Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 9. Oktober 2025
Die Sitzung in einer Minute
Die Beschlüsse reichten von einem zweistelligen Millionenrahmen für städtische Gebäude über den Ausgleich des Jahresfehlbetrags bis zu zusätzlichen Mitteln für den Wohnungsbau. Politische Konflikte zeigten sich vor allem beim Kurzstreckentarif; bei den energetischen Sanierungen und der Gebärdensprachdolmetschung bestand dagegen trotz Nachfragen und unterschiedlicher Vorstellungen Einstimmigkeit.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Energetische Sanierung von 13 Standorten des Amtes für Gebäudemanagement - Bedarfsbeschluss -
Der Rat fasste einstimmig den Bedarfsbeschluss zur energetischen Sanierung von 13 Standorten des Gebäudemanagements mit Gesamtkosten von 48,7 Millionen Euro. Zugleich beauftragte er das Gebäudemanagement, mit Planungsleistungen von 7,6 Millionen Euro eine Kostenberechnung für einen späteren Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss zu erstellen; finanziert werden sollte die Gesamtmaßnahme vollständig aus dem Klimaschutzetat.
Eine SPD-Nachfrage deckte einen Fehler beim angegebenen Energieverbrauch eines Standorts am Werstener Feld auf. Die Stadtkämmerin korrigierte daraufhin auch die erwarteten Einsparungen; anschließend stimmte der Rat geschlossen zu.
Der Bedarfsbeschluss setzte einen hohen finanziellen Rahmen für 13 städtische Liegenschaften. Die konkrete Ausführung blieb einem späteren Beschluss vorbehalten.
Vorlage BAU/009/2025 · Nachweis: TOP 22, PDF-Seite 49
Beschluss über das Jahresergebnis 2024
Der Rat beschloss, den Jahresfehlbetrag 2024 von 12.154.518,95 Euro vollständig durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage auszugleichen. Weitere Maßnahmen waren mit diesem Beschluss nicht verbunden.
Eine Debatte fand nicht statt. Die AfD stimmte dagegen, alle übrigen Ratsmitglieder dafür; Enthaltungen gab es nicht.
Wegen seiner Größenordnung war der Umgang mit dem Fehlbetrag eine der zentralen Haushaltsentscheidungen der Sitzung und verringerte die Ausgleichsrücklage entsprechend.
Vorlage RAT/291/2025 · Nachweis: TOP 30, PDF-Seite 36
Bereitstellung von überplanmäßigen Haushaltsmitteln 2025
Für 2025 stimmte der Rat überplanmäßigen Mitteln von 283.000 Euro für Amt 61 und 125.000 Euro für Amt 65 zu. Für 2026 beschloss er zusätzlich 1.139.000 Euro für Amt 61 und 500.000 Euro für Amt 65; für das Projekt Auf’m Tetelberg kamen 140.000 Euro überplanmäßig für 2025 und 15.000 Euro für 2026 hinzu.
Der Beschluss fiel ohne Debatte. Tierschutz/Freie Wähler stimmte dagegen, Enthaltungen gab es nicht.
Die Entscheidung erweiterte die finanzielle Ausstattung der Wohnungsbauoffensive und des Projekts Auf’m Tetelberg. Sie war jedoch selbst keine Genehmigung konkreter Bauvorhaben.
Vorlage APS/091/2025 · Nachweis: TOP 14, PDF-Seite 31
Änderungsantrag der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorlage SENR/008/2025 Antrag des Seniorenrats zur Wiedereinführung Kurzstreckentarif der Rheinbahn im VRR
Der Rat beauftragte die städtischen Mitglieder in den VRR-Gremien, sich für die Wiedereinführung des Kurzstreckentarifs einzusetzen. Außerdem sollten sie dem Rat künftig halbjährlich aus den VRR-Gremien berichten; eine Wiedereinführung des Tarifs beschloss der Rat damit nicht selbst.
Der Seniorenrat verwies auf Nachteile des weggefallenen Tarifs besonders für ältere und behinderte Menschen, Kinder sowie Personen ohne Smartphone. Linke, SPD, Grüne, FDP, AfD, Tierschutz/Freie Wähler und weitere einzelne Ratsmitglieder stimmten für den Grünen-Antrag; nur die CDU stimmte dagegen. Der Oberbürgermeister wies darauf hin, dass zusätzlich eine Mehrheit in den VRR-Gremien erforderlich war.
Der Beschluss änderte den Tarif nicht unmittelbar, legte aber Düsseldorfs Position im VRR fest. Die halbjährlichen Berichte sollten das weitere Verfahren für den Rat nachvollziehbar machen.
Vorlage RAT/347/2025 · Nachweis: TOP 37.1, PDF-Seite 56
Einsatz von Gebärdensprachdolmetscherinnen/-dolmetschern während der öffentlichen Teile der Ratssitzungen
Der Rat beschloss einstimmig, die öffentlichen Teile seiner Sitzungen ab dem 1. Januar 2026 dauerhaft online in Gebärdensprache übersetzen zu lassen. Die Übersetzung sollte live übertragen und bis zur Genehmigung der jeweiligen Niederschrift abrufbar bleiben; dafür wurden jährlich 30.000 Euro vorgesehen.
FDP und Linke verlangten zusätzlich bessere Angebote für gehörlose Menschen im Sitzungssaal, etwa einen Bildschirm oder anwesende Dolmetschende. Die CDU bevorzugte zunächst eine Bildschirm-Lösung gegenüber einem erneuten Einsatz vor Ort. Trotz dieser unterschiedlichen Vorstellungen wurde die Online-Lösung einstimmig beschlossen.
Aus einem befristeten beziehungsweise neu auszuschreibenden Angebot wurde eine dauerhafte Leistung. Offen blieb, wie die Übersetzung für Gäste im Ratssaal technisch ergänzt werden sollte.
Vorlage RAT/277/2025 · Nachweis: TOP 32, PDF-Seite 51
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.