Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 16. September 2021
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von der Haushaltskonsolidierung und der Pandemielage bis zu konkreten sozialen Hilfen und möglichen Straßenumbenennungen. Politische Konflikte betrafen vor allem die Verteilung finanzieller Belastungen und die Ausgestaltung der Erinnerungspolitik; bei Haushalt und Corona standen zunächst Berichte und weitere Beratungen im Vordergrund.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Einbringung des Haushaltsplanentwurfs 2022 durch Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller und Frau Stadtkämmerin Schneider
Der Rat nahm den Haushaltsplanentwurf 2022 zur Kenntnis, beschloss ihn in diesem TOP aber noch nicht. Der Entwurf berücksichtigte ein Verbesserungsvolumen von 104 Millionen Euro, das durch pauschale Aufwandsreduzierungen im gesamten städtischen Haushalt erreicht werden sollte; bis 2025 wurde wieder ein strukturell ausgeglichener Haushalt angestrebt.
Oberbürgermeister und Stadtkämmerin brachten den Entwurf ein. Eine gesonderte Ratsdebatte oder Abstimmung über den Haushalt fand bei diesem TOP nicht statt.
Der Entwurf setzte den finanziellen Rahmen für die weiteren Haushaltsberatungen. Dabei standen zusätzliche Einsparungen und die Überprüfung von Investitionen der Begrenzung neuer Schulden gegenüber.
Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 15
Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie
Der Rat erhielt einen Bericht zur Corona-Lage und fasste dazu keinen Beschluss. Genannt wurden rund 1.500 aktuell Infizierte, 119 Behandlungen in Krankenhäusern, davon zwei auf Intensivstationen, sowie fast 399.000 Menschen mit vollständigem Impfschutz.
Der Bericht wurde wie zuvor vereinbart ohne Aussprache gehalten. Eine Abstimmung fand nicht statt.
Die Angaben zeigten die damalige Belastung von Krankenhäusern, Schulen und Kindertagesstätten. Zugleich war die Finanzierung der dezentralen Impfangebote über den 30. September 2021 hinaus noch nicht gesichert.
Nachweis: TOP 3, PDF-Seite 13
Änderung der Satzung über die Erhebung eines Erschließungsbeitrages (EBS)
Der Rat beschloss mehrheitlich eine Änderung der Satzung über Erschließungsbeiträge. In der Debatte wurden höhere Belastungen für höheres Bauen sowie Zuschüsse, Beteiligungsmöglichkeiten und Stundungen als Bestandteile der neuen Regelung benannt.
Die SPD stimmte zu, verlangte langfristig aber eine vollständige Abschaffung der Beiträge bei Übernahme durch das Land. Die AfD kritisierte Erhöhungen von teilweise bis zu 200 Prozent; gegen die Vorlage stimmten AfD und Tierschutz/Freie Wähler, die Linke enthielt sich, alle übrigen stimmten dafür.
Die Satzung bestimmte mit, welche Kosten Grundstückseigentümer:innen bei Erschließungsmaßnahmen tragen mussten. Damit berührte die Entscheidung unmittelbar die finanzielle Belastung betroffener Anlieger:innen.
Vorlage OVA/088/2021 · Nachweis: TOP 29, PDF-Seite 42
mündlicher Ergänzungsantrag der CDU-Ratsfraktion
Der Rat beschloss den FDP-Antrag zur Maskenausgabe in der mündlich ergänzten Fassung der CDU. Ausgangspunkt war, Düsselpass-Inhaber:innen Masken über das Impfmobil zugänglich zu machen; den ursprünglich von der Linken beantragten Versand zog diese anschließend zurück.
Die Linke hielt den Versand für verlässlicher, während die FDP die Ausgabe mit den dezentralen Impfangeboten verbinden wollte. FDP, Tierschutz/Freie Wähler, CDU, Oberbürgermeister, Grüne, SPD und Linke stimmten der ergänzten Fassung zu; die AfD stimmte dagegen.
Die Entscheidung richtete sich an Menschen mit geringem Einkommen, für die der fortlaufende Maskenkauf als finanzielle Belastung beschrieben worden war. Sie verband die Hilfe mit einem bereits im Stadtgebiet eingesetzten mobilen Angebot.
Nachweis: TOP 45.11.2, PDF-Seite 86
mündlicher Änderungsantrag der Ratsfraktion Die PARTEI-Klima-Fraktion
Der Rat lehnte den Änderungsantrag ab, bei neuen Personennamen ausschließlich Frauen zu berücksichtigen. Anschließend beschloss er den Grundantrag: Die Verwaltung sollte ein Beteiligungskonzept für die Umbenennung von elf Straßen und die Umwidmung des Münchhausenwegs erarbeiten sowie eine begleitende Projektgruppe einrichten. Die Straßen wurden damit noch nicht umbenannt; darüber sollte der Rat erst nach Beteiligung der Bürger:innen entscheiden.
Für die ausschließliche Berücksichtigung von Frauennamen stimmten Die Partei-Klima-Fraktion und die Linke, Ratsherr Lemmer enthielt sich, die übrigen genannten Fraktionen und der Oberbürgermeister stimmten dagegen. Den Grundantrag trug anschließend eine breite Mehrheit; nur die AfD stimmte dagegen.
Das Verfahren betraf Anlieger:innen von elf Straßen und des Münchhausenwegs unmittelbar. Geprüft werden sollte außerdem, ob die Stadt Kosten aus späteren Namensänderungen vollständig oder teilweise übernehmen konnte.
Nachweis: TOP 45.4.2, PDF-Seite 52
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.