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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 16. Dezember 2004
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband die grundlegende Haushaltsentscheidung mit konkreten Investitionen in kommunale Infrastruktur, Kultur und Bildung. Während der Schulbau und der Entwässerungsplan weitgehend unstrittig blieben, gab es Konflikte über die Steuerpolitik, den Umfang der Tonhallensanierung und die Ausgaben am Arena-Gelände.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Etatberatung 2005 a) Haushaltssatzung der Landeshauptstadt Düsseldorf für das Haushaltsjahr 2005
Der Rat beschloss die Haushaltssatzung für 2005 im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements. Festgesetzt wurden Hebesätze von 156 für die Grundsteuer A, 465 für die Grundsteuer B und 450 für die Gewerbesteuer; zudem durfte der Stadtkämmerer Verträge zur Steuerung von Zinsrisiken mit einem Volumen von höchstens 300 Millionen Euro abschließen.
In den Grundsatzerklärungen stritten die Ratsmitglieder insbesondere über die Steuerpolitik. Die CDU stellte die erneuten Grund- und Gewerbesteuersenkungen als Erfolg dar, während ein Gegenbeitrag die Wirkung der Gewerbesteuersenkung für Mittelstand und Handwerk bezweifelte; eine genaue Stimmenverteilung zum Gesamtetat war im Material nicht ausgewiesen.
Der Etat bestimmte die finanziellen Handlungsspielräume der Stadt für das gesamte Haushaltsjahr. Die Hebesätze wirkten sich unmittelbar auf Grundstückseigentümer und gewerbesteuerpflichtige Unternehmen aus.
Vorlage 01/244/04 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 22
Wirtschaftsplan des Stadtentwässerungsbetriebes (SEBD) für das Jahr 2005
Der Rat stellte für 2005 einen Erfolgsplan des Stadtentwässerungsbetriebes mit jeweils 136.333.554 Euro Erträgen und Aufwendungen sowie einem vorgesehenen Jahresgewinn von 2.461.657 Euro fest. Der Vermögensplan umfasste 32.552.832 Euro, darunter einen Kreditbedarf von 24.718.175 Euro; außerdem wurden Verpflichtungsermächtigungen über 56.042.000 Euro beschlossen.
Es gab einen Bericht, aber keine kontroverse Aussprache. Gegenstimmen wurden nicht abgegeben; Ratsherr Krüger enthielt sich.
Der Wirtschaftsplan regelte Betrieb, Investitionen und Finanzierung der kommunalen Abwasserinfrastruktur. Seine Größenordnung machte ihn zu einer der finanziell bedeutendsten Einzelentscheidungen der Sitzung.
Vorlage 60/102/04 · Nachweis: TOP 6, PDF-Seite 11
Sanierung der Tonhalle - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss die Sanierung der Tonhalle mit den notwendigen Kernmaßnahmen einschließlich der Akustik sowie drei zusätzlichen Maßnahmen. Die Gesamtkosten wurden auf 24.013.770 Euro festgesetzt.
Die SPD wollte auf die rund 4,2 Millionen Euro teuren Akustikmaßnahmen verzichten; die Grünen beantragten, die Überarbeitung der Saalbestuhlung auszunehmen. Beide Änderungsanträge wurden abgelehnt, die Gesamtvorlage gegen die SPD sowie die Ratsmitglieder Kahl und Laubenburg beschlossen.
Die Entscheidung legte Umfang und Finanzierung einer umfassenden Sanierung des städtischen Konzertgebäudes fest. Der Konflikt drehte sich darum, welche Verbesserungen notwendig waren und welche Kosten vertretbar erschienen.
Vorlage 41/112/04 · Nachweis: TOP 18, PDF-Seite 113
Elly-Heuss-Knapp-Schule - Berufskolleg der Stadt Düsseldorf - Dependance Räuscher Weg Neubau eines vierklassigen Schulgebäudes - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss am Schulstandort Räuscher Weg 40 einen vierklassigen Ersatzneubau für die Dependance der Elly-Heuss-Knapp-Schule. Die Gesamtkosten betrugen 1.066.463 Euro; fehlende Mittel sollten aus dem veranschlagten Masterplan Schulen kommen.
Der Beschluss fiel ohne Wortmeldungen und einstimmig.
Damit erhielt ein konkreter Schulstandort eine verbindliche Bau- und Finanzierungsentscheidung. Zugleich wurde festgelegt, aus welchem städtischen Programm Finanzierungslücken geschlossen werden sollten.
Vorlage 60/140/04 · Nachweis: TOP 22, PDF-Seite 17
Neubau von 5 Kleinspielfeldern, Neubau der K-Tasche ("Katastro- phentasche") und Eingangsbereich Arena - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss fünf Kleinspielfelder, die sogenannte K-Tasche und die Eingangsbereiche der Arena. Für die Kleinspielfelder durfte der Kämmerer 1.038.000 Euro und für die K-Tasche 1.080.000 Euro im Vorgriff auf den Haushalt 2005 bereitstellen; die Arbeiten sollten nach mindestens drei Angeboten vergeben werden.
Eine inhaltliche Aussprache fand nicht statt. CDU, FDP, Grüne und weitere Ratsmitglieder stimmten zu, zwei SPD-Mitglieder dagegen; der übrige Teil der SPD sowie Kahl und Laubenburg enthielten sich.
Die Entscheidung betraf sowohl Sportflächen als auch Zugangs- und Sicherheitsinfrastruktur am Arena-Gelände. Die Mittel wurden bereits vor dem Haushalt 2005 verfügbar gemacht.
Vorlage 52/109/04 · Nachweis: TOP 46, PDF-Seite 22
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
1 zuverlässig zugeordnete Punktpositionen. Sitzungsort und Orte der beratenen Vorlagen sind getrennt bezeichnet.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.