Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 7. April 2022
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung umfasste kurzfristige Hilfe für Geflüchtete ebenso wie langfristige Investitionen in Schulen, Kultur, soziale Angebote und Verkehrsinfrastruktur. Während die Bau- und Sanierungsentscheidungen weitgehend ohne Gegenstimmen fielen, entstand beim RRX ein deutlicher Konflikt zwischen zusätzlichem Schallschutz in Angermund und der Sorge vor höheren Kosten und weiteren Verzögerungen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Landeshauptstadt Düsseldorf (mündlicher Bericht)
Der Rat nahm den mündlichen Bericht über die Folgen des Ukraine-Krieges für Düsseldorf zur Kenntnis. Demnach waren 3.400 Geflüchtete aus der Ukraine kommunal untergebracht; seit dem 11. März hatte der Info-Point am Bertha-von-Suttner-Platz 14.453 Vorsprachen verzeichnet. In der Messehalle 6 waren 1.500 Plätze eingerichtet worden, während Halle 5 mit rund 1.000 weiteren Plätzen zunächst nicht benötigt wurde.
Eine Aussprache war nicht vorgesehen. Der Bericht und der Einsatz der Beteiligten erhielten allgemeinen Beifall; eine politische Kontroverse war nicht dokumentiert.
Die Zahlen zeigten die Größenordnung der kurzfristig aufgebauten Aufnahme- und Beratungsstrukturen. Die Verwaltung erwartete zugleich, dass die Landespauschale die kommunalen Aufwendungen nicht decken würde.
Nachweis: TOP 32, PDF-Seite 20
Konrad-Adenauer-Platz 1 (KAP 1) - Änderungsbeschluss
Der Rat beschloss für KAP1 eine Bauprogrammerweiterung und erhöhte die Gesamtkosten um 1.876.475 Euro auf 20.474.000 Euro. Darin enthalten waren 730.000 Euro für die Erweiterung des Bauprogramms; vorgesehen waren Ausstattungen für städtische Einheiten sowie der Einbau eines Theaters mit Probebühnen, Werkstatt, Lager und Büro für eine spätere Untervermietung an das Forum Freies Theater.
Der Beschluss fiel ohne Debatte und ohne Gegenstimmen; zwei Mitglieder der AfD enthielten sich.
Die Entscheidung sicherte zusätzliche Mittel für einen großen städtischen Kultur- und Verwaltungsstandort. Sie umfasste zugleich konkrete Funktionsräume für das Forum Freies Theater.
Vorlage KUA/034/2022 · Nachweis: TOP 19, PDF-Seite 32
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Änderungsbeschlusses für die Standorte Steinkaul 27 und Melanchthonstraße 2
Der Rat beschloss für die Erweiterung der GGS Steinkaul Mehrkosten von 2.543.000 Euro und für den Neubau der zweizügigen Gemeinschaftshauptschule an der Melanchthonstraße Mehrkosten von 3.252.500 Euro. Zusätzlich stimmte er einer überplanmäßigen Mittelbereitstellung von 5.235.500 Euro zu. In Steinkaul waren unter anderem zwei Clustergebäude, eine Mensa und eine Einfeld-Sporthalle vorgesehen, in Benrath eine Zweifach-Sporthalle.
Eine Debatte fand nicht statt. Es gab keine Gegenstimmen; die AfD enthielt sich geschlossen.
Die zusätzlichen Mittel betrafen Schulplätze, Mensen und Sportflächen an zwei Standorten. Als Bedarfshintergrund nannte die Vorlage bis 2026/27 zusätzlich 2.600 Grundschülerinnen und Grundschüler sowie 3.100 Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen.
Vorlage SCHUA/140/2021 · Nachweis: TOP 28, PDF-Seite 38
Bonner Straße 121, Gut Niederheid - Grundsatzentscheidung zum weiteren Vorgehen - Beschluss -
Der Rat beauftragte die Verwaltung einstimmig, die vollständige Sanierung von Gut Niederheid an der Bonner Straße 121 zu planen und eine Kostenschätzung für den späteren Bedarfsbeschluss zu erstellen. Die bestehende Nutzung, darunter das therapeutische Reiten, sollte fortgeführt und erweitert werden; eine endgültige Finanzierung der Sanierung wurde mit diesem Beschluss noch nicht beschlossen.
Die Linke begrüßte das Vorhaben, verlangte aber, spätere Betriebs- und Klimakosten in den Variantenvergleich einzubeziehen. CDU und Grüne unterstützten die Vollsanierung und verwiesen in der Debatte auf 10 Millionen Euro, die dafür zur Verfügung gestellt werden könnten; der Beschluss fiel einstimmig.
Der Standort diente Familien und dem therapeutischen Reiten, während nach Angaben der Verwaltung wegen des baulichen Zustands die Hälfte der Hoffläche leer stand. Die Planung sollte eine vollständige Nutzung des Gutshofs wieder ermöglichen.
Vorlage BAU/008/2022 · Nachweis: TOP 14, PDF-Seite 41
Gesamtstellungnahme der Stadt zum Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben Rhein-Ruhr-Express (RRX), Planfeststellungsabschnitt 3.1 "Kalkum - Angermund"
Der Rat begrüßte den RRX-Ausbau zwischen Kalkum und Angermund grundsätzlich, verlangte jedoch Änderungen an der Planung und beauftragte die Verwaltung, seine Gesamtstellungnahme an das Eisenbahn-Bundesamt zu übermitteln. Für eine angemessene Berücksichtigung städtischer Alternativen zum Schallschutz in Angermund behielt er sich den Rechtsweg vor.
Die SPD lehnte die Stellungnahme ab und warnte, zusätzliche Tunnel- oder Einhausungsforderungen könnten Kosten und Bauzeit erhöhen sowie das Gesamtprojekt gefährden. Die FDP enthielt sich wegen möglicher langwieriger Rechtsstreitigkeiten; CDU, Grüne, Tierschutz/Freie Wähler, der Oberbürgermeister und zwei Mitglieder der Linken stimmten zu, weitere Fraktionen und Ratsmitglieder dagegen.
Der Beschluss verband die Zustimmung zu einer wichtigen Schienenverbindung mit weitergehenden Forderungen zum örtlichen Schallschutz. Der politische Konflikt betraf damit die Abwägung zwischen Schutzinteressen in Angermund und einem möglichst schnellen Ausbau.
Vorlage OVA/023/2022 · Nachweis: TOP 22, PDF-Seite 51
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.