Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 16. Dezember 2021
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband die Festlegung des Haushalts mit langfristigen Weichenstellungen für Verkehr, Klimaschutz und Stadtentwicklung. Während die Abwassergebühren unmittelbar stabil gehalten wurden, blieben bei U81 und Klimaschutz wesentliche Schritte zunächst Planungs-, Prüf- und Berichtsaufträge; beim Airport City West trat ein Konflikt zwischen Büroentwicklung und dem Erhalt von Grünflächen hervor.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Stellenplan und Stellenübersicht der Landeshauptstadt Düsseldorf für das Haushaltsjahr 2022
Der Rat beschloss die Haushaltssatzung 2022 einschließlich Haushalts- und Stellenplan. Der Ergebnisplan sah Erträge von rund 3,152 Milliarden Euro und Aufwendungen von rund 3,284 Milliarden Euro vor; die Stadtkämmerin bezifferte das Minus auf rund 132,5 Millionen Euro. Für Investitionen waren Auszahlungen von rund 495 Millionen Euro und Kreditaufnahmen von knapp 235 Millionen Euro vorgesehen.
CDU, Bündnis 90/Die Grünen und der Oberbürgermeister stimmten dem Haushalt zu. Dagegen votierten FDP, Ratsherr Jörres, Ratsfrau Krüger, SPD, Die Linke und Die Partei-Klima-Fraktion; Enthaltungen gab es bei der Gesamtabstimmung nicht.
Der Beschluss legte den finanziellen Rahmen für die städtischen Aufgaben und Investitionen des Jahres 2022 fest. Zugleich musste die Ausgleichsrücklage zum Ausgleich des Ergebnisplans um rund 132,6 Millionen Euro verringert werden.
Vorlage HFA/029/2021/01 · Nachweis: TOP 43.4, PDF-Seite 165
Stadtbahn U81 – 2. Bauabschnitt MERKUR SPIEL-ARENA/Messe Nord bis Handweiser Fortführung der Planung nach den Ergebnissen des Bürgerdialoges
Der Rat nahm das Ergebnis des Bürgerdialogs zustimmend zur Kenntnis und beauftragte die Vorplanung einer Brücken- sowie einer Tunnelvariante zwischen Arena/Messe Nord und Handweiser. Die geschätzten Gesamtkosten stiegen gegenüber ursprünglich rund 221 Millionen Euro auf rund 305 Millionen Euro für die Brücke beziehungsweise rund 385 Millionen Euro für den Tunnel. Die Planungskosten erhöhten sich von rund 4,8 auf rund 11,5 Millionen Euro.
Eine Debatte fand nicht statt. Die Partei-Klima-Fraktion enthielt sich; die übrigen Ratsmitglieder stimmten zu.
Der Rat traf noch keine Entscheidung über Brücke oder Tunnel, hielt aber beide Lösungen im Verfahren. Damit nahm er für die nächste Planungsstufe erheblich höhere Kosten in den Blick.
Vorlage OVA/116/2021 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 16
Kalkulation der Abwassergebühren des Stadtentwässerungsbetriebes der Landeshauptstadt Düsseldorf für den Zeitraum 01.01.2022 - 31.12.2022 - Beschluss -
Der Rat nahm die Gebührenkalkulation zur Kenntnis und beschloss, die Abwassergebühren 2022 unverändert zu lassen. Zur Kostendeckung durfte der Stadtentwässerungsbetrieb bis zu 17.753.879 Euro aus zweckgebundenem Eigenkapital entnehmen; der kalkulatorische Zinssatz sank von 5,42 auf 5,24 Prozent.
Der Beschluss fiel ohne Debatte. Aus der Ratsgruppe Tierschutz/Freie Wähler kamen eine Gegenstimme und eine Enthaltung; der übrige Rat stimmte zu.
Die Entscheidung betraf die Entwässerung aller angeschlossenen Grundstücke und verhinderte für 2022 eine Änderung der Gebührensätze. Dafür griff der Betrieb in erheblichem Umfang auf gebundenes Eigenkapital zurück.
Vorlage SEBD/025/2021 · Nachweis: TOP 27, PDF-Seite 19
Änderungsantrag der Ratsfraktionen von CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD zur Vorlage RAT/596/2021: Düsseldorf Klimaneutral 2035: Tempo machen, Lücke schließen
Der Rat bekräftigte das Ziel, Düsseldorf bis spätestens 2035 klimaneutral zu machen, und beauftragte die Verwaltung mit weiteren Prognosen und Maßnahmenvorschlägen. Für private Haushalte sollten konkrete Maßnahmen bis Ende des ersten Quartals 2022 folgen, für Handel, Dienstleistungen, Industrie, Gewerbe und städtische Einrichtungen bis Ende des zweiten Quartals. Die 43 vorliegenden Verkehrsmaßnahmen sollten nach Emissionsminderung, Kosten und Nutzwert priorisiert, durch zusätzliche Vorschläge ergänzt und regelmäßig kontrolliert werden.
CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD brachten den Änderungsantrag gemeinsam ein; er wurde mehrheitlich beschlossen. In der Debatte verwiesen Grüne und SPD auf dokumentierte Lücken zwischen dem Klimaziel und den bislang dargestellten Maßnahmen und hoben Priorisierung sowie Monitoring hervor.
Der Rat beschloss damit noch nicht die Umsetzung sämtlicher Maßnahmen, sondern verlangte belastbarere Entscheidungsgrundlagen und regelmäßige Fortschrittsberichte. Die Verwaltung musste Zielabweichungen künftig systematischer erfassen.
Vorlage RAT/704/2021 · Nachweis: TOP 8.1, PDF-Seite 26
Bebauungsplan - Entwurf Nr. 06/011 - Airport City West
Der Rat behandelte die eingegangenen Stellungnahmen und beschloss den Bebauungsplan Airport City West als Satzung. Das Plangebiet lag südlich des Flughafens, nördlich der A44 und zwischen Flughafenstraße und Klaus-Bungert-Straße.
Der Beschluss fiel mehrheitlich nach einer kontroversen Debatte. Tierschutz/Freie Wähler, Die Linke und Die Partei-Klima-Fraktion wandten sich gegen die Beseitigung von Bäumen beziehungsweise Grünflächen und bezweifelten den Bedarf an zusätzlichem Büroraum.
Mit dem Satzungsbeschluss schuf der Rat verbindliches Planungsrecht für die weitere Entwicklung des Areals. Die Entscheidung machte zugleich den Konflikt zwischen Büroentwicklung und dem Schutz vorhandener Grünstrukturen sichtbar.
Vorlage APS/149/2021 · Nachweis: TOP 41, PDF-Seite 25
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.