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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 23. Mai 2019
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von großen Schulbauaufgaben bis zu Regeln für Digitalisierung und Stadtentwicklung. Während die Bildungsbeschlüsse breite Zustimmung fanden, entzündeten sich Konflikte vor allem an Datenschutz, vertraulichen Beratungen und der Gestaltung des Straßenraums.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der Wiedereinführung des neunjährigen Bildungsganges an Gymnasien
Der Rat erteilte einstimmig den Planungsauftrag für die Baumaßnahmen, die durch die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang an den Gymnasien erforderlich wurden. Das geschätzte Volumen betrug 100 Millionen Euro; betroffen waren nach Darstellung in der Debatte 19 Gymnasien beziehungsweise alle bis auf drei sowie etwa die Hälfte der Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler.
SPD und FDP begrüßten den Planungsauftrag, stritten aber über die zu erwartende finanzielle Beteiligung des Landes. Trotz dieser unterschiedlichen Einschätzungen fiel der Beschluss einstimmig.
Die Entscheidung betraf einen großen Teil der weiterführenden Schulen und löste umfangreiche Planungen für zusätzliche Räume und Erweiterungsbauten aus.
Nachweis: TOP 14, PDF-Seite 39
Wim-Wenders-Gymnasium, Neubau eines 4-zügigen Gymnasium und einer Dreifachsporthalle
Der Rat beschloss einstimmig den Neubau eines vierzügigen Gymnasiums und einer Dreifachsporthalle an der Schmiedestraße 25. In der Debatte wurden die Kosten mit fast 60 Millionen Euro angegeben.
Bündnis 90/Die Grünen unterstützte den Bau, kritisierte aber, dass keine Photovoltaikanlage vorgesehen war. Weitere Wortmeldungen gab es nicht; der Rat stimmte geschlossen zu.
Mit dem Beschluss erhielt Düsseldorf einen konkreten großen Schulneubau einschließlich eigener Sportinfrastruktur.
Nachweis: TOP 7, PDF-Seite 36
Weiterentwicklung zu einer Smart City
Der Rat beschloss die Weiterentwicklung Düsseldorfs zu einer Smart City und nahm zuvor den Änderungsantrag von Grünen, SPD und FDP an. Für die erste Phase wurden bei einem vorgesehenen Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro städtische Eigenmittel von 875.000 Euro angesetzt; eine Kleine Kommission sollte die strategische Steuerung begleiten.
In der Debatte wurde kritisiert, dass der Förderantrag bereits eingereicht worden war, ohne dass die Politik zuvor informiert worden sei. Die FDP verlangte angesichts möglicher umfassender Datensammlungen transparente rechtliche Regeln zum Schutz der Privatsphäre; der Grundantrag wurde dennoch einstimmig beschlossen.
Die Entscheidung verband die Digitalisierungsplanung mit Haushaltsmitteln, parlamentarischer Begleitung und der Frage, wie kommunale Datennutzung kontrolliert werden sollte.
Nachweis: TOP 16, PDF-Seite 44
Hochhausrahmenplan Beschluss der Geschäftsordnung des Hochhausbeirates
Der Rat beschloss mit großer Mehrheit eine Geschäftsstelle für Wettbewerbe, Beteiligung und Hochhausrahmenplan sowie die Geschäftsordnung des Hochhausbeirates. Nach den in der Debatte erläuterten Regeln sollten externe Fachleute stimmberechtigt sein, während die Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen ohne Stimmrecht mitwirkten; Beratungen sollten vertraulich stattfinden.
Die Linke lehnte die Konstruktion wegen des fehlenden Stimmrechts der Ratsmitglieder, der Vertraulichkeit und der städtischen Kosten ab. Bündnis 90/Die Grünen verteidigte die fachliche Bewertung ohne politisches Stimmrecht; beschlossen wurde die Vorlage gegen die Stimmen der Linken.
Damit legte der Rat fest, unter welchen fachlichen und nichtöffentlichen Bedingungen künftige Hochhausvorhaben beurteilt werden sollten.
Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 41
Unterrather Straße - Klinke 2. BA -
Der Rat fasste den Bedarfsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt an Unterrather Straße und Klinke. In der Debatte wurde das Vorhaben mit mehr als einer Million Euro beziffert; genannt wurden neue Parkplätze und einige Baumpflanzungen.
Die Linke kritisierte fehlende Entsiegelung und Begrünung und kündigte eine Enthaltung an. Die Grünen stimmten zu, verwiesen aber auf zwei noch zu beseitigende Engstellen; beschlossen wurde die Vorlage ohne Gegenstimmen bei Enthaltungen von Linken und Tierschutz Freie Wähler.
Der Konflikt machte unterschiedliche Prioritäten bei der Verteilung des Straßenraums zwischen Parken, Begrünung und Aufenthaltsqualität sichtbar.
Nachweis: TOP 11, PDF-Seite 38
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.