Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 17. Mai 2023
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von langfristiger Stadtteilentwicklung und neuer sozialer Infrastruktur bis zur Finanzierung eines internationalen Sportereignisses. Zugleich zeigte sich ein Verteilungskonflikt: Während hohe Millionenbeträge beschlossen wurden, stritt der Rat über den Erhalt bestehender Bäder und höhere Kosten des Bewohnerparkens.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
UEFA EURO 2024 – Planungen der Landeshauptstadt Düsseldorf und deren finanzielle Auswirkungen
Der Rat ließ die Planungen für die UEFA EURO 2024 fortführen und bewilligte dafür weitere 20.510.153 Euro beziehungsweise 22.228.688 Euro vor Vorsteuerabzug. Noch nicht veranschlagte Mittel sollten in den Doppelhaushalt 2024/2025 aufgenommen werden; in Düsseldorf waren fünf Spiele vorgesehen.
Die Linke kritisierte die Belastung des städtischen Haushalts und hätte das Geld lieber im sozialen Bereich eingesetzt. SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP, AfD, Tierschutz/Freie Wähler, der Oberbürgermeister und Ratsherr Schulte stimmten zu; Die Linke und Ratsherr Fix dagegen, Ratsfrau Mirus enthielt sich.
Die Entscheidung band einen zweistelligen Millionenbetrag für ein zeitlich begrenztes Großereignis. In der Debatte stand diesem Aufwand die Forderung gegenüber, auch Breitensport und Vereinssport dauerhaft profitieren zu lassen.
Vorlage RAT/168/2023 · Nachweis: TOP 9, PDF-Seite 33
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt "Neubau Kita Flinger Broich"
Der Rat beschloss den Neubau einer sechsgruppigen Kita am Flinger Broich für 12.920.000 Euro einschließlich Ausstattung und Inventar. Zusätzlich genehmigte er 21,37 unbefristete Vollzeitstellen und erhöhte das Personalkostenbudget um 1.326.922 Euro.
Aus dem Sportausschuss wurde der Wunsch vorgetragen, wegen der Lage auf Flächen des Sportamtes und des vorgesehenen Gymnastikraums einen Bewegungskindergarten einzurichten. Der Rat beschloss die Finanzierung und Ausführung einstimmig.
Neben dem Gebäude sicherte der Beschluss auch das dauerhaft benötigte Personal finanziell ab. Damit betraf die Entscheidung sowohl neue Betreuungsplätze als auch langfristige laufende Ausgaben.
Vorlage JHA/016/2023 · Nachweis: TOP 13, PDF-Seite 46
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) Garath 2.0
Der Rat beschloss das Entwicklungskonzept Garath 2.0 mit Gesamtkosten von 15.651.359 Euro. Mit der Umsetzung durfte die Verwaltung beginnen, wenn eine Förderquote von mindestens 60 Prozent erreicht wurde; vorgesehen war ein städtischer Eigenanteil von 6.134.544 Euro sowie eine überplanmäßige Mittelbereitstellung von 328.000 Euro für 2023.
Die SPD verwies auf geplante Verbesserungen des öffentlichen Raums, Gesundheitsthemen, Klimaanpassung und Barrierefreiheit. Der Rat stimmte dem Konzept einstimmig zu; eine politische Kontroverse wurde nicht dokumentiert.
Das Konzept bündelte mehrere Maßnahmen für einen ganzen Stadtteil. Die Umsetzung blieb jedoch von der Einwerbung erheblicher Fördermittel und bei einzelnen Vorhaben von weiteren Beschlüssen abhängig.
Vorlage APS/050/2023 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 38
Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Gebührenregelung Anwohnerparken
Der Rat nahm die Parkraumstrategie zustimmend zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung mit ihrer Umsetzung. Sie sollte außerdem die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für Anwohnerparkgebühren schaffen und dem Rat später eine Gebührensatzung zur Entscheidung vorlegen; der Antrag der Linken unter TOP 30.1 wurde abgelehnt.
Bündnis 90/Die Grünen begründete höhere Bewohnerparkgebühren mit einer gerechteren Nutzung des öffentlichen Raums und verwies auf die vorgeschlagene Staffelung von 240, 300 und 360 Euro. Die Verwaltungsvorlage erhielt 53 Ja-Stimmen, 25 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen; für den Linke-Antrag stimmten Die Linke, Die Partei-Klima-Fraktion und Ratsfrau Krüger, der übrige Rat dagegen.
Der Rat traf noch keinen Satzungsbeschluss über konkrete Gebühren. Er leitete aber die praktische Vorbereitung einer neuen Preisgestaltung für das Bewohnerparken ein.
Vorlage RAT/172/2023 · Nachweis: TOP 30.1, PDF-Seite 47
Antrag der SPD-Ratsfraktion: Keine Schließung von Düsseldorfer Bädern
Der gemeinsame Antrag von SPD, FDP, Die Linke und Die Partei-Klima-Fraktion, Schließungen Düsseldorfer Bäder zu verhindern, wurde mehrheitlich abgelehnt. In der Debatte ging es insbesondere um drei Einrichtungen und um die Münster-Therme.
Die Antragsteller verwiesen bei der Münster-Therme auf die Folgen für ältere, chronisch kranke und behinderte Menschen sowie auf Personal- und Finanzierungsfragen. Für den Antrag stimmten Die Linke, Die Partei-Klima-Fraktion, SPD, FDP, AfD und Tierschutz/Freie Wähler; CDU, Bündnis 90/Die Grünen und der Oberbürgermeister lehnten ihn ab.
Der Rat gab der Bädergesellschaft mit diesem Antrag keine zusätzlichen politischen oder finanziellen Vorgaben zum Offenhalten der betroffenen Einrichtungen. Die Debatte machte den Konflikt zwischen verfügbarem Personal, Kostensteuerung und wohnortnahen Angeboten sichtbar.
Vorlage RAT/169/2023 · Nachweis: TOP 30.6, PDF-Seite 77
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.