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OVA/151/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Beschlussvorlage
Betrifft:
Neubau der Theodor-Heuss-Brücke, Entscheidung Brückenquerschnitt
Fachbereich :
02/0 Stadtkämmerin
Amt 69 Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau
Dezernentin / Dezernent:
Stadtkämmerin Dorothée Schneider
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 4 12.01.2026 Anhörung
Bezirksvertretung 1 12.01.2026 Anhörung
Ordnungs- und
Verkehrsausschuss
21.01.2026 Vorberatung
Rat 11.02.2026 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt die weitere Planung des
Ersatzneubaus der Theodor-Heuss-Brücke (THB) ohne Stadtbahntrasse.
Sachdarstellung:
1. Beschlusslage
Im Zusammenhang mit dieser Beschlussvorlage stehen folgende bereits gefasste
Beschlüsse:
RAT/66/80/2016 - Theodor-Heuss-Brücke, Teilsanierung
OVA/057/2022 - Theodor-Heuss-Brücke, Zukunftsstrategie
OVA/116/2024/1 - Zielkonzept Stadtbahn/Straßenbahn
OVA/067/2025 - Planungsbeschluss
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2. Ausgangslage
Die Theodor-Heuss-Brücke verbindet die Stadtteile Golzheim und Heerdt und ist Teil
der stark belasteten Bundesstraße B7. Täglich überqueren sie rund 78.600
Fahrzeuge, darunter ca. 3.000 LKW. Die Brücke besteht aus fünf Teilbauwerken
(Deich-, Flut-, Strombrücke, Tausendfüßler und Rampe) mit einer Gesamtlänge von
1.522 m. Charakteristisch ist die „ entmaterialisierte Bauweise " der 1950er Jahre, die
ein leichtes Erscheinungsbild schafft.
Die Strombrücke gilt als erste Schrägseilbrücke Deutschlands und war 1957 mit ihrer
harfenförmigen Kabelanordnung und orthotroper Fahrbahnplatte weltweit einzigartig.
Aufgrund dieser Merkmale steht die Brücke seit 2016 unter Denkmalschutz.
Nach fast 70 Jahren zeigen sich erhebliche, irreversible Schäden wie Kabelbrüche,
Rissbildung und Korrosion. Die aktuelle Zustandsbewertung der Bauwerksprüfung
erfordern kurzfristige bis umgehende Instandsetzung. Ursächlich sind
Materialermüdung und stark gestiegene Verkehrsbelastung: von 18.000 Kfz/Tag
(1962) auf 78.600 (2018) sowie höhere Achslasten (von 8 t auf 11,5 t) und
Gesamtgewichte (von 24 t auf 44 t).
Am 10.07.2025 wurde durch den Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf (Ö-Vorlage
OVA/067/2025) ein Ersatzneubau beschlossen, dessen Planung und Bau durch die
IPM erfolgen soll. In einem ersten Schritt wurde die Planung entsprechend der HOAI-
Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) bereits begonnen und wird fortgesetzt.
3. Machbarkeitsstudie zum Zielkonzept Stadtbahn/Straßenbahn, Teil „ Nordtangente "
Wesentlicher Bestandteil der Machbarkeitsstudie ist die „ Standardisierte Bewertung
von Verkehrswegeinvestitionen des öffentlichen Personennahverkehrs " . Sie dient
dem Bundesministerium für Verkehr und den Verkehrsministerien der Länder als
Nachweis, ob eine Investition gesamtwirtschaftlich und damit förderwürdig ist.
Aufgrund der Höhe der notwendigen Investitionen sind Infrastrukturprojekte in
dieser Größenordnung ohne Förderung nicht umsetzbar.
Die Studie zur Machbarkeit einer Stadtbahnverbindung über die Theodor-Heuss-
Brücke als Teil der möglichen „ Nordtangente " (Zielkonzept „ Stadtbahn /
Straßenbahn " - OVA/116/2024/1) untersuchte die drei bestmöglichen
Trassenvarianten im Einvernehmen mit dem Amt für Verkehrsmanagement
hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit. Das entscheidende
Kriterium ist das Nutzen-Kosten-Verhältnis, das größer/gleich 1 sein muss. Es
wurden verschiedene Angebots- und Betriebsmodelle angesetzt und optimiert sowie
unterschiedliche Streckenvarianten geprüft, um die günstigsten Investitionskosten zu
ermitteln.
Dabei erreichte keine der Varianten das für eine Förderfähigkeit gemäß
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erforderliche Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV)
von mindestens 1,0. Die Ergebnisse lagen deutlich darunter (0,19 bis 0,61).
Als abschließendes Ergebnis kann kein Nutzen-Kosten-Verhältnis von mindestens 1,0
erreicht werden. Damit ist die Realisierung einer Nordtangente mit
schienengebundenen ÖPNV-Trasse über die Theodor-Heuss-Brücke
gesamtwirtschaftlich nicht darstellbar und insbesondere nicht förderfähig.
Diesen Ergebnissen folgend, empfehlen die Verwaltung und die IPM, dass die
Planung des Ersatzneubaus der THB unter Beibehaltung der derzeit vorhandenen
Spurenanzahl (je Fahrtrichtung 2 Fahrspuren + Rad- und Fußweg) fortgeführt
werden. Zusätzliche Flächen für eine Stadtbahntrasse werden nicht weiter
berücksichtigt.
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4. Terminplan
Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie und den Empfehlungen zur weiteren Planung,
ergibt sich folgender Rahmenterminplan:
Ratsbeschluss „ Brückenquerschnitt " : 1. Quartal 2026
Beginn Leistungsphase 2 Vorplanung: 2. Halbjahr 2026
Gestaltungsuntersuchung: 1. Halbjahr 2027
Beendigung Leistungsphasen 1 und 2: 2. Halbjahr 2028
Bedarfsbeschluss: 2029
5. Weiteres Vorgehen
Parallel zum Planungsprozess des Ersatzneubaus der Theodor-Heuss-Brücke wird
eine Gestaltungsuntersuchung, unter Einbeziehung verschiedener Architektur- und
Ingenieurbüros, durchgeführt. Die Ergebnisse der Gestaltungsuntersuchung werden
technisch und wirtschaftlich abgewogen und fließen in die Planung der Brücke ein.
Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige und städtebaulich ansprechende Lösung zu
entwickeln, die den gestalterischen Ansprüchen der Düsseldorfer Brückenfamilie
Rechnung trägt. So werden die Belange des Denkmalschutzes ebenso gewürdigt.
Anlagen:
Anlage 1 - Machbarkeitsstudie Nordtangente - Ergebnisbericht
Anlage 1 - Machbarkeitsstudie Nordtangente - Ergebnisbericht als Text anzeigen
Ergebnisbericht
Machbarkeitsstudie
Nordtangente Düsseldorf
MBS Nordtangente DUS I
Machbarkeitsstudie
Nordtangente Düsseldorf
Ergebnisbericht
Projekt-Nr. 202100774
Auftraggeber: IPM
Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH
Henkelstraße 164
40589 Düsseldorf
Stand: 22.12.2025
spiekermann ingenieure gmbh
Fritz-Vomfelde-Straße 26, 40547 Düsseldorf
www.spiekermann.de
Bearbeitung: Kathrin Küppers
Stephan Keinert
Benedikt Look
Uwe Heistermann
Elgun Pashayev
Uta Schwaen
Wir vertreten die Überzeugung, dass Frauen, Männer und Menschen mit jeglichen anderen Geschlechteridentitäten
gleichberechtigt sind. Ausschließlich aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit verwenden wir an vereinzelten Stellen
bei der Bezeichnung von Personengruppen das generische Maskulin - es sind jedoch stets alle weiteren Geschlechter-
identitäten gleichermaßen mitgemeint.
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Anlagenverzeichnis
1 Aufgabenstellung und Vorgehen 1
1.1 Aufgabenstellung 1
1.2 Vorgehen 1
2 Untersuchungskorridor 4
2.1 Streckenabschnittskorridore 4
2.2 Varianten 6
3 Technische Machbarkeit 9
3.1 Abschnittsübergreifende technische Festlegungen 9
3.2 Streckenabschnittskorridor 1 10
3.2.1 Beschreibung des Trassenverlaufs 11
3.2.2 Technische Machbarkeit des Streckenabschnittkorridors 1 14
3.3 Streckenabschnittskorridor 2 16
3.3.1 Beschreibung des Trassenverlaufs 16
3.3.2 Technische Machbarkeit des Streckenabschnittkorridors 2 23
3.4 Streckenabschnittskorridor 3 26
3.4.1 Beschreibung des Trassenverlaufs 26
3.4.2 Technische Machbarkeit des Streckenabschnittkorridors 3 28
3.4.3 Verbindungskurve Rather Straße / Münsterstraße 29
3.5 Streckenabschnittskorridor 4 31
3.5.1 Beschreibung des Trassenverlaufs 31
3.5.2 Technische Machbarkeit des Streckenabschnittkorridors 4 33
3.6 Streckenabschnittskorridor 5 35
3.6.1 Beschreibung des Trassenverlaufs 36
3.6.2 Technische Machbarkeit des Streckenabschnittkorridors 5 40
3.7 Streckenabschnittskorridor 6 43
3.7.1 Beschreibung des Trassenverlaufs 44
3.7.2 Technische Machbarkeit des Streckenabschnittkorridors 6 47
3.8 Streckenabschnittskorridor 7 51
3.8.1 Beschreibung des Trassenverlaufs 52
3.8.2 Technische Machbarkeit des Streckenabschnittkorridors 7 54
3.9 Varianten 59
Inhaltsverzeichnis Seite
SAb-
bil-
dungs
ver-
zeich-
niseite
MBS Nordtangente DUS II
Inhaltsverzeichnis Seite
3.9.1 Variante 1 59
3.9.2 Variante 2.1 60
3.9.3 Variante 2.2 61
4 Baukosten 62
4.1 Baukosten je Streckenabschnittskorridor 62
4.2 Baukosten je Variante 62
5 Betriebskonzepte 64
5.1 Ohnefall 64
5.2 Mitfall - Variante 1 64
5.3 Mitfall - Variante 2.1 67
5.4 Mitfall - Variante 2.2 69
5.5 Betriebliche Auswirkungen 71
6 Verkehrliche Wirkungen 73
6.1 Vorgehen 73
6.2 Strukturentwicklungen im Ohnefall 73
6.3 Mitfälle 74
7 Nutzen-Kosten-Untersuchung 75
7.1 Verfahren zur Standardisierten Bewertung 75
7.2 Kapitaldienst und Unterhaltungskosten 76
7.3 ÖPNV-Betriebskosten 77
7.4 Nutzeneffekte 77
7.5 Nutzen-Kosten-Indikatoren 79
7.6 Optimierungsansätze 80
8 Zusammenfassung 82
Abbildung 1: Iteratives Vorgehen 2
Abbildung 2: Mögliche Streckenabschnittskorridore 4
Abbildung 3: Angepasste Streckenabschnitte und Variantenbildung 6
Abbildung 4: Strecken-Variante 1, Strecken-Variante 2.1 und Strecken-
Variante 2.2 8
Abbildung 5: Streckenabschnittskorridor 1 (Teil 1) 11
Abbildung 6: Streckenabschnittskorridor 1 (Teil 2) 12
Abbildung 7: Streckenabschnittskorridor 1 (Teil 3) 13
Abbildung 8: Bestandshaltestelle „Heerdter Krhs." und angrenzende Freifläche
(Blickrichtung: Westen) 14
Abbildung 9: B7-Brücken mit U75 auf Pariser Str. (Blickrichtung: Süden) 15
Abbildung 10: B7-Brücken über Viersener Str.(Blickrichtung: Westen) 15
Abbildung 11: Streckenabschnittskorridor 2 (Teil 1) 17
Abbildung 12: Streckenabschnittskorridor 2 (Teil 2) 18
Abbildung 13: Streckenabschnittskorridor 2 (Teil 3) 19
Abbildung 14: Streckenabschnittskorridor 2 (Teil 4) 20
Abbildung 15: Streckenabschnittskorridor 2 (Teil 5) 21
Abbildung 16: Streckenabschnittskorridor 2 (Teil 6) 22
Abbildung 17: Streckenabschnittskorridor 2 (Teil 7) 23
Abbildung 18: Fußgängerbrücke „Am Seestern" 24
Abbildung 19: Querschnitt Mittellage an der Haltestelle „Theodor-Heuss-
Brücke) 25
Abbildung 20: Querschnitt Seitenlage auf Uerdinger Str. 25
Abbildung 21: Querschnitt Seitenlage auf Johannstr. 26
Abbildung 22: Streckenabschnittskorridor 3 27
Abbildung 23: Bestandsfahrbahn Rather Str. (Blickrichtung: Süden) 28
Abbildung 24: Verbindungskurve Rather Str. / Münsterstr. 30
Abbildung 25: Vorhandene Gleiskreuzung auf Münsterstr. (Blickrichtung:
Südosten) 31
Abbildung 26: Streckenabschnittskorridor 4 (Teil 1) 32
Abbildung 27: Streckenabschnittskorridor 4 (Teil 2) 33
Abbildung 28: Kreuzung Grashofstr. / Mercedesstr. mit anliegender Grünfläche
und B1-Überflieger im Hintergrund (Blickrichtung: Osten) 34
Abbildung 29: Bestehendes Brückenbauwerk über DB-Trasse (Blickrichtung:
Osten) 34
Abbildungsverzeichnis Seite
MBS Nordtangente DUS II
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 30: Mittelinsel auf der Heinrichstraße mit darauf liegender
Messstation (Blickrichtung: Osten) 35
Abbildung 31: Streckenabschnittskorridor 5 - gemeinsam (Teil 1) 36
Abbildung 32: Streckenabschnittskorridor 5 - gemeinsam (Teil 2) 37
Abbildung 33: Streckenabschnittskorridor 5 - Hochflur (Teil 1) 37
Abbildung 34: Streckenabschnittskorridor 5 - Hochflur (Teil 2) 38
Abbildung 35: Streckenabschnittskorridor 5 - Niederflur (Teil 1) 39
Abbildung 36: Streckenabschnittskorridor 5 - Niederflur (Teil 2) 40
Abbildung 37: Heinrichstr. mit seitlicher Baumreihe (Blickrichtung: Osten) 41
Abbildung 38: Bestandsfahrbahn Otto-Petersen-Str. (Blickrichtung: Osten) 42
Abbildung 39: Bestandsfahrbahn Schlüterstr. (Blickrichtung: Norden) 43
Abbildung 40: Streckenabschnittskorridor 6 (Teil 1) 44
Abbildung 41: Streckenabschnittskorridor 6 (Teil 2) 45
Abbildung 42: Streckenabschnittskorridor 6 (Teil 3) 45
Abbildung 43: Streckenabschnittskorridor 6 (Teil 3) 47
Abbildung 44: Stadt-Natur-Park Flingern - nördlicher Abschnitt (Blickrichtung:
Süden) 48
Abbildung 45: Gütertrasse im Anschluss an den Stadt-Natur-Park Flingern mit
Blick auf den Hellweg (Blickrichtung: Süden) 49
Abbildung 46: Gütertrasse unterhalb der Bahnbrücke mit seitlichem Flinger
Broich (Blickrichtung: Norden) 49
Abbildung 47: Gütertrasse über Höherweg auf Höhe der Stadtwerke
(Blickrichtung: Norden) 50
Abbildung 48: Blick auf den Aldi durch die umliegenden Gebäude
(Blickrichtung: Süden) 51
Abbildung 49: Streckenabschnittskorridor 7 (Teil 1) 52
Abbildung 50: Streckenabschnittskorridor 7 (Teil 2) 53
Abbildung 51: Verlauf Streckenabschnittskorridor 7 lt. Aufgabenstellung
(Kartengrundlage: GEObasis.nrw) 55
Abbildung 52 - Schrankenanlage Walter-Eucken-Straße (Blickrichtung: Süden) 56
Abbildung 53 - Engstelle Flinger Richtweg (Blickrichtung: Norden) 56
Abbildung 54 - Engstelle Junkerstraße (Blickrichtung: Südwesten) 57
Abbildung 55 - Bahnbrücke Ronsdorfer Straße (Blickrichtung: Süden) 57
Abbildung 56: Bestandsfahrbahn Hohenzollernallee (Blickrichtung: Westen) 58
MBS Nordtangente DUS III
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 57: Stadt-Natur-Park Flingern - südlicher Abschnitt mit
Parkouranlage und Basketballplatz (Blickrichtung: Südwesten) 59
Abbildung 58: Betriebskonzept Variante 1 65
Abbildung 59: Busanpassungen Variante 1 - oben: Verlängerung Linie 836;
unten: neue Endschleife Linie 834 67
Abbildung 60: Betriebskonzept Variante 2.1 68
Abbildung 61: Busanpassung Variante 2.1 - Linie 834 69
Abbildung 62: Betriebskonzept Variante 2.2 70
Abbildung 63: Busanpassungen Variante 2.2 - Linie 834 71
Abbildung 64: Bewertungselemente 75
Tabelle 1: Baukosten je Variante im Preisstand 2025 63
Tabelle 2: Betriebliche Auswirkungen je Variante 72
Tabelle 3: Verkehrliche Wirkungen je Mitfall / Variante 74
Tabelle 4: Kapitaldienst und Unterhaltungskosten für die ortsfeste
Infrastruktur 76
Tabelle 5: Betriebskostensaldo 77
Tabelle 6: Nutzeneffekte 78
Tabelle 7: Nutzen-Kosten-Indikatoren unter Berücksichtigung anteiliger
Kosten für die Theodor-Heuss-Brücke 79
Tabelle 8: Nutzen-Kosten-Indikatoren ohne anteilige Kosten für die
Theodor-Heuss-Brücke 80
Tabellenverzeichnis Seite
ANLAGE 1 LAGEPLÄNE UND QUERSCHNITTE
Anlage 1.1 3 Übersichtslagepläne im Maßstab 1:2.500
Anlage 1.2 2 Übersichtslagepläne im Maßstab 1:5.000
Anlage 1.3 1 Übersichtslageplan im Maßstab 1:10.000
Anlage 1.4 3 Querschnitte
ANLAGE 2 KOSTENAUFSTELLUNGEN
Anlage 2.1 Kostenaufstellung Variante 1
Anlage 2.2 Kostenaufstellung Variante 2.1
Anlage 2.3 Kostenaufstellung Variante 2.2
Anlage 2.3 Kostenaufstellung Lichtsignalanlagen
ANLAGE 3 BELASTUNGSBILDE R
Anlage 3.1 Belastungsbild Ohnefall [Fahrten/Tag]
Anlage 3.2 Belastungsbild Mitfall 1 [Fahrten/Tag]
Anlage 3.3 Differenzbild - Mitfall 1 gegenüber Ohnefall [Fahrten/Tag]
Anlage 3.4 Belastungsbild Mitfall 2.1 [Fahrten/Tag]
Anlage 3.5 Differenzbild - Mitfall 2.1 gegenüber Ohnefall [Fahrten/Tag]
Anlage 3.6 Belastungsbild Mitfall 2.2 [Fahrten/Tag]
Anlage 3.7 Differenzbild - Mitfall 2.2 gegenüber Ohnefall [Fahrten/Tag]
Anlagenverzeichnis
MBS Nordtangente DUS 1
1 Aufgabenstellung und Vorgehen
1.1 Aufgabenstellung
Der aktuelle Arbeitsstand des nachhaltigen urbanen Mobilitätsplans der Landeshauptstadt
Düsseldorf „Mobilitätsplan D" sieht eine deutliche Erhöhung des Anteils des öffentlichen
Personennahverkehr (ÖPNV) am Gesamtverkehrsaufkommen bis 2040 vor. Zur Erreichung
dieses Ziels ist es notwendig, die Nutzung des ÖPNV attraktiver zu gestalten und hierfür
unter anderem die ersten Schritte für den Ausbau des städtischen Schienennetzes voran-
zutreiben. Vor diesem Hintergrund wurde das Zielkonzept „Stadtbahn/Straßenbahn" erar-
beitet, das Streckenerweiterungsmaßnahmen umfasst, die nach fachlicher Bewertung ge-
eignet sind, zusätzliche Fahrgastpotenziale zu erschließen, weitere Kapazitäten im ÖPNV
zu schaffen und auf diese Weise, im Sinne der strategischen Ziele, deutliche Verkehrsver-
lagerungen vom motorisierten Individualverkehr (MIV) zum klima- und umweltfreundlichen
ÖPNV zu erreichen. Mit der über die Theodor-Heuss-Brücke verlaufenden „Nordtangente"
wurde eine mögliche neue Schienenstrecke identifiziert, die zur Zielerreichung beitragen
könnte.
Aufgrund des anstehenden Ersatzneubaus der Theodor-Heuss-Brücke soll die Untersu-
chung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit der Nordtangente vorrangig erfol-
gen. Das Herzstück der Nordtangente bildet eine neue stadtteilverbindende, tangentiale
Schienenstrecke von Oberkassel entlang der Bundesstraße B7 über den Rhein bis nach
Flingern. Die Ermittlung eines optimalen Start- und Endpunkts der Strecke sowie die Ent-
wicklung eines sinnvollen Betriebskonzepts und in diesem Zusammenhang die Klärung der
Systemfrage (Hochflur- oder Niederflurbahn) sind in der hier durchgeführten Machbarkeits-
studie zu beleuchten.
Die Studie umfasst die Betrachtung der technischen, betrieblichen und verkehrlichen Mach-
barkeit, um letztlich mithilfe einer vereinfachten Nutzen-Kosten-Untersuchung in Anlehnung
an die standardisierte Bewertung die Chancen zum Nachweis der Förderwürdigkeit des
Vorhabens auszuloten.
1.2 Vorgehen
Bereits aus dem Zielkonzept „Stadtbahn/Straßenbahn" sowie den politischen Rückmeldun-
gen haben sich sieben Streckenabschnittskorridore herauskristallisiert, die in verschiede-
nen Kombinationen untereinander verschiedene Trassenführungen ergeben und unter-
schiedliche Betriebskonzepte ermöglichen. Daraus wurden seitens der Stadt drei Strecken-
varianten erarbeitet, die eine Variante für Hochflurfahrzeuge und zwei Varianten für Nieder-
flurfahrzeuge umfassen und den Ausgangspunkt der Untersuchung bilden.
Die Streckenvarianten beziehen sich auf die Ausbaustrecken und werden hinsichtlich tech-
nischer Machbarkeit geprüft. Die zunächst vorgegebenen drei Streckenvarianten werden
im Laufe der Bearbeitung weiterentwickelt, um technisch machbare Trassenvarianten zu
erhalten.
MBS Nordtangente DUS 2
Zudem werden darauf abgestimmt drei Fahrplan- bzw. Betriebskonzeptvarianten entwickelt
mit Aussagen zu den Linien, die über Neubautrassen führen und ggf. weitergeleitet werden
ins bestehende Liniennetz, mit Taktangaben und Anpassungen im Busnetz. Die Numme-
rierung der Betriebskonzeptvarianten entsprechen der der Streckenvarianten.
Diese Arbeitsschritte werden nicht sukzessive bearbeitet. Vielmehr ist die Prüfung zur Re-
alisierbarkeit eines Vorhabens als iterativer Prozess zu verstehen, in dem ein Optimum
zwischen technischer Machbarkeit mit den damit verbundenen notwendigen Infrastruktur-
kosten, Angebotskonzept mit dem daraus zu erwartenden verkehrlichen Nutzen sowie be-
trieblicher Realisierbarkeit erarbeitet wird, um letztlich durch eine Nutzen-Kosten-Untersu-
chung die Förderwürdigkeit zu prüfen, die zur Finanzierbarkeit des Vorhabens erforderlich
ist. Der Arbeitsprozess fand in Abstimmung mit dem Düsseldorfer Amt für Mobilitätsma-
nagement und der Rheinbahn statt. (Abbildung 1)
Abbildung 1: Iteratives Vorgehen
Die Förderwürdigkeit eines Investitionsvorhabens wird durch eine Bewertung gemäß stan-
dardisierter Bewertung geprüft, die auf dem Mitfall / Ohnefall-Prinzip beruht. Der soge-
nannte Ohnefall bildet das künftige Verkehrsgeschehen zum Prognosehorizont (hier 2030)
ohne Vorhabenumsetzung ab. Darauf aufbauend wird der sogenannte Mitfall entwickelt,
der sich vom Ohnefall unterscheidet durch
• die Umsetzung des Bauvorhabens (neue Stadtbahnverbindung),
• die darauf abgestimmten Betriebs-/Angebotskonzepte und
• dem sich dadurch einstellenden Verkehrsgeschehen.
Mit dem Mitfall / Ohnefall-Prinzip werden diejenigen Veränderungen ermittelt, die durch die
Realisierung des zu prüfenden Vorhabens (Stadtbahnverbindung über die Theodor-Heuss-
Brücke) im Mitfall (Planfall mit der Stadtbahnverbindung) gegenüber den Verhältnissen
MBS Nordtangente DUS 3
ohne Realisierung der Stadtbahnverbindung im Ohnefall erwartet werden. Die so ermittel-
ten Wirkungen werden als Salden ausgewiesen.
Zur Ermittlung der verkehrlichen Wirkungen wird das städtische Verkehrsmodell mit Prog-
nosehorizont 2030 herangezogen. Hier wird die Versionsdatei „Mitfall aus der Untersu-
chung zur U81-West (Rheinquerung)" verwendet. Darin sind alle bekannten Fahrplanan-
passungen (U80 zum Flughafen ohne Messeumfahrung, U81-West, Rheintakt usw.) abge-
bildet. Diese Versionsdatei wird dahingehend angepasst, dass neuere Erkenntnisse zur
Strukturentwicklung entlang des hier zu betrachtenden Untersuchungskorridors aufgenom-
men werden, um so den für die durchzuführenden Berechnungen notwendigen Ohnefall
(Nordtangente) zu erhalten.
In den nachfolgenden Kapiteln werden die Ergebnisse erläutert:
• Streckenabschnittskorridore und Ausgangsvarianten, auf denen die anschließende
Prüfung der technischen Machbarkeit basiert, sowie die abschließende Bestimmung
geeigneter Trassenvarianten
• Zu erwartend
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.