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Title: Informationsvorlage
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00588916.pdf
Published Time: 2026-06-09T10:36:00.000Z
Number of Pages: 6
Markdown Content:
APS/053/2026
X öffentlich nicht öffentlich
# Informationsvorlage
Betrifft:
Kooperatives Verfahren Nr. 01/033 - Schadowstraße/ Berliner Allee (Tuchtinsel) -
Rahmenbedingungen Auslobung
Fachbereich:
61 - Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 1 26.06.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung 01.07.2026 Kenntnisnahme Seite 2
## Sitzung des APS am 01.07.2026 Vorlage Nr. APS/053/2026
_________________________________________________________________________
## Kooperatives Verfahren Nr. 01/033 Rahmenbedingungen
## - Schadowstraße/ Auslobung
## Berliner Allee (Tuchtinsel) - Informationsvorlage Seite 3
Vorlage Nr. APS/053/2026
Kooperatives Verfahren Nr. 01/033
- Schadowstraße/ Berliner Allee (Tuchtinsel) -
Informationsvorlage
- Rahmenbedingungen Auslobung
Beschlussentwurf:
BV Die Bezirksvertretung 1 wird hiermit gem. § 3 Abs. 10 Nr. 3 der
Bezirkssatzung angehört und nimmt die in der Anlage beschriebenen
Rahmenbedingungen zur Auslobung zum kooperativen Verfahren -
Schadowstraße/ Berliner Allee (Tuchtinsel) - zur Kenntnis.
APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung nimmt die in der
Anlage beschriebenen Rahmenbedingungen zur Auslobung zum
kooperativen Verfahren - Schadowstraße/ Berliner Allee (Tuchtinsel) -
zur Kenntnis. Seite 4
Sachdarstellung
Anlass
Eine Weiterentwicklung der sogenannten Tuchtinsel wurde bereits im städtebaulich-
freiraumplanerischen Wettbewerb des Kö-Bogen ll im Jahr 2009 vorgesehen. Das
Wettbewerbsergebnis sah für den Bereich der Tuchtinsel bereits damals einen Hochpunkt
vor.
Während die Realisierung des Kö-Bogen I und II voranschritt und weitere Entwicklungen
(Umbau Schadowstraße, Neubau Gebäude „Alte Leipziger“ etc.) die Transformation der
Innenstadt voranbrachten, kamen die Bemühungen zur städtebaulich-architektonischen
Qualifizierung der Tuchtinsel bislang über Ideen nicht hinaus, auch vor dem Hintergrund
unterschiedlicher Eigentümerinteressen. Nach Klärung der eigentumsrechtlichen
Voraussetzungen soll nun der Lückenschluss im Bereich Tuchtinsel und der angrenzenden
Berliner Allee nach Osten vollzogen werden.
Verfahren
Zur Qualifizierung der Tuchtinsel ist ein kooperatives Verfahren Nr. 01/033 –
Schadowstraße/ Berliner Allee (Tuchtinsel) - geplant. Dieses Verfahren bildet den
strukturierten Rahmen mit dem Auslober Paxos Düsseldorf S41 SARL (vertreten durch
Midstad Development GmbH), den beteiligten Fachämtern und der Öffentlichkeit eine dem
Standort entsprechende Lösung zu entwickeln.
Bereits im Januar 2026 (APS am 28.01.2026) wurde die Vorbereitung der
Mehrfachbeauftragung im kooperativen Verfahren und die Durchführung einer
Öffentlichkeitsbeteiligung den Gremien vorgelegt.
Die vorgeschaltete Phase Null unter Einbeziehung der Öffentlichkeit diente als
Ausgangspunkt, um Bedarfe, Ideen und Erwartungen frühzeitig zu erfassen und in eine
präzise, zukunftsgerichtete Aufgabenstellung zu überführen. An der
Öffentlichkeitsbeteiligung vor Ort haben sich ca. 80 Personen beteiligt. Weitere 68 Personen
haben online die Möglichkeit der Beteiligung wahrgenommen. Die eingegangenen
Beteiligungen der Phase Null wurden in einer Dokumentation zusammengefasst und können
auf der Projekthomepage (online unter: https://midstad-duesseldorf-tuchtinsel.de)
eingesehen werden. Die Dokumentation wird vor Ort in Form von Plakaten in der Umgebung
beworben.
In einem nächsten Schritt sollen die sieben eingeladenen Planungsteams zu einer
Aufgabenstellung innovative, wirtschaftlich tragfähige und architektonisch anspruchsvolle
Lösungen erarbeiten, die das Potenzial des Ortes voll ausschöpfen. Seite 5
Die erarbeiteten Lösungsvorschläge werden am 15. Dezember 2026 der Öffentlichkeit vor
der finalen Jurysitzung vorgestellt. Die Anregungen der Öffentlichkeit werden dem
Preisgericht mitgegeben. Anschließend ist eine öffentliche Ausstellung aller Entwürfe
geplant.
Rahmenbedingungen Auslobung
> Luftbild mit Umring des Plangebietes; Quelle: Landeshauptstadt
Das Grundstück der sog. Tuchtinsel mit seiner besonderen Insellage und das Grundstück
östlich der Berliner Allee, welches den Blockrand schließt, bilden das Plangebiet des
Qualitätssichernden Verfahrens. Derzeit sind beide Teilbereiche bebaut. Es sollen Baukörper
geplant werden die sowohl für den Standort und sein direktes Umfeld, als auch für die Stadt
Düsseldorf zukunftsweisende Stadtbausteine darstellen. Dabei geht es um den Entwurf von
einem oder mehreren Hochpunkten, die sich unter Berücksichtigung der
Rahmenbedingungen des Hochhausrahmenplanes und des Denkmalschutzes in das
städtebauliche Umfeld einfügen sollen.
Die Herausforderung der beiden Teilbereiche besteht darin, den jeweiligen stadträumlichen
Nachbarschaften angemessen zu begegnen und dabei ein eigenständiges architektonisches
Erscheinungsbild zu entwickeln. Sie sollen jeweils prägnante
Adressen ausbilden und nutzungsspezifische, ihrer jeweiligen Lage entsprechende,
Funktionen aufnehmen. Im Bereich der Tuchtinsel sollen Nutzungen, wie Gastronomie,
Einzelhandel, Büro, aber auch Flächen für Soziales und ein Multifunktionsveranstaltungssaal
entstehen. Im Bereich der Berliner Allee sollen Einzelhandel, Gastronomie, Büro und ein
Hotel ihren Platz finden. Die Nutzungen sollen aus der belebten Umgebung über einen
qualitätvoll gestalteten Freiraum zugänglich sein und damit das Areal dauerhaft ergänzen
und aufwerten. Seite 6
Dabei wird insbesondere Wert auf die städtebauliche und architektonische Qualität gelegt.
Bei der Konzeptfindung sind ebenfalls die umfassenden verkehrlichen und infrastrukturellen
Restriktionen, die dieser Standort mit sich bringt einzuhalten.
Wesentliche Eckpunkte der Auslobungsunterlagen:
Verträgliche Einbindung in das bestehende Stadtgefüge, unter Berücksichtigung der
Sichtachsen
Überzeugende architektonische Gestaltung der Baukörper
Städtebauliche Einbindung unter Berücksichtigung der Verkehrssituation und des
Tunnelbauwerks
Entwicklung von privaten Grundstücksflächen (Tuchtinsel und Berliner Allee 2-8)
sowie sinnvolle Einbindung öffentlicher Flächen
Mischnutzung innerhalb der Gebäude
Beachtung der Belange der unterirdischen Infrastruktur
Respektvoller Umgang mit den umliegenden Denkmälern (z.B. Johanniskirche,
Dreischeibenhaus )
Mit der Auslobung sollen Lösungen gefunden werden, die einen nachhaltigen Beitrag zur
städtebaulichen Qualität Düsseldorfs leisten und das Gebiet um die Tuchtinsel zu einem
lebendigen, vielfältigen und zeitgemäßen Stadtbaustein zu entwickeln.
Weiteres Vorgehen
Die Auslobungsunterlagen werden den teilnehmenden Architekturteams zur Bearbeitung
ihrer Entwurfsideen für die Tuchtinsel vorgelegt.
Vor der finalen Preisgerichtssitzung im Dezember 2026 findet eine erneute
Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Die Eingaben der Öffentlichkeit werden den
Entscheidungsträgern im Rahmen der Preisgerichtssitzung mit an die Hand gegeben. Nach
der Kürung des Siegerentwurfes werden die Entwürfe der Öffentlichkeit im Rahmen einer
Ausstellung präsentiert.
Im Anschluss an das qualitätssichernde Verfahren ist auf der Grundlage des Siegerentwurfs
eine Neuaufstellung des Planungsrechts vorgesehen.