Informationsvorlage Aktenzeichen JHA/045/2026

Weiterentwicklung der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe in Düsseldorf – erste Umsetzungsschritte im Rahmen der SGB VIII-Reform

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 27. April 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Die Kinder- und Jugendhilfe befindet sich derzeit in einem umfassenden Entwicklungsprozess. Mit der Weiterentwicklung des SGB VIII sowie den bundespolitischen Diskussionen zur Neuordnung der Eingliederungshilfe und sozialen Leistungen zeichnet sich ein klarer Paradigmenwechsel ab: weg von ausschließlich einzelfallbezogenen Unterstützungsformen hin zu inklusiven, systemisch verankerten und nachhaltig wirksamen Ansätzen.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 27. April 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Vorgang · JHA/045/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Informationsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 8.1

    Jugendhilfeausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

  3. Sitzung · TOP 12

    Ausschuss für Gesundheit und Soziales. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

  4. Sitzung · TOP 16

    Schulausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

  5. Sitzung · TOP 8.1

    Behindertenrat. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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Title: Informationsvorlage URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00584905.pdf Published Time: 2026-04-27T05:57:00.000Z Number of Pages: 3 Markdown Content: JHA/045/2026 X öffentlich nicht öffentlich # Informationsvorlage Betrifft: Weiterentwicklung der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe in Düsseldorf – erste Umsetzungsschritte im Rahmen der SGB VIII-Reform Fachbereich: 51 - Amt für Soziales und Jugend Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Jugendhilfeausschuss 13.05.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Gesundheit und Soziales 19.05.2026 Kenntnisnahme Schulausschuss 23.06.2026 Kenntnisnahme Behindertenrat 29.06.2026 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Die Kinder- und Jugendhilfe befindet sich derzeit in einem umfassenden Entwicklungsprozess. Mit der Weiterentwicklung des SGB VIII sowie den bundespolitischen Diskussionen zur Neuordnung der Eingliederungshilfe und sozialen Leistungen zeichnet sich ein klarer Paradigmenwechsel ab: weg von ausschließlich einzelfallbezogenen Unterstützungsformen hin zu inklusiven, systemisch verankerten und nachhaltig wirksamen Ansätzen. Diese Entwicklung wird auch im aktuellen Entwurf des Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes (KJHSRG) aufgegriffen. Dort wird mit der Bildungsassistenz erstmals ausdrücklich ein infrastruktureller Ansatz ausdrücklich im schulischen Kotext gesetzlich beschrieben. Gerade im schulischen Kontext wird deutlich, dass die bisherigen Strukturen der 1:1- Schulbegleitung an ihre Grenzen stoßen – sowohl fachlich als auch organisatorisch. Gleichzeitig besteht ein wachsender Anspruch, die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im inklusiven Bildungssystem wirksam und umfassend sicherzustellen. Auch in Düsseldorf ist in den vergangenen Jahren ein deutlicher Anstieg der Schulbegleitungen zu verzeichnen. Die damit verbundenen fachlichen, Seite 2 organisatorischen und finanziellen Herausforderungen machen eine Weiterentwicklung der bisherigen Unterstützungsstrukturen erforderlich. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Landeshauptstadt Düsseldorf das Ziel, frühzeitig tragfähige und zukunftsorientierte Ansätze zu entwickeln, um auf die absehbaren Veränderungen in der Kinder- und Jugendhilfe vorbereitet zu sein und diese aktiv mitzugestalten. Pilotprojekt Pooling von Schulbegleitungen Mit dem Pooling-Projekt hat die Landeshauptstadt Düsseldorf bereits einen konkreten und zukunftsweisenden Umsetzungsschritt eingeleitet. Seit dem Schuljahr 2025/2026 wird das Modell an ausgewählten Grundschulstandorten und an Förderschulen erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei werden zwei grundsätzliche Ansätze verfolgt:  Sozialrechtlich begründete Leistungen, die individuell als Mehrfachbegleitung gewährt werden,  gezielter Aufbau infrastruktureller Unterstützungsstrukturen im System Schule (Bildungsassistenz). Im Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung steht insbesondere der infrastrukturelle Ansatz. Ziel ist es, Unterstützungsressourcen so einzusetzen, dass sie ihre Wirkung dort entfalten, wo sie im schulischen Alltag tatsächlich benötigt werden – flexibel, situationsbezogen und im Kontext des gesamten Systems Schule. Das Pooling markiert damit einen grundlegenden Entwicklungsschritt: Unterstützungsleistungen werden nicht mehr ausschließlich individuell organisiert, sondern als Bestandteil eines inklusiven Gesamtsystems gedacht und umgesetzt. Damit wird sichergestellt, dass jedes Kind mit einem Unterstützungsbedarf erreicht wird. Erste Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt Die bisherigen Erfahrungen aus dem Pilotprojekt zeigen deutlich, dass das Pooling einen qualitativen Mehrwert für die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im schulischen Alltag bietet. Kinder können flexibler und bedarfsgerechter unterstützt werden, da Unterstützungsleistungen nicht mehr ausschließlich an eine feste 1:1-Zuordnung gebunden sind. Stattdessen ist es möglich, Unterstützung auch in Gruppen- und Klassensituationen sowie in Übergängen bereitzustellen. Dies stärkt die Einbindung in das Klassengeschehen und trägt dazu bei, Teilhabe im inklusiven Setting tatsächlich zu ermöglichen. Zugleich zeigt sich, dass durch den veränderten Ansatz auch Kinder erreicht werden können, deren Unterstützungsbedarfe bislang nicht oder nur eingeschränkt sichtbar waren. Das Pooling eröffnet damit neue Möglichkeiten, Bedarfe frühzeitig zu erkennen und präventiv zu bearbeiten. Insgesamt wird deutlich, dass Unterstützungsleistungen durch das Pooling stärker am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet und weniger durch starre Strukturen begrenzt werden. Dies stellt einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung inklusiver Bildungs- und Unterstützungsstrukturen dar. Seite 3 Weiteres Vorgehen Mit Blick auf die absehbaren Veränderungen im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes (KJHSRG) bereitet die Landeshauptstadt Düsseldorf den Transformationsprozess in der Eingliederungshilfe bereits aktiv vor. Aufgrund der bisherigen positiven Entwicklungen ist vorgesehen, das Pooling-Projekt schrittweise auf weitere Schulstandorte auszuweiten und die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung des Ansatzes einfließen zu lassen. Ziel ist es, frühzeitig tragfähige inklusive Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln und praktische Erfahrungen für die Ausgestaltung der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen des KJHSRG zu gewinnen. Die Trägervielfalt bleibt ausdrücklich erhalten. Die Entscheidung über die Zusammenarbeit mit einem Träger im Rahmen des infrastrukturellen Poolings liegt bei der jeweiligen Schulleitung. Die Umsetzung und Weiterentwicklung des Projektes wird durch die Jugendhilfe- und Sozialplanung des Amtes für Soziales und Jugend begleitet und evaluiert. Über die gewonnenen Erkenntnisse wird die Politik regelmäßig informiert, um eine transparente und fachlich fundierte Weiterentwicklung zu gewährleisten.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen JHA/045/2026