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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 15. Dezember 2005
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband grundlegende Finanzentscheidungen mit unmittelbar spürbaren Gebühren- und Preisfragen. Während Haushalt, Stadtentwässerung und Lärmschutz breite beziehungsweise einstimmige Zustimmung fanden, verliefen die Entscheidungen zu Müllabfuhr und Aquazoo entlang klarer politischer Mehrheiten.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Wirtschaftsplan des Stadtentwässerungsbetriebes (SEBD) für das Jahr 2006
Der Rat stellte den Erfolgs- und Vermögensplan des Stadtentwässerungsbetriebs einstimmig fest. Der Erfolgsplan umfasste Aufwendungen und Erträge von jeweils 134.580.625 Euro sowie einen geplanten Jahresgewinn von 1.662.892 Euro; im Vermögensplan standen 38.879.240 Euro für Investitionen und ein Kreditbedarf von 31.791.910 Euro.
Die CDU verwies auf das zehnte Jahr ohne Gebührenerhöhung in diesem Bereich. Die SPD begrüßte das wirtschaftliche Ergebnis und stellte den Erhalt als vollständig städtischen Eigenbetrieb heraus; der Beschluss fiel einstimmig.
Die Zahlen zeigten die finanzielle Größenordnung von Abwasserentsorgung und Kanalinvestitionen. Zugleich verband der Plan hohe Investitionen mit erheblichem Kreditbedarf.
Vorlage 60/098/05 · Nachweis: TOP 6, PDF-Seite 22
Etatberatung 2006 a) Haushaltssatzung der Landeshauptstadt Düsseldorf für das Haushaltsjahr 2006
Der Rat beschloss die Haushaltssatzung für 2006. Zum Paket gehörten unter anderem der Haushaltsplan, das Mehrjahresinvestitionsprogramm 2005 bis 2009, die Finanzplanung 2006 bis 2009, bezirksbezogene Ansätze, der doppische Produkthaushalt und der Stellenplan.
Die CDU stellte den Etat in der Grundsatzdebatte als siebten ausgeglichenen Haushalt in Folge dar. Aus Reihen der Grünen wurde der Mehrheit vorgehalten, frühere Oppositionsanträge später in veränderter Form übernommen zu haben; eine genaue Stimmenverteilung war im vorliegenden Material nicht ausgewiesen.
Mit dem Etat legte der Rat die finanziellen und personellen Prioritäten der Stadt für das folgende Haushaltsjahr sowie den Rahmen der mehrjährigen Investitionsplanung fest.
Vorlage 01/326/05 · Nachweis: TOP 19, PDF-Seite 45
Masterplan Reduzierung des Straßenverkehrslärms
Der Rat beauftragte die Verwaltung einstimmig, innerhalb der folgenden fünf Jahre Maßnahmen zur Minderung des Verkehrslärms umzusetzen. Vorrang hatten die am stärksten belasteten Düsseldorfer Straßenabschnitte; die notwendigen Haushaltsmittel sollten bereitgestellt werden.
Ein Antrag der Grünen, die Mittel vollständig in der mittelfristigen Finanzplanung abzubilden, wurde abgelehnt. Auch ein CDU-Antrag mit zusätzlichen Mitteln für Schallschutzfenster fand gegen FDP, SPD und Grüne keine Mehrheit; der Hauptbeschluss fiel anschließend einstimmig.
Der Auftrag verband eine räumliche Priorisierung besonders belasteter Straßen mit einem festen Umsetzungszeitraum und einer Finanzierungszusage.
Vorlage 19/083/05 · Nachweis: TOP 4, PDF-Seite 20
Kostenentwicklung im Bereich Müllabfuhr - Auswirkungen auf den Gebührenbedarf 2006 ff. und Gebührenkalkulation
Der Rat nahm den Verwaltungsbericht zur Kostenentwicklung bei der Müllabfuhr und zu deren Auswirkungen ab 2006 zur Kenntnis. Zudem beschloss er die vorgelegte Gebührenkalkulation.
Die SPD sprach von einer durchschnittlichen Erhöhung um 9,4 Prozent, kritisierte strukturelle Nachteile für Haushalte ohne Möglichkeit zur Biotonne und stimmte dagegen. Die Grünen hielten die Kalkulation trotz eigener Bedenken für notwendig; CDU, FDP, Oberbürgermeister und Grüne bildeten die Mehrheit gegen SPD und fünf weitere Ratsmitglieder.
Die Kalkulation bestimmte die finanzielle Belastung durch die Müllabfuhr. Die Debatte machte zugleich unterschiedliche Auffassungen über Kostenverteilung und Handlungsmöglichkeiten einzelner Haushalte sichtbar.
Vorlage 70/085/05 · Nachweis: TOP 16, PDF-Seite 28
Eintrittspreisfestsetzung für den Aquazoo
Der Rat setzte zum 1. Januar 2006 neue Aquazoo-Preise fest und hob damit seinen Beschluss vom Juni 2005 teilweise auf. Erwachsene zahlten weiterhin 6 Euro und Ermäßigte 4 Euro; für Schülergruppen wurden 3 Euro pro Person und für Familien eine Karte zu 12 Euro festgesetzt, während der freie Eintritt für Minderjährige in den übrigen städtischen Museen bestehen blieb.
Die CDU bezeichnete die frühere Einbeziehung des Aquazoos in den freien Museumseintritt als Fehler. Grüne und weitere Gegner hielten die Rücknahme nach einem halben Jahr für verfrüht und verwiesen auf eine noch nicht erfolgte Bewerbung; CDU, FDP und Oberbürgermeister setzten den Beschluss gegen SPD, Grüne und fünf weitere Ratsmitglieder durch.
Die Entscheidung belastete besonders Familien und organisierte Schülergruppen mit neuen Eintrittskosten. Zugleich schränkte sie eine erst wenige Monate zuvor beschlossene Regelung gezielt auf den Aquazoo ein.
Vorlage 41/125/05 · Nachweis: TOP 5, PDF-Seite 21
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.