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BV4/140/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 29.10.2025
CDU-Fraktion
der Bezirksvertretung 4
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 4
Antrag
zur Sitzung der Bezirksvertretung 4 am 12.11.2025
Betrifft:
Nach der Kirmes ist vor der Kirmes - Verkehrskonzept evaluieren und verbessern,
Antrag der CDU-Fraktion
Antrag:
Wir bitten die Bezirksvertretung 4, folgendes zu beschließen:
Die Verwaltung wird ge beten, den Mitgliedern der Bezirksvertretung 4 das
Verkehrskonzept für die Rheinkirmes 2026 frühestmöglich, spätestens jedoch in der
Sitzung am 18.03.2026, in Form eines mündlichen Vortrags vorzustellen und dabei
insbesondere folgende Inhalte zu berücksichtigen:
1) eine Evaluierung und Identifizierung von Optimierungsbedarfen hinsichtlich
des Zufahrtskonzepts zu den Anwohnersperrgebieten, zum Beispiel bezüglich
der diesjährigen Praxis zur Ausgabe von Durchfahrtsgenehmigungen, der
temporären Aufhebung von Anwo hnerparkregelungen und der Möglichkeiten
zu einer effektiveren und weiträumigeren Abriegelung der Zufahrten für
auswärtige Dritte;
2) eine Evaluierung der Rolle und der Befugnisse des zur Kontrolle der
Anwohnersperrgebiete eingesetzten privaten Sicherheitsdienstes;
3) eine Evaluierung und Identifizierung von Optimierungsbedarfen hinsichtlich
der räumlichen Anordnung der Abstellzonen für E -Scooter, zum Beispiel im
Bereich der Mönchenwerther Straße/Joachimstraße.
Begründung:
Die Rheinkirmes ist ein bedeutender Teil der Stadtkultur - das linksrheinische
Düsseldorf ist stolz darauf, Austragungsstandort für das traditionsreiche Volksfest zu
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sein und Schützen sowie Besuchern Jahr für Jahr ein unvergessliches Erlebnis zu
bereiten.
Trotz anerkanntermaßen großer Bemühungen der Verwaltung zur Steuerung der
Verkehre rund um die Rheinkirmes, lassen sich jedoch immer wiederkehrende
Schwachstellen am Verkehrs - und Zufahrtskonzept beobachten, die durch eine
sorgfältige Planung vermeidbar erscheinen. Nur beispielsweise führen nachfolgend
dargestellte Schwierigkeiten in der Steuerung der Verkehre zu einer schwindenden
Akzeptanz der Anwohnerinnen und Anwohner:
1) Zur Rheinkirmes 2025 wurden Durchfahrtsgenehmigungen zu den Anwohner -
sperrgebieten offenbar automatisch an jeden einzelnen Bewohner der Gebiete
ausgegeben - ohne erkennbaren Bezug zum Vorhandensein eines Kraft -
fahrzeugs. Infolgedessen wurde mehrfach die Weitergabe ungenutzter Durch -
fahrtsgenehmigungen an auswärtige Dritte beobachtet, teilweise sogar gegen
Geld auf Kleinanzeigenplattformen im Internet (vgl. etwa die Bericht -
erstattung der Rheinischen Post vom 16.07.2025). Darüber hinaus kam es
auch zu einer (Unter -)Vermietung privater Garagenstellplätze in den
Anwohnersperrgebieten an ausw ärtige Dritte, was in Kumulation mit der
Aussetzung der Regelungen zum Anwohnerparken in einzelnen Straßenzügen
(z. B. Salierstraße) zu einem erhöhten Fahrzeugaufkommen in den Anwohner -
sperrgebieten führte.
2) Es wurde während der Kirmestage von Anwohnern (i nsb. des Kaiser-Friedrich-
Rings) beobachtet und dokumentiert, dass der zur Kontrolle der Durch -
fahrtsgenehmigungen eingesetzte private Sicherheitsdienst die Absperrungen
an einzelnen Kontrollpunkt auf der falschen Fahrbahnseite, nämlich der
Ausfahrt aus den Anwohnersperrgebieten errichtet hat, und einfahrende
Fahrzeuge lediglich vom Straßenrand aus beobachtete, anstatt diese zu
kontrollieren. Hierauf angesprochen teilten die Sicherheitskräfte mit, dass sie
ohnehin nicht befugt seien, auf Einlass drängende Fahrzeuge aufzuhalten. Die
entsprechende Dokumentation kann der Verwaltung bei Bedarf vorgelegt
werden.
3) Eine weitere Schwachstelle des diesjährigen Verkehrskonzepts war die
räumliche Anordnung der Abstellzonen für E-Scooter. Aufgrund der Anordnung
in den teils engen Straßenzügen der Anwohnersperrgebiete und der Vielzahl
der dort abgestellten E-Scooter wurden einzelne Straßen vollständig versperrt.
Auch ein Durchkommen von Feuerwehr und Rettungskräften war zeitweise
unmöglich (vgl. das als Anhang beigefügte Fotoaufnahme von der
Mönchenwerther Straße/Joachimstraße vom 18.07.2025).
Um diese und weitere Schwachstellen des Verkehrskonzepts gemeinsam zu
besprechen und für die Zukunft Verbesserungen für die Anwohner und Besucher zu
erreichen, bitten wir um möglichst frühzeitige Vorstellung des Verkehrskonzepts zur
Rheinkirmes 2026 in der Bezirksvertretung 4.
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