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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 19. Juni 2008
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung setzte finanzielle Schwerpunkte bei Verkehrswegen, einer Grundschule und einer neuen Fahrradstation mit beschäftigungspolitischer Funktion. Während mehrere Bauvorhaben ohne Gegenstimme beschlossen wurden, stritt der Rat bei der Graf-Adolf-Straße über wegfallende Radwege und bei der Technologieagentur über Kontrolle und wirtschaftliche Orientierung der Wissenschaft.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Kesselstraße 1. Bauabschnitt - Straßenneubau - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss die Herstellung des ersten Bauabschnitts der Kesselstraße. Dafür waren Herstellungskosten von 4,232 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer vorgesehen.
Es gab keine Wortmeldungen. Der Beschluss fiel ohne Gegenstimme; die Linksfraktion enthielt sich.
Unter den vorgelegten Einzelentscheidungen war dies das größte bezifferte Bauvorhaben. Es betraf unmittelbar den Neubau eines Straßenabschnitts.
Vorlage 66/023/08 · Nachweis: TOP 16, PDF-Seite 19
Katholische Grundschule Grenzweg 12, Neubau von Klassenräumen und Räumlichkeiten für die Offene Ganztagsschule - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
An der Katholischen Grundschule Grenzweg 12 beschloss der Rat den Neubau von Klassenräumen und Räumen für die Offene Ganztagsschule. Die Gesamtkosten betrugen 3,127 Millionen Euro; zusätzlich wurden 370.500 Euro außerplanmäßig bereitgestellt.
Der Rat debattierte die Vorlage nicht. Es gab keine Gegenstimme; die Linksfraktion enthielt sich.
Der Beschluss erweiterte sowohl den regulären Schulraum als auch das räumliche Angebot der Offenen Ganztagsschule.
Vorlage 60/028/08 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 15
ÖPNV-Beschleunigung Graf-Adolf-Straße - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss für 2,2095 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer den Umbau der Graf-Adolf-Straße zwischen Kasernenstraße und Stresemannplatz zur Beschleunigung des öffentlichen Nahverkehrs. Ein Änderungsantrag der Grünen wurde abgelehnt.
Die Grünen kritisierten, dass zwischen Königsallee und Graf-Adolf-Platz Radwege entfallen und vier Bäume gepflanzt werden sollten; außerdem hielten sie den Beschleunigungseffekt an dieser Stelle für ungeklärt. CDU, FDP und Düsseldorfer Bündnis beschlossen die Vorlage gegen Grüne, SPD und Linksfraktion; beim Änderungsantrag standen sich dieselben Lager umgekehrt gegenüber.
Der Konflikt betraf die Aufteilung begrenzten Straßenraums zwischen ÖPNV, Radverkehr und Baumpflanzungen. Zugleich ging es um einen längeren innerstädtischen Abschnitt bis zum Stresemannplatz.
Vorlage 66/003/08 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 16
Fahrradstation Bertha-von-Suttner-Platz - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den Neubau der Fahrradstation am Bertha-von-Suttner-Platz mit Gesamtkosten von 2.108.148 Euro. Voraussetzung war die haushaltsneutrale Veranschlagung von zusätzlich 1.296.100 Euro für 2009; außerdem stimmte der Rat einer überplanmäßigen Bereitstellung von 7.385,49 Euro zu. Die Verwaltung stellte am Standort 25 Beschäftigungsverhältnisse für Langzeitarbeitslose sowie zwei Fachanleiter in Aussicht.
Die Grünen unterstützten das Vorhaben, kritisierten aber, dass der ADFC nicht in die Planung einbezogen worden sei. Die FDP fragte angesichts der Kosten nach der sozialen Funktion; der Rat beschloss die Vorlage anschließend ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung.
Die Station sollte Fahrradservice am Hauptbahnhof mit Beschäftigungsförderung verbinden. Damit hatte die Investition sowohl verkehrliche als auch soziale Folgen.
Vorlage 60/172/07 · Nachweis: TOP 9, PDF-Seite 13
Gründung der Innovations- und Technologietransfer-Agentur Düsseldorf (ITAD)
Der Rat stimmte einer unmittelbaren oder mittelbaren städtischen Beteiligung von bis zu 50 Prozent an einer gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Universität, der Stadtsparkasse und gegebenenfalls weiteren Partnern zu gründenden Technologietransfer-Gesellschaft zu. Er bewilligte zunächst 250.000 Euro außerplanmäßig; über fünf Jahre sollte die Förderung insgesamt 1,25 Millionen Euro betragen.
Die Linksfraktion lehnte die wirtschaftliche Orientierung von Forschung ab und bemängelte ungeklärte Kontroll- und Entscheidungsstrukturen. CDU, FDP, Grüne, SPD, Ratsherr Lemmer und das Düsseldorfer Bündnis stimmten dafür; die Linksfraktion dagegen.
Die Entscheidung band die Stadt für fünf Jahre finanziell an eine neue institutionelle Zusammenarbeit von Kommune, Universität und Sparkasse. Der Streit drehte sich um das Verhältnis von Wissenschaft, Marktbezug und öffentlicher Kontrolle.
Vorlage 01/159/08 · Nachweis: TOP 7, PDF-Seite 9
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.