Anfrage Aktenzeichen BV2/283/2026

Grüne fragen nach Kinderkonferenzen-Start in Flingern, Düsseltal

Amtlicher Titel: Start der Kinderkonferenzen in Flingern und Düsseltal - Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Eine Frage einer Fraktion oder eines Ratsmitglieds an die Verwaltung.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Eduard-Schloemann-Straße 55 · Stadtbezirk 2 (Flingern, Düsseltal)örtlicher Bezug 2Dokumente 23. September 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat beim Rat angefragt, wann die Kinderkonferenzen in den Stadtteilen Flingern und Düsseltal beginnen sollen. Es handelt sich um eine reine Informationsanfrage, über die noch kein Beschluss gefasst wurde. Die Anfrage soll Klarheit für Eltern und Kinder schaffen, damit sie wissen, ab wann sie an den lokalen Beteiligungsformaten teilnehmen können.

Warum wichtig

Eltern erhalten dadurch frühzeitig Auskunft, wann ihre Kinder in den Kinderkonferenzen mitwirken können, was die Planung von Familienalltag und -engagement erleichtert.

Die Details

  • Thema: Start der Kinderkonferenzen in Flingern und Düsseltal
  • Fraktion: Bündnis 90/Die Grünen

Einordnung

Die Anfrage betrifft die Beteiligung von Kindern an kommunalen Entscheidungsprozessen in zwei Stadtteilen und ist damit für Familien vor Ort von Interesse, hat aber keine unmittelbare rechtliche Wirkung.

Hintergrund

Kinderkonferenzen sind lokale Treffen, bei denen Kinder zu Themen aus ihrem Stadtteil diskutieren und eigene Ideen einbringen können. Sie dienen der frühzeitigen politischen Bildung und stärken die Teilhabe von Kindern an kommunalen Prozessen.

Themen

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Aus der amtlichen Vorlage

Im Nachgang zur Durchführung des Beteiligungsprojektes „Jugend checkt Düsseldorf" sollen auch in Flingern und Düsseltal regelmäßige Kinderkonferenzen stattfinden. Die Kinderkonferenzen wurden 2023 zunächst als Pilotprojekt im Stadtbezirk 3 (Oberbilk) erprobt. Zweimal jährlich arbeiten die Kinder dabei an selbst gewählten Themen aus ihrem Stadtteil. In der jeweils folgenden Konferenz wird nachgehalten, was aus den Vorschlägen geworden ist. Vertreter*innen aus Bezirksvertretung, Politik und Verwaltung nehmen an den Konferenzen teil und stehen den Kindern unmittelbar Rede und Antwort.

Auszug aus „Sachdarstellung“. Der Dokumenttext allein belegt keinen gefassten Beschluss. Originaldokument

Vorgang · BV2/283/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Anfrage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Weitere Unterlage

    Beantwortung BV2 283 2026 Start der Kinderkonferenzen in Flingern und Düsseltal · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 6.16

    Bezirksvertretung 2. Amtlicher Vermerk: „beantwortet“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Originale durchsuchen

Dokumenttexte

Anfrage als Text anzeigen
BV2/283/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 22.09.2026 Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN der Bezirksvertretung 2 An den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks 2 Herrn Philipp Schlee Betrifft: Start der Kinderkonferenzen in Flingern und Düsseltal - Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Frage 1: Wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen für die im Rahmen des Beteiligungsprojektes „Jugend checkt Düsseldorf" angekündigten regelmäßigen Kinderkonferenzen im Stadtbezirk 2? Frage 2: Wann ist nach derzeitigem Planungsstand mit den ersten Terminen in Flingern und Düsseltal zu rechnen, und worauf ist die Verschiebung des ursprünglich für das zweite Halbjahr 2026 avisierten Starts zurückzuführen? Frage 3: In welcher Form sollen die Bezirksvertretung 2 und die Bezirksverwaltungsstelle in die Kinderkonferenzen und in die weitere Bearbeitung der dort erarbeiteten Anliegen eingebunden werden? Sachdarstellung: Im Nachgang zur Durchführung des Beteiligungsprojektes „Jugend checkt Düsseldorf" sollen auch in Flingern und Düsseltal regelmäßige Kinderkonferenzen stattfinden. Die Kinderkonferenzen wurden 2023 zunächst als Pilotprojekt im Stadtbezirk 3 (Oberbilk) erprobt. Zweimal jährlich arbeiten die Kinder dabei an selbst gewählten Themen aus ihrem Stadtteil. In der jeweils folgenden Konferenz wird nachgehalten, was aus den Vorschlägen geworden ist. Vertreter*innen aus Bezirksvertretung, Politik und Verwaltung nehmen an den Konferenzen teil und stehen den Kindern unmittelbar Rede und Antwort. Der Bezirksvertretung 2 war ursprünglich ein Start der Kinderkonferenzen im zweiten Halbjahr 2026 avisiert worden. Im Juni 2026 ging den Bezirksvertreter*innen die Information zu, dass sich der Start voraussichtlich in das Jahr 2027 verschieben wird, mit den Vorbereitungen jedoch bereits im laufenden Jahr begonnen werden soll. Seither hat die Bezirksvertretung keine weitere Rückmeldung zum Fortgang der Vorbereitungen erhalten. Es besteht ein hohes Interesse daran, dass die Kinderkonferenzen möglichst bald im Stadtbezirk 2 starten können. Kinder sind Expert*innen für ihren eigenen Stadtteil - für Spielplätze, Schulwege, Grünflächen sowie Sport-, Freizeit- und Bildungsangebote. Eine frühe, niedrigschwellige und verbindlich angelegte Beteiligung stärkt nicht nur die konkrete Stadtteilentwicklung, sondern vermittelt Kindern auch früh die Erfahrung, dass demokratische Mitsprache wirkt. gez.Kerstin Prasuhn Fraktionssprecherin Seite 2
Beantwortung BV2 283 2026 Start der Kinderkonferenzen in Flingern und Düsseltal als Text anzeigen
Sitzung: 06.10.2026 Vorlagennummer BV2/283/2026 Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN vom 22.09.2026 hier: Start der Kinderkonferenzen in Flingern und Düsseltal Frage 1: Wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen für die im Rahmen des Beteiligungsprojektes „Jugend checkt Düsseldorf" angekündigten regelmäßigen Kinderkonferenzen im Stadtbezirk 2? Frage 2: Wann ist nach derzeitigem Planungsstand mit den ersten Terminen in Flingern und Düsseltal zu rechnen, und worauf ist die Verschiebung des ursprünglich für das zweite Halbjahr 2026 avisierten Starts zurückzuführen? Antwort: Die Fragen 1 bis 2 werden aufgrund ihres inhaltlichen Zusammenhangs gemeinsam beantwortet. Die Einführung von Kinderkonferenzen (KiKo) im Stadtbezirk 2 befindet sich aktuell in der Vorbereitungsphase, wobei mit den ersten Kinderkonferenzen im ersten Quartal 2027 zu rechnen ist. Dieser Auftakt wird derzeit mit den vor Ort verantwortlichen Kinderfreizeiteinrichtungen abgestimmt. Das Konzept des stadtweiten Ausbaus der Kinderkonferenzen sieht vor, dass die Servicestelle Partizipation vor Ort geeignete Kinderfreizeiteinrichtungen für die Übernahme der Koordination des Beteiligungsformats gewinnt (siehe hierzu Informationsvorlage JHA/041/2025 sowie Beschlussvorlage JHA/060/2025). Im Stadtbezirk 2 soll der Kinder- und Jugendtreff Pestalozzihaus die Koordination der Kinderkonferenz für die Stadtteile Flingern Nord und Düsseltal übernehmen. Für die Koordination der Kinderkonferenz im Stadtteil Flingern Süd ist perspektivisch die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Icklack zuständig. Die ersten Vorgespräche zur Initiierung von Kinderkonferenzen mit den genannten Kinderfreizeiteinrichtungen fanden im März 2026 statt. Die angefragten Einrichtungen baten im Anschluss um Zeit zur Prüfung, inwiefern die Koordination des Beteiligungsformats mit den bestehenden Kapazitäten, insbesondere den personellen Ressourcen, vereinbar ist. Die offenen Fragen der Einrichtungen bezogen sich dabei allein auf die Rahmenbedingungen der Umsetzung und nicht auf das grundsätzliche Ziel des Beteiligungsformats. Die Servicestelle Partizipation hat daher in Folgegesprächen näher dargelegt, welche konkreten Aufgaben und welcher zeitliche Aufwand mit der Koordination einhergehen. Dabei wurde ebenso verdeutlicht, dass der mit der Umsetzung verbundene Arbeitsaufwand nicht durch die jeweilige Einrichtung allein zu erbringen ist. Wie bereits im Pilotprojekt Oberbilk soll die Kinderkonferenz durch eine Planungsgruppe aus Fachkräften der teilnehmenden Einrichtungen, Schulen und sonstigen Gruppen gemeinschaftlich organisiert werden. Zudem ist insbesondere im ersten Jahr eine enge Begleitung durch die Servicestelle Partizipation vorgesehen, um die Einrichtungen in ihrer neuen Rolle als koordinierende Stellen der Kinderkonferenzen zu unterstützen. Aufgrund der erforderlichen Klärungen konnte der im Vorfeld angekündigte Start der Kinderkonferenzen im Herbst 2026 nicht wie geplant erfolgen, da es für eine nachhaltige Umsetzung des Beteiligungsformats und eine dafür notwendige Bereitstellung Seite 1 von 2 entsprechender Ressourcen wichtig ist, dass die angefragten Kinderfreizeiteinrichtungen die Übernahme dieser Aufgabe sorgfältig prüfen. Nächste Schritte zur Einführung der Kinderkonferenzen im Stadtbezirk 2 sind: • vsl. November 2026: stadtteil- bzw. standortübergreifende Schulung der Mitarbeiter*innen der verantwortlichen Kinderfreizeiteinrichtungen zu Kinderkonferenz-Koordinator*innen durch die Servicestelle Partizipation • vsl. Dezember 2026: Einladung der im Einzugsgebiet des jeweiligen KiKo-Standorts liegenden Schulen, Freizeiteinrichtungen, Vereine sowie Verbände zu einem Auftakttreffen zur Einführung der Kinderkonferenzen. Frage 3: In welcher Form sollen die Bezirksvertretung 2 und die Bezirksverwaltungsstelle in die Kinderkonferenzen und in die weitere Bearbeitung der dort erarbeiteten Anliegen eingebunden werden? Antwort: Das Beteiligungsformat der Kinderkonferenzen soll für die Zielgruppe der 6- bis 12-Jährigen eine niedrigschwellige Möglichkeit der Mitwirkung in ihrem Sozialraum schaffen. Bei den Kinderkonferenzen beschäftigen sich die Kinder mit selbst gewählten Themen, etwa Spiel- & Sportplätze, Sauberkeit oder Sicherheit. Damit die von den Kindern dazu entwickelten Ideen, Wünsche und Forderungen in die weitere Gestaltung ihres Lebensumfeldes einfließen können, werden zu den Kinderkonferenzen zuständige Personen aus Politik und Verwaltung eingeladen, mitunter auch weitere Gäste mit Expertise zum jeweiligen Themenfeld. Hierzu erhalten die Bezirksvertretung und die Bezirksverwaltungsstelle frühzeitig eine Einladung. Bei der Kinderkonferenz werden Gelegenheiten geschaffen, bei denen die Bezirkspolitiker*innen und die Bezirksverwaltungsstelle ihre Aufgaben und ihre Rolle vorstellen sowie in direkten Austausch mit den teilnehmenden Kindern treten können. Dadurch sollen Hemmschwellen im Kontakt mit der Politik abgebaut werden. Nach aktuellem Stand sind pro Kinderkonferenz-Standort zwei Veranstaltungen pro Jahr mit einer Dauer von etwa zwei bis drei Stunden geplant. Die Kinderkonferenzen finden am Nachmittag statt, um auch ehrenamtlich tätigen Bezirkspolitiker*innen die Teilnahme zu ermöglichen. Neben den persönlich geteilten Ideen, Wünsche und Forderungen, welche die Bezirkspolitiker*innen für ihre weitere Arbeit mitnehmen können, können sich aus einer Kinderkonferenz auch gemeinsame Anliegen der Kinder ergeben. Diesbezüglich ist gewünscht, dass die Bezirksvertretung die jeweiligen Anliegen prüft und, soweit möglich, in ihrer politischen Arbeit berücksichtigt. Damit ist nicht gemeint, dass die Anliegen immer umgesetzt werden müssen. Wichtig ist vielmehr, dass die Kinder auch im Falle einer Nicht- Umsetzung eine Rückmeldung und Erklärung erhalten. Sofern möglich, sollten ihnen zudem Alternativen aufgezeigt werden. Ein konkretes Beispiel für ein umgesetztes Anliegen aus einer Kinderkonferenz ist etwa die Aufstellung von Spielcontainern in Oberbilk. Diese Spielcontainer wurden von der Bezirksvertretung 3 finanziert (siehe dazu einen kurzen Bericht https://jugendring-duesseldorf.de/spiel-und-sportplaetze-in-oberbilk/). Dieser Rückkopplungsprozess kann das Gefühl der Selbstwirksamkeit der Kinder stärken, Vertrauen zur Politik aufbauen und eine kindgerechte Gestaltung von Stadtteilen fördern. Über diesen direkten Austausch hinaus ist es möglich, dass Vertreter*innen der koordinierenden und mitplanenden Einrichtungen sowie der Servicestelle Partizipation die Bezirksvertretung besuchen und über die Entwicklung der Kinderkonferenz sowie daraus hervorgegangenen Anliegen berichten. Seite 2 von 2

KI-gestützt aufbereitet am 25. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV2/283/2026