Anfrage SPD/Volt Aktenzeichen APS/077/2026

Anfrage der Ratsfraktion SPD/Volt: Wohnungsbestand effizient aufstocken – Wohnbaupotenziale im Neubau und Bestand

Schriftliche Antwortdokumente zugeordnet Unterlagen und Sitzungstermine werden unter dieser bestehenden Adresse fortgeschrieben.
2Dokumente 1. September 2026veröffentlicht

Vorgang · APS/077/2026

Antwort und Verlauf an einem Ort

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Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt. Die Zuordnung einer Antwort bestätigt nicht, dass jede Frage vollständig geklärt ist.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Anfrage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Schriftliche Antwort

    Beantwortung · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 4.2

    Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung. Amtlicher Vermerk: „schriftlich beantwortet“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Antworten zum Nachlesen

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Beantwortung

Dateidatum: 09.09.2026 · Original-PDF

APS/077/2026 Beigeordnete Zuschke Anfrage der Ratsfraktion SPD/Volt zur Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung am 09.09.2026 Wohnungsbestand effizient aufstocken - Wohnbaupotenziale im Neubau und Bestand Die Anfrage wird wie folgt beantwortet: Frage 1: Wie regt die Verwaltung Entwickler*innen von geplanten Immobilienvorhaben an, eine wohnliche Nutzung in den oberen Geschossen mitzuplanen? Antwort: Ein zentrales planerisches Prinzip ist die integrierte und vielfältige Nutzungsmischung, das im städtebaulichen Entwicklungskonzept Raumwerk D als Grundwert 3.1 verankert ist und eines der wichtigsten Prinzipien für die Entwicklung einer „kompakten Stadt der kurzen Wege" darstellt. Sie verzahnt Wohnen, Arbeiten, Handel, Kultur und soziale Infrastruktur miteinander, um Alltagswege zu verkürzen, Nachbarschaften zu beleben und die Resilienz der Stadtteile zu stärken. Angesichts der extremen Flächenknappheit in Düsseldorf setzt das Raumwerk D dabei zusätzlich gezielt auf das Prinzip der vertikalen Stapelung. In den dicht bebauten Bereichen der inneren Stadt gilt für Neuvorhaben grundsätzlich das Primat der Nutzungsmischung: Im Erdgeschoss sind schwerpunktmäßig kleinteilige Gewerbe- , Dienstleistungs- oder Kulturnutzungen als sogenannte „Aktivbereiche" vorgesehen, während die oberen Geschosse dem Wohnen vorbehalten bleiben. Dies bildet die Grundlage für Wettbewerbe und qualitätssichernde Verfahren und wird in die jeweiligen Prozesse mit Projektentwicklern von der Verwaltung aktiv eingebracht und/oder initiiert (Ansiedlungsprojekte Einzelhandel, Parkplätze, etc.). Frage 2: Wie werden wohnliche Aufstockungspotentiale im baulichen Bestand durch die Verwaltung identifiziert? Antwort: Im Rahmen des Projektes „Potenzialflächenkataster und Wohnbauflächenaktivierung" der Verwaltung im Jahre 2024 wurde mit den beteiligten Ämtern das Thema „Aufstockung" bearbeitet. Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass der Aufwand für eine Erhebung möglicher Aufstockungspotenziale in einer Großstadt mit über 70.000 Wohngebäuden den Nutzen deutlich übersteigt, da für konkret verwertbare Informationen jeder Einzelfall geprüft werden muss. Die Verwaltung fokussiert sich auf die Beratung bei ganz konkreten Projekten (siehe Fragen 1 und 3). Bestandshalter wie z.B. Wohnungsbaugenossenschaften haben das Thema Aufstockung bereits im Fokus und sind hierzu im Austausch mit der Verwaltung. So wurden und werden Seite 1/2 - Es gilt das gesprochene Wort - z.B. an der Bernburger Straße und der Posener Straße/Gleiwitzer Straße in Eller wie auch an der Jakob- Kneip- Straße in Garath die Bestandssanierungen genutzt, um Wohngebäude aufzustocken und neuen Wohnraum zu schaffen. Auch Machbarkeitsstudien zu Parkplatzaufstockungen wurden behandelt. Frage 3: Welche Maßnahmen verfolgt die Verwaltung, Eigentümer*innen (auch in kommunaler Trägerschaft) bei der erfolgreichen Entwicklung bestehender Aufstockungspotentiale zu begleiten? Antwort: Die Bauaufsicht berät Bauwillige im Vorfeld, weist auf die neuen Instrumente des Bauturbos hin und prüft die Anliegen gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt. Dabei werden die Vorhaben darauf untersucht, ob durch zusätzliche Bebauung Nachbarschaften - auch im gewerblichen Bereich - beeinträchtigt werden. Ist dies nicht der Fall, so werden bei Befreiungen die ggfs. notwendigen Zustimmungen der politischen Gremien eingeholt. Bei Wettbewerben, auf Symposien und Messen werden hier Beratungen und Begleitungen zu diesen Themen angeboten und Interessierte eingeladen. Mit Einzelhandelsunternehmen und Parkhausbauern und - betreibern werden Gespräche geführt. Cornelia Zuschke Seite 2/2 - Es gilt das gesprochene Wort -

Maßgeblich bleiben die Originaldokumente. Die Quellenbasis und die zugehörigen Datumsangaben stehen im Vorgangsverlauf.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen APS/077/2026