Haushaltsantrag FDP Aktenzeichen RAT/095/2026

Haushaltsantrag der FDP-Ratsfraktion: Gesunde Ernährung in Düsseldorfer Kindertageseinrichtungen (KiTas)

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 5. März 2026veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Antrag“

Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung, ein Konzept zur Sicherstellung einer gesunden und qualitativ hochwertigen Verpflegung in den rund 400 Düsseldorfer Kindertageseinrichtungen (KiTas) unter Beteiligung der freien Träger zu erarbeiten und sukzessive umzusetzen.

Weitere Einordnung im Original: Aus „Begründung“

Die Gesundheit unserer Kinder ist die Basis für ihre Zukunft. Aktuelle Studien belegen, dass der Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln (UPF) mit mehr als 30 Gesundheitsrisiken und einer geringeren Lebenserwartung in Verbindung steht. 1 Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betrachten den Verzehr dieser Produkte äußerst kritisch und warnen ausdrücklich vor den gesundheitlichen Folgen, etwa Typ-2-Diabetes, Übergewicht bzw. Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 2 UPF durchlaufen zahlreiche industrielle Verarbeitungsschritte und enthalten oft eine Vielzahl an Zusatzstoffen wie Emulgatoren, Farbstoffe oder Aromen. Neuere Forschungsergebnisse deuten laut Experten zudem darauf hin, dass enthaltene Süßstoffe die Darmflora stören können. Ein weiteres Problem stellt der hohe Gehalt an Zucker und Salz dar, der den Appetit künstlich ankurbelt und zu einer Überernährung führt. Zudem können bei der industriellen Verarbeitung schädliche Stoffe wie Acrylamid entstehen. Bisherige Kennzeichnungen wie der Nutri-Score reichen nicht aus, um die Qualität der Verpflegung sicherzustellen, da dieser lediglich isolierte Inhaltsstoffe bewertet und von der Industrie oft für Marketingzwecke genutzt wird, um Produkten ein gesundes Image zu verleihen. 3 Die Stadt San Francisco hat bereits rechtliche Schritte gegen Lebensmittelkonzerne eingeleitet, um auf die durch UPF ausgelöste Gesundheitskrise zu reagieren. 4 Nach diesem Vorbild wollen wir auch in Düsseldorf Verantwortung übernehmen und durch den Verzicht auf den Einsatz von UPF dazu beitragen, dass unsere Bildungseinrichtungen Orte sind, an denen Kinder gesund aufwachsen können.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 5. März 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Vorgang · RAT/095/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Haushaltsantrag · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 44

    Eingereichte Haushaltsanträge zu den Etatberatungen 2026 (Hier sind die eingereichten Haushaltsanträge zur Ratssitzung am 19.03.2026 aufgeführt. Es handelt sich um keine eigene Sitzung.). Amtlicher Vermerk: „mehrheitlich abgelehnt“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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RAT/095/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 05.03.2026 Ratsfraktion - FDP Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Vorsitzender des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf Antrag der FDP-Ratsfraktion Zur Sitzung des Rates am 19.03.2026 Betrifft: Haushaltsantrag der FDP-Ratsfraktion: Gesunde Ernährung in Düsseldorfer Kindertageseinrichtungen (KiTas) Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Namen unserer Fraktion bitten wir Sie, nachfolgenden Haushaltsbegleitantrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 19. März 2026 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen: Antrag: Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung, ein Konzept zur Sicherstellung einer gesunden und qualitativ hochwertigen Verpflegung in den rund 400 Düsseldorfer Kindertageseinrichtungen (KiTas) unter Beteiligung der freien Träger zu erarbeiten und sukzessive umzusetzen. Das Konzept soll folgende Aspekte berücksichtigen:  Reduzierter Einsatz von ultraverarbeiteten Lebensmitteln (UPF) gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)  Einrichtungsspezifische, wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Lösungen für die Sicherstellung einer gesunden und qualitativ hochwertigen Verpflegung  Detaillierte Analyse der verschiedenen KiTa-Verpflegungssysteme und Darstellung der Qualitätsstandards, die systemübergreifend bzw. systemspezifisch dargestellt werden können  Festlegung von einheitlichen Qualitätsstandards und damit verbunden o Ausstattung der Küchen o Anforderung an und Qualifizierung von Küchenkräften o Stärkung und Förderung regionaler Lieferketten Ziel ist eine trägerübergreifende Festlegung der Qualitätsstandards in den Düsseldorfer KiTas. Seite 2 1 https://www.bmj.com/content/384/bmj-2023-077310 2 https://www.who.int/news-room/articles-detail/public-notice-and-comment-who-guideline-development- group-for-ultra-processed-foods, https://www.dge.de/presse/meldungen/2023/wie-wirken-stark-verarbeitete- lebensmittel-auf-die-gesundheit/ 3 https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/lebensmittel-hochverarbeitet-softdrinks-chips-ernaehrung- 100.html 4 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/san-francisco-klage-lebensmittel-100.html Die Analyse, Begleitung und Sicherstellung der Umsetzung soll durch die beiden Verpflegungsbeauftragten im Amt für Soziales und Jugend in enger Abstimmung mit den freien Trägern erfolgen. Für die KiTas in städtischer Trägerschaft soll darüber hinaus unter Beachtung der vorliegenden Rahmenbedingungen eine sukzessive Anpassung der Ausschreibungen für Verpflegungsleistungen erfolgen. Zur Finanzierung der Umstellung werden - vorbehaltlich der Prüfungsergebnisse - in einem ersten Schritt die betroffenen Haushaltsansätze um 25 % angehoben. Begründung: Die Gesundheit unserer Kinder ist die Basis für ihre Zukunft. Aktuelle Studien belegen, dass der Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln (UPF) mit mehr als 30 Gesundheitsrisiken und einer geringeren Lebenserwartung in Verbindung steht. 1 Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betrachten den Verzehr dieser Produkte äußerst kritisch und warnen ausdrücklich vor den gesundheitlichen Folgen, etwa Typ-2-Diabetes, Übergewicht bzw. Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 2 UPF durchlaufen zahlreiche industrielle Verarbeitungsschritte und enthalten oft eine Vielzahl an Zusatzstoffen wie Emulgatoren, Farbstoffe oder Aromen. Neuere Forschungsergebnisse deuten laut Experten zudem darauf hin, dass enthaltene Süßstoffe die Darmflora stören können. Ein weiteres Problem stellt der hohe Gehalt an Zucker und Salz dar, der den Appetit künstlich ankurbelt und zu einer Überernährung führt. Zudem können bei der industriellen Verarbeitung schädliche Stoffe wie Acrylamid entstehen. Bisherige Kennzeichnungen wie der Nutri-Score reichen nicht aus, um die Qualität der Verpflegung sicherzustellen, da dieser lediglich isolierte Inhaltsstoffe bewertet und von der Industrie oft für Marketingzwecke genutzt wird, um Produkten ein gesundes Image zu verleihen. 3 Die Stadt San Francisco hat bereits rechtliche Schritte gegen Lebensmittelkonzerne eingeleitet, um auf die durch UPF ausgelöste Gesundheitskrise zu reagieren. 4 Nach diesem Vorbild wollen wir auch in Düsseldorf Verantwortung übernehmen und durch den Verzicht auf den Einsatz von UPF dazu beitragen, dass unsere Bildungseinrichtungen Orte sind, an denen Kinder gesund aufwachsen können. Die Verpflegung in den rund 400 Düsseldorfer Kindertageseinrichtungen ist abhängig vom Träger und den Rahmenbedingungen in den einzelnen Einrichtungen unterschiedlich gestaltet. Die Festlegung trägerübergreifender, einheitlicher Qualitätsstandards ist angezeigt, damit alle Kinder in Düsseldorfer KiTas von einer gesunden und qualitativ hochwertigen Ernährung profitieren können. Weitere Begründung erfolgt bei Bedarf zusätzlich mündlich. Mirko Rohloff, Dr. Christine Rachner und Fraktion Seite 3

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/095/2026