnitt
zwischen dem Spaltbauwerk Höherhofweg und dem Bahndurchlass Eller-Kamp bis zum Jahr
2025 vollständig fertiggestellt werden. Durch die Kombination aus technischem Hochwasser-
schutz und der Schaffung von insgesamt 9.000 m³ Retentionsraum im ersten sowie 14.000 m³
im zweiten Bauabschnitt wurde die Leistungsfähigkeit des Gewässers signifikant erhöht. Dies
bewährte sich bereits beim letzten Starkregenereignis im September 2025 in der Praxis. Für
die verbleibenden 400 Meter des dritten Bauabschnitts befindet sich der SEBD derzeit in der
Ausführungsplanung, um das Gesamtprojekt möglichst in 2029 zum Abschluss zu bringen.
Auch an den übrigen Gewässern im Stadtgebiet wurden wesentliche Fortschritte erzielt. An
der Anger erfolgte im zweiten Quartal 2024 der Spatenstich für den naturnahen Ausbau auf
4,3 km Länge durch den Bergisch-Rheinischen Wasserverband, während die Ertüchtigung des
Rheinrückstaudeichs an der Itter bereits im Jahr 2024 erfolgt ist.
Für den Kittelbach im Bereich „An der Piwipp" läuft gegenwärtig beim SEBD die Ausführungs-
planung für eine kombinierte Renaturierungs- und Hochwasserschutzmaßnahme auf 400 Me-
tern Länge, die auch die Neuanlage einer Aue vorsieht. Hier werden rd. 9.000 m3 Retentions-
raum neu geschaffen.
Am Hoxbach wurde zudem die Erstellung einer Machbarkeitsstudie vom SEBD eingeleitet, um
künftig auch die Anlieger der Einbecker Straße wirksam vor Hochwassergefahren zu schützen.
Der Baubeginn ist für den Jahreswechsel 2027 auf 2028 geplant.
2.1 PLAN HOCHWASSERSCHUTZ
Der unter der Federführung vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz erstellte „Plan Hoch-
wasserschutz" dient als zentrales makroskopisches Koordinationsinstrument zur strategischen
Ausrichtung des Hochwasserschutzes in der LHD. Er ermöglicht eine übergreifende Steuerung
und Priorisierung aller Einzelmaßnahmen, wobei der Fokus auf der Schaffung neuer
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Retentionsräume, dem Ausbau technischer Schutzanlagen sowie der Modernisierung der
Stauanlagen in Hubbelrath liegt. Ein wesentlicher Leitgedanke ist dabei die konsequente Ver-
bindung von ökologischem Naturschutz mit funktionalem Hochwasserschutz.
Im Rahmen dieses Prozesses befasst sich die UAG 1 „Messtechnik, Retentionsraum" - eine
Unterarbeitsgruppe der AG Überschwemmungsgebiete - intensiv mit der inhaltlichen Ausge-
staltung des Plans. Durch die Arbeitsgruppe wurde bereits eine erste Vorab-Priorisierung für
strategische Flächenankäufe und Hochwasserschutz-Bauprojekte erarbeitet, welche sich der-
zeit in der finalen Abstimmung befindet. Übergeordnetes Ziel des Plans ist es, ein abgestimm-
tes Gesamtkonzept zu etablieren, mit dem Düsseldorf so wirksam wie möglich gegen ein sta-
tistisch einhundertjährliches Hochwasserereignis (HQ100) geschützt wird. Damit bildet der
Plan die verbindliche Grundlage für die künftige Maßnahmenplanung und eine effiziente Res-
sourcennutzung im gesamten Stadtgebiet.
3. HOCHWASSEREINSATZPLÄNE
Die Gefahrenabwehr bei Hochwasserereignissen im Stadtgebiet wird durch drei spezifische,
auf die jeweiligen Gewässersysteme abgestimmte Pläne geregelt. Die Federführung für deren
Aufstellung und Fortschreibung liegt bei der Feuerwehr Düsseldorf.
Hochwassereinsatzplan: Düsselsystem und Nebengewässer
Unter Federführung der Feuerwehr Düsseldorf wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Um-
welt- und Verbraucherschutz, dem SEBD, dem Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau
sowie dem Bergisch-Rheinischen Wasserverband der „Hochwassereinsatzplan: Düsselsys-
tem und Nebengewässer" erarbeitet. Der Einsatzplan legt die Zuständigkeiten der beteiligten
Dienststellen bei Hochwasserereignissen am Gewässersystem der Düssel fest und beschreibt
die erforderlichen Kontroll- und Gefahrenabwehrmaßnahmen für ein statistisch einhundertjähr-
liches Hochwasserereignis (HQ100).
Die Feuerwehr Düsseldorf erhält wetterbezogene Warnmeldungen des Deutschen Wetter-
dienstes und leitet hieraus sowohl eigene Maßnahmen als auch Maßnahmen des städtischen
Krisenmanagements ab.
Hochwassereinsatzplan: Anger-Schwarzbach
Darüber hinaus wurde der bestehende „Hochwassereinsatzplan: Anger-Schwarzbach" evalu-
iert und fortgeschrieben. Die Fortschreibung umfasst insbesondere die aktualisierte Bewertung
der Kontroll- und Gefahrenabwehrmaßnahmen sowie die Anpassung der Pegelmarken zur Ini-
tiierung von Maßnahmen, unter Berücksichtigung der inzwischen umgesetzten baulichen
Hochwasserschutzmaßnahmen.
Hochwassereinsatzplan: Itter-Garather Mühlenbach
Für das südliche Gewässersystem im Stadtgebiet befindet sich der „Hochwassereinsatzplan:
Itter-Garather Mühlenbach" derzeit in der Erstellung. Da in diesem Bereich eine stadtgrenzen-
übergreifende Hochwasserthematik vorliegt, erfolgt aktuell ein Abstimmungsprozess mit der
Stadt Hilden sowie dem Kreis Mettmann zur Klärung und Fixierung der interkommunalen Zu-
ständigkeiten. Aufgrund einer nachweislich geringeren Anzahl an Hochwasserbetroffenheiten
an diesen Gewässern wird dieser Einsatzplan im Gesamtumfang deutlich kürzer ausfallen.
Hochwassereinsatzplan Rhein
In Ergänzung zu den vorgenannten Gewässersystemen erfasst der spezifische „Hochwasser-
einsatzplan Rhein" des SEBD alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der LHD vor
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Hochwasser im Rhein bei steigendem Rheinpegel. Dadurch wird die LHD vor Überflutungen
durch Rheinhochwasser geschützt und gleichzeitig die schadlose Ableitung des städtischen
Abwassers sichergestellt. Dieser Hochwassereinsatzplan wird jährlich geprüft, überarbeitet
und bei Bedarf aktualisiert. Bei dem im Jahr 2021 aufgetretenen Sommerhochwasser im Rhein
wurden die erforderlichen Maßnahmen aus dem Hochwassereinsatzplan erfolgreich ergriffen,
sodass das Hochwasserereignis schadlos abgeführt werden konnte. Weiterer konzeptioneller
Handlungsbedarf entstand für den SEBD hieraus nicht.
3.1 MOBILE HOCHWASSERSCHUTZMASSNAHMEN
In Abstimmung zwischen dem Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, dem SEBD sowie der
Feuerwehr Düsseldorf wurde durch den SEBD ein mobiles Hochwasserschutzsystem be-
schafft, das nun von der Feuerwehr federführend eingesetzt wird. Das mobile System verfügt
über eine Schutzhöhe von 1,00 m und eine Gesamtlänge von 1.000 m und kann bei drohenden
Überschwemmungen sowohl an fließenden als auch an stehenden Gewässern eingesetzt wer-
den. Hierdurch können insbesondere bauliche Fehlhöhen im bestehenden Hochwasserschutz
kompensiert werden, wie sie in den jeweiligen Hochwassereinsatzplänen beschrieben sind.
Der Aufbau des mobilen Hoc
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.