Sicherheits- und gesundheitliche Risiken der geplanten Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes
Worum es geht
Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.
Aus „Antrag“
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren, hiermit beantrage ich im Namen der AfD-Fraktion folgendes: 1.Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Gesundheit (bzw. spätestens bis Ende 2026) eine umfassende Sicherheits- und gesundheitliche Risikoanalyse zur geplanten Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes (KAP) vorzulegen. Schwerpunkt: Die vorgesehene Führung eines Zweirichtungsradwegs parallel zu den Haltestellen und unmittelbar am/zentral vor dem Haupteingang des Hauptbahnhofs. 2.Die Analyse soll insbesondere folgende Aspekte umfassen: oPotenzielle Konflikte zwischen Radfahrern, Fußgängern (einschließlich Reisender mit Gepäck, Senioren, Familien mit Kindern, mobilitätseingeschränkten Personen), Wartenden an Haltestellen, Taxis und Car-Sharing-Nutzern. oUnfallrisiken, Barrierefreiheit und subjektives Sicherheitsempfinden (unter Berücksichtigung von Stoßzeiten, Wetterbedingungen und Dämmerung). oGesundheitliche Auswirkungen (Stress, Verletzungsrisiken, Beeinträchtigung vulnerabler Gruppen). oZusammenhang mit bestehenden Problemen am Bahnhofsumfeld (z. B. Drogenszene, Überfüllung). oVergleich mit Alternativführungen (z. B. randlichere oder straßenseitige Varianten). 3.Die Verwaltung legt dem Ausschuss Visualisierungen, Verkehrssimulationen und eine Stellungnahme der beteiligten Ämter (Verkehrsmanagement, Ordnungsamt, Gesundheitsamt) vor. 4.Der Ausschuss für Gesundheit wird über die Ergebnisse beraten und ggf. Empfehlungen an den Ordnungs- und Verkehrsausschuss sowie den Rat aussprechen.
Weitere Einordnung im Original: Aus „Begründung“
Der Stadtrat hat im Juli 2026 mit den Stimmen von CDU, Grünen und SPD grünes Licht für die weitere Entwurfsplanung der Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes gegeben. Das Projekt (geschätzte Kosten ca. 87 Mio. €) sieht u. a. eine Neuordnung der Rheinbahn-Haltestellen und einen Zweirichtungsradweg vor, der längs östlich der Gleise über den Platz geführt wird - parallel zum Bahnhofsgebäude und damit unmittelbar am/zentral vor dem Haupteingang. Als pensionierter Anästhesist und Gesundheitspolitiker sehe ich hier erhebliche Risiken für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit: Hohes Konfliktpotenzial: Tausende tägliche Fußgänger und Radfahrer auf engem Raum erhöhen das Risiko von Stürzen, Kollisionen und Stresssituationen - besonders für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Einschränkungen. Barrierefreiheit und Inklusion: Die Planung muss den Anforderungen des Personenbeförderungsgesetzes und der UN- Behindertenrechtskonvention gerecht werden. Eine zentrale Radtrasse könnte dies konterkarieren. Bahnhofsumfeld-spezifische Belastungen: Der Hbf ist bereits ein sensibler Ort (Drogenproblematik, hohes Aufkommen). Zusätzliche Verkehrsströme könnten die Lage verschärfen. Zeitlicher Kontext: Die detaillierten Entwürfe sollen bis Anfang 2028 vorliegen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine gesundheitsbezogene Prüfung, bevor irreversible Weichen gestellt werden. Der AfD-Fraktion ist bewusst, dass der Ordnungs- und Verkehrsausschuss primär zuständig ist. Dennoch hat der Gesundheitsausschuss eine klare Mitverantwortung bei Themen, die die gesundheitliche und soziale Sicherheit der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer berühren. Ich erwarte, dass meine Fraktionskolleginnen und -kollegen in ihren jeweiligen Ausschüssen (z. B. Verkehr, Planung) von sich aus ähnliche Initiativen ergreifen, um eine kohärente, kritische Begleitung des Projekts sicherzustellen. Dieser Antrag dient der sachlichen Prüfung und der Vermeidung langfristiger Fehlplanungen auf Kosten der Bürger.
Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 29. August 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben
Themen
Vorgang · AGS/076/2026
Unterlagen und Sitzungsverlauf
Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.
Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.
Die belegten Schritte
So entwickelt sich der Vorgang
Ursprüngliche Vorlage
Antrag · Dateidatum im Ratsinformationssystem
Sitzung · TOP 5.4
Ausschuss für Gesundheit und Soziales. Amtlicher Vermerk: „verwiesen“.
Sitzung · TOP 5.1
Ordnungs- und Verkehrsausschuss. Amtlicher Vermerk: „mehrheitlich abgelehnt“.
Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.
Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AGS/076/2026