Informationsvorlage BV als Text anzeigen
Title: Informationsvorlage BV
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00591685.pdf
Published Time: 2026-06-24T11:41:00.000Z
Number of Pages: 5
Markdown Content:
BV4/117/2026
X öffentlich nicht öffentlich
# Informationsvorlage
Betrifft:
Mitteilungen der Verwaltung
Amt / Institut:
Bezirksverwaltungsstelle 4
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 4 08.07.2026 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
1. Errichtung von zwei Fußgängerüberwegen im Kreuzungsbereich Sportstraße /
Niederkasseler Lohweg / Fritz-Milster-Weg und der Kreuzung Grevenbroicher
Weg / Niederdonker Straße / Wickrather Straße
Hinsichtlich der Nachfrage von Herrn Baumann in der Sitzung vom 18.03.2026 nimmt
das Amt für Verkehrsmanagement wie folgt Stellung:
Dem Wunsch des Bezirksvertreters Baumann kann entsprochen werden. Das
vorhandene Verkehrsschild, welches auf querende Fußgänger*innen hinweist, wird
durch das Verkehrsschild „Kinder, Vz.136-10“ ersetzt und wird mit dem Hinweis
„Schulweg“ ergänzt.
2. Regelmäßige Lärmbelästigung des Heerdter Sandbergs
Hinsichtlich der Nachfrage von Frau Maessen in der Sitzung vom 29.04.2026 nimmt
das Ordnungsamt wie folgt Stellung:
Seitens des Ordnungsamtes werden auch zukünftig durch die Mitarbeitenden der
Verkehrsüberwachung sowie des Ordnungs- und Servicedienstes regelmäßige
Kontrollen im Rahmen der personellen Möglichkeiten sowie unter Berücksichtigung
der aktuellen Einsatzlage durchgeführt.
3. Baumfällungen im Stadtbezirk 4
Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt muss Bäume im Stadtgebiet fällen. Die in Rede
stehenden Bäume wurden durch die Baumkontrolle der Stadt Düsseldorf untersucht.
Im Ergebnis sind die Bäume nicht mehr stand- und bruchsicher und müssen gefällt
werden.
Vorab werden die Bäume auf besetzte Bruthöhlen und Nester untersucht. Seite 2
Zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit mussten ab der 24. Kalenderwoche
insgesamt 4 Bäume im Stadtbezirk 4 gefällt werden. Aus der Tabelle gehen Details
zur Lage, Baumart und Grund der Fällung hervor.
Die zu fällenden Bäume wurden vor der Fällung mit einer gut sichtbaren Informations-
Banderole am Baumstamm gekennzeichnet und auf maps Düsseldorf veröffentlicht.
Die Möglichkeit von Nachpflanzungen wird sorgfältig geprüft. Bei den
vorzunehmenden Nachpflanzungen von Straßenbäumen sind sogenannte
Umlaufverfahren durchzuführen. Hierbei prüfen die Leitungsträger wie z.B. die
Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Telekom die
Leitungstrassen und ihre Nähe zu den Baumstandorten. Darüber hinaus sind auch
notwendige Abstände zu Verkehrsanlagen sowie brandschutztechnische Belange zu
beachten.
Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Ziel ist es, möglichst viele Standorte wieder zu
bepflanzen.
Lfd.
Nr.
Lage Baumart St.U Fällgrund
1 Brend'amourstraße Schwedische Mehlbeere 94 Fäule
2 Heerdter Lohweg Gefülltblühende
Rosskastanie
141 Fäule
3 Hansaallee Gefülltblühende
Rosskastanie
141 Fäule
4 Grünweg
Sommerdeich
Pappel 400 Pilzbefall: Hallimasch
4. Unterhaltung von Grundstücken und baulichen Anlagen im Stadtbezirk 4 –
Haushalt 2026 Liste A Schulen 2121101/52415400
Hinsichtlich der Nachfrage von Frau Wiesendorf in der Sitzung vom 29.04.2026
nimmt das Amt für Schule und Bildung wie folgt Stellung:
Für das neue Orientierungskonzept der Städtischen Carl-Benz-Realschule
Oberkassel wurden von der beauftragten Firma nach Inaugenscheinnahme der
baulichen Gegebenheiten und des besonderen Schulprofils zwei unterschiedliche
Vorschläge für die Neugestaltung vorgelegt. Diese haben bereits Vorstellungen und
Bedürfnisse der Schülerschaft berücksichtigt. Da Partizipation ein wichtiges Element
der Schulkultur der Carl-Benz-Realschule darstellt wurden von der Firma für den Tag
der offenen Tür am 08.11.2025 zwei „Roll-Outs“ zu den Entwürfen mit
entsprechendem Stimmzettel erstellt. An einem Stand der Schülervertretung im Foyer
des Altbaus wurden die Konzepte von Schülern und Schülerinnen präsentiert und
Schüler*innen wie auch Lehrkräfte, aber auch Eltern, konnten für die beiden
Konzepte votieren und Anmerkungen hinterlassen. Diese Beteiligungsmöglichkeit
wurde rege wahrgenommen. Das Konzept mit den meisten Stimmen soll nun
umgesetzt werden.
5. Lärmbelastung der Rheinkniebrücke reduzieren – Sinnvolle Möglichkeiten
suchen und umsetzen
Hinsichtlich der Nachfrage von Herrn Dorenz in der Sitzung vom 29.04.2026 nimmt
das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz wie folgt Stellung: Seite 3
Hierzu ist festzustellen, dass die für die Bewertung maßgeblichen Lärmwerte
grundsätzlich berechnet und nicht gemessen werden. Die Berechnungen erfolgen
nach den einschlägigen gesetzlichen und technischen Regelwerken und bilden die
Grundlage für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen sowie für
Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen von Straßenneubau- und Ausbau-vorhaben.
Die berechneten Werte stellen Durchschnittswerte über definierte Zeiträume dar. Sie
sind daher nicht unmittelbar mit Einzelmessungen oder Spitzenwerten vergleichbar,
die beispielsweise durch Handy-Apps oder andere private Messgeräte erfasst
werden. Solche Messungen können kurzfristige Lärmereignisse abbilden, sind jedoch
für die rechtliche Bewertung der Verkehrslärmsituation nicht maßgeblich.
Die Lärmberechnungen werden standardmäßig für eine Höhe von vier Metern über
Gelände durchgeführt. Nach den vorliegenden Erfahrungen und
Berechnungsgrundlagen ergeben sich für die vorliegende Situation zwischen dem 1.
und dem 3. Obergeschoss Unterschiede von etwa 1 bis 3 dB(A). Ein Unterschied in
dieser Größenordnung kann grundsätzlich wahrgenommen werden, führt jedoch nicht
zu einer wesentlich anderen Bewertung der Lärmsituation.
Aus Sicht der Verwaltung ergeben sich daher aus der Geschosshöhe keine
Anhaltspunkte für eine wesentlich abweichende fachliche Bewertung der
Lärmsituation. Die in der ursprünglichen Stellungnahme dargelegten Erwägungen zu
möglichen Lärmminderungsmaßnahmen bleiben hiervon selbstverständlich unberührt
und behalten weiterhin ihre Gültigkeit.
6. Neubau der linksrheinischen Feuerwache
Hinsichtlich der Nachfrage von Frau Wiesendorf in der Sitzung vom 29.04.2026
nimmt die Feuerwehr wie folgt Stellung:
Die Planungen zum Neubau der Feuer- und Rettungswache 2 haben sich aufgrund
einer Überarbeitung des Raumprogramms verzögert. Dieses wurde nun finalisiert. In
den kommenden Wochen wird seitens der IPM GmbH die Bauvoranfrage eingereicht.
In diesem Zusammenhang erfolgt dann auch die Vorstellung der Planungen in der
Bezirksvertretung 4.
7. Löricker Wochenmarkt erhalten und Angebot verbessern – Attraktivität für
Händler erhöhen
Hinsichtlich der Nachfrage von Herrn Baumann in der Sitzung vom 29.04.2026 nimmt
das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz wie folgt Stellung:
Es ist vorgesehen, die erstellten Konzepte zur Belebung der Düsseldorfer
Wochenmärkte und die daraus abgeleiteten Maßnahmen der Politik, insbesondere
den zuständigen Bezirksvertretungen, zu gegebener Zeit vorzustellen.
8. Glücksburger Straße – Bewohnerbefragung wegen geplanter
Einbahnstraßenregelung
Hinsichtlich der Mitteilung in der Sitzung vom 12.11.2025 teilt das Amt für
Verkehrsmanagement folgendes mit:
Die Verwaltung hatte die Wurfsendungen im Januar 2026 verteilt und hat inzwischen
die eingegangenen Rückmeldungen gesichtet und ausgewertet. Insgesamt sind 23
Rückmeldungen eingegangen. Das Ergebnis zeigt kein eindeutiges Meinungsbild für Seite 4
oder gegen die Einrichtung einer Einbahnstraße. Die Verwaltung wird daher den
aktuellen Zustand so belassen, wie er ist.
9. Sachstand zur Neuaufstellung des Nahverkehrsplans und zum
Beteiligungsprozess
Das Amt für Verkehrsmanagement teilt folgendes mit:
Die Verwaltung hat die Arbeiten an der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans (NVP)
der Landeshauptstadt Düsseldorf offiziell aufgenommen. Der Kick-Off hat am
27.03.2026 stattgefunden. Nachfolgend wird ein kurzer Überblick über den
anstehenden Neuaufstellungs- und Beteiligungsprozess geben.
NVP-Neuaufstellungsprozess
Mit Beschluss der Vorlage OVA/011/2022 sowie des Ergänzungsantrags
Rat/107/2022 wurde für das Gebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf die
Aufstellung eines neuen Nahverkehrsplans beschlossen und die Verwaltung
mit der Erarbeitung eines Planentwurfes beauftragt.
Gemeinsam mit der Unterstützung externer Planungsbüros wird die
Verwaltung den neuen Nahverkehrsplan erarbeiten.
Für den Erarbeitungsprozess wird eine Bearbeitungsdauer von etwa drei
Jahren veranschlagt. Dieser soll in drei Projektphasen ablaufen:
o Phase 1: Bestandsanalyse, Prognose und strategische Eckpunkte
o Phase 2: Maßnahmenentwicklung
o Phase 3: Formale Beteiligung und Finalisierung
Beteiligungsprozess (Auszug)
Der gesamte Prozess findet unter intensiver Beteiligung von Politik,
Verwaltung und Öffentlichkeit statt. Dabei werden insbesondere die
Bürgerinnen und Bürger sowie – in einem gesonderten Beteiligungsformat –
Kinder und Jugendliche einbezogen. Das Beteiligungskonzept ist im Detail der
Informationsvorlage OVA/067/2022 zu entnehmen.
Für die drei Phasen der NVP-Erarbeitung stehen im Beteiligungsprozess
folgende Ziele im Fokus:
o Phase 1: Ideen und Anregungen sammeln
o Phase 2: Regelmäßige Information
o Phase 3: NVP-Entwurf bewerten lassen und modifizieren
Für die Beteiligung der Bezirksvertretungen sieht die Verwaltung u. a. Folgendes
vor:
In den Bearbeitungsprozess des Nahverkehrsplans werden die
Bezirksvertretungen intensiv eingebunden, damit die stadtteilbezogenen
Themen und Herausforderungen im gesamtstädtischen Planwerk besonders
berücksichtigt werden. Zusätzlich sollen erste Ergebnisse aus der Beteiligung
der Bürgerinnen und Bürger rückgekoppelt und diskutiert werden.
Dazu sind in Phase 1 und Phase 2 je vier Sondersitzungen geplant, welche
nach räumlichen und verkehrlichen Bedingungen geclustert werden: Seite 5
o Sondersitzung 1: BV1, BV3, BV4
o Sondersitzung 2: BV5, BV6
o Sondersitzung 3: BV2, BV7, BV8
o Sondersitzung 4: BV9, BV10
Die erste Beteiligung der Bezirksvertretungen in Phase 1 soll im Herbst 2026
erfolgen. Die zweite Beteiligung der Bezirksvertretungen erfolgt zum Ende der Phase
2. Am Ende der Phase 3 erfolgt die Beteiligung der Bezirksvertretungen im Rahmen
des üblichen Gremienlaufs.
Für die Beteiligung der Öffentlichkeit sieht die Verwaltung u. a. Folgendes vor:
Im Herbst sollen die Bürgerinnen und Bürger erstmals am Planungsprozess
beteiligt werden. Hierfür sind zehn Vor-Ort-Veranstaltungen („Roadshows“) in
den jeweiligen Stadtbezirken vorgesehen. Die Verwaltung beabsichtigt den
Bürgerinnen und Bürgern das Projekt Nahverkehrsplan in jedem Stadtbezirk
an einem Vor- oder Nachmittag an einem gut frequentierten und geeigneten
Standort zu präsentieren sowie deren konkreten Hinweise aufzunehmen und
zu diskutieren. Die genauen Orte und Zeitpunkte stehen noch nicht fest und
werden derzeit ermittelt.
Weitere Beteiligungsformate gemäß dem bereits vorgelegten
Beteiligungskonzept werden derzeit geplant.
Die Verwaltung ist bei diesem wichtigen Projekt auf die Unterstützung von Politik und
Öffentlichkeit angewiesen und freut sich auf Ihre Beiträge. Viele Anregungen und
Kritikpunkte zum Thema ÖPNV sind aus der bisherigen Zusammenarbeit schon
bekannt. Ziel ist es nun diese und weitere gebündelt für den Nahverkehrsplan
aufzubereiten und zu aktualisieren.