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RAT/490/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Bericht
Betrifft:
Bericht aus der Kleinen Kommission Radverkehr
Fachbereich:
03/0 - Dezernat für Planen, Bauen, Wohnen und Grundstückswesen
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität
Rat 24.09.2026Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Die Kleine Kommission Radverkehr wurde gemäß Ratsbeschluss vom 10.12.2020
eingerichtet und trat am 23.09.2026 zu ihrer 34. Sitzung im Dezernat für Planen, Bauen,
Wohnen, Grundstückswesen und Mobilität um 15 Uhr zusammen. Die Vorsitzende, Frau
Cordes, eröffnete die Sitzung. Die Mitglieder trafen sich in Präsenz.
Machbarkeitsstudie für eine Radverkehrsverbindung zwischen Duisburg, Ratingen und
Düsseldorf
Den Mitgliedern der Kleinen Kommission wurde anhand einer Präsentation das Ergebnis der
Machbarkeitsstudie für eine Radverkehrsverbindung zwischen Duisburg, Ratingen und
Düsseldorf erläutert. Die im Rahmen der Machbarkeitsstudie durchgeführte Potenzialanalyse
bestätigt ein Alltagsradverkehrspotential. Allerdings ist die Umsetzung mit erheblichen Kosten
von ca. 3,5 Mio. Euro sowie erheblichem Baum- und Parkstandentfall verbunden. Auf Grund
dessen werden die Stadt Duisburg und Düsseldorf das Projekt vorerst nicht fortsetzen.
Die Mitglieder der Kleinen Kommission nehmen das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zur
Kenntnis. Sie regen darüber hinaus an, mögliche Verbesserungen der vorhandenen
Radverkehrsinfrastruktur im Sinne eines Lückenschluss- und Durchlässigkeitsprinzips zu
betrachten. Hierzu sollen auf der Gesamtstrecke geeignete Einzelmaßnahmen identifiziert
und unabhängig von einer vollständigen Umsetzung der Radleitroute geprüft werden.
Als konkretes Verbesserungspotenzial wurde insbesondere der Bereich der Sankt-
Franziskus-Brücke identifiziert. Eine mögliche Verbesserung der Radverkehrsführung in
diesem Bereich soll als eigenständige Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur
weiter betrachtet werden.
Fahrradstraße Am Wehrhahn - Evaluation der Auswirkungen auf den motorisierten
Verkehr
Im Rahmen der Einrichtung der Fahrradstraße Am Wehrhahn wurde die Beschilderung
„Anlieger frei" testweise eingeführt. Die Auswirkungen auf den motorisierten Verkehr wurden
in einer Evaluation untersucht. Anhand einer Präsentation wurde den Mitgliedern der Kleinen
Kommission das Ergebnis der halbjährigen Testphase im Hinblick auf die Verträglichkeit der
Maßnahme in Bezug auf das umliegende Straßennetz anhand durchgeführter
Verkehrszählungen erläutert. Als Ergebnis konnte lediglich ein geringer Anstieg der
Verlustzeiten des MIV, im Wesentlichen nur auf einer Strecke, und somit keine wesentliche
Verschlechterung des Verkehrsflusses festgestellt werden, so dass im Ergebnis die Freigabe
der Fahrradstraße für Anlieger dauerhaft bestehen bleibt.
Das Ergebnis wird dem OVA im Rahmen einer Informationsvorlage in Kürze vorgelegt
werden. Die Mitglieder der Kleinen Kommission begrüßen das vorgestellte Ergebnis und
sprechen sich positiv zur Maßnahme aus. Sie regen jedoch an, dass die Beschilderung
„Anlieger frei" auch bei den anderen Fahrradstraßen im Stadtgebiet Anwendung findet.
Unabhängig von der konkreten Testphase soll das Thema Fahrradstraßen und die damit
verbundenen Standards in einer der kommenden Sitzungen nochmals grundsätzlich
aufgegriffen werden. Dabei sollen insbesondere die unterschiedlichen Möglichkeiten der
Zufahrtsregelung sowie deren verkehrliche und rechtliche Wirkungen betrachtet werden.
Maßnahmenübersicht nach Umsetzungszeitraum
Die Verwaltung stellte die aktualisierte Maßnahmenübersicht vor, die die Maßnahmen in kurz-
, mittel- und langfristigen Umsetzungszeitraum strukturiert. Die Umsetzungshorizonte stehen
grundsätzlich unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel und personeller Kapazitäten.
Aufgrund des erst Anfang September freigegebenen Haushalts für das Jahr 2026 können
nicht mehr alle Maßnahmen, die einen kurzfristigen Umsetzungszeitraum hatten, in 2026
umgesetzt werden. Dies wurde maßnahmengenau diskutiert und ausgelotet, wie im Weiteren
damit umgegangen wird. Der Bau dieser Maßnahmen ist nun für 2027 vorgesehen und damit
gibt es in Folge eine Verschiebung bei den mittelfristigen Maßnahmen, die nun teilweise erst
2028 umgesetzt werden können.
Die Mitglieder der Kleinen Kommission benennen einige Maßnahmen, welche in 2028 prioritär
umgesetzt werden sollen.
Aktueller Stand Radleitrouten (Information zu Sonderbauvorhaben
gemäß 1.2 GABau)
Radleitroute Nord-Süd (RLR1) und West-Ost (RLR 2)
Die einzelnen Teilabschnitte der Radleitrouten 1 und 2 wurden hinsichtlich des aktuellen
Sachstandes der Bauausführung sowie der weiteren Planungsschritte erläutert.
Aus der Kommission wurden Anregungen zu einzelnen Streckenabschnitten und
Detailpunkten eingebracht. Die Hinweise werden im weiteren Bearbeitungsprozess geprüft.
Bezüglich der RLR 2, 3. Abschnitt (Dieselstraße/Hellweg bis Neusser Tor) und 4. Abschnitt
(Luegplatz bis Jacobistraße) wurde die Prüfung von Teilmaßnahmen angeregt, um
Sicherheitslücken vorab zu schließen. Hier muss eventuell der gewünschte hohe Standard
zurückgeschraubt und hinsichtlich der Themen Gefahrenstellen, Knotenpunkte, Sicherheit und
Durchlässigkeit noch einmal genauer geprüft werden, was niedrigschwellig umsetzbar ist. Die
Verwaltung wird sich dies mit der IPM genau ansehen und in die Kleine Kommission
zurückspielen.
Cornelia Zuschke
Beigeordnete
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