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Title: Anfrage
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00593160.pdf
Published Time: 2026-07-14T09:29:00.000Z
Number of Pages: 2
Markdown Content:
RAT/442/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 14.07.2026
An
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Vorsitzender des Rates
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Anfrage aus aktuellem Anlass des Ratsherrn Benjamin Tscholl (SPD/Volt-
Ratsfraktion) zur Sitzung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf am
16.07.2026
# Betrifft:
Anfrage aus aktuellem Anlass des Ratsherrn Tscholl: „Why have you forsaken me?„ –
Organisatorische Mängel beim Probelauf der Open-Air-Fläche
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
am 10. Juli 2026 hat auf der neuen Open-Air-Fläche am Messeparkplatz P1 mit dem
Konzert der Band System of a Down die erste Großveranstaltung stattgefunden.
Hierzu schreibt die RP (13.07.2026):
„Angesichts der Kritik in sozialen Medien scheinen viele Besucherinnen und
Besucher diese Erfahrung allerdings nicht zu teilen. Hier sollten die Organisatoren
von D.Live das Gespräch suchen. Bis zum kommenden Wochenende, wenn an zwei
Tagen hintereinander One Republic und Pitbull im Open-Air-Park auftreten – wenn
auch vor deutlich kleinerem Publikum, ist ja noch Zeit für Nachbesserungen.“
Vier Null ergänzt dazu im Newsletter (13.07.2026):
„Dieses Konzert der Band System of a Down im neuen Open-Air-Bereich auf einem
Parkplatz der Messe wird in den kommenden Tagen die Verantwortlichen, vor allem
bei D.Live, beschäftigen. Denn anders als nach ersten regelrecht euphorischen
Berichten ging längst nicht alles so glatt wie dort beschrieben. In allen Social-Media-
Kanälen wimmelt es von bösen Kommentaren enttäuschter Zuschauer, vor allem
von Gästen, die Erfahrungen mit solchen Events haben. Etliche berichten
von chaotischen Zuständen bei An- und Abreise, vom Mangel an Versorgung mit
Getränken und Essen, viele von langen Wartezeiten. Rund 80.000 Menschen waren
dabei, und das war ein Andrang, den man so noch nie erlebt hat. Da die nächsten
Konzerte (allerdings mit etwas weniger Besuchern) vor der Tür stehen, dürften im
Hintergrund die Krisengespräche laufen.
Offenbar hat man auch die Lärmkulisse unterschätzt: Aus unmittelbar benachbarten
und linksrheinischen Stadtteilen sowie aus Büderich gab es Beschwerden von
Anwohnern wegen des Krachs von der anderen Seite des Flusses.“ Seite 2
Das durch die Konzertgäste verursachte erhöhte Verkehrsaufkommen sorgte an der direkt
angrenzenden Autobahnanschlussstelle „29 Düsseldorf-Messe/Arena“ und entlang der Ab-
und Auffahrtsspuren bis zur Anschlussstelle „31 Düsseldorf-Flughafen“ für Rückstau.
In den sozialen Medien wurde zudem über teilweise fehlende Ticketkontrollen sowie ein
unzureichendes Crowd-Management im Ein- und Auslassbereich und in den
Wellenbrecherbereichen diskutiert. Vor dem Hintergrund der Hitzebelastung sorgten zudem
lange Schlangen an den wenigen gastronomischen Angeboten, schnell auslaufende
Getränkebestände sowie die weiten Distanzen zwischen Bühnenbereich und Wasser-
/Sprühneblerstellen für Unmut.
Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, die folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Rates
der Landeshauptstadt Düsseldorf am 16. Juli 2026 zu nehmen und von der Verwaltung
beantworten zu lassen:
1. Welche organisatorischen Mängel wurden bei der ersten Veranstaltung auf der
Open-Air-Fläche festgestellt (Crowd-Management, Einlasskontrollen,
gastronomisches Angebot, Hitzeschutzmaßnahmen und weitere Punkte)?
2. Welche Verbesserungen sind zur Behebung der festgestellten Mängel für
kommende Veranstaltungen vorgesehen?
3. Wie beurteilt der Flughafen die verkehrlichen Auswirkungen in seinem Umfeld
(Zufahrt Ankunft/Abflug, Ausfahrt aus den Parkhäusern)?
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Tscholl