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Title: Antrag
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00588771.pdf
Published Time: 2026-06-03T15:00:00.000Z
Number of Pages: 3
Markdown Content:
RAT/326/2026
> Xöffentlich nicht öffentlich
> Düsseldorf, 03.06.2026
An den
Vorsitzenden des Rates der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Herrn Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Betrifft:
> Antrag der AfD-Ratsfraktion: Auflösung aller Beiräte im Kulturbereich der Stadt zur
> Haushaltskonsolidierung und Schuldentilgung
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates der Stadt Düsseldorf am 18. Juni 2026 stellt die
Fraktion der Alternative für Deutschland im Rat der Stadt Düsseldorf
folgenden Antrag :
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt:
1. Alle bestehenden Beiräte im Kulturbereich des Kulturamtes werden
mit Wirkung zum 31.12.2026 aufgelöst.
2. Die betroffenen Beiräte sind:
> o
Beirat für kulturelle Bildung
> o
Atelierbeirat
> o
Beirat Bildende Kunst
> o
Beirat Literatur
> o
Beirat Musik
> o
Beirat Tanz und Theater
3. Die bisherigen Aufgaben dieser Beiräte werden vollständig auf den
Kulturausschuss und die hauptamtliche Verwaltung des
Kulturamtes übertragen. Seite 2
4. Für die genannten Beiräte wird eine Haushaltssperre verhängt.
5. Die dadurch freiwerdenden finanziellen und personellen Ressourcen
(Sitzungsgelder, Aufwandsentschädigungen, administrativer
Aufwand) werden zu 75% zur Schuldentilgung der
Landeshauptstadt Düsseldorf verwendet. Der verbleibende
Restbetrag von 25% fließt in die direkte Projektförderung von
Kunst und Kultur .
> Begründung:
Die Landeshauptstadt Düsseldorf steht vor einer anhaltend schwierigen
Haushaltslage. Hohe Schuldenstände und steigende Ausgaben zwingen die
Stadt zu konsequenter Haushaltskonsolidierung. Das Dezernat von Frau
Koch, zu dem der Kulturbereich der Stadt zählt, hat ein Einsparziel von 27
Mio. EUR erhalten. In dieser Situation ist es nicht länger vertretbar,
parallele Beratungsstrukturen zu unterhalten, die erhebliche personelle
und finanzielle Ressourcen binden.
Die sechs Beiräte des Kulturamtes bilden eine zusätzliche Ebene neben
dem gewählten Kulturausschuss. Sie verursachen regelmäßige Kosten
durch Sitzungsgelder, Aufwandsentschädigungen sowie einen nicht
unerheblichen administrativen Aufwand in der Verwaltung. Darüber hinaus
gibt es Bedenken hinsichtlich ihrer demokratischen Repräsentativität.
Kernargumente für die Auflösung:
>
Dringende Haushaltskonsolidierung : Angesichts der hohen
Verschuldung der Stadt muss jede Möglichkeit zur Einsparung
genutzt werden. Die Auflösung der Beiräte liefert einen konkreten
Beitrag zur Konsolidierung des Haushalts.
>
Demokratisches Defizit : Nicht direkt gewählte und nicht
repräsentative Gremien üben Einfluss auf die Verwendung
öffentlicher Gelder aus, während die politische Verantwortung beim
vom Bürger gewählten Rat und Kulturausschuss liegen sollte.
>
Verwaltungsaufwand und Ineffizienz : Die Beiräte verlängern
Entscheidungsprozesse und binden Verwaltungskapazitäten, die an
anderer Stelle dringend benötigt werden.
>
Priorität Schuldentilgung : Die durch die Auflösung eingesparten
Mittel sollen überwiegend zur Tilgung der städtischen Schulden
eingesetzt werden. Dies entlastet zukünftige Haushalte von
Zinslasten und schafft finanziellen Spielraum für die eigentlichen
Aufgaben der Stadt.
Die Auflösung der Beiräte ist ein pragmatischer und notwendiger Schritt
zu mehr Effizienz, Transparenz und finanzieller Verantwortung. Sie stellt Seite 3
sicher, dass Steuergelder prioritär zur Entschuldung der Stadt und nicht
zur Aufrechterhaltung zusätzlicher Gremien verwendet werden.
Mit freundlichen Grüßen, Für die Richtigkeit:
Elmar Salinger Thomas Krabbe
Fraktionsvorsitzender AfD-Fraktion Düsseldorf
für die AfD-Ratsfraktion