Anfrage Die Linke Aktenzeichen AÖE/050/2026

Die Linke will Zahlen zu Rettungs‑Leerfahrten in Düsseldorf

Amtlicher Titel: Anfrage der Ratsfraktion Die Linke zum Thema "Finanzierung von Rettungsdiensteinsätzen bei sogenannten „Leerfahrten“"

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 21. August 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Die Linke fordert die Stadt Düsseldorf auf, Auskunft über die Entwicklung der Rettungsdiensteinsätze und die Kosten von sogenannten Leerfahrten zu geben. Sie will wissen, wie viele Einsätze in den letzten fünf Jahren pro Träger stattfanden, welche Kosten die Stadt dadurch trägt und welche kommunalen Maßnahmen geplant sind, um die Finanzierung zu sichern. Die Anfrage entsteht, weil die Landesregierung NRW die Hälfte der Finanzierung auf die Kommunen verlagern will.

Warum wichtig

Unklare Kostenübernahme kann zu höheren kommunalen Ausgaben und zu Fehlanreizen führen, Patienten unnötig ins Krankenhaus zu bringen, was die Solidität der medizinischen Versorgung gefährdet.

Die Details

  • Thema: Finanzierung von Rettungsdiensteinsätzen bei sogenannten „Leerfahrten“.
  • Anfrage: 1) Entwicklung der Einsatzzahlen der letzten fünf Jahre nach Jahr und Träger, 2) entstandene Kosten durch Leerfahrten, 3) geplante kommunale Maßnahmen zur Finanzierung.
  • Hintergrund: Die Landesregierung NRW plant, die Finanzierung von Leerfahrten zur Hälfte auf die Kommunen zu übertragen; Krankenkassen erstatten nur, wenn ein Transport ins Krankenhaus erfolgt.
  • Beteiligte: Ratsfraktion Die Linke, Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz, Vorsitzender Christian Rütz.
  • Termin: Anfrage gestellt am 21.08.2026, Beratung im Ausschuss am 11.09.2026.

Einordnung

Die Anfrage betrifft die kommunale Haushaltsplanung und die Versorgungssicherheit im Rettungswesen. Sie könnte zu neuen Finanzierungsstrategien oder Anpassungen im Rettungsdienst führen und betrifft alle Bürger, die im Notfall auf den Rettungsdienst angewiesen sind.

Hintergrund

„Leerfahrten“ sind Rettungseinsätze, bei denen medizinische Leistungen vor Ort erbracht werden, aber kein Transport in ein Krankenhaus erfolgt. Bisher übernehmen die Krankenkassen die Kosten nur, wenn ein Transport stattfindet. Wird die Finanzierung künftig zu gleichen Teilen von Kommunen und Krankenkassen getragen, muss die Stadt die dafür entstehenden Ausgaben planen.

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AÖE/050/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 21.08.2026 An den Vorsitzenden des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz Christian Rütz Anfrage der Ratsfraktion Die Linke Düsseldorf zur Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungs- schutz am 11.09.2026 Betrifft: Anfrage der Ratsfraktion Die Linke zum Thema "Finanzierung von Rettungsdiensteinsätzen bei sogenannten „Leerfahrten„" Sehr geehrter Herr Vorsitzender, zur Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmana gement und Bevölkerungsschutz am 11. September 2026 stellt Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf folgende Anfrage: Rettungsdienste sind ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitssystems und unterstützen die präklinische Notfallversorgung. Dabei umfassen die Aufgaben der Rettungsdienste unter anderem Leistungen im Bereich der ersten Hilfe, Notfallbehand- lungen und auch Krankentransporte. Die Kostenübernahme von Rettungsdienst- einsätzen erfolgt durch die Krankenkassen, vorausgesetzt die Fahrten stehen in Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse, die aus zwingenden medizini- schen Gründen notwendig sind. Allerdings führen Rettungsdienste nicht nur Transporte, sondern auch Versorgungsleis- tungen wie beispielsweise medizinische Behandlungen vor Ort durch, denen kein Transport in eine Klinik folgt. Diese Einsätze werden dann als „Leerfahrten" bezeichnet. Die Finanzierung dieser sogenannten „Leerfahrten" sind Gegenstand der aktuellen Debatte. Danach plane die Landesregierung NRW die Finanzierung der „Leerfahrten" zur Hälfte auf die Kommunen zu übertragen. Krankenkassen erstatten nur noch Rettungsdiensteinsätze, wenn Patient*innen auch ins Krankenhaus gebracht werden. Eine unklare Kostenübernahme von „Leerfahrten" schafft Verunsicherung und betrifft besonders diejenigen, die auf eine solidarische medizinische Versorgung angewiesen sind. Zudem drohen Fehlanreize, wenn Rettungskräfte Patient*innen nur deshalb ins Krankenhaus transportieren müssen, damit die Fahrtkosten erstattet werden. Um die aktuelle Situation bei Rettungsdiensteinsätzen in Düsseldorf besser einschätzen zu können, stellt die Linke Ratsfraktion diese Anfrage. Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf fragt an: 1.Wie hat sich die Zahl der Rettungsdiensteinsätze in den vergangenen fünf Jahren in Düsseldorf entwickelt? (Bitte nach Jahren und Trägern aufschlüsseln.) 2.Welche Kosten sind der Stadt Düsseldorf in den vergangenen Jahren fünf Jahren durch Leerfahrten entstanden? 3.Welche Maßnahmen sind auf städtischer Seite geplant, um die Finanzierung aus kommunalen Mitteln tragen zu können? Mit freundlichen Grüßen Sigrid Lehmann Olaf NordsieckFrank Cours f.d.R. Christian Jäger Seite 2

KI-gestützt aufbereitet am 4. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AÖE/050/2026