Beschlussvorlage Aktenzeichen APS/031/2026

Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt (Teilbaustein des Förderprojektes KreativRaum D)

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Pariser Straße 41 · Stadtbezirk 4 (Oberkassel)örtlicher Bezug 2Dokumente 25. März 2026veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Sachdarstellung“

1.Anlass Der Rat der Stadt Düsseldorf beauftragte die Verwaltung im März 2022 mit der Teilnahme am Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" (siehe Vorlage APS/013/2022). Das Projekt „KreativRaum D" wurde im Oktober 2022 zur Förderung ausgewählt und in der Folge mit dem Fördermittelgeber (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung) weiterqualifiziert.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 25. März 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Vorgang · APS/031/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Beschlussvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Weitere Unterlage

    1. Anlage_Umsetzungsstrategie · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 9

    Bezirksvertretung 4. Amtlicher Vermerk: „Empfehlung mehrheitlich beschlossen“.

  4. Sitzung · TOP 5.8

    Bezirksvertretung 1. Amtlicher Vermerk: „Empfehlung mehrheitlich beschlossen“.

  5. Sitzung · TOP 6.1

    Bezirksvertretung 3. Amtlicher Vermerk: „einstimmig beschlossen“.

  6. Sitzung · TOP 5

    Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung. Amtlicher Vermerk: „Empfehlung abweichend beschlossen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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APS/031/2026 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt (Teilbaustein des Förderprojektes KreativRaum D) Fachbereich: 61 - Stadtplanungsamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Cornelia Zuschke Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Bezirksvertretung 407.10.2026Anhörung Bezirksvertretung 109.10.2026Anhörung Bezirksvertretung 313.10.2026Anhörung Ausschuss für Planung und 14.10.2026Vorberatung Stadtentwicklung Haupt- und Finanzausschuss02.11.2026Vorberatung Rat 12.11.2026Entscheidung Sitzung des APS am 14.10.2026Vorlage Nr. APS/031/2026 Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt (Teilbaustein des Förderprojektes KreativRaum D) - Beschluss Beschlussentwurf: BV 4 Die Bezirksvertretung 4 wird zu den Inhalten der Vorlage angehört und empfiehlt dem Rat der Stadt eine vorlagegemäße Beschlussfassung. BV 1 Die Bezirksvertretung 1 wird zu den Inhalten der Vorlage angehört und empfiehlt dem Rat der Stadt eine vorlagegemäße Beschlussfassung. BV 3 Die Bezirksvertretung 3 wird zu den Inhalten der Vorlage angehört und empfiehlt dem Rat der Stadt eine vorlagegemäße Beschlussfassung. APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung empfiehlt nach Anhörung der Bezirksvertretungen 1, 3 und 4 dem Rat eine vorlagegemäße Beschlussfassung. HFA Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt im Rahmen seiner Vorberatung eine vorlagegemäße Beschlussfassung. Rat Der Rat der Stadt beschließt die Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt und beauftragt die Verwaltung auf dieser Grundlage 1.mit der Umsetzung der Zukunftsprojekte, deren Projektträgerschaft gesichert ist, soweit personelle und finanzielle Ressourcen vorhanden sind. 2.alle weiteren Zukunftsprojekte mit hohem finanziellem oder personellen Ressourcenbedarf so vorzubereiten, dass eine schnellstmögliche Umsetzung erfolgen kann, sobald die Ressourcenlage dies wieder erlaubt. Seite 2 Sachdarstellung: 1.Anlass Der Rat der Stadt Düsseldorf beauftragte die Verwaltung im März 2022 mit der Teilnahme am Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" (siehe Vorlage APS/013/2022). Das Projekt „KreativRaum D" wurde im Oktober 2022 zur Förderung ausgewählt und in der Folge mit dem Fördermittelgeber (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung) weiterqualifiziert. Ziel des Projekts „KreativRaum D" ist ein Beitrag für eine zukunftsfähige Transformation der Zentren, für eine langfristig resiliente, nutzungsgemischte Zentrenstruktur. Durch neue Denkansätze, Handlungskonzepte, Unterstützungsleistungen sowie Kooperationen sollen die innerstädtischen Potenziale für neue Akteur*innen aus Kultur- und Kreativwirtschaft, Kunst, Subkultur und Zivilgesellschaft sowie des (Kunst-) Handwerks und der urbanen Produktion aktiviert werden. In dem weiterentwickelten Förderantrag wurden verschiedenen Bausteine - die auf das oben beschriebene Ziel einzahlen - miteinander verknüpft. Das Projekt „KreativRaum D" bestand aus den Bausteinen - Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt (Gegenstand dieser Vorlage), Federführung: Stadtplanungsamt - Reallabor Worringer Platz, Federführung: Kreativraum D Team, Kulturamt - Entwicklung einer Strategie und Aufbau einer Prozessstruktur zur Erschließung von Leerständen und temporären Nutzungen, Federführung: Wirtschaftsförderungsamt Die im Rahmen des Förderprogrammes für die Umsetzungsstrategie zur Verfügung gestellten Finanzmittel (ca. 180.000,- €) waren per Zweckbindung ausschließlich an die Erarbeitung der Umsetzungsstrategie geknüpft und liegt nun zur Beschlussfassung vor. Die Umsetzungsstrategie Zukunft/Altstadt Innenstadt enthält zahlreiche Entwicklungsansätze und Projekte, die einer resilienten innerstädtischen Entwicklung Düsseldorfs dienen. Sie ist zudem Ergebnis eines partizipativen Erarbeitungsprozesses unter Einbindung der Politik, von Fachakteuren, Bürger und Bürgerinnen sowie der Fachverwaltung. Neben Projekten mit höherem finanziellem Ressourcenbedarf, gibt es auch Projekte, die nach politischem Beschluss - durch die eine Projektträgerschaft übernehmenden Ämter - direkt initiiert werden könnten. Mit dem politischen Beschluss werden die Voraussetzungen für eine Umsetzung geschaffen. Die entwickelten Zielrichtungen und Projekt werden dadurch bestätigt und die Verwaltung mit der Realisierung im Rahmen ihrer vorhandenen Möglichkeiten grundsätzlich beauftragt. Der Seite 3 Beschluss beinhaltet keine zusätzliche Bereitstellung von finanziellen Ressourcen. Inhalte und Projekte, die keine weiteren Ressourcen benötigen, können umgehend angegangen werden. Andere stehen nach dem Beschluss in den Startlöchern sobald sich die Rahmenbedingungen ändern. Zum Beispiel wenn auf Basis der Strategie entsprechend Fördermittel eingeworben werden können. Der politische Beschluss schafft damit die Grundlage für eine kontinuierliche und schrittweise Verwirklichung der Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt Innenstadt. 2.Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt Die Umsetzungsstrategie zielt auf die integrierte zukunftsfähige Entwicklung der Alt- und Innenstadt ab. Sie entwickelt und konkretisiert den Schlüsselraum „Zukunft Innenstadt" aus dem Raumwerk D weiter und berücksichtigt den Auftrag an die Verwaltung gemäß Ratsbeschluss zur „Quartiersentwicklung Düsseldorfer Altstadt" (RAT/314/2023) in Verbindung mit dem mehrheitlich beschlossenen Ratsantrag „Altstadt - sicher, bunt und attraktiv für alle (RAT/315/2023). Der Schlüsselraum Zukunft Innenstadt mit seinen Handlungsempfehlungen ist wesentliche Grundlage und definiert zudem die Abgrenzung des Projektgebietes. Die Umsetzungsstrategie übersetzt damit als erster Anschlussprozess des Raumwerk D die strategischen Ziele und Aussagen in konkrete, umsetzungsorientierte Projekte für die Alt- und Innenstadt. 3.Erarbeitungsprozess und Akteurseinbindung Die Umsetzungsstrategie wurde in mehreren Teilschritten erarbeitet. Der Prozess war durch eine breite fachliche, politische und zivilgesellschaftliche Beteiligung geprägt. Erarbeitete Inhalte wurden gemeinsam überprüft, produktiv diskutiert, geschärft und integriert weitergedacht. Ein wichtiger erster Baustein war das Sammeln und Filtern vorhandener Ideen, Ansätze und Projekte der Verwaltung. Das Ergebnis zeigte, dass die Fachämter bereits zahlreiche Ideen, Ansätze oder Projekte für die Entwicklung einer resilienten Innenstadt vorantreiben (Anlage, S. 78 ff). Auf Basis der Ergebnisse konnten Lücken und offene Herausforderungen identifiziert und daran anknüpfend im weiteren Prozessverlauf Lösungsansätze erarbeitet werden. Dies geschah auch im Rahmen mehrerer Beteiligungsformate. Seite 4 Insgesamt wurden zwei Akteursworkshops, eine mehrwöchige Onlinebeteiligung sowie zahlreiche verwaltungsinterne Arbeitstermine, ein Pop-Up City-Walk sowie eine Veranstaltung zum Abschluss des Förderprojekts durchgeführt. Die ausführliche Beschreibung der Formate sowie der inhaltlichen Bestandteile ist der Anlage, S. 6 ff zu entnehmen. Zudem wurde mit der Beschlussfassung der Vorlage Nr. APS/068/2025 in der Sitzung des Rates am 10.07.2025 zu den Zwischenergebnissen ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Ergebnisse der verschiedenen Beteiligungsformate sind durch das beauftragte Planungsbüro Urbanista im Nachgang jeweils planungsfachlich ergänzt und für das jeweilige Folgeformat aufbereitet worden. 4.Bestandteile der Umsetzungsstrategie: Innenstadt Agenda, Zielrichtungen und Zukunftsprojekte, Projektkatalog (Anhang) Wesentliche Bestandteile der Umsetzungsstrategie sind die Innenstadt Agenda sowie die zehn Zielrichtungen und die daraus abgeleiteten Zukunftsprojekte. Die Strategie fungiert wie ein integriertes Stadtentwicklungskonzept und soll auch für eine künftige Fördermittelakquise dienen. Mit der Vorlage werden die Projekte nicht direkt zur Umsetzung beschlossen. Hier gilt der Vorbehalt der Haushaltsentscheidungen durch den Rat für jedes Projekt. In Vorlage und Steckbriefen sind das Ergebnis und die Priorisierung der Beteiligung wiedergegeben. Die Innenstadt Agenda fasst die Ergebnisse der ersten analytischen Arbeitsschritte (Status- Check, Challenge Map, Projektkatalog) zusammen. Der Projektkatalog (Anhang der Umsetzungsstrategie) enthält alle Projekte, die von den Fachämter im Rahmen der ersten Analysephase benannt wurden. Darin ist auch das Projekt „Opernhaus-Neubau" aufgeführt, das inzwischen nicht mehr weiterverfolgt wird. Der Projektkatalog hat dokumentarischen Charakter und dient der vollständigen Darstellung aller eingebrachten Projekte. Der Standort des ehemaligen Kaufhofs am Wehrhahn weist aufgrund seiner zentralen Lage städtebauliche Entwicklungspotenziale für die Alt- und Innenstadt auf. Entsprechend wird der Standort neben weiteren relevanten Entwicklungsstandorten in der Umsetzungsstrategie berücksichtigt. Zugleich wird ein Neubau der Deutschen Oper nicht mehr berücksichtigt. Stattdessen ist die Möglichkeit einer Ertüchtigung und Weiterentwicklung der Oper am bestehenden Standort in die Überlegungen eingeflossen. Dies spiegelt sich an verschiedenen Stellen wider. Hauptbestandteil der Umsetzungsstrategie sind integrierte Zukunftsprojekte. Diese sind aus den beschlossenen Zielrichtungen (Damals: Zukunftsideen, siehe Vorlage Nr. APS/068/2025) Seite 5 und deren inhaltlicher Weiterentwicklung erarbeitet worden. Ein Zukunftsprojekt ist ein umsetzungsorientiertes Projekt mit ganzheitlichem Ansatz. Es verknüpft mehrere Themen wie Kultur, Wirtschaft, Soziales, Mobilität und Aufenthaltsqualität und ist breit getragen, förderfähig und an zentrale Herausforderungen der Innenstadtentwicklung angepasst. Ziel ist es, eine spürbare nachhaltige Veränderung für die Düsseldorfer Alt- und Innenstadt, unter Bündelung aller Ressourcen zu bewirken und gegebenenfalls förderfähig bezüglich eventueller Finanzierungen zu sein. Die Zielrichtungen sowie die zugehörigen Zukunftsprojekte sind der Umsetzungsstrategie (Anlage, S. 24 ff.) zu entnehmen. 5.Finanzierung/ Ressourcen In der Umsetzungsstrategie sind für die Zukunftsprojekte bisher keine Finanzmittel in den Haushalt eingestellt. Die Verwaltung erhielt durch Ratsbeschluss zunächst den Auftrag eines integrierten Konzeptes. Eine grobe Einschätzung zu den möglichen Kostenrahmen für die Umsetzung sowie den Finanzierungsmöglichkeiten (städtisch, gefördert, privat) wurde jedoch vorgenommen, da die Fördergeberin dies für die Erstellung des Konzeptes so vorsah. Diese Einschätzung wurde vom Fördergeber so vorgegeben, ersetzt jedoch keine Bedarfs- / Ausführungs- und Finanzierungsbeschlüsse oder Haushaltszuwendungen. Diese sind dann mit den konkreten Maßnahmen einzuholen, wenn sie zur Realisierung angemeldet werden sollen. Wie oben bereits ausgeführt, können jedoch teilweise bereits erste Schritte zur Initiierung der Projekte vorgenommen werden. Für ein Zukunftsprojekt konnte derzeit keine Projektträgerschaft übernommen werden. Teilweise wurden die Projektträgerschaften nur unter Vorbehalt bestimmter Bedingungen, wie zum Beispiel einer besseren Ausstattung mit personellen oder finanziellen Ressourcen angenommen. 6.Ausblick Nach Beschluss soll im ersten Schritt der Fokus auf den Zukunftsprojekten liegen, bei denen die Projektträgerschaft gesichert ist und entsprechende Ressourcen vorhanden sind. In der Roadmap (Anlage, S. 72 f.) sind die angestrebten Zeithorizonte für die Umsetzung der Zukunftsprojekte dargestellt. Im Weiteren sind für die weiteren Zukunftsprojekte in Abhängigkeit verfügbarer Ressourcen die Finanzierungsmöglichkeiten zu klären. Durch den Beschluss der Umsetzungsstrategie können diese Schritte gegebenenfalls bereits vorbereitend durchgeführt werden, sodass eine Umsetzung bei geänderten Rahmenbedingungen schnellstmöglich durchgeführt werden kann. Bei der Umsetzung der Projekte ist erneut auf eine Beteiligung der breiten Akteurslandschaft und der Bürger*innen zu achten. Die enge Einbindung der jeweils zuständigen Bezirksvertretung ist dabei selbstverständlich. Seite 6 Die erfolgreiche Umsetzung der dargestellten Zukunftsprojekte dient der Entwicklung einer resilienten - den aktuellen vielfältigen Herausforderungen widerstehenden - Alt- und Innenstadt sowie bündelt und koordiniert (gemäß oben genanntem Ratsbeschluss) zugleich viele Einzelaktionen zu einer effizienten Umsetzungsstruktur. 7.Beschluss der Umsetzungsstrategie Mit dem Beschluss der Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt setzt der Rat der Stadt Düsseldorf einen wichtigen strategischen Impuls für die zukünftige Entwicklung der Alt- und Innenstadt. Er beschließt die Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt inklusive der dargestellten Inhalte und beauftragt Verwaltung die dargestellten Zukunftsprojekte im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen weiterzuverfolgen. Zugleich nimmt der Rat damit zur Kenntnis, dass die Umsetzung der dargestellten Zukunftsprojekte unter dem Vorbehalt der verfügbaren Ressourcen stehen. Dies ist auch der Fördergeberin bekannt. Anlagen: 1. Anlage_Umsetzungsstrategie Seite 7
1. Anlage_Umsetzungsstrategie als Text anzeigen
DüsseldorfUmsetzungs Nähe trifft Freiheit strategie Zukunft Altstadt / Innenstadt 1 Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt Auftraggeberin Landeshauptstadt Düsseldorf Stadtplanungsamt Brinckmannstr. 5 40225 Düsseldorf Auftragnehmerin urbanista GmbH & Co KG Julian Petrin, Birte Kepp, Philip Spring Springeltwiete 4 20095 Hamburg Titelbild: Dirk Rose; Fotos: Dirk Rose; urbanista 7. August 2026 2 Vorwort 4 Anlass 5 Meilensteine der Umsetzungsstrategie 6 Bestandteile der Umsetzungsstrategie 7 Innenstadt Agenda 8 Der Weg zu den Zielrichtungen und Zukunftsprojekten 18 Zielrichtungen & Zukunfts projekte der Umsetzungs strategie 24 Übersichtskarte der Zukunftsprojekte 70 Roadmap 72 Visionsbild 74 Phase 2: Ausblick 76 Anhang 78 Projektkatalog (Projekte der Verwaltung) 78 3 Vorwort Vorwort Mit dem Beschluss des Raumwerk D Ende 2022 hat der Rat der Landeshauptstadt Düs- seldorf ein neues städtebauliches Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht. Es ist aus einem mehrphasigen Erarbeitungsprozess hervorgegangen. Ein zentrales Element hierbei sind die Schlüsselräume - Stadträume, die eine besondere Rolle für die Entwicklung Düs- seldorf spielen. Einer dieser Schlüsselräume ist „Zukunft Innenstadt". Als Herz Düsseldorfs treffen hier die Ideen und Wünsche zahlreicher Akteurinnen und Akteure aufeinander. Mit den vielfältigen thematischen und räumlichen formulierten Handlungsempfehlungen ist da\ s Raumwerk D eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung dieses zentralen Stadtraumes. Im Jahr 2024 bot sich die Möglichkeit, die dort formulierten Ansätze im Rahmen des Bun- desförderprogrammes „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" - konkret im Förderpro- jekt Kreativraum D - weiter zu vertiefen. Zugleich war dies ein erster wichtiger Schritt in Richtung Umsetzung. Der Schlüsselraum und ein anknüpfender Ratsauftrag waren Bezugs- rahmen für das Projektgebiet der hier nun vorliegenden „Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt/ Innenstadt". Die zeitlichen Rahmenbedingungen waren ambitioniert: Da das Förderprojekt Ende 2025 auslief, galt es innerhalb eines Jahres konkrete Zukunftsprojekte für eine resiliente Alt- und Innenstadt zu entwickeln - strukturiert, zielgerichtet und unter intensiver Beteiligung. In enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Urbanista aus Hamburg en\ tstand so diese Umsetzungsstrategie als Ergebnis eines gemeinsamen Arbeitsprozesses. Geprägt war der Prozess erneut durch unterschiedliche Beteiligungsformate; Fachämter, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bürgerinnen und Bürger, Jugendliche (im Rahmen einer Bürgerinnen- und Bürgervertretung) sowie Akteurinnen und Akteure der Alt- und Innenstadt brachten sich engagiert ein. Der große Mitwirkungs- und Gestaltungswill\ e aller Beteiligten war dabei eine tragende Kraft. Zugleich erhielt die Verwaltung durch Ratsbe- schluss den Auftrag eines integrierten Konzeptes für die Innenstadt. Beides zusammen ergab das nun vorliegende Papier. Im Ergebnis liegen integrierte Zielrichtungen und Zukunftsprojekte vor. Diese greifen laufende Projekte der Ämter auf, verknüpfen diese, entwickeln neue Lösungsansätze und formulieren konkrete Maßnahmen. Orte, Zuständigkeiten und Umsetzungsschritte werden benannt und eine gemeinsame Vorstellung einer resilienten Alt- und Innenstadt für alle sichtbar gemacht. Nun gilt es diese Inhalte mit Leben zu füllen: Es braucht die Befähigung, die kontinuierli- che Zusammenarbeit und die beständige Motivation aller Akteurinnen und Akteure, um die hier formulierten Projekte gemeinsam zu realisieren. Nur so können di\ e angestrebten Ziele erreicht und eine resiliente Alt- und Innenstadt Wirklichkeit werden. Für die erneute Mitwirkung so Vieler und die damit einhergehende Bere\ itschaft der Betei- ligten, ihre Zeit und Energie in die gemeinsame Zukunft unserer Stadt zu investieren, bin ich sehr dankbar. Dieses Engagement ist ein starkes Fundament für die positive Entwick- lung Düsseldorfs und lässt mich - trotz der zahlreichen Herausforderungen vor denen wir alle stehen - mit Zuversicht auf die kommenden Jahre blicken. Herzlichst Ihre Cornelia Zuschke 4 Anlass In der Düsseldorfer Innenstadt finden sich viele Besonderheiten und Alleinstellungsmerk- male, aber sie steht - wie die meisten Innenstädte bundesweit -\ vor tiefgreifenden Ver- änderungen. Der Strukturwandel des Handels, neue Formen des Arbeitens, veränderte kulturelle Aktivitäten, steigende Anforderungen an Klimaanpassung und Mobilität sowie ein wachsender Anspruch an Aufenthaltsqualität und soziale Teilhabe überlagern sich im Zen- trum der Stadt. Diese Entwicklung ist kein kurzfristiger Umbruch, sondern Ausdruck eines dauerhaften Wandels. Innenstadt ist heute Arbeitsort und Wohnstandort, Bühne für Kultur und Tourismus, Raum für Begegnung, Freizeit und öffentliche Auseinandersetzung. Gerade diese Vielfalt birgt großes Potenzial. Gleichzeitig entstehen neue Spannungsfelder. Nutzungskonflikte zwi- schen Wohnen, Abendnutzungen und Tourismus, Zielkonkurrenzen zwischen Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität oder zwischen wirtschaftlichem Druck und klimatisc\ hen Erforder- nissen verlangen nach integrierten, sorgfältig austarierten konkreten Lösungen. In Düsseldorf tritt diese Gemengelage in besonderer Dichte zutage. Al\ tstadt und Innen- stadt sind von einem Mosaik unterschiedlicher Quartiere geprägt, mit jeweils eige\ ner Geschichte, Funktion und Atmosphäre - von der Altstadt über die Carlstadt und die Kö- nigsallee bis zu den klassischen Citylagen rund um Schadowstraße, Berliner Allee und Graf-Adolf-Straße. Die direkte Lage am Rhein, die hohe Dichte kultureller Einrichtu\ ngen, die Bedeutung als Wirtschafts- und Arbeitsstandort sowie die Attraktivität der Innenstadt als Wohnort verstärken diese Überlagerung zusätzlich. Diese Vielfalt ist eine zentrale Qualität der Düsseldorfer Innenstadt. Sie macht ihre Leben- digkeit, ihre Ausstrahlung und ihre identitätsstiftende Kraft aus - für die Stadt wie für die Region. Zugleich erhöht sie die Sensibilität des Systems: Wo viele Nutzungen, Interessen und Zeithorizonte auf engem Raum zusammentreffen, entstehen Reibungen schneller und wirken sich unmittelbarer aus. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels, die sich in der dichten Innenstadt besonders deutlich zeigen - etwa durch Hitze, Starkregen oder stei- gende Anforderungen an die Gestaltung öffentlicher Räume. Das Raumwerk D beschreibt bereits die Herausforderungen der Düsseldorfer Altstadt und Innenstadt. Sie liegen weniger in einzelnen Defiziten als in der Gleichzeitigkeit der Anfor- derungen und in der Frage, wie unterschiedliche Ziele miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund bildet die Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt / Innenstadt den Rahmen, um diese komplexe Ausgangslage weiterzudenken und in konkrete, gemeinsam getragene Projekte zu übersetzen. Sie knüpft an bestehende Erkenntnisse an und macht die besonderen Herausforderungen und Potenziale der Düsseldorfer Innenstadt zum Aus- gangspunkt für die erarbeiteten Zielrichtungen und Ideen. 5 Anlass Meilen- steine zur Umsetzungs- strategie Wie ist aus Analyse und Dialog die Umsetzungsstra- tegie Zukunft Altstadt / Innenstadt entstanden? Welche Erkenntnisse bilden die Grundlage der Stra- tegie? Wie leiten sich daraus konkrete Zukunftsprojekte für die Innenstadt ab? 6 Bestandteile der Umsetzungsstrategie Die Umsetzungsstrategie besteht im Wesentlichen aus zwei Teilbausteinen: Der Innenstadt Agenda sowie den Zielrichtungen und zugehörigen Zukunf\ tsprojekten. Die Innenstadt Agenda geht aus der ersten analytisch geprägten Prozessphase hervor. Die Zielrichtungen und Zukunftsprojekte sind das Ergebnis der daran anknüpfenden inhalt- lichen Arbeitsphasen. Die Zielrichtungen stellen den grundlegenden Entwicklungsansatz dar und \ verdeutlichen den hohen integrativen Aspekt der Umsetzungsstrategie. Ihnen zugeordnet ist jeweils ein Zukunftsprojekt. Jedes Zukunftsprojekt \ ist dabei nur eines von mehreren möglichen aus den Zielrichtungen hervorgehenden Projekten. Die Auswahl und Ausarbeitung der jeweiligen Zukunftsprojekte ist das Resultat einer the- matischen Fokussierung aus dem Beteiligungs- und Abstimmungsprozess. Innenstadt Agenda Zielrichtungen und ist die Grundlage für die inhaltliche sind basierend auf der Innenstadt Vertiefung der Umsetzungsstrate- Agenda erarbeitet worden und gie und kombiniert die Ergebnisse strategischer Kern der Umset- von drei Prozessbausteinen. zungsstrategie. Status-Check Zielrichtungen Beschreiben langfristig ange- Erfasst und strukturiert alle lau- strebte qualitative Veränderun- fenden und geplanten Projekte gen für die Alt- und Innenstadt der Alt- und Innenstadt. und zeigen auf, welche Themen und Räume im Fokus stehen. Challenge Map Verdichtet die Analyse zu zen- Übersetzen strategische Ziele in tralen Herausforderungen und umsetzungsorientierte Maßnah- prioritären Handlungsclustern. men. Enthalten Aussagen zu Inhalten, Standorten, Umsetzungsschrit- Bündelt und priorisiert ausge- ten, Beteiligten, Finanzierung wählte Projektansätze. und Zeithorizont. 7 Anlass 8 Die Innenstadt Agenda bietet einen strukturierten Überblick über a\ lle lau- fenden und geplanten Projekte der Alt- und Innenstadt, relevante Fokus- räume sowie zentrale Herausforderungen. Sie zeigt die thematischen und räumlichen Handlungsschwerpunkte auf, die künftig besondere Aufmerksamkeit benötigen. • Status Check Mit intensiver Unterstützung der Fachämter ermittelte ein verwal- tungsweiter Status Check frühzeitig laufende und geplante Projekte der Verwaltung in der Alt- und Innenstadt. So konnten doppelte Auf- wände vermieden, mögliche Synergien identifiziert und Ansätze für integrative Projekte erarbeitet werden. In Kombination mit den ad- ressierten Herausforderungen entstand so eine umfangreiche Darstel- lung des Status Quo, an den im weiteren Verlauf angeknüpft werden konnte. • Challenge Map Dieser Status Quo erlaubte es, mit Hilfe einer „Challenge Map" offene Herausforderungen und Aufgabenstellungen für die Alt- und Innen- stadt zu identifizieren. Diese wurden zu Handlungsclustern zusam- mengeführt. • Projektkatalog Der Projektkatalog bündelt und priorisiert ausgewählte Projektansä\ t- ze als Grundlage für die weitere inhaltliche Arbeit. Die darin abge- bildeten 34 Projekte sind Ergebnis der Analysephase und inhaltliche Grundlage für das integrierte Weiterdenken der Inhalte. Diese drei Bestandteile Status Check, Challenge Map und Projektkatalog wurden in der Innenstadt Agenda zusammengeführt und werden nachfol- gend erläutert. 9 Status-Check - Was läuft schon? Zu Beginn der Erarbeitung der Umsetzungsstrategie wurde ein umfassender \ Überblick über alle laufenden und geplanten Projekte erstellt sowi\ e Ideen und Themen für die Zukunft der Düsseldorfer Innenstadt gesammelt. Grun\ dlage wa- A) Status- Check / Steckbriefe ren die Ergebnisse einer ersten Ämterrunde im Oktober 2024 sowie die \ Empfeh- > Übersicht Status lungen aus dem Raumwerk D zum Schlüsselraum „Zukunft Innenstadt"\ . Um diese Informationen systematisch auswertbar zu machen, wurden die Inhalte in 64 einseitigen Basis-Steck- briefen aufbereitet. Alle erfassten Projekte wurden einem Status zuge- ordnet: Idee, in Diskussion, beschlos- sen oder bereits in Umsetzung. Die Übersicht zeigte, dass der Großteil der Projekte noch im Status „Idee" oder „in Diskussion" ist, während be- reits einige Vorhaben „in Umsetzung" Übersicht über die Status-Angaben der Projekte (Arbeitsstand). sind. Zusätzlich wurde dokumentiert, welche Akteurinnen und Akteure beteiligt sind, in welchen Bereichen der \ Innenstadt die Stadtplanungsamt Stadtplanungsamt 8 jeweiligen Vorhaben verortet werden können und bis wann das Projekt / Vorhaben umge- setzt werden soll. Dieser Zwischenstand war eine wichtige Grundlage, um sowohl beste- hende Interessen als auch thematische Lücken zu identifizieren und damit gezielt Ansatz- punkte für die weitere Vertiefung zu gewinnen. Für einen besseren Überblick wurden die 64 Projekte acht überge\ ordneten Themenfeldern zugeordnet: • Umwelt, Klima & Grün • Verkehr & Mobilität • Ordnung & Sicherheit • Kultur & Erleben • Jugend, Soziales & Bewegung • Wirtschaft & Handel • Nutzungsmischung & Alltagslebendigkeit • Städtebau & Stadtraum Die Fachämter der Landeshauptstadt Düsseldorf haben die 64 Steckbriefe \ geprüft und er- gänzt. Damit entstand eine belastbare Bestandsaufnahme, die sowohl di\ e vorhandenen Aktivitäten in der Alt- und Innenstadt als auch deren räumliche und thematische Schwer- punkte sichtbar macht. Der Status-Check zeigte, wo Synergien bestehen, wo sich Projekte räumlich überschnei- den und welche Themen besonders drängend sind. Daraus ergaben sich erste Erkenntnis- se über zentrale Schwerpunkträume und relevante Themen. Gleichzeitig wurde sichtbar, welche Aspekte bereits gut abgedeckt sind und an welchen Stellen noch th\ ematische oder räumliche Lücken bestehen - eine wichtige Grundlage für die weitere Vertiefung im Pro- zess. Die Gesamtübersicht der Projekte ist im Anhang abgebildet. 10 Challenge Map: Herausforderungen und Auf Grundlage des Status-Checks wurden in der sogenannten „Challenge Map" 26 zentrale Herausforderungen in der Innenstadt identifiziert. Dazu zählen unter anderem: • Konfliktfreier und nachhaltiger Wohnraum • Etablierung von „Dritten Orten" und Orten der Nachbarschaft • Förderung kreativer Milieus und Netzwerke, Start-Ups • Zukunftsfähiger Handel und Gastronomie • Bioklimatische Anpassung und Klimaresilienz der Innenstadt Für jedes Projekt wurde geprüft, zu welchen der 26 Herausforderungen es Bezüge auf- weist. Die Analyse zeigte, welche Themen bereits durch die gesammelten Vorhaben aus- reichend adressiert werden. Auf diesem Weg konnten konkrete thematische oder räum- liche Lücken herausgearbeitet werden, z.B. im Bereich „Wohnen" oder bei städtischen Angeboten für „Dritte Orte". Gleichzeitig wurden auch Potenziale für Synergien sichtbar, also Bereiche, an denen mehrere Themen sowie Akteurinnen und Akteure zus\ ammenge- führt werden können. Um die Vielzahl der einzelnen Herausforderungen für die strategische Weiterarbeit nutzbar zu machen, wurden inhaltlich verwandte Themen zu übergeordneten Handlungsclustern gebündelt. Dabei wurden insbesondere jene Herausforderungen zusammengeführt, die: • thematisch eng zusammenhängen, • ähnliche Bedarfe oder Zielgruppen betreffen, • sich räumlich überschneiden oder • gemeinsam eine strategisch relevante Lücke markieren. 11 Einblick in die Challenge Map Welchen Herausforderungen sind viele / wenige Projekte zuortbar? Wo gibt es „Lücken"? (Stand Frühling 2025). 37 31 27 26 26 24 24 24 23 20 16 15 14 Bio- Klima- Sicherheit Konflikt- Barriere- Familien- Begeg- Urbane Konflikt- Förderung Freiraum- Pflege, Grün- klima- freund- und lösung, freie Infra- freund- nungs- & Sport-, freier und soziale gerechtig- Erhalt und Blaue tische liche Prävention Koordi- struktur liche

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen APS/031/2026