Antrag FDP Aktenzeichen RAT/527/2026

FDP schlägt Änderungen beim Hitzeschutz vor

Amtlicher Titel: Änderungsantrag der FDP-Ratsfraktion zur Vorlage RAT/388/2026

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 24. September 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Die FDP‑Ratsfraktion hat einen Änderungsantrag zur Vorlage RAT/388/2026 eingebracht. Sie fordert, die bestehenden kühlen Orte in Düsseldorf auf ihre Verfügbarkeit für ältere, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und wohnungslose Menschen zu prüfen und bei Hitze­warnungen Öffnungszeiten geeigneter Einrichtungen zu verlängern. Außerdem soll die Information für besonders gefährdete Personen verbessert und ein geplanter Leihpool für mobile Klimageräte zunächst ausgesetzt werden. Der Antrag wird am 24. September 2026 im Rat zur Abstimmung gestellt.

Warum wichtig

Wenn der Änderungsantrag angenommen wird, erhalten vulnerable Gruppen schneller Zugang zu kühlen Rückzugsorten und die Stadt spart mögliche Kosten für einen Leihpool, dessen Nutzen noch unklar ist.

Die Details

  • Bestehende kühle Orte prüfen: Verwaltung soll prüfen, ob die bereits vorhandenen kühlen Orte in allen Stadtbezirken während Hitze ausreichend verfügbar und gut erreichbar für ältere, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und wohnungslose Menschen sind.
  • Öffnungszeiten erweitern: Bei amtlichen Hitzewarnungen soll geprüft werden, ob Öffnungszeiten geeigneter städtischer Einrichtungen kurzfristig und bedarfsgerecht verlängert werden können, vorrangig mit vorhandenen Räumen.
  • Information verbessern: Verwaltung soll darstellen, wie besonders gefährdete Menschen besser über die vorhandenen Angebote informiert und gezielt erreicht werden können.
  • Leihpool für Klimageräte aussetzen: Der geplante kommunale Leihpool für mobile Klimageräte wird zunächst verworfen; falls später erwogen, müssen Anschaffungs‑ und Folgekosten sowie zusätzlicher Nutzen gegenüber bestehenden Angeboten nachgewiesen werden.
  • Begründung: Hitzeperioden erhöhen Gesundheitsrisiken für vulnerable Gruppen; Düsseldorf verfügt bereits über kühle Orte in allen Bezirken, daher liegt der Fokus auf Nutzung und Optimierung statt neuer Strukturen.

Einordnung

Der Antrag könnte die Nutzung vorhandener Kühlräume ausbauen, die Öffnungszeiten von Einrichtungen während Hitzeperioden anpassen und den Aufbau eines kostenintensiven Leihpools verhindern – alles zugunsten von Menschen, die bei hohen Temperaturen besonders gefährdet sind.

Hintergrund

Kühle Orte sind öffentlich zugängliche Räume wie Bibliotheken, Schwimmbäder oder Bürgerzentren, die im Sommer als Rückzugsorte vor Hitze dienen. Hitzezufluchten sollen besonders gefährdete Personen vor gesundheitlichen Risiken schützen, indem sie klimatisierte oder gut belüftete Räume bereitstellen.

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RAT/527/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 24.09.2026 Ratsfraktion - FDP Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Vorsitzender des Rates Antrag der FDP-Ratsfraktion zur Sitzung des Rates am 24.09.2026 Betrifft: Änderungsantrag der FDP-Ratsfraktion zur Vorlage RAT/388/2026 Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Namen unserer Fraktion bitten wir Sie, nachfolgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 24. September 2026 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen: Antrag: Die Vorlage RAT/388/2026 wird wie folgt geändert: 1. Die Verwaltung wird gebeten, die bereits bestehenden „kühlen Orte" in Düsseldorf daraufhin zu überprüfen, ob sie während akuter Hitzeperioden ausreichend verfügbar und insbesondere für ältere, chronisch kranke, pflegebedürftige und wohnungslose Menschen gut erreichbar sind. 2. Bei amtlichen Hitzewarnungen soll geprüft werden, ob die Öffnungszeiten geeigneter städtischer Einrichtungen kurzfristig und bedarfsgerecht erweitert werden können. Dabei sollen vorrangig bereits vorhandene Räume und Strukturen genutzt werden. 3. Die Verwaltung wird gebeten darzustellen, wie besonders gefährdete Menschen besser über die vorhandenen Angebote informiert und gegebenenfalls auch gezielt erreicht werden können. 4. Auf die Einrichtung eines kommunalen Leihpools für mobile Klimageräte wird zunächst verzichtet. Sollte die Verwaltung einen solchen Leihpool für sinnvoll halten, sind vor einer Entscheidung die zu erwartenden Anschaffungs- und Folgekosten sowie der konkrete zusätzliche Nutzen gegenüber den bereits bestehenden Angeboten darzustellen. Begründung: Die derzeitigen Hitzeperioden zeigen, dass wir beim Hitzeschutz handeln müssen. Gerade für ältere Menschen, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und Menschen ohne einen kühlen Rückzugsort können sehr hohe Temperaturen schnell zu einem ernsthaften gesundheitlichen Risiko werden. Gleichzeitig hat sich seit der Einbringung des ursprünglichen Antrags einiges getan. Düsseldorf verfügt inzwischen über kühle Orte in allen Stadtbezirken. Deshalb sollten wir zunächst schauen, ob diese Angebote dort ankommen, wo sie gebraucht werden, und was wir kurzfristig verbessern können. Angesichts der aktuellen Haushaltslage halten wir es dagegen nicht für sinnvoll, ohne Kenntnis der Kosten eine weitere kommunale Struktur mit Anschaffung, Lagerung, Wartung und Ausgabe von Klimageräten aufzubauen. Beim Hitzeschutz geht es jetzt vor allem darum, schnell und gezielt diejenigen zu erreichen, die besonders gefährdet sind. Dafür sollten wir zunächst das nutzen und verbessern, was bereits vorhanden ist. Mirko Rohloff, Dr. Christine Rachner und Fraktion Seite 2

KI-gestützt aufbereitet am 24. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/527/2026