Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 9. November 2023
Die Sitzung in einer Minute
Die ausgewählten Entscheidungen reichten von großen Investitionen in Straßen, Arena und Schulgebäude bis zu zusätzlichen Baukosten und höheren Honoraren im Offenen Ganztag. Politische Konflikte betrafen vor allem die Dauer der Arbeiten an der Friedrichstraße und die Ausgestaltung der OGS-Regelungen; andere millionenschwere Beschlüsse fielen ohne Aussprache.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Ergänzungsantrag der Ratsfraktion von SPD und FDP zur Vorlage OVA/153/2023
Der Rat beschloss die Ausführung und Finanzierung des Projekts „Mitte Süd“ mit Gesamtkosten von 37.397.000 Euro brutto. Einbezogen waren die Friedrichstraße sowie Abschnitte der Bachstraße, Kirchfeldstraße, Herzogstraße und des Graf-Adolf-Platzes.
Die Hauptvorlage wurde gegen die Stimmen der Linken mehrheitlich beschlossen. Ein Ergänzungsantrag von SPD und FDP, der unter anderem eine zeitliche Straffung der Bauarbeiten und 162.000 Euro für das Zentrenmanagement bis 2026 verlangte, scheiterte an Grünen, CDU und Oberbürgermeister; Linke, Partei-Klima-Fraktion, SPD, FDP, AfD und Ratsherr Lemmer stimmten dafür.
Für Anwohnende und Gewerbetreibende waren Dauer und Organisation der Baustelle der zentrale Streitpunkt. Der Rat finanzierte das Straßenprojekt, gab die verlangte Beschleunigung aber nicht zusätzlich vor.
Vorlage RAT/411/2023 · Nachweis: TOP 43.2, PDF-Seite 38
D.LIVE GmbH & Co. KG - Betrauung einer städtischen Beteiligungsgesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben - Neufassung - und Zuschuss zur Finanzierung von Investitionen in die MERKUR SPIEL-ARENA anlässlich der UEFA EURO 2024
Der Rat fasste die Betrauung der D.LIVE GmbH & Co. KG mit gemeinnützigen Aufgaben neu. Für Ausbau und Ertüchtigung der Arena, unter anderem als Austragungsstätte der UEFA EURO 2024, beschloss er einen Zuschuss von 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, begrenzt auf 24.405.500 Euro brutto.
Eine Debatte fand nicht statt. Der Beschluss fiel mehrheitlich gegen die Stimmen der Linken.
Mit der Zuschussobergrenze übernahm die Stadt einen erheblichen Finanzierungsrahmen für die Arbeiten an der kommunalen Veranstaltungsstätte.
Vorlage HFA/045/2023 · Nachweis: TOP 35, PDF-Seite 24
Ehrenhof 4-5, Stiftung Museum Kunstpalast – Sanierungen und Umbaumaßnahmen: 2. Änderungsbeschuss zum Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss vom 18.06.2020
Wegen unerwarteter Mehrkosten und Verzögerungen bei Fassade, Innenausbau, Haustechnik, Umzügen, Planung und Einlagerungen beschloss der Rat einen Mehraufwand von 8.193.000 Euro brutto. Nach 560.000 Euro aus eigenen Mitteln der Stiftung stellte die Stadt 7.633.000 Euro überplanmäßig bereit; die Stiftung sollte die Maßnahmen umsetzen.
Der Rat beriet die Vorlage ohne Debatte und beschloss sie gegen die Stimmen der AfD.
Die Zusatzkosten sollten nur durch weitere Liquiditäts- und Investitionskredite gedeckt werden und belasteten damit über das Bauprojekt hinaus die städtische Finanzplanung.
Vorlage KUA/040/2023 · Nachweis: TOP 34, PDF-Seite 24
Änderungsantrag der SPD-Ratsfraktion zur Vorlage RAT/248/2023
Der Rat beauftragte die Verwaltung, den Honorarrahmen für Bildungsanbieterinnen und Bildungsanbieter im Offenen Ganztag für das Schuljahr 2023/24 haushaltsneutral aus Restmitteln anzupassen. Je 45-minütiger Projekteinheit sollten abhängig von Abschluss und Qualifizierung 15, 20, 25, 30 oder 35 Euro gezahlt, die kostenfreie Qualifizierung ausgeweitet und ein Konzept zur Qualitätssicherung sowie ein langfristiger Honorarrahmen erarbeitet werden.
In der Debatte wurde berichtet, dass die Honorarerhöhung nach den Sommerferien bereits teilweise umgesetzt worden war. Ein Änderungsantrag der SPD wurde gegen Grüne und CDU mehrheitlich abgelehnt; der Hauptantrag von CDU und Grünen wurde mit breiter Mehrheit beschlossen, bei Enthaltung der Linken und gegen die AfD.
Die Entscheidung betraf sowohl die Vergütung der Kursanbieterinnen und Kursanbieter als auch Umfang und Qualität der Bildungsangebote an Grundschulen und Kindertageseinrichtungen.
Nachweis: TOP 62.4.1, PDF-Seite 59
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt „Erweiterungsneubau mit sechs Klassen am Schulstandort Suitbertusstraße 163-165 für den Bedarf des Walter-Eucken-Berufskolleg“
Der Rat beschloss einen Erweiterungsneubau mit sechs Klassen am Hauptstandort des Walter-Eucken-Berufskollegs an der Suitbertusstraße für 3.715.000 Euro. Hinzu kamen jährliche Nettofolgekosten von 235.814 Euro; der Teilstandort an der Adlerstraße sollte zum vierten Quartal 2025 aufgelöst und die Beschulung anschließend an der Suitbertusstraße gebündelt werden.
Die Vorlage wurde ohne Debatte einstimmig beschlossen.
Der Beschluss verband den Ausbau des Hauptstandorts mit der vollständigen Aufgabe des bisherigen Teilstandorts an der Adlerstraße.
Vorlage SCHUA/051/2023 · Nachweis: TOP 44, PDF-Seite 27
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.