Informationsvorlage Aktenzeichen JHA/018/2026

Aufbau einer stadtweiten Struktur für Digitale Aufsuchende Arbeit (DAA) in Düsseldorf – aktueller Stand und weiteres Vorgehen

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 4. Februar 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Anlass und Ziel der Vorlage Die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hat in den vergangenen Jahren eine Dynamik entwickelt, die weitreichende Auswirkungen auf ihr Aufwachsen, ihre psychische Gesundheit und ihre soziale Teilhabe hat. Diese Entwicklung ist mittlerweile nicht nur in der Praxis der Jugendhilfe, sondern auch in Politik, Schule und Familie ein zentrales Thema. Das Amt für Soziales und Jugend erkennt einen wachsenden Bedarf, die Zielgruppe der Jugendlichen digital zu erreichen und Methoden sozialpädagogischen Handelns auch in der digitalen Lebenswelt anzubieten.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 4. Februar 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Vorgang · JHA/018/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Informationsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 3.1

    Jugendhilfeausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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JHA/018/2026 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Aufbau einer stadtweiten Struktur für Digitale Aufsuchende Arbeit (DAA) in Düsseldorf â€" aktueller Stand und weiteres Vorgehen Fachbereich: 51 - Amt für Soziales und Jugend Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Jugendhilfeausschuss 02.03.2026 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Anlass und Ziel der Vorlage Die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hat in den vergangenen Jahren eine Dynamik entwickelt, die weitreichende Auswirkungen auf ihr Aufwachsen, ihre psychische Gesundheit und ihre soziale Teilhabe hat. Diese Entwicklung ist mittlerweile nicht nur in der Praxis der Jugendhilfe, sondern auch in Politik, Schule und Familie ein zentrales Thema. Das Amt für Soziales und Jugend erkennt einen wachsenden Bedarf, die Zielgruppe der Jugendlichen digital zu erreichen und Methoden sozialpädagogischen Handelns auch in der digitalen Lebenswelt anzubieten. Die Fachberatungsstelle hat in den vergangenen zwei Jahren intensiv darauf hingearbeitet, das Themenfeld der digitalen aufsuchenden Arbeit (DAA) in Düsseldorf strategisch zu verankern. Ziel dieser Vorlage ist es, den Ausschuss über die laufende Strukturierungsphase zu unterrichten und die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem stadtweiten Konzept darzustellen. Seite 2 Sachstand Ausgangslage und fachliche Einschätzung Aufsuchende soziale Arbeit oder nachgehende Sozialarbeit bezeichnet eine besondere Form der Sozialarbeit, bei der Fachkräfte aktiv zu den Menschen gehen, anstatt darauf zu warten, dass diese eine Beratungsstelle oder Einrichtung aufsuchen. Digitale aufsuchende Arbeit (DAA) bezeichnet Methoden der aufsuchenden Sozialarbeit, die systematisch digitale Räume, Kanäle und Tools nutzen, um Menschen dort zu erreichen, wo sie sich online aufhalten, und um niederschwellige Beziehungs- und Unterstützungsangebote anzubieten. Die Kernzielgruppe der DAA umfasst junge Menschen im Alter von etwa 10 bis 21 Jahren. Gleichzeitig ist klar, dass Bedarf auch bei jüngeren und älteren Jugendlichen besteht. Ein erheblicher Teil des Alltags dieser Zielgruppe findet im digitalen Raum statt. Dort gelten eigene Kommunikationsformen, Dynamiken und soziale Regeln, die sich von analogem Handeln unterscheiden. Aktuelle Studien, darunter die JIM-Studie 2025 (JIM = Jugend, Information, Medien) zeigen deutliche Entwicklungen: ï‚· Zunahme von Fake News, extremistischen Inhalten und Hate Speech ï‚· steigende Konfrontation mit ungewollter Pornografie ï‚· wachsender Druck durch soziale Medien ï‚· zunehmende Einsamkeit unter Jugendlichen ï‚· steigende Zahlen psychischer Belastungen und Online-Sucht Obwohl bundesweit erste Ansätze digitaler Jugendarbeit entstehen, bleibt das Feld insgesamt unterentwickelt. Im Großraum Düsseldorf werden junge Menschen im digitalen Raum bislang kaum erreicht. Gleichzeitig ist der Bedarf enorm und steigt weiter an. Die vulnerable Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen ist in besonderem Maße schutzbedürftig. Digitale Aufsuchende Arbeit stellt daher einen zentralen Baustein dar, um den Kinderschutz zukunftssicher aufzustellen und junge Menschen auch in ihrem digitalen Sozialraum wirksam zu erreichen. Damit das Netzwerk der Helfenden seiner Verantwortung gerecht werden kann, muss es in der Lage sein, im digitalen Raum sichtbar, ansprechbar und handlungsfähig zu sein. Eine präventive Sichtbarkeit sowie ein fachlich fundiertes Konzept, das partizipativ entwickelt wird und die Perspektiven junger Menschen einbezieht, sind hierfür zwingend notwendig. Digitale Aufsuchende Arbeit ist daher ein notwendiger Bestandteil einer zeitgemäßen Jugendarbeit und ein weiterer Baustein innerhalb der Düsseldorfer Präventionskette. Sie ergänzt die offene Kinder- und Jugendarbeit, stärkt bestehende Angebote und schafft Zugänge zu jungen Menschen, die analog kaum erreicht werden. Seite 3 Aktueller Stand im Amt für Soziales und Jugend Das Amt für Soziales und Jugend befindet sich derzeit in einer intensiven Strukturierungsphase. Ziel ist der Aufbau eines tragfähigen, internen Netzwerks, das klare Kommunikationswege, abgestimmte Zuständigkeiten und eine enge Verzahnung der relevanten Fachstellen sicherstellt. Damit sollen Doppelstrukturen vermieden und ein effektiver Informationsfluss gewährleistet werden. Aktuell laufen folgende Schritte: ï‚· Sondierung der beteiligten Fachbereiche und relevanten Schnittstellen ï‚· Gespräche mit internen Ansprechpartner*innen zur Klärung von Rollen, Zuständigkeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen ï‚· Entwicklung eines Schulungskonzepts für Mitarbeitende, um digitale Kompetenzen und Handlungssicherheit zu stärken ï‚· Vorbereitung eines hybriden Ansatzes, der digitale Präsenz mit analogen Angeboten verbindet ï‚· Prüfung möglicher Kooperationen mit weiteren Ämtern, insbesondere dem Gesundheitsamt Ziel ist es, eine solide Grundlage zu schaffen, auf der sowohl das Amt für Soziales und Jugend als auch freie Träger wirksam arbeiten können. Zusammenarbeit mit freien Trägern Die freien Träger der Jugendhilfe spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung digitaler aufsuchender Arbeit. Viele Träger haben bereits großes Interesse signalisiert und erste konzeptionelle Überlegungen angestellt. Das Amt für Soziales und Jugend möchte diesen Prozess ausdrücklich unterstützen und gemeinsam mit den Trägern eine tragfähige Struktur entwickeln. Wichtig ist dabei ein wertschätzender, transparenter und kooperativer Ansatz: ï‚· Freie Träger sollen frühzeitig eingebunden werden. ï‚· Es soll ein gemeinsamer fachlicher Standard entstehen, der Orientierung bietet, aber Raum für unterschiedliche Profile lässt. ï‚· Ziel ist ein abgestimmtes, nicht konkurrierendes System, das die Vielfalt der Trägerlandschaft nutzt und gleichzeitig Doppelstrukturen vermeidet. Ausblick Das weitere Vorgehen sieht zunächst eine interne Abstimmungs- und Arbeitsphase innerhalb des Amtes für Soziales und Jugend vor. Dazu gehören gemeinsame Treffen aller relevanten amtsinternen Akteur*innen, die Klärung von Zuständigkeiten, die Festlegung von Kommunikationswegen sowie die weitere fachliche Strukturierung. Im Anschluss daran wird ein stadtweites Konzept für Digitale Aufsuchende Arbeit (DAA) erarbeitet. Sobald ein belastbarer Entwurf vorliegt, wird dem Jugendhilfeausschuss ein Modell für eine Pilotphase sowie eine langfristige Finanzplanung vorgestellt und eine Beschlussvorlage zur Entscheidung vorgelegt. Seite 4 Nach Abschluss dieser internen Konzeptionsphase erfolgt der strukturierte Austausch mit den freien Trägern, die bereits Interesse signalisiert haben und eine wichtige Rolle in der späteren Umsetzung einnehmen sollen .

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen JHA/018/2026